Mitarbeitende erleben Geschäftsreisen zunehmend als Spannungsfeld. Das zeigen die Ergebnisse der achten „Global Business Travel Survey“ von SAP Concur. Einerseits geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr psychisches oder körperliches Wohlbefinden auswirken. Doch andererseits sagen 67 %, dass sie zögern, in diesem Jahr Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken, Angst vor Reiseunterbrechungen sowie zunehmende Unsicherheiten.
Die Umfrageresultate kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen verstärkt in Geschäftsreiseprogramme investieren. 82 % der Finanzverantwortlichen in deutschen Unternehmen planen für 2026 höhere Reisebudgets. Gleichzeitig verändert sich das Verhalten der Reisenden aufgrund geopolitischer Spannungen und Risiken im Bereich der Informationssicherheit. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die steigenden Erwartungen der Mitarbeitenden zu erfüllen und gleichzeitig eine noch nie dagewesene Komplexität zu bewältigen.
Geschäftsreisen bleiben wichtig, die Erwartungen steigen jedoch. Trotz anhaltender Unterbrechungen im globalen Reiseverkehr geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr mentales oder physisches Wohlbefinden auswirken. Die Gründe sind vielfältig: 45 % schätzen die Abwechslung vom Arbeitsalltag. 44 % empfinden den Tapetenwechsel als mentale Erholung. Für 36 % sind Geschäftsreisen eine Gelegenheit für persönlichen Austausch mit Kollegen und Kunden – etwas, das im Arbeitsalltag oft zu kurz kommt.
Eltern spüren den persönlichen Nutzen noch deutlicher. 33 % sagen, dass Geschäftsreisen für sie eine Auszeit von familiären oder privaten Verpflichtungen darstellen. Bei den Reisenden ohne Kinder sind dies 26 %. Eltern nennen häufiger den Zugang zu Wellness-Einrichtungen in Hotels (33 % gegenüber 25 %) und Möglichkeiten für Sport und Bewegung, die ihnen zu Hause fehlen (22 % gegenüber 14 %).
In einer Zeit, die von Erschöpfung und digitaler Überlastung geprägt ist, sehen viele Berufstätige das Reisen als Chance, wieder mehr mit Kollegen und Kunden, aber auch sich selbst in Kontakt zu kommen. Geschäftsreisen sind für Mitarbeitende offenbar längst mehr als ein notwendiges Übel.
Dem positiven Nutzen stehen jedoch zunehmende Unsicherheiten gegenüber. 67 Prozent der Geschäftsreisenden geben an, dass sie dieses Jahr zögern, Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken in geopolitisch angespannten Regionen (31 %), Angst vor Reiseunterbrechungen wie Flugverspätungen oder -ausfälle (28 %) sowie Unsicherheiten bei Einreise- und Identitätsanforderungen (16% ). Quelle: SAP Concur / CM