Kein deutsches Auto mehr unter 20.000 € Neupreis

Die Zahl der Neufahrzeuge, die zu einem Brutto-Listenpreis von unter 20.000 Euro verfügbar sind, sinkt deutlich: Auf dem deutschen Markt sind aktuell nur noch 16 Neuwagen gängiger Marken unterhalb der Preisschwelle erhältlich. Unter den 16 Modellen befindet sich kein Modell eines deutschen Herstellers und übrigens auch kein japanisches.

Eine ADAC Auswertung ergab zusätzlich: Vor fünf Jahren lag die Zahl dieser Autos noch deutlich höher: 2021 waren 35 Modelle für unter 20.000 Euro verfügbar. Vor fünf Jahren waren immerhin noch fünf Fahrzeuge deutscher Hersteller unterhalb von 20.000 Euro verfügbar. Aktuell ist das günstigste deutsche Auto der VW Polo, dessen Brutto-Grundpreis mit 20.380 Euro (Stand August 2026) knapp über der Schwelle liegt.

Vor fünf Jahren waren zusätzlich immerhin drei Fahrzeuge für einen Preis von rund 10.000 Euro erhältlich. Für dieses Budget ist aktuell kein neues Auto mehr zu bekommen. Der mit Abstand günstigste Neuwagen kostet aktuell 13.590 Euro (Dacia Sandero TCe 100 Essential).

E-Auto- Interessenten finden dafür in diesem Jahr erstmals gleich drei vollelektrische Modelle unterhalb dieser Preisschwelle. Zu diesem Preis gab es vor fünf Jahren noch keinen reinen E-Pkw. Autos sind insgesamt teurer geworden, weil die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette gestiegen sind und gleichzeitig mehr Technik vorgeschrieben oder erwartet wird. Quelle: ADAC / CM

Neue elektrische C-Klasse – Wenn das kein Volltreffer ist…

Das 140-jährige Jubiläumsjahr i2026 ist vom größten Produkteinführungsprogramm in der Geschichte von Mercedes-Benz geprägt. Einer der Höhepunkte ist die erste vollelektrische C-Klasse. Mercedes spricht zwar von einem Facelift, des Mittelklassemodells, im Grunde genommen aber ist es in den meisten Bereichen ein komplett neu entwickeltes Modell.  Wir durften u.a. das Top-Modell der Baureihe, den C400 4MATIC auf kurvenreichen Berg- und Tal-Routen im Schwarzwald  testen. 

Unserer Meinung nach h hat es nie eine attraktivere und effizientere Mercedes-Benz C-Klasse gegeben als die jüngste. Ob sie aber in der Batterievariante auch in Zukunft das Brot- und Butter-Modell der Untertürkheimer bleiben wird, wir werden sehen. Überzeugt aber sind wir davon, dass die elektrischen C-Klasse-Modelle wie schon die bisherigen Verbrenner mehr oder weniger typische Flottenautos sein werden. Denn immer mehr Mobilitätsmanager/Fuhrparkverantwortliche setzen auf Akku-Fahrzeuge. Und sie wissen auch warum: Heute sind batterieelektrische Automobile Benzinern und Dieseln – letztere dominierten über Jahrzehnte die deutschen Flotten – klar überlegen. Sie positionieren sich bei en Beschaffungs- bzw. Leasingkosten im vergleichbaren Rahmen, sie sind im Unterhalt günstiger, sie bieten ausreichend hohe Reichweiten und schneiden überhaupt bei den TCO besser ab als alle Verbrennergeschwister. Schließlich wird sich auch ihr Restwertverhalten dem der Verbrenner gleichstellen bzw. diese übertreffen.  

Klar, der Brutto-Einstiegspreis klingt mit 67.711 Euro etwas happig. Weitere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedene Batterievarianten folgen, so Christian Bauer (Entwicklung Gesamtfahrzeug)  im Gespräch mit CM. Dazu zählt ein prisgünstigeres Heckantriebsmodell mit einer erwarteten Reichweite von rund 800 km. . In Deutschland beginnen die Preise für den C 400 4MATIC elektrisch bei 56.900 Euro (exkl. MwSt.) Zudem stehen laut Hersteller attraktive Leasing- und Finanzierungsangebote zur Verfügung. Apropos Listenpreise: Sie sind das eine, die tatsächlichen stehen auf einem anderen Blatt Papier. Letztlich bekommt man aber für sein Geld ein famoses Fahrzeug. Übrigens: Unser „Testwagen“, der C400 4MATIC war vollgepackt mit allem, was das Autofahrerherz höher schlagen lässt, kam deswegen auf runde 100.000 Euro.    

Der elektrische C 400 4MATIC – 489 PS (360 kW) und ein Drehmoment von 800 Nm – bietet eine WLTP-Reichweite von bis zu 762 km dank einer 94-kWh-Batterie und einer modernen 800-Volt-Architektur. Bei unseren Testfahrten stellten wir fest, dass 700 km Reichweite durchaus realistisch sind, zumal dann, wenn man den Wagen überwiegend moderat bewegt, also nicht nur das Fahrpedal voll durchdrückt. Dank einer Ladeleistung von bis zu 330 kW lässt sich in nur 10 Minuten Strom für ca. 325 km nachladen; die Ladung von 10 auf 80 % dauert ca. 22 Minuten. Der kombinierte Stromverbrauch nach WLTP liegt je nach Konfiguration bei etwa 14,1 bis 18,5 kWh pro 100 km. Wir haben mit unserem Top-Modell 14,8 kWh benötigt. Das ist angesichts von Größe und  Power des Wagens ein echter Spitzenwert.  

Das Exterieur und Interieurdesign des Mittelklassewagens ist überaus attraktiv. Eine tiefe, flache Front mit einer starken Straßenpräsenz, eine straffe Dachlinie und ein fließendes, rundes Heck erzeugen eine coupéhafte Silhouette. Der ikonische Kühlergrill kann – je nach Ausstattung – beim Entriegeln, Verriegeln oder Laden mit Lichtanimationen in Szene gesetzt werden. Der neue Kühlergrill ist stärker vertikal ausgerichtet. Heißgeprägte Sterne in Chromoptik bilden das unverkennbare Mercedes‑Benz Pattern und sorgen für eine einzigartige dreidimensionale Tiefenwirkung. Ein LED-Lichtleiter im Chromrahmen setzt den Kühlergrill eindrucksvoll in Szene und verleiht der C‑Klasse zusätzliche Strahlkraft. Marktabhängig ist auch der Zentralstern beleuchtet. 

Die konsequent auf Elektroantrieb ausgelegte Architektur ermöglicht ein neues Raumkonzept mit großzügigem Platz für Passagiere und Gepäck. Die Alltagstauglichkeit profitiert von einem 470‑Liter‑Kofferraum plus einem 101‑Liter‑Frunk (flüssig)7 sowie bis zu 1,8 Tonnen Anhängelast.

Wegweisend. Intelligente Navigation auf Basis von Google Maps sorgt zusammen mit MBUX Surround Navigation für klare Orientierung. Dank des Automotive AI Agent von Google Cloud kennt sich der MBUX Virtual Assistant bestens bei Fragen rund um Navigationsziele aus. Er kann auf Informationen aus verschiedenen Quellen zugreifen, um personalisierte Antworten auf Fragen zu Sehenswürdigkeiten und vielem mehr zu geben. Auch die Suche nach verfügbaren Parkplätzen funktioniert jetzt nahtlos im Gespräch.

Intuitive Bedienung ohne Ablenkung: Das neue Multifunktions-Lenkrad greift das bewährte Bedienkonzept mit der Wippe für Limiter und DISTRONIC sowie der Walze zur Lautstärkeregelung auf. So sind alle wichtigen Funktionen ergonomisch perfekt in Reichweite.

Bestellbar sind die C-Klasse BEV ab 18. August, in den Handel kommen sie im Herbst.  Noch etwas: bei den Akku-Fahrzeugen wird es keine Kombiversion (T-Modell) geben. Ihre eburtsstation liegt im ungarischen Werk Kecskemét.  

Den Anfang macht das Zop-Modell. Die C‑Klasse gehört seit jeher zu den meistverkauften und beliebtesten Modellreihen von Mercedes‑Benz. Die elektrische Limousine ist zunächst als C 400 4MATIC erhältlich und verbindet die sportlichste C‑Klasse aller Zeiten mit herausragender Langstreckentauglichkeit. Im realen Langstreckeneinsatz legt das BEV mit nur einem kurzen Ladestopp deutlich über 1.000 km zurück . Das wollen wir bei einem späteren umfangreichenren Test genauer wissen. Was schon mal stimmt: Fahrkomfort, Agilität und Akustikkomfort sind erste Sahne. Wenngleich uns die Federung etwas straff erschien, selbst bei der Einstellung „Komfort“, war das Fahrverhalten dennoch sehr gut. Der Wagen lief wie auf Schienen, Keine Wankbewegung bei schnell wechselnden kurven, ein Handling, das man selbst in der Oberklasse nicht besser machen kann.  Ob man die optionale AIRMATIC Luftfederung braucht, naja. Ein feine Sache ist die Hinterachslenkung: Sie verkleinert den Wendekreis und bietet bei höheren Geschwindigkeiten zusätzliche Präzision und Stabilität 

Neues Raum- und Digitalerlebnis. Der neue MBUX HYPERSCREEN ist mit 99,3 cm (39,1 Zoll) ist er der größte Bildschirm in einem Mercedes‑Benz und schafft ein immersives digitales Erlebnis. Angetrieben vom Mercedes‑Benz Operating System (MB.OS) und den Digitalen Extras8 werden Infotainment und Fahren noch intelligenter, intuitiver und personalisierter. MB.OS vernetzt zentrale Fahrzeugdomänen – von Infotainment und Komfort über Laden bis hin zu Fahrerassistenz – und ermöglicht regelmäßige Over‑the‑Air‑Updates (OTA) über die Mercedes‑Benz Intelligent Cloud. Der MBUX Virtual Assistant unterstützt einen natürlicheren Dialog, während Digitale Extras über den Mercedes‑Benz Store bzw. die App aktiviert werden können, um Funktionen wie Entertainment, Navigation, Laden und ausgewählte MB.DRIVE‑Features hinzuzufügen.

Intelligente Fahrerassistenzsysteme . Die erweiterten Fahrerassistenzfunktionen sind unter MB.DRIVE gebündelt. Viele Funktionen können Over‑the-Air (OTA) über den Mercedes‑Benz Store aktiviert werden. Zur Serienausstattung gehören der Abstands‑Tempomat DISTRONIC zur Geschwindigkeits‑ und Abstandsregelung (inklusive Stop‑and‑Go‑Funktion) sowie der MB.DRIVE PARKING ASSIST zur Unterstützung beim Ein‑ und Ausparken. Optionale Pakete bieten zusätzlichen Komfort.

CM-Fazit: Eigentlich ist das Update der C-Klasse nicht nur ein Facelift. Und bei der batterieelektrischen Version handelt es sich um ein komplett neues Fahrzeug. Man spürt bei diesem Wagen das Engagement des Herstellers, dem Druck der Konkurrenz aus München und Ingolstadt etwas entgegenzusetzen. Mit der elektrischen C-Klasse sollte das gelingen. Denn das Automobil ist wirklich elegant gezeichnet, es bietet in technischer. Hinsicht alles, was man von einem modernen Fahrzeug erwartet. Es ist hocheffizient, komfortabel, bietet eine enorme Reichweite und kurze Ladezeiten und insgesamt viel Fahrspaß. Für Mobilitätsmanager wichtig: Die TCO übertrifft beim C400 4MATIC m positiven Sinne die Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Geschwister. Bleibt abzuwarten, was die angekündigten weiteren elektrischen Geschwister bringen. Unsere Schulnote: 1-. Quelle: CM / Mercedes-Benz

Aus dem Elektro-Boom muss für deutsche Autobauer Wachstum entstehen

Der europäische Automarkt wächst 2026 wieder, doch hinter den steigenden Zulassungszahlen verschieben sich die Kräfteverhältnisse. Elektroautos gewinnen deutlich an Bedeutung, vor allem in West und Nordeuropa, und chinesische Hersteller erobern Marktanteile. 

Eine seltene gute Nachricht, aber nicht für jeden: Im Juni wuchs der deutsche Automarkt so stark wie kein anderer in Europa. Während im europäischen Durchschnitt 12,9 % mehr Fahrzeuge abgesetzt wurden, waren es hierzulande über 15 %. Und das Wachstum hat zwei Namen: Elektromobilität und China. Tatsächlich haben sich 12 % mehr Bundesbürger für den Wechsel zu Elektromobilität entschieden. Als Ursache nennen die Statistiker vor allem die gestiegen Benzinpreise durch den Irankrieg. 

Deutsche Automobilhersteller profitieren allerdings nur bedingt von diesem Trend. Während beispielsweise Volkswagen nur ein kleines Wachstum von 1,5 % aufweisen kann, haben chinesische Autobauer wie BYD oder Geely ihre Verkäufe in Europa mehr als verdoppelt und erreichen durchschnittlich einen Marktanteil von mehr als 10 %. Ein typisches Beispiel für die aktuelle Erfolgsstrategie aus Fernost ist der Dolphin Surf von BYD. Mit etwas über 20.000 Euro ist der Keinwagen einigermaßen erschwinglich und wird von der europäischen Autopresse wohlwollend bewertet. 

Insgesamt zeigt der europäische Automarkt 2026 ein widersprüchliches Bild. Im ersten Halbjahr stiegen die Neuzulassungen in der EU um 5,7 %, so der Herstellerverband ACEA. Gleichzeitig beschleunigt sich der Wechsel bei den Antrieben: Batterieelektrische Fahrzeuge erreichten europaweit einen Marktanteil von 20,7 P%, Hybride kamen auf 37,3 %. Auf der Verliererseite: Benziner und Diesel. Sie fielen zusammengenommen auf 29,7 %. Besonders dynamisch entwickelt sich Deutschland: Hier legten die Elektro-Neuzulassungen im ersten Halbjahr um 48 % zu. 

Der Juni markierte dabei einen Wendepunkt. Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden in Deutschland 84.057 reine Elektroautos neu zugelassen – 78,2 % mehr als im Vorjahresmonat. Mit einem Marktanteil von 28,4 % lagen sie erstmals knapp vor klassischen Hybriden.

Auch eine von HUK Coburg erhobene Statistik erklärt die Dynamik: Im zweiten Quartal ersetzten 12 %  der Autofahrer, die ihr Fahrzeug wechselten, einen Verbrenner durch ein Elektroauto. Zu Jahresbeginn hatte dieser Anteil noch bei lediglich 5 % gelegen. Steigende Kraftstoffpreise infolge des Iran-Konflikts dürften dabei eine Rolle gespielt haben.

Für die europäischen Hersteller bedeutet der Elektroboom allerdings nicht nur eine gute Nachricht. Denn ein wachsender Teil der Nachfrage landet bei chinesischen Marken. Im Juni verkauften BYD, SAIC, Chery, Geely, Leapmotor und andere chinesische Hersteller in Europa rund 141.500 Fahrzeuge. Das entsprach nach Dataforce-Auswertungen etwa 10 % des europäischen Neuwagenmarktes – mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. 

Reuters sieht den chinesischen Vorsprung vor allem bei Elektroantrieben, Batterien, Software und der Geschwindigkeit, mit der neue Modelle auf den Markt kommen. Im ersten Quartal lag der Anteil chinesischer Marken am europäischen Pkw-Markt demnach bereits bei 16 % gegenüber 3 % vier Jahre zuvor.

Die etablierten Hersteller reagieren unterschiedlich. Renault etwa setzt bewusst nicht auf einen Preiswettbewerb mit chinesischen Anbietern. Das Unternehmen argumentiert, aggressive Rabatte könnten die Restwerte und damit die langfristige Profitabilität beschädigen. Der Erfolg des Renault 5 zeigt zugleich, dass europäische Hersteller mit attraktiven Elektroautos durchaus Marktchancen haben.

Werbebudgets bleiben unter Druck. Die Entwicklung des Automarkts spiegelt sich auch in den Werbebudgets wider. Nach der WARC-Prognose ist die Automobilwerbung in Westeuropa 2026 weitgehend stabil, weltweit soll sie dagegen um 6,7 % wachsen. Für Deutschland fällt der Ausblick deutlich zurückhaltender aus: WARC erwartet für die Automobilwerbung ein Wachstum von lediglich 1,9 %. Sollte sich die Golfkrise verschärfen, könnte daraus sogar ein Rückgang um minus 4,2 % werden – ein Unterschied von 6,0 Prozentpunkten gegenüber dem Basisszenario. Als Gründe nennt WARC den Druck durch steigende Produktionskosten und eine zurückhaltendere Nachfrage der Verbraucher.

Damit steht die Automobil-Branche vor einem Balanceakt: Einerseits müssen Hersteller angesichts neuer Wettbewerber und neuer Antriebstechnologien stärker um Aufmerksamkeit und Marktanteile kämpfen. Andererseits drücken hohe Produktionskosten, Rabatte und unsichere Konsumaussichten auf die Margen. Werbung wird damit nicht überflüssig – sie muss im Gegenteil genauer zeigen, wofür eine Marke steht und welchen konkreten Mehrwert ihr Produkt bietet.

Für Europas Hersteller wird entscheidend sein, ob sie aus dem Elektroboom eigenes Wachstum machen können – oder ob chinesische Anbieter einen immer größeren Teil dieses Wachstums abschöpfen. Quelle: Dataforce / HUK / Reuters / WARC / MEEDIA / CM

AvD: Auch an die umweltschädlichen Verbrenner denken

Seit Mitte Mai 2026 wird der Kauf als auch das Leasing von batterieelektrischen Neuwagen durch Zuschüsse gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist vom Bundesumweltministerium (BMKU) beauftragt, die Auszahlungen vorzunehmen. Das BAFA hat jetzt aktuelle Zahlen der bewilligten Förderungen mit Stand 01. August vorgelegt. 

Laut der Aufstellung sind bisher insgesamt fast 25.000 E-Autos und über 2.000 Hybrid-Fahrzeuge gefördert worden. Die Zuschüsse flossen dabei jeweils zur Hälfte in neu gekaufte oder geleaste Wagen. Die Förderung ist nach zu versteuerndem Einkommen gestaffelt und soll niedrige und mittlere Haushaltseinkommen unterstützen. Laut BAFA sind bis jetzt fast die Hälfte der Förderzusagen an die niedrigste Einkommensstufe bis 45.000 Euro gegangen. In den beiden darüberliegenden Stufen gab es jeweils über 6.000 Bewilligungen. In den zwei höchsten förderfähigen Stufen lag die Zahl der Auszahlungen bei über 700 in der vorletzten und bei mehr als 200 in der letzten. 

In der Auswertung nach Konzernen liegen Modelle der Volkswagen Group vor denen von Tesla und Stellantis. Danach folgt die Hyundai Motor Group und die Renault Group. Mit Leapmotor (Joint Venture mit Stellantis) und mit der BYD Company finden sich die ersten chinesischen Hersteller auf der Liste. Nimmt man die Hersteller und Herstellergruppen, die in Europa ihren Standort haben oder dort produzieren, vereinen diese über 60 % der geförderten Fahrzeuge. In der Zählung der Einzelmarken liegen Teslamodelle vor solchen von Skoda, Cupra und Hyundai. Mit vierstelligen Bewilligungszahlen sind auch die Volkswagen AG, Leapmotor, Kia, BYD, Renault, BMW und Citroen vertreten. 

Bei den Einzelmodellen steht das im brandenburgischen Grünheide gefertigte Tesla Model Y mit gut 3.000 Exemplaren ganz oben. Danach folgen das Tesla Model 3 mit 1.517 und der Hyundai Inster mit fast 1.100. Zählt man die verschiedenen Skoda-Elroq-Varianten zusammen, kommt man auf annähernd 2.100 ausgezahlte Einzel-Förderungen. Auch die verschiedenen ID3-Modelle von VW gehen mit insgesamt über 1.000 Bewilligungen in die Statistik ein. 

Der AvD stellt fest, dass das Förderprogramm die adressierten mittleren Einkommen erreichen. Eines der vom BMU angegebenen Ziele, die E-Mobilität in der Bevölkerung zu verbreiten und eine Marktdurchdringung voranzubringen, wird damit umgesetzt. Die hohen Kraftstoffpreise machen die Förderung zusätzlich attraktiv. So gesehen ist das Programm ein Baustein für eine bezahlbare Alltagsmobilität.

Der AvD nimmt auch die Preisgestaltung an öffentlichen Ladesäulen ins Visier. Deren unverhältnismäßig hohe kW-Preise konterkarieren das Förderprogramm. Eine Senkung der Ladekosten ist dringend notwendig. Daneben muss weiter das Ladenetz, vor allem an den Fernrouten, ausgebaut werden.

Der AvD glaubt, dass nach 2035 immer noch Millionen Fahrzeuge mit Verbrenner-Motoren unterwegs sein werden. Deshalb ist nach Auffassung des Clubs die vom Bund angestrebte Klimaneutralität, die u.a. mit dem E-Auto-Programm gestützt werden soll, nur unter Einbeziehung des Bestandes zu erreichen. Dazu müssen diese konventionellen Fahrzeuge mit aus erneuerbaren Energien hergestellten synthetischen Kraftstoffen betrieben werden, um ein zentraler Baustein für die politischen Ziele zu sein. Die Förderung der Entwicklung und Produktion solcher klimafreundlichen Technologien ist zwingende Aufgabe einer verantwortungsvollen Klimapolitik. Quelle: AvD / CM

Der Cupra Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition im CM-Test

Allein schon durch seine exklusive Außenfarbe Manganese Grün Matt“ macht der Cupra Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition unglaublich viel her. den wir (CM) als Testfahrzeug hatten. Auch mit seinem Komfort und den Fahrleistungen hat uns das Update des Spaniers gut gefallen. Das SUV, das viel schneller lädt und auch viel weiter elektrisch kommt, ist auf jeden Fall ein Tipp für Freiberufler/Selbstständige. 

Der Cupra Formentor PHEV ist nach der Überarbeitung stärker. Verbaut ist der optimierte VW-PHEV-Antriebsstrang. Zwei Energielieferanten aus der Verbrenner- und der Stromwelt machen den Crossover mit einer Systemleistung von 200 kW bzw. 272 PS zu einem attraktiven Geschäftswagen. Unter der Fronthaube arbeiten ein 1.5 TSI mit 177 PS und ein Elektromotor mit 85 kW, die mit 400 Nm Drehmoment über das Doppelkupplungsgetriebe die Kraft an die Vorderräder leiten.

Der Akku bringt netto 19,7 kWh. Was uns besonders imponiert: Diesen Plug-in-Hybrid kann man auch an einer Schnellladesäule mit 50 kW (DC) anschließen. Zuhause und/oder in der Firma tun es 11 kW (AC) an der Wallbox. Wir haben in unserem Firmenwagenpool auch den Vorgänger des Formentor PHEV. Und beim Vergleich fällt uns angenehm auf, dass der Neuling sehr viel schneller lädt. Besonders beeindruckt aber hat uns die rein elektrische Reichweite. Während es der Vorgänger auf eine rein elektrische Reichweite von ca. 45 km bringt, schafften wir es mit dem Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition auf mehr als 100 km. Chapeau. Offiziell gibt der Hersteller sogar 119 km an. 120 „elektrische“ km zeigte der Wagen sogar an, als wir ihn an unserer Firmenladesäule auf 100 % geladen hatten. Damit und mit einer vollen Tankfüllung (in den Tank passen 40 Liter)  mit inzwischen happig teurem Super E10  kommt man bei moderater Fahrweise auf weit über 800 km, das ist doch was.  Dass der Wagen auch anders kann , nämlich in 7,2 Sekunden von Null auf 100 km/h und dann weiter bis Vmax 220 km/h sei nur am Rande erwähnt.  

An Bord sind nahezu alle bekannten Assistenzsysteme und wass man sonst noch unterwegs benötigt, Serie. Eine Aufpreisliste gibt’s zwar auch, aber die Tribe-Edition ist so etwas wie ein Komplettmodell.  

Die neue CUPRA Tribe Edition 2026 hatte die spanische VW-Tochter auf der IAA Mobility in München präsentiert. Gedacht sind diese Editionsmodelle für Menschen, die besonderen Wert auf Individualität legen. U.a. ist die neue exklusive Außenfarbe Manganese Grün Matt, mit der unser Testmodell versehen war, ein Hingucker. Das Exterieur wird zusätzlich durch das durchgehende LED-Leuchtenband und ein beleuchtetes rotes CUPRA-Logo und Heckschriftzüge in Dunkelchrom veredelt, wodurch Tiefe und ein Premium-Gefühl vermittelt werden. Die neuen Leichtmetallfelgen bestehen aus recyceltem Material, um einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Die sportlichen Felgen sind in ungewöhnlichen Designs verfügbar und mit einer neuen Akzentfarbe „ Sulphur Green“ versehen.

Interieur. Auch im Innenraum findet sich die Idee hochwertigen und gleichzeitig nachhaltigen Designs wieder. Zum Beispiel durch die Nutzung von 3D-Strick für die Sitze. Die Stoffe in den zentralen Bereichen der Vorder- und Rücksitze bestehen zu 100 % aus recyceltem Material. Die Verarbeitung der ausgesuchten Materialien lässt kaum Wünsche offen. Das e, stark digitalisierte Cockpit besticht durch seine hervorragende Ablesbarkeit und die weitgehend logische Menüführung. 

Das Nachhaltigkeitsengagement der Marke erstreckt sich auch auf weitere Interieur-Details. Eine neue Sulphur Green-Lackierungvon Manckiewicz, die zu 15 % aus biobasierten Materialien besteht, wird auf die Konsolenblenden und die inneren Lüftungsrahmen aufgetragen. Außerdem enthalten die Kunststoffteile des Innenraums recycelte Materialien und die Frontspoiler-Stoßfänger recycelten Kunststoff.

Nicht traurig sein muss man über den ewas kleineren Kofferraum. Durch die große Batterie schrumpft das Volumen auf 345 bis maximal 1.385 Liter (bei umgeklappten Rücksitzen). 

Unser Fahreindruck: Das SUV ist trotz aller Sportlichkeit recht komfortabel, der adaptiven Dämfung sei Dank. Die Lenkung ist präzise und direkt. Was wir vermisst haben, war die automatisch schwenkbare Hängerkupplung (P.S. Haben wir nachträglich entdeckt, sorry.). So etwas braucht man ja z.B. zur Mitnahme von Fahrrädern. Unserer Meinung nach sollte derlei Serie sein. Der Preis ist halbwegs in Ordnung  mit etwas über 58.000 Euro nach Liste. Natürlich gilt auch für Cupra, dass dieser Preis nur auf dem Papier besteht. 

Kurz noch zur Versicherung: KH/TK/VK: 12/22/18.  Auf das Modell bietet Cupra 5 Jahen Garantie (bzw. 150.000 Km).  Wir geben diesem Cupra die Schulnote 1-. Quelle: CM

BYD-Modelle über Octopus Electric Vehicles managen

BYD, der weltweit führende Hersteller elektrifizierter Fahrzeuge, kooperiert ab sofort mit dem Unternehmen Octopus Electric Vehicles. Per Gehaltsumwandlung sind mehrere vollelektrische Modelle von BYD über die Plattform verfügbar.

Im Rahmen der Partnerschaft können Angestellte von teilnehmenden Unternehmen Elektroauto-Modelle von BYD via Gehaltsumwandlung mieten. Auf diese Weise können sie die monatlichen Gesamtkosten für die Autonutzung um bis zu 40 % senken.

Octopus Electric Vehicles bietet dieses Modell bereits u.a. im im Vereinigten Königreich an, wo BYD und Octopus Energy bereits seit mehreren Jahren erfolgreich kooperieren. Patrick Schulz, Commercial Director und Deputy Country Manager bei BYD Deutschland: „Wir freuen uns, mit Octopus Electric Vehicles einen Partner gefunden zu haben, der erneuerbare Energien und Elektromobilität mit seinen Geschäftsideen fördert und als Partner von BYD unsere innovativen Modelle seinen Kunden zugänglich macht.“

Achim Hirsch, General Manager bei Octopus Electric Vehiclest: „Wir wollen es Unternehmen und ihren Teams so leicht wie möglich machen, auf E-Mobilität umzusteigen. Umso mehr freuen wir uns, mit BYD einen starken Partner an Bord zu haben, der unser Angebot um spannende und vielseitige Modelle bereichert.“ Info:  http://octopusev.de Quelle: BYD / CM

BMW streicht einige Modelle, neue kommen

BMW strafft sein Portfolio, um Komplexität zu reduzieren und Ressourcen für die „Neue Klasse“ freizumachen. So geraten nicht zuletzt auch im Schatten des Sparprogramms Modelle, Derivate und Antriebsvarianten zunehmend unter Druck. Prominente Modelle stehen bei den Münchnern vor dem Aus.

Z4 und 8er werden schon nicht mehr produziert, auch den X4 gibt es nicht mehr als Benziner. Und angeblich sollen i4 und XM sollen dem Rotstift zum Opfer fallen. Das SUV-Coupé X4 als sportlicher gezeichnete Variante des X3 ist als Benziner schon länger nicht mehr bestellbar. Das SAV, wie es BMW nennt,  erhält aber einen rein elektrischen Nachfolger als iX4 auf Basis des iX3 der Neuen Klasse. Der neue BMW iX4 (Typ NA7) wird die komplette Technik vom bereits vorgestellten BMW iX3 (NA5) übernehmen. Zum Marktstart im Jahr 2027 soll der iX4 bereits alle Antriebsversionen aufbieten.

Zu erwarten sind so ein rund 345 kW (469 PS) starker iX4 50 xDrive, eine iX4 40er-Basisvariante mit Heckmotor und entsprechend reinem Hinterradantrieb sowie eine M-Performance-Version und on top ein echtes M-Modell. Die 108 kWh große Batterie, die mitsamt der kompletten 800-Volt-Plattform vom iX3 stammt, erlaubt im SUV bereits eine Reichweite von bis zu 805 km nach WLTP. Im aerodynamisch etwas günstiger geformten SUV-Coupé iX4 dürfte sich der Aktionsradius nochmals verbessern. Die noch unbestätigte Ladeleistung soll bis zu 400 kW betragen, was kurze Ladezeiten verspricht.

U.a. verabschiedet sich der Autobauer schrittweise von den bekannten Competition-Modellen. Jeder neue M kommt künftig serienmäßig auf dem bisherigen Competition-Niveau – also mit mehr Leistung, einem schärferen Set-up und umfangreicherer Ausstattung, aber ohne zusätzlichen Modellschriftzug.

Premiere im neuen BMW iX3: Deutsche Sprachversion des KI-basierten BMW Intelligent Personal Assistant. BMW erweitert den BMW Intelligent Personal Assistant durch Künstliche Intelligenz. Mit ganz natürlich geführten Gesprächen hebt der KI-basierte Assistent die Sprachinteraktion zwischen Mensch und Fahrzeug dabei auf ein neues Level. Der neue BMW Intelligent Personal Assistant versteht freie Formulierungen und erkennt Zusammenhänge. Dabei greift er auf Amazons KI-Technologie Alexa+ zurück und wird zum smarten Helfer im Fahralltag. Eingeführt wurde die deutsche Sprachversion im neuen BMW iX3 ab Produktion Mitte April 2026. Zuvor produzierte Fahrzeuge dieses Modells erhalten die Funktion voraussichtlich ab Ende Mai 2026 per Software-Update. Weitere BMW Modelle mit BMW Operating System 9 und BMW Operating System X werden ab der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen. Gleichzeitig wird die Verfügbarkeit auf weitere Märkte erweitert.

BMW iX3: Neues Einstiegsmodell der Neuen Klasse. Die Modellpalette des BMW iX3 umfasst ab Sommer 2026 eine zweite Antriebsvariante. Der neue iX3 40 erweitert das Angebot als Einstiegsmodell. Er verfügt über die eigens für die Neue Klasse entwickelte, grundlegend neue 6. Generation der BMW eDrive Technologie (Gen6). Alle Komponenten sind auf 800-Volt-Technologie ausgelegt. Eine stromerregte Synchronmaschine (SSM) mit besonders hohem Wirkungsgrad ist in die Hinterachse integriert. Diese 235 kW/320 PS starke E-Maschine erzeugt ein Drehmoment von 500 Nm und treibt die Hinterräder an. Der BMW iX3 40 beschleunigt in 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Seine Hochvoltbatterie verfügt über einen nutzbaren Energieinhalt von 82,6 kWh, die maximale Ladeleistung beträgt 300 kW. Er besitzt eine Reichweite von bis zu 637 km gemäß WLTP. 

Für alle Motorisierungen des BMW iX3 stehen ab Sommer 2026 insgesamt neun besonders attraktive BMW Individual Sonderlackierungen neu zur Wahl: Neben Orinoco Perleffekt, Sepang Bronze metallic, Twilight Purple Perleffekt, Grigio Telesto Perleffekt metallic, Javagrün II metallic, Purple Silk metallic und Malachitgrün metallic umfasst das Angebot auch Voodooblau und Urban Green uni. Neu verfügbar sind die 21 Zoll grossen M Aerodynamikräder 1051 M Jetblack ebenso wie das Interieurdesign Contemporary in der Farbwelt Agave Grün Bicolor. In Verbindung mit dem optionalen Innovationspaket können Kundinnen und Kunden die Sitzheizung für Fondsitze neu als Sonderausstattung wählen. Quelle: BMW / CM

Erfreulich effizienter elektrischer Twingo

Der batterieelektrische Kleinwagen Renault Twingo E-Tech hat in einem aktuellen Effizienzvergleich einen neuen Bestwert aufgestellt. Mit einem Verbrauch von lediglich 14,4 kWh/100 km bei konstant 130 km/h erzielt der kleine Franzose den niedrigsten Wert, der bei einem E-Modell unter diesen Bedingungen gemessen hat.

Das Ergebnis unterstreicht den Ansatz von Renault, Elektromobilität durch hohe Energieeffizienz, leichten Fahrzeugbau sowie konsequent an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtete Fahrzeugkonzepte für eine breite Zielgruppe zugänglich zu machen.

Der kleine elektrische Twingo ist ein Sparmeister. Foto: Renault

Mit einem Leergewicht von 1.242 kg, einer kompakten 27,5-kWh-Batterie sowie einer für den urbanen Alltag entwickelten Architektur erreicht der Elektro-Kleinwagen eine außergewöhnlich hohe Energieeffizienz. Der Test zeigt zugleich, dass ein niedriger Energieverbrauch nicht zwangsläufig große Batterien erfordert. Entscheidend ist vielmehr ein intelligentes Paket aus effizientem Antrieb, geringem Gewicht und optimierter Fahrzeugauslegung. Der Renault Twingo E-Tech ist dabei kein Einzelfall innerhalb der Marke: Auch der Renault 4 E-Tech zählt im Vergleich mit einem Verbrauch von 17,1 kWh/1ßß km bei 130 km/h zu den effizientesten Fahrzeugen. Quelle: Renault / CM

VW’s zwei neue Vollhybride

Mit dem neuen Golf Hybrid bzw. T-Roc Hybrid erweitert Volkswagen sein Angebot an Vollhybridantrieben. Beides sind Modelle, die zwar eine leichte elektrische Unterstützung haben, ansonsten aber mit inzwischen sündhaft teurem Benzin gefüttert werden müssen. Ob das so klug ist, sei dahingestellt. Beide Modelle eignen sich nicht für gewerbliche Kunden.  

Auf Ladekabel, Steckdose und Ladeinfrastruktur sind die neuen Hybridmodelle nicht angewiesen. Denn die Energie für die elektrischen Antriebsphasen wird an Bord dieser Volkswagen per Rekuperation sowie durch einen Turbobenziner in Verbindung mit einem Generator gewonnen. Eine auf den Hybridantrieb zugeschnittene Hochvoltbatterie (NMC) und einer in Vollhybrid-Fahrzeugen üblichen Kapazität von 1,6 kWh (brutto) ist sowohl beim Golf als auch T-Roc im Heckbereich in den Fahrzeugboden integriert und speichert die Energie. Insgesamt drei Betriebsmodi sorgen beim Fahren dafür, dass das Zusammenspiel des Turbobenziners (1.5 TSI evo2) mit 125 kW Systemleistung mit zwei E-Maschinen und der Batterie ausgewogen funktioniert und eine gute Ballance aus Effizienz, Dynamik und Komfort bietet.

Golf und T-Roc als Vollhybride. Foto: VWScreenshot

Mit der Einführung des 125-kW-Vollhybrid baut Volkswagen das Angebot im volumenstarken Kompakt- und SUV-Segment aus. Das neue Hybridsystem ist an der Bezeichnung „Hybrid“ am Heck des jeweiligen Modells zu erkennen und schließt hier die Lücke zwischen dem Mild-Hybrid, der als „eTSI“ bereits erhältlich ist, und den Plug-in-Hybriden. Diese sind für den Golf bestellbar unter dem Label „eHybrid“ oder auch als sportlicher Golf GTE. 

Effizienz im Stadtverkehr. Seine Stärken spielt der Vollhybrid vor allem im Stadtverkehr und auf Überlandfahrten aus: Die für den Antrieb zuständige E-Maschine ersetzt oder unterstützt den Turbobenziner z.B. beim Anfahren oder bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die Modelle sind daher häufig rein elektrisch und infolgedessen sehr leise unterwegs – und dabei stets durchzugsstark. Zusätzlicher Vorteil im Vergleich zu einem Modell mit Mild-Hybrid: Die elektrische Unterstützung kann helfen, den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und die Kraftstoffkosten zu reduzieren, aber in keinem nennenswerten Umfang. Für den Golf bedeutet dies eine geringe Verbrauchseinsparung und gleichzeitige Reduzierung der CO₂-Emissionen um 10 bis 15 % gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Golf 1.5 eTSI mit 110 kW (kombinierter WLTP-Wert). Im Stadtverkehr fällt der Effizienzvorteil mit bis zu 35 % sogar noch deutlicher aus. Gleichzeitig steigt die Systemleistung auf 125 kW (170 PS) und das Systemdrehmoment auf 309 Nm. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h gelingt nun in 7,5 Sekunden.

Drei Fahrprofile. Der Fahrer wird an Bord des neuen Golf Hybrid und T-Roc Hybrid zwischen drei Fahrprofilen wählen können: „Eco“, „Comfort“ und „Sport“. Im Fahrprofil „Eco“ wird die maximale Systemleistung auf 70 % begrenzt und die Boost-Funktion deaktiviert, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Das Profil „Comfort“ verzichtet auf die Begrenzung der Systemleistung und erlaubt das Boosten. Im Fahrprofil „Sport“ wird die sportliche Ausprägung dadurch erreicht, dass der Antrieb früher in den seriellen Betrieb wechselt und damit schnell die volle Leistung zur Verfügung steht. „Sport“ ist freilich wenig ratsam. Denn damit erhöht sich der Verbrauch kräftig. Quelle: VW / CM

E-Mobilität setzt sich durch

Der deutsche Pkw-Markt hat den Juli mit einem leichten Plus von 1,2 % abgeschlossen. Das entspricht einem Volumen von 3.266 zusätzlichen Fahrzeugen und somit einem Gesamtwert von 268.068 Pkw diesen Monat. In den wichtigsten Kanälen, nämlich dem Privat- und dem Flottenmarkt stellte sich die Entwicklung wie dieses Jahr gewohnt dar. 

Der Flottenmarkt musste mit einem Minus von 2,9 %t wieder Federn ließ. Autovermieter (+12,2%) und der Fahrzeugbau (+5,7%) fangen aktuell nicht abgenommenes Volumen des Markts auf. Deutlich rückläufig waren im Juli die Zulassungen im Fahrzeughandel mit -17,4 %.

Mit +102 % wuchsen die Stromer zwar nicht ganz so stark wie im Monat davor, machen mit fast 39 % Marktanteil aber den größten Posten unter den Kraftstoffarten aus. Ein wichtiger Treiber dürfte weiterhin die staatliche Förderung von batterieelektrischen sein, kombiniert mit den wieder aufgeflammten Preisen an den Tankstellen. Zum Vergleich büßten Benziner satte 27 % ein, von Dieseln gar nicht mehr zu reden.  

Ähnlich erscheint die Entwicklung im Flottenmarkt, bei dem allerdings das Plus der E-Autos (+31 %) aktuell nicht reicht, um die Verluste der Verbrenner aufzufangen (-15 % Benziner, -22 % Diesel). Im Fahrzeughandel fällt auf, dass sich die Portfolios des Tageszulassungsangebots ändern könnten. Im Juli gab es einen deutlichen Anstieg der E-Fahrzeuge an den Eigenzulassungen der Händler. Im Juli lag der Marktanteil bei 20,4 %, während der Durchschnitt für das Jahr bis dato bei lediglich 14,1 % lag, womit die E-Autos im Gesamtmarktvergleich deutlich unterrepräsentiert waren. In Bezug auf die Elektro-Marktanteile war der Juli 2026 der bis dato stärkste siebte Monat eines Jahre smit immerhin schon 29,3 %. Quelle: Dataforce / CM