Im Juni 2026 stiegen die Neuzulassungen von batterieelektrischen Pkw/SUV überdurchschnittlich um 78 % auf 84.100 Einheiten. Die Neuzulassungen der PHEV verzeichneten ein moderateres Wachstum von 26 % auf 32.200 Fahrzeuge. Der Elektroanteil an den Gesamtzulassungen erreichte mit 39 % den höchsten Wert seit der Reduktion des Umweltbonus Ende 2022. Verbrenner fahren eindeutig auf der Verliererstraße.
Im Juni stieg die Zahl der Pkw-Registrierungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16 Prozent auf ein Volumen von 296.400 Einheiten. Dieser Zuwachs ist im Kontext der zwei zusätzlichen Arbeitstage zu sehen. Im ersten Halbjahr des Jahres wurden insgesamt 1,484 Mio. Einheiten neu angemeldet, 6 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Neuzulassungen von internationalen Marken nahmen in dieser Zeit überdurchschnittlich, um +7,7 % zu, und machten so rund 44,2 % des Gesamtmarktes aus. VDIK-Präsidentin Imelda Labbé: „Mit ihrem Rekordmarktanteil im Juni sind die internationalen Hersteller insbesondere im BEV-Markt auf Wachstumskurs, wo sie im vergangenen Monat einen Anteil von 46,8 % an allen BEV-Neuzulassungen hatten. Sie trugen damit maßgeblich zur Markterholung im ersten Halbjahr bei.
Im Juni wurden 377.700 Pkw in Deutschland produziert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entsprach dies einem Zuwachs um 6 %. Diese Entwicklung ist vor allem vor dem Hintergrund zweier zusätzlicher Arbeitstage im Vergleich zum Juni 2025 zu sehen. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 2,109 Mio. Pkw in Deutschland hergestellt, 3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit liegt die Produktion nach einem halben Jahr um 15 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Schwierige Standortbedingungen, vor allem hohe Lohnzusatzkosten und Steuern sowie die im internationalen Vergleich hohen Energie- und Bürokratiekosten, setzen den Standort Deutschland weiterhin und zunehmend unter Druck. Ein ganz besonders wichtiger Aspekt für den „Niedergang“ aber ist die Tatsache, dass die deutschen Hersteller viel zu lange an den Verbrenner glaubten. Insbesondere in China sind Verbrenner nicht mehr verkäuflich.
Der Export übertraf im abgelaufenen Monat Juni mit 287.700 Einheiten den Wert vom Vorjahresmonat um 7 %. Seit Januar wurden 1,605 Mio. Pkw und damit 3 % weniger als im Vorjahreszeitraum exportiert. Trotz zunehmender Handelserschwernisse mit wichtigen Partnerländern gingen im Jahresverlauf mehr als drei von vier im Inland gefertigte Pkw in das Ausland.
Die Auftragseingänge aus dem Inland konnten im Juni um 23 % gegenüber dem Vorjahresmonat zulegen. Gleichzeitig lagen die Bestellungen aus dem Ausland um 10 % unter dem Vorjahreswert. Insgesamt – die Eingänge aus dem Inland sowie dem Ausland zusammengenommen – wurden damit im Juni 6 % weniger Orders registriert als im Juni 2025.
Wir gehen mit Blick auf die deutlichen Zuwächse bei den Zulassungen von E-Autos, insbesondere BEV, im gesamten Jahresverlauf von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus. Hierzu zählen insbesondere die nochmals verbreiterte Modellauswahl der Hersteller sowie die seit dem 19. Mai beantragbare neue E-Förderung, die dazu geführt hat, dass im Mai erstmals seit dem Umweltbonusende Ende 2023 mehr BEV auf Privatpersonen als auf Firmen neu zugelassen wurden.
Gleichzeitig gilt aber auch: Nach wie vor sind die Ladestrompreise in Deutschland zu hoch und müssen dringend gesenkt werden, um die Attraktivität der E-Mobilität weiter zu steigern. Quelle: VDA / VDIK / CM