Omega legt die Seamaster Diver 300M neu auf

Die Schweizer Luxusuhrenmanufaktur Omega nutzte den 05.10.2026 und stellte neue James Bond-Editions vor. Seit 1995 trägt James Bond Omega, und seitdem liefert jeder Film die passende Uhr. Diesmal ist es umgekehrt: Einen neuen Film gibt es noch nicht, einen neuen Darsteller vielleicht. Trotzdem legt Omega zwei neue Bond-Versionen der Seamaster Diver 300Mauf, dazu zwei limitierte Sets mit Platin-Gold-Modellen. Eine davon trägt einen Namen, den Sammler bereits kennen: „Spectre“.

Die neue Seamaster Diver 300M „Spectre misst 42 mm, besitzt eine einseitig drehbare Taucherlünette mit 60-Minuten-Skala statt einer Zeitzonenskala, sitzt am Milanaise-Band und arbeitet mit dem Kaliber 8806.  Beide Serienmodelle teilen sich ein poliert-satiniertes Edelstahlgehäuse mit 14,23 mm Höhe, 20  mm Bandanstoßbreite und 50 mm von Horn zu Horn. Das ist die Proportion der aktuellen Diver 300M. Mit rund 157 Gramm am Milanaise-Band liegt sie im erwartbaren Bereich für einen Stahltaucher mit Metallband. 

Omega’s neue Seamaster Diver 300M. Foto: Omega

Die blaue „James Bond“-Version kombiniert das Stahlgehäuse mit einem Lünettenring aus Titan Grad 5. Die „Spectre“ setzt auf schwarze Zirkonoxid-Keramik. In beiden Fällen ist die Tauchskala per Laserablation erhaben herausgearbeitet: Der Laser trägt das umgebende Material ab, Ziffern und Striche bleiben als Relief stehen. Das unterscheidet sich von der bei Omega sonst verbreiteten Lösung mit vertieft eingebrachten, emaillierten oder mit Ceragold gefüllten Skalen und ergibt eine eher werkzeughafte, matte Optik. 

Aluminium findet sich nun wieder im Zifferblatt der blauen Version, verziert mit lasergravierten Wellen. Das Wellenmotiv ist das Erkennungszeichen der Diver 300M seit 1993 und damit auch das Zifferblatt, mit dem Bond 1995 auf der Leinwand erschien. Bei zwölf Uhr ersetzt ein Index in Wappenform den üblichen Doppelindex. Die „Spectre“ bekommt ein geschwärztes, gekörntes Blatt ohne Wellenmuster und behält den klassischen Doppelindex.

Leuchtmasse mit Funktion. Ein Detail, das über reine Dekoration hinausgeht, ist die Verteilung der Leuchtfarben. Stundenindizes, Stundenzeiger und Sekundenzeiger leuchten blau. Der Minutenzeiger leuchtet dagegen grün, ebenso der Leuchtpunkt der Lünette bei zwölf Uhr. Bei einem Tauchgang bilden genau diese beiden Elemente die Messung der Tauchzeit. Im Dunkeln lässt sich der relevante Zeiger so sofort der Lünettenmarkierung zuordnen. Die rhodinierten Stunden- und Minutenzeiger sind facettiert, poliert und als Skelettzeiger ausgeführt, die Stundenindizes diamantpoliert. 

Die eigentliche Unterscheidung beider Uhren liegt hinter dem Saphirglasboden. Omega integriert das Filmmotiv auf der Rückseite, sichtbar durch den Gehäuseboden: Bei der „James Bond“-Variante ist es das rhodinierte Gun-Barrel-Motiv aus dem Vorspann der Filme, bei der „Spectre“ die geschwärzte Krake und dem zusätzlichen Schriftzug „Spectre“. Darunter arbeitet das Co-Axial Master Chronometer Kaliber 8806 mit 55 Stunden Gangreserve. Das ist das Werk, das Omega schon in der 007 Edition von 2021 verbaut hat. Der Master-Chronometer-Status steht für die Metas-Zertifizierung einschließlich einer Magnetfeldresistenz von 15.000 Gauß. Omega gewährt fünf Jahre Garantie. Als Referenz 210.30.42.20.03.004 und 210.30.42.20.01.023 kosten die Uhren jeweils 8.300 Euro.

Die Sets: 77 Mal in Platin-Gold. Für Sammler stehen zwei limitierte Sets mit je 77 Stück im Mittelpunkt. Jedes Set enthält zwei Uhren. Die erste ist eine Stahlversion, die bis auf eine nummerierte Plakette bei neun Uhr und die Bodengravur „Limited Edition“ dem Serienmodell entspricht. Die zweite hat ein Gehäuse aus Platin-Gold. Omega nennt für die blaue Ausführung rund 158 Gramm Platin und knapp 10 Gramm Gold bei einem Gesamtgewicht von 203,7 Gramm, für die schwarze 158,2 und 8,45 Gramm bei 201,6 Gramm. Die Edelmetallversion trägt einen polierten Keramik-Lünettenring mit Tauchskala aus Platin, Indizes und Zeiger aus 18 Karat Weißgold sowie ein Weißgold-Zifferblatt mit PVD-Farbverlauf. Beim „James Bond“-Modell trägt das Zifferblatt ein Gun-Barrel-Muster, beim „Spectre“-Modell wieder das Oktopus-Muster. Der Rotor ist aus 18 Karat Moonshine Gold gefertigt, beim blauen Modell zusätzlich mit blauem PVD beschichtet. Statt Milanaise gibt es ein Lederband mit Dornschließe aus Platin-Gold. Die Höhe wächst leicht auf 14,29 mm.  

Präsentiert werden die Sets in einer blauen beziehungsweise schwarzen Box mit weiterem Zubehör, u.a. mit einem zusätzlichen Nato-Band. Genau hier liegt der Kern dieser Edition: Die Serienmodelle sind konsequent weiterentwickelte Diver 300M. Die Sets richten sich an Sammler, die Bond vor allem als Sammelthema verstehen. Die Sets sind für 87.100 Euro erhältlich. Quelle: Watchtime /  Omega / CM

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