Drohne kollidierte mit JetBlue-Airbus

Wie Aufzeichnungen der US-Flugsicherung belegen, wurde ein Airbus A321 von JetBlue mit 159 Passagieren an Bord am Montagmorgen im Endanflug auf den Flughafen New York JFK von einer Drohne getroffen. 

„Nur kurz zur Info … Wir sind dort hinten in der Kurve mit einer Drohne kollidiert“, teilte einer der beiden Piloten der Flugsicherung mit, während sich das Flugzeug in einer Höhe von rund 3.000 Fuß (ca. 900 Meter) befand. „Sie sagten, Sie sind kollidiert?“, fragte der Fluglotse nach. „Ja, sie hat uns direkt über dem Cockpit getroffen“, antworteten die Piloten. 

Bei dem Vorfall handelte es sich um den JetBlue-Flug B9-948, der sich am Ende eines vierstündigen Fluges von Las Vegas befand. Trotz der Kollision forderten die Piloten keine Rettungskräfte an; die Maschine landete planmäßig auf der Landebahn 13L des Flughafens New York JFK. 

Dazu ein Sprecher von JetBlue: „Am Montag, dem 29. Juni, meldete die Besatzung des JetBlue-Fluges 948 von Las Vegas (LAS) nach New York (JFK) eine mögliche Begegnung mit einer Drohne während des Landeanflugs auf New York. Der Flug landete ohne Zwischenfälle, die Passagiere verließen das Flugzeug auf normalem Weg, und die Maschine wurde für eine Inspektion nach dem Flug aus dem Betrieb genommen; dabei wurden weder Schäden noch Hinweise auf eine Kollision festgestellt.“ 

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem eine voll besetzte Boeing 737 von United Airlines – mit 106 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord – am Freitag im Endanflug auf den Newark Liberty International Airport (EWR) nur knapp einer Kollision mit einer Drohne entgangen war. 

Obwohl es sich bei der Drohne offenbar um ein kleines, für Freizeitzwecke genutztes unbemanntes Fluggerät (UAV) handelte, hätte eine Kollision bei hoher Geschwindigkeit ausreichen können, um in einer kritischen Flugphase schwere Schäden an einem der Triebwerke zu verursachen oder sogar die Cockpitscheibe zu zertrümmern. 

Im vergangenen Oktober schlug ein winziges Wettermessgerät, das sich von einem Höhenballon gelöst hatte, in die Windschutzscheibe eines Flugzeugs von United Airlines ein, während dieses in einer Höhe von 36.000 Fuß über dem US-Bundesstaat Utah flog. Der Kapitän bemerkte ein kleines Objekt, das auf das Flugzeug zuflog, nur Augenblicke bevor das Gerät mit solcher Wucht gegen die Windschutzscheibe prallte, dass sowohl die äußere als auch die innere Scheibe zerbrachen; der Kapitän wurde dabei mit Glassplittern überschüttet und verletzt. Glücklicherweise hielt eine mittlere Scheibe aus bruchsicherem Material dem Aufprall stand, sodass die strukturelle Integrität der Windschutzscheibe nicht beeinträchtigt wurde. 

Drohnen bereiten Fluggesellschaften und Flughäfen auch in Deutschland zunehmend Sorgen; unverantwortliche Drohnenpiloten haben bereits zur Schließung ganzer Flugplätze geführt, da die Fluggeräte eine Gefahr für den Luftverkehr darstellen. Auch größere Drohnen militärischer Bauart sorgen seit Ende vergangenen Jahres an etlichen europäischen Flughäfen für Probleme, wobei entsprechende Sichtungen massive Störungen verursachten. 

Immer mehr Flughäfen verfügen zwar über hochentwickelte Drohnenerkennungssysteme, doch diese können die Drohnen weder außer Gefecht setzen noch zum Absturz bringen. Quelle: JetBlue / FAA / CM

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