Europas größter Autobaier steckt in einer u.a. auch hausgemachten Krise. Der tief greifendste Umbau in der VW-Geschichte steht bevor: Dabei geht es nicht nur um den wachsenden Einfluss chinesischer Hersteller in Europa oder die Trumpschen Zölle, sondern auch um eigenes Versagen des Vorstands. Tausende Stellen wurden bereits gestrichen, weitere 50.000 sollen nun folgen Und wenn es ganz dumm läuft, bleiben bis zu 115.000 Jobs weltweit auf der Strecke.
Konzernchef Oliver Blume nannte bei den Betriebsversammlungen diese Woche neue Details zum geplanten Stellenabbau. Sein Gegenpart, Betriebsratschefin Daniela Cavallo macht eine drastischere Rechnung auf. Sie spricht inzwischen von 115.000 gefährdeten Jobs.
Zwischen dem VW-Betriebsrat unter der Führung von Daniela Cavallo und der Konzernleitung um CEO Oliver Blume tobt ein Machtkampf über den künftigen Sparkurs des Automobilkonzerns. Der Konflikt hat einen vorläufigen Höhepunkt erreicht, nachdem weitreichende Kürzungspläne öffentlich wurden und eine Welle von außerordentlichen Betriebsversammlungen stattgefunden hat.
Für die deutschen Werke in Emden, Hannover, Zwickau-Mosel und das Audi-Werk Neckarsulm wird eine „wettbewerbsfähige Belegung“ ab 2030 infrage gestellt. Für den Standort Emden kursieren Gerüchte, dass dort künftig für die Rüstungsindustrie gearbeitet werden soll. Ins westsächsische Werk könnten Automobilproduktion von VW-China verlegt werden. Aber das sind alles Spekulationen.
Fakt ist: einen reinen Kahlschlag an den vier genannten Standorten lehnt der Betriebsrat strikt ab. Schließlich machen Personal- und Fabrikkosten nur einen kleinen Teil der Fahrzeugkosten aus; die Belegschaft darf nicht für strategische Fehler der VW-Vorstände haften, so die Arbeitnehmervertretung. Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sind für den Betriebsrat eine rote Linie. Unterstützung kommt unterdessen von Niedersachsens Politik (u.a. Ministerpräsident Olaf Lies), die stattdessen auf neue Produkte und Technologie setzt. Quelle: CM
Škoda Auto feiert das 30-jährige Jubiläum der Octavia-Generation, die am 03. September 1996 in Produktion ging. Seitdem spielt das Modell nach der Integration des in Mladá Boleslav ansässigen Automobilherstellers in den Volkswagen Konzern eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Marke.
Das Modell steht für die Verbindung aus Qualität und Praktikabilität mit bewährter Technologie des Volkswagen Konzerns. Heute wird die vierte Generation dieses Bestsellers in Mladá Boleslav, Kvasiny und Kostanay (Kasachstan) produziert. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden fast 7,9 Mio. Einheiten hergestellt. Der Octavia ist insbesondre beim Firmenkunden höchst beliebt.
Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto: „Der Octavia ist seit drei Jahrzehnten eine Ikone der Marke Škoda. Ob als Combi oder Limousine – er hat stets das geboten, was Kunden schätzen: herausragende Geräumigkeit, Praktikabilität, Sicherheit und Ausstattung zu einem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. In vielerlei Hinsicht hat der Octavia den Anspruch von Škoda geprägt, mehr zu bieten als erwartet. Dies hat dazu geführt, dass der Octavia unser internationales Wachstum vorangetrieben hat, indem er das Vertrauen von Generationen von Kunden gewonnen hat.“
Erfolgreiche Wiederbelebung eines historischen Modellnamens. Die Entscheidung, den historischen Namen ‚Octavia‘ – der ursprünglich für ein zwischen 1959 und 1971 produziertes Modell verwendet wurde – wiederzubeleben, fiel während der Entwicklung eines neuen Fahrzeugs. Die Arbeiten begannen 1992, ein Jahr nachdem Škoda Auto dem Volkswagen Konzern beigetreten war. Der Zugang zur Technologie des Konzerns unterstützte die Entwicklung eines praktischen Autos, das von Dirk van Braeckel, dem damaligen Designchef von Škoda, entworfen wurde. Gleichzeitig erhöhte eine neue Produktionsstätte in Mladá Boleslav die Jahreskapazität von 90.000 auf 350.000 Fahrzeuge.
Die Škoda Octavia Limousine der ersten Generation mit einem Kofferraumvolumen von 528 Litern wurde am 4. April 1996 vorgestellt; die Serienproduktion begann am 3. September desselben Jahres. Der Octavia Combi folgte im März 1998, und 1999 kam eine Allradversion hinzu, die die Vielseitigkeit des Modells weiter erweiterte. Im Jahr 2000 feierte der erste Octavia RS sein Debüt. Diese Octavia Generation erwies sich als echte Erfolgsgeschichte: Insgesamt wurden 1,44 Mio. Einheiten produziert, und ausgewählte Varianten blieben bis 2010 in Produktion, obwohl die zweite moderne Octavia-Generation bereits 2004 vorgestellt worden war.
Generation 2. Die zweite Generation baute auf den bewährten Stärken des Octavia auf und bot noch mehr Platz im Innenraum, ein um 32 Liter vergrößertes Kofferraumvolumen sowie verbesserte Praktikabilität und neue Technologien wie das DSG Doppelkupplungs-Getriebe. Bis zum Produktionsende im Jahr 2013 wurden 2,6 Mio. Einheiten dieser Generation gebaut.
Generation 3. Die von 2012 bis 2020 gebaute dritte Generation des Škoda Octavia erreichte ein ähnlich hohes Produktionsvolumen und führte fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und Technologien ein, die zuvor Fahrzeugen höherer Segmente vorbehalten waren. Gleichzeitig verfügte sie über eine leichtere Karosserie, optimierte TSI- und TDI-Motoren sowie eine GreenLine-Version. Diese umfasste Technologien zur Senkung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen, darunter spezielle Unterbodenverkleidungen, Bremsenergie-Rückgewinnung und Reifen mit geringem Rollwiderstand. Die dritte moderne Octavia-Generation erhielt 2017 ein umfangreiches Facelift mit einer neu gestalteten Frontpartie mit geteilten Scheinwerfern, Infotainment-Bildschirmen in Glasoptik und verbesserten Assistenzsystemen.
Vierte Generation. Die aktuelle, vierte Generation des Octavia feierte im November 2019 als Limousine und Combi ihr Debüt. Nach einer Modellpflege Anfang 2024 bietet sie nun weiter verbesserte Konnektivität und Sicherheit mit bis zu zehn Airbags. Hinzu kommen Fahrerassistenzsysteme wie der Aufmerksamkeits- und Müdigkeitsassistent. Ein neuer Algorithmus hilft dabei, den Ermüdungsgrad des Fahrers genauer einzuschätzen.
Der Octavia ist nach wie vor eine beliebte Wahl bei Privat- und Geschäftskunden auf den internationalen Märkten und wurde mit zahlreichen renommierten internationalen Auszeichnungen geehrt. Quelle: Škoda Auto / CM
Der ADAC und die Esso Deutschland GmbH haben eine mehrjährige Kooperation im Rahmen der ADAC Vorteilswelt vereinbart. Esso wird somit neuer Vorteilspartner beim ADAC Tankrabatt.
Ab 01. September 2026 können ADAC Mitglieder an rund 1.100 Esso Tankstellen in Deutschland günstiger tanken. Die bisherige Kooperation mit dem Tankpartner Shell endet zum 31. Dezember 2026. Bis dahin sind für ADAC Mitglieder beide Vorteilsangebote parallel verfügbar. Auch an Enilive, Eni und Agip Service-Stationen erhalten ADAC Mitglieder weiterhin Vergünstigungen.
Mehr als 22 Mio. ADAC Mitglieder können den Tankrabatt an den teilnehmenden Esso Tankstellen nutzen. Zusätzlich sind im Rahmen der Partnerschaft weitere digitale Angebote vorgesehen. Ziel ist es, Mitgliedern im Alltag einen zusätzlichen Einkaufsvorteil beim Tanken zu bieten und den Zugang zu weiteren Vorteilen an möglichst vielen Tankstellen zu ermöglichen. Zum Start der Kooperation bieten der ADAC und Esso bis einschließlich 15. Oktober 2026 einen Tankrabatt von zwei Cent pro Liter Kraftstoff. Danach beträgt der Rabatt 1 Cent pro Liter.
„Mit Esso gewinnen wir einen starken und bundesweit präsenten Partner für die ADAC Vorteilswelt. Das große Esso Netzwerk ermöglicht vielen unserer Mitglieder, den Tankvorteil einfach in ihren mobilen Alltag zu integrieren. Gleichzeitig entwickeln wir die ADAC Vorteilswelt konsequent weiter“, sagt Joost Greve, Ressortleiter Loyalty & Customer Engagement beim ADAC. Die Esso Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg gehört zur globalen ExxonMobil Organisation, einem der weltweit größten Energieunternehmen.
Tim Paulsen, Leiter des Tankstellengeschäftes von Esso: „Kundentreue ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Tankstellengeschäfts. Mit der neuen Partnerschaft verbinden wir die Stärke der Marke Esso mit der Reichweite und dem Vertrauen in den ADAC. Gemeinsam möchten wir unseren Kunden attraktive Vorteile bieten, neue Zielgruppen erreichen und die Bindung zu unseren bestehenden Kunden weiter stärken.“ Nutzung des Tankrabatts im Alltag. Für den Tankrabatt genügt das Vorzeigen der ADAC Mitgliedskarte in physischer oder digitaler Form („Show your Card“). Eine zusätzliche Registrierung oder die Übermittlung persönlicher Daten sind nicht erforderlich. In der ADAC Drive App können Mitglieder teilnehmende Tankstellen in der Nähe oder entlang einer Route finden und dort ihre digitale Mitgliedskarte vorzeigen. Die App zeigt zudem aktuelle Kraftstoffpreise an. Weitere Informationen zur ADAC Vorteilswelt und zum Esso Tankrabatt unter adac.de/vorteile. Quelle: ADAC / CM
Nach dem Aus der Zusammenarbeit mit Aral folgt nun die Kooperation des ADAC mit ESSO. Foto: Esso
Im Automobilhandel gibt es eine interessante Neuigkeit: Der Fahrzeugmarkt Mobile.de übernimmt das Deutschlandgeschäft von Carwow und erweitert damit ihr Geschäft um das Neuwagensegment. Zugleich sichert sich mobile.de Zugang zu einer Auktionsplattform. In gewisser Weise zieht Mobile de dem Rivalen Autoscput24 gleich.
Mobile.de und Carwow Group, die Online-Plattform für den Fahrzeugwechsel, haben eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet, wonach mobile.de das Deutschlandgeschäft von Carwow übernehmen wird. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen. Finanzielle Details der geplanten Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.
Vorbehaltlich des Abschlusses der Transaktion wird die Vereinbarung die Reichweite, Ressourcen und Marktplatz-Expertise von mobile.de mit der Technologie und den Vertriebslösungen von Carwow.de verbinden – darunter Neuwagen – und Leasingangebote sowie die Auktionsplattform für den Händlereinkauf. Gemeinsam wollen beide Unternehmen größere Investitionen in den deutschen Markt ausbauen und Innovationen beschleunigen.
Mobile.de übernimmt Deutschlandgeschäft von Carwow.
Carwow.de wird weiterhin als eigenständige Geschäftseinheit und Marke mit lokalem Team und eigener Geschäftsführung operieren. Philipp Sayler von Amende wird seine Rolle als CEO von Carwow.de beibehalten. Alle bestehenden Beziehungen zu Händlern, Herstellern und Geschäftspartnern bleiben unverändert bestehen. Das Auktionsprodukt von Carwow.de wird Händlern weiterhin zur Verfügung stehen und ermöglicht den Ankauf von Gebrauchtfahrzeugen direkt von Privatpersonen in ganz Deutschland. Nach Abschluss der Transaktion wird die weitere Nutzung der Marke Carwow in Deutschland durch eine unbefristete Lizenzvereinbarung geregelt. mobile.de ist ein führender Fahrzeugmarkt in Deutschland mit mehr als 1,6 Mio. inserierten Pkw, Nutzfahrzeugen, Motorrädern und E-Bikes (Jahresdurchschnitt 2025). Sowohl Privatkunden als auch Fahrzeughändler nutzen die Plattform und profitieren von mehr als 140 Mio. Visits pro Monat (Quelle: mobile.de Google Analytics Tracking, Ø Monat Januar bis Dezember 2025). Als „One-Stop Shop“ umfasst das Angebot von mobile.de neben dem An- und Verkauf auch Finanzierungs- und Leasinglösungen. Das 1996 gegründete Unternehmen ist ebenso wie Kleinanzeigen ein Tochterunternehmen von Adevinta, einem weltweit führenden Anbieter von Online-Kleinanzeigenportalen.
Die Carwow Group vereint ein Portfolio führender Medien- und Plattformmarken der Automobilbranche. Mit Marken wie Carwow, Auto Express, Evo, DrivingElectric, Carbuyer und Driver Power erhalten Autokäufer die Informationen, Daten und unabhängigen Bewertungen, die sie für fundierte Entscheidungen rund um den Fahrzeugkauf benötigen. Über die digitalen Plattformen von Carwow informieren sich monatlich rund 17,7 Mio. Nutzer, die dort Fahrzeuge recherchieren, kaufen, leasen oder verkaufen können. Gleichzeitig bringt das Unternehmen Kunden mit Autohändlern, Fahrzeugherstellern (OEMs) und weiteren Partnern in Großbritannien, Deutschland und Spanien zusammen. Quelle: Mobile.de ( CM
Ford setzt bei seiner neuen Elektroplattform auf Kartendaten von Apple. Damit gewinnt der Technologiekonzern mehr Einfluss auf das Fahrzeug als bislang.
Ford integriert Apple Maps ab dem Jahr 2027 als natives und festes Navigationssystem in seine kommende Universal-Electric-Vehicle-Plattform (UEV) ein. Das System läuft direkt im Fahrzeug und benötigt kein gekoppeltes Handy – es steht allen Fahrern unabhängig von ihrem Smartphone (egal ob Apple, Samsung oder Google Pixel) zur Verfügung. Ford nutzt das neue MapKit for Automotive SDK von Apple, um die Software tief mit der Fahrzeugelektronik zu verknüpfen. Die Einführung ist für 2027 geplant, den Anfang soll ein neuer, erschwinglicher Elektro-Pick-up machen. Die Kartendaten von Apple füttern auch Fords Fahrassistenten Blue Cruise sowie die KI-Tochter Latitude AI für eine präzisere Straßenerkennung
Ford betont, dass Apple Maps Live-Traffic, Abbiegehinweise, Ortssuche und eine EV-Routenführung zu Ladesäulen beherrschen soll. Die Navigation soll außerdem beim rechtzeitigen Vorkonditionieren der Batterie helfen. Während Apple-Services-Chef Eddy Cue, wenig überraschend, vom MapKit als „das beste Karten-Erlebnis der Welt“ schwärmt, spricht Ford-CEO Jim Farley sachlich von einem Baustein für das neue Software-Setup inklusive zonaler Architektur.
Ford setzt bei seiner neue E-Plattform auf Apple-Kartendaten. Foto: Ford
Und während GM Android Auto und Apple CarPlay aus seinen Systemen drängt, hält Ford an beiden fest. Ford positioniert Apple Maps als integrierte Alternative, nicht als Ersatz. Kunden können also zwischen der eingebauten Lösung und den Smartphone-Ökosystemen wählen
Zwar achtet er US-Autokonzern darauf, Tech-Unternehmen wie Apple nicht zu viel Macht einzuräumen. Gleichzeitig wächst jedoch die Erkenntnis, dass sich nicht mehr jede Technologie allein entwickeln lässt. Quelle: Ford / CM
Das US-Unternehmen ChargePoint baut seine Präsenz massiv aus und will Europa zu seinem neuen Kernmarkt machen. CEORick Wilmer hadert mit der Anti-E-Politik von US-Präsident Donald Trump, die das Wachstum des US-Ladespezialisten im Heimatmarkt USA erschwert.
CEO Rick Wilmer sieht in Europa bessere makroökonomische Bedingungen und stabilere politische Vorgaben für die Elektromobilität als in den USA. Europa biete aus seiner Sicht derzeit „die besseren makroökonomischen Rahmenbedingungen für Elektromobilität als Nordamerika“. Politische Unterstützung, Emissionsvorgaben und Anreize würden den Übergang in Europa weiter beschleunigen, während in den USA viele dieser Instrumente zurückgenommen worden seien. Wachstum in Nordamerika hält Wilmer weiterhin für möglich, allerdings in geringerem Tempo als in Europa. Die „“Alte Welt“ soll in den nächsten zwei bis drei Jahren rund die Hälfte des gesamten Unternehmensumsatzes ausmachen. Dazu wird die Partnerschaft mit Mercedes-Benz in Deutschland und Großbritannien stark erweitert, um Geschäftskunden und Flottenbetreibern Ladelösungen aus einer Hand anzubieten.
Auch technologisch baut ChargePoint seine Position aus. Die neue Schnellladeplattform „Express“ setzt auf eine modulare Architektur mit getrennten Leistungsstufen und DC-Bus. Mittels der getrennten AC/DC- und DC/DC-Architektur wird der direkte Anschluss von Solar- oder Batteriespeichern ermöglicht. Quelle: ChargePoint / CM
1986 kam ein Camper-Van auf den Markt, der seitdem viele Herzen erobert und Kultstatus erreicht hat: der Ford Nugget. Das ganze Jahr über feiert. Ford den runden Geburtstag seines Kult-Campers.
Vom 28. August bis 06. September 2026 steuert das Jubiläum auf dem Caravan-Salon, der Weltleitmesse für mobiles Reisen in Düsseldorf seinem Höhepunkt entgegen. Auf dem Ford-Stand in Halle 17, Stand B06 zeigen die Kölner die ganze Bandbreite der aktuellen Nugget-Generation sowie eine Reminiszenz an den Beginn seiner Erfolgsgeschichte.
Zum 40-Jahre-Geburtstag gibt es eine limitierte Sonderedition mit der Lackierung in „Frozen White“. Die wird mit schwarzen Design-Elementen an Dach, Schulterlinie und im Seitenschweller kontrastiert und verweist so auf die erste Modellgeneration des Camper-Vans, die vor 40 Jahren mit dieser besonderen Schwarz-auf-Weiß-Optik an den Start ging.
Ford feiert 40 Jahre Nugget. Foto: Ford Pro
Beim aktuellen Sondermodell zieht sich das schwarz-weiße Farbspiel auch durch den Innenraum. Die warmweiße Oberfläche der Möbel wird exklusiv mit einer dunklen Arbeitsplatte und schwarzen Schließgriffen an Schränken und Schubladen kombiniert.
In seiner inzwischen fünften Generation bietet der Nugget eine Varianz wie in keiner Modellreihe zuvor. Den Kult-Camper gibt es in den Ausstattungslinien Titanium und Active, mit 8-Gang-Automatik oder manuellem 6-Gang-Getriebe, mit Vorder- oder Allradantrieb und in drei Diesel-Motorisierungen. Und zum ersten Mal hat Ford Pro den Nugget auch elektrifiziert. Als Plug-in-Hybrid kann er rein elektrisch fahren und bringt 171 kW (233 PS) auf die Straße.
Zudem haben Kunden die Wahl zwischen zwei Radständen: Die L1-Variante ist 5,05 Meter lang, als L2 ist der Nugget 40 cm länger. Bei den L2-Modellen können sie sich entscheiden zwischen der Serienausstattung mit mehr Stauvolumen in der Küche (plus 85 Liter gegenüber L1) sowie größerem Kleiderschrank (plus 200 Liter) und der Option mit fest integrierter Toilette.
Ebenso vielseitig zeigt sich der Nugget beim Dachkonzept: Ab diesem Sommer ist die neue Modellreihe wieder mit Hochdach erhältlich. Es erweitert nicht nur Schlaf- und Stauraum, sondern macht die neue Nugget-Generation auch vollständig winterfest.
Die neue Modellreihe hält am charakteristischen Drei-Raum-Konzept samt L-förmiger Küche im Heck fest. Und auch die fünfte Nugget-Generation produziert Ford – wie die vier davor – zusammen mit den Camper-Spezialisten von Westfalia. Quelle: Ford / CM
Laut „Ground Monitor“ von American Express Global Business Travel (Amex GBT) Consulting dürften die weltweiten Mietwagenpreise in den kommenden zwölf Monaten stabil bleiben oder nur moderat steigen.
Zu den Faktoren, die die Preise in bestimmten Regionen in die Höhe treiben könnten, zählen laut Amex GBT Consulting Steuern und die Verfügbarkeit von Mietwagen. Zudem spielen geopolitische Unruhen und Unsicherheiten bei den Rohstoffpreisen eine Rolle, denen jedoch ein verbessertes Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei den Mietwagenflotten entgegenwirkt.
Die für die Analyse verwendeten Daten stammten aus dem Data Lake von Amex GBT. Die Prognosen zu Inflation und BIP basierten auf Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF); der Bericht deckt zudem nur jene Länder ab, für die Amex GBT über ausreichend Mietwagendaten zur Untermauerung des Prognosemodells verfügt.
Nordamerika. Für USA und Kanada wird für die kommenden zwölf Monate jeweils ein Anstieg der Mietwagenpreise um 1,5 bis 2 % im Jahresvergleich prognostiziert. Dies entspricht in etwa der Prognose für die USA aus dem Vorjahr, bedeutet jedoch einen geringeren Anstieg für Kanada, wo für den Zeitraum 2025–2026 noch Preissteigerungen von 2,5 bis 3 % erwartet worden waren.
Amex GBT verwies zudem auf ein nach eigener Aussage „signifikantes Wachstum bei Anzahl und Höhe städtischer Zuschläge in Nordamerika“, einschließlich wochentagsabhängiger Zuschläge und von Flughäfen erhobener Gebühren.
Der Bericht verweist auf steigende Kfz-Versicherungsprämien, die Autovermieter dazu veranlassen könnten, diese Kosten über höhere Preise an die Kunden weiterzugeben. Amex GBT nennt zudem einen „signifikanten Anstieg bei Anzahl und Höhe städtischer Zuschläge in Nordamerika“, darunter wochentagsabhängige Aufschläge sowie von Flughäfen erhobene Gebühren. Solche Zuschläge sind zwar nicht neu, doch sie nehmen zu.
Europa. Die Prognosen für Mietwagenpreise in Europa variieren je nach Land. Es wird erwartet, dass die Nachfrage „stabil bleibt“, da finanziell unter Druck stehende Unternehmen eher dazu neigen, Fahrzeuge zu mieten, anstatt sie für die Flotte zu kaufen; gleichzeitig dürfte ein verbessertes Fahrzeugangebot den durchschnittlichen Preisanstieg begrenzen.
Für Frankreich und Spanien wird prognostiziert, dass die Preise im Jahresvergleich entweder unverändert bleiben oder um 0,5 % steigen. In touristisch geprägten Regionen unterliegen die Mietpreise jedoch oft „starken saisonalen Schwankungen“, wobei Geschäftskunden bisweilen saisonale Zuschläge zahlen müssen, so Amex GBT. Im Vereinigten Königreich könnten die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 bis 1,3 % steigen, wobei sich das erholende Fahrzeugangebot und der starke Wettbewerb dämpfend auf die Preise auswirken.
Für Deutschland werden moderate Anstiege von 1 bis 2 % erwartet, wobei eine „Flottenknappheit“ einen Preisrückgang verhindert. Ebenso dürften die Mietwagenpreise in Skandinavien moderat um 1 bis 2,5 % zulegen, während die Niederlande mit prognostizierten Steigerungen von 4 bis 5 % am oberen Ende der Skala liegen. Letztere Anstiege sind auf steigende Kfz-Steuern zurückzuführen, welche die Gesamtbetriebskosten der Mietwagenflotten erhöhen.
Asien-Pazifik-Raum. Australien ist das einzige Land im asiatisch-pazifischen Raum, das in dem Bericht behandelt wird; Amex GBT Consulting prognostiziert für Mietwagen einen Anstieg der Kosten um 3 bis 3,4 % im Jahresvergleich. Das Fahrzeugangebot im Land hat sich erholt, was verhindert hat, dass die Preise „durch die Decke gehen“; allerdings könnten Unternehmen, die Autos an abgelegenen Bergbaustandorten anmieten, aufgrund des begrenzten Angebots und Wettbewerbs mit stärkeren Preiserhöhungen konfrontiert sein.
Lateinamerika. Für Brasilien und Chile wird für die kommenden zwölf Monate jeweils ein Anstieg der Mietwagenpreise um 2 bis 4 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert – und das, „obwohl die wirtschaftlichen Aussichten für Lateinamerika durch die globale Unsicherheit gedämpft sind“.
Die Region verzeichnet ein „gesundes Wachstum“ sowohl bei der Nachfrage von Geschäfts- als auch von Urlaubsreisenden. Elektrofahrzeuge gewinnen in Brasilien „an Boden“. Nach Angaben von Amex GBT Consulting umfasste die Mietwagenflotte in Brasilien bis Ende 2025 insgesamt 33.562 Elektrofahrzeuge, verglichen mit lediglich 2.545 im Jahr 2021. Quelle: Amex GBT / CM
ADAC-Mitglieder erhalten an teilnehmenden Shell-Tankstellen bislang einen Preisnachlass von einem Cent je Liter Kraftstoff. Doch dieser Vorteil hat ein Ablaufdatum: Shell Deutschland und der ADAC beenden ihre Kooperation zum 31. Dezember 2026.
Ab 01. Januar 2027 entfällt der Rabatt. Hintergrund ist eine Neuausrichtung der Kundenbindungsprogramme bei Shell. Der Mineralölkonzern will sich künftig stärker auf sein eigenes Bonusprogramm ClubSmart konzentrieren und die dazugehörige digitale Plattform weiterentwickeln. ClubSmart-Kunden erhalten nach Angaben von Shell derzeit dauerhaft zwei Cent Preisnachlass pro Liter Shell FuelSave-Kraftstoff.
Shell und der ADAC gehen getrennte Wege. Foto Priv.
„Wir bedanken uns beim ADAC für die langjährige Partnerschaft und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagt Seda Bi, Leiterin Konsumenten-Marketing Shell Mobility in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch der ADAC spricht von einer einvernehmlichen Trennung.
Der finanzielle Vorteil, den Shell bisher gewährte, fällt pro Tankstopp überschaubar aus, selbst für Vielfahrer. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern Suor E10 (2,14 Euro am Abend des 24. August in Kitzingen) zahlt man 107 Euro, beim Preis von 2,14 Euro/Liter müsste man 106,50 Euro auf den Tresen blättern, man spart also den winzigen Betrag von 50 Eurocentent. Tankt man zehn Mal im Jahr zu diesem Preis, spart man 5 Euro. Ist man Mitglied beim Bonusprogramm ClubSmart, spart man 19 Euro im Jahr, bezahlt aber weit über 1.000 Euro für den Sprit. Quelle: Shell / CM
Die gewerblichen Pkw-Zulassungen sind zuletzt leicht gestiegen – eine Trendwende ist allerdings nicht in Sicht. Bei Volkswagen verschieben sich die Anteile konzernintern. Cchinesische Hersteller profitieren vom Spardruck in den Fuhrparks.
Der deutsche Flottenmarkt kommt nicht so recht aus seinem Tief. Bis Ende Juli 2026 gaben die Neuzulassungen im relevanten Flottenmarkt um 1,2 % nach. Im Juli lag das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar bei 2,9 %.
Größtes Hemmnis für die gewerblichen Zulassungen ist der Kostendruck infolge der schlechten wirtschaftlichen Gesamtlage Deutschlands. Viele Fahrzeuge würden gar nicht erst angeschafft und die bisherigen weitergefahren.. Ist eine Neuanschaffung unvermeidlich, greifen viele Mobilitätsmanager Automobile eine Klasse tiefer oder gleich einen jungen Gebrauchtwagen. Laut einer Erhebung von Dataforce ist das Durchschnittsalter von Flottenfahrzeugen auf mehr als 4,9 Jahre gestiegen. Und bereits 18 % der Flotten haben Gebrauchtwagen im Einsatz – bis vor wenigen Jahren so gut wie undenkbar.
Noch profitieren chinesische Automarken wenig von dieser Entwicklung. Für die neuen Wettbewerber aus dem Reich der Mitte gestaltet sich der Weg in den Flottenmarkt deutlich schwieriger als der in den Privatmarkt. Zwar schafften es MG und BYD mit kräftigen Zuwachsraten in die Top 20 – bis dato nur auf die Plätze 18 und 20. Aber es kann durchaus sein, dass sich dies ändern wird. Nur etwa 7 % der Fuhrparks haben derzeit eine chinesische Marke im Bestand. Laut einer Umfrage von Dataforce sind 72 % der Flottenmanager der Meinung, dass ein Preisvorteil bei der Anschaffung keinen guten Ausgleich zu einem dichten Servicenetz darstellt. Auch das Image sei für viele noch ein Hinderungsgrund. Bis chinesische Marken in Flotten eine Rolle spielen würden, werde es noch ein paar Jahre dauern. Hier sei noch viel Markenbildung nötig.
Gewinner der aktuellen Situation sind u.a. Peugeot (+ 23 % im Juli), Renault (+ 12 %) sowie die Volkswagen-Konzernmarken Cupra (+ 18 %) und Škoda (+ 6,6 %). Gerade letztere gleichen dabei die Verluste der Kernmarke VW aus.
Die Wolfsburger leiden vor allem darunter, dass klassische Dieselmodelle wie Passat, T-Roc und Tiguan deutlich an Volumen verlieren. Noch können die BEV von VW dies nicht ausgleichen. Viele Firmenkunden sind von VWs E-Modellen jenseits des ID.7 wenig überzeugt. Viele werden dafür bei Škoda fündig. „Bei Volkswagen findet statt einer Abwanderung eine konzerninterne Verschiebung der Marktanteile statt. VW kann wirklich froh sein, Škoda zu haben, so ein Experte. Beliebtestes Flottenfahrzeug im Juli mit 2.990 Neuzulassungen war der Škoda Oktavia, der sich mit einem Plus von 4,6 % gegenüber Juli 2025 dem allgemeinen Niedergang von Benzinern und Dieseln entgegenstemmen konnte. Die beiden Antriebsarten verloren um 15 bzw. 22 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während reine E-Autos um knapp ein Drittel zulegten.
Passend dazu eroberte VWs ID.7 (2.290 Einheiten) erstmals den zweiten Platz im Modellranking – vor Klassikern wie Golf oder Tiguan. Bemerkenswerte Zuwächse gelangen daneben Mercedes GLC (+ 52 % auf 1.760 Fahrzeuge) und CLA (+ 250 % auf 1.670 Fahrzeuge) sowie Audi mit A6 e-tron (+ 94 % auf 1.120 Fahrzeuge) und Q6 e-tron (+ 152 % auf 1.030 Fahrzeuge) Gut lief es zu guter Letzt auch für BMW mit dem neuen iX3, der mit 1.100 Fahrzeugen aus dem Stand am Konkurrenten Audi Q6 e-tron vorbeigezogen ist. Quelle: Dataforce / CM