Zwischen München und Mühldorfsoll es auf der nicht elektrifizierten und größtenteils eingleisigen und störanfälligen Strecke pünktlichere und verlässlichere Verbindungen geben. Seit Jahrzehnten gibt es um diese wichtige Ausbaustrecke 38 von München über Mühldorf nach Freilassing / Burghausen ein Hin und Her. Sie bekommt irgendwann in den nächsten 100 Jahren in weiten Teilen ein zweites Gleis und soll durchgängig elektrifiziert werden. So hieß es schon vor 30 Jahren. Umgesetzt worden ist bis heute fast nichts.
Derzeit beeinträchtigen dort mehrere Langsamfahrstellen aufgrund von Gleisschäden den Zugverkehr. Die längeren Fahrzeiten bringen auf der eingleisigen Strecke zwangsläufig den Fahrplan durcheinander, weshalb zuletzt immer wieder Züge ausfallen mussten – darunter die Expressverbindungen zu den Pendlerzeiten. Damit die Fahrgäste wieder verlässlich an ihr Ziel kommen, hat die DB InfraGO als Infrastrukturbetreiberin dieser Strecke für die Züge der Südostbayernbahn (SOB) einen neuen Fahrplan mit längeren Fahrzeiten erarbeitet. Mit diesen zusätzlichen Fahrzeitreserven soll trotz der Geschwindigkeitsreduzierungen ein möglichst stabiler Zugverkehr angeboten werden. Der neue Fahrplan gilt voraussichtlich bis Anfang Februar.

Die Expressverbindungen kehren mit dem angepassten Fahrplankonzept ab 14. September zurück. Bei allen Verbindungen auf der Strecke kommt es zu Fahrzeitverlängerungen sowie veränderten Abfahrts- bzw. Ankunftszeiten. Morgens und nachmittags im Berufsverkehr müssen einzelne Züge entfallen. Seit Jahrzehnten wird geredet und geredet um die Strecke zu modernisieren. Parallel arbeitet die DB InfraGO als Infrastrukturbetreiberin mit Hochdruck daran, die Strecke zu modernisieren und die bestehenden Langsamfahrstellen zu beseitigen. Dazu sind bis Ende des Jahres größere Baumaßnahmen inklusive einer Streckensperrung geplant.
Ab dem 14. September starten in München Ost die Regionalbahnzüge sowie die Expressverbindungen Richtung Mühldorf bis zu 20 Minuten früher. In der Gegenrichtung kommen die Regionalbahnzüge sowie die Expressverbindungen bis zu 15 Minuten später am Ostbahnhof an. Die ersten Züge frühmorgens starten früher in Mühldorf, um die gewohnten Ankunftszeiten in München sicherstellen zu können. Auch der erste Anschlusszug frühmorgens jeweils aus Simbach sowie aus Burghausen nach Mühldorf muss etwas früher fahren. Quelle: DB / CM