Entscheidung über Verbrenner-Verbot für Dienst- und Mietwagen rückt näher

Alle reden über die Verkehrswende. Wenn es aber um die Umsetzung geht, dann sind Verbände, Autoindustrie und die eine oder andere Fima strikt dagegen. Noch aber hat die EU-Kommission keine Entscheidung zu möglichen Klimavorschlägen für Dienstwagen getroffen. Hintergrund ist die geplante „Clean Corporate Vehicles Regulation“ der Kommission, eine Verordnung zur Elektrifizierung der Firmenflotten. Am Montag, 08. Juni 2026, steht das brisante Thema auf der Tagesordnung des EU-Ministerrats. 

Bekanntlich sollen Unternehmen und Car Rentals ab 2030 nur noch emissionsfreie Automobile beschaffen dürfen. Verbände, Automobilindustrie (mit Ausnahme der Autobauer, die ausschließlich BEV im Portfolio haben) und etliche  Firmen heulen auf und warnen vor ernsten Folgen, vor allem für Betriebe auf dem Land. 

Hinzu kommt, dass Brüssel schon ab 2028 nur noch die Beschaffung von elektrischen Firmenfahrzeugen unterstützen will. Für Benziner und Dieselfahrzeuge soll es Null finanzielle Förderung mehr geben, also auch keine steuerliche Berücksichtigung mehr. Das passt den Verbänden und vor allem den deutschen Autobauern so ganz und gar nicht ins Konzept. Denn nachdem sie schon ihre nicht gerade umweltfreundlichen Verbrenner nicht mehr auf dem wichtigsten Automarkt der Welt, China, losbringen, fürchten sie nun auch in Europa Marktanteile zu verlieren. Zudem macht ihnen die chinesische Konkurrenz mit ihren batterieelektrischen Modellen, die oft besser und günstiger als deutsche Autos sind, das Leben schwer.  

In Deutschland wären zwei Drittel des Neuwagengeschäfts von der EU-Maßgabe betroffen, denn 

über 60 % der Neuwagen werden Monat für Mobat gewerblich zugelassen. Aus Brüssel heißt es, dass die Treibhausgasemissionen bis 2040 um mindestens 90 % im Vergleich zu heute reduziert werden sollen. Einen guten Teil zum Besseren soll der straßengebundene Verkehr beitragen. Denn der Straßenverkehr verursacht etwa 20 % der klimaschädlichen europäischen CO2-Emissionen.

Kilma und Umwelt hin oder her, insbesondere den klimafeindlichen Parteien CDU/CSU mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und der AfD ist das Brüsseler Vorhaben ein Dorn im Auge. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) sowie diverse Mietwagenanbieter weisen die Regulierungsoffensive brüsk zurück, weil sie angeblich praxisfremd sein soll. Quelle: EU / VDA / CM

Brüssel will, dass Firmen ab 2030 nur noch elektrische Dienst- und Mietwagen neu zulassen dürfen. Foto: zic

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