Die nächste Generation des Opel Astra, die auf der neuen STLA ONE Stellantis-Plattform basieren wird, soll wieder am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim gebaut werden. Laut Opel CEO Florian Huettl plant der deutsche Hersteller bis 2030 die Einführung von mindestens vier neuen Opel-Modellen.
Zu den Newcomern gehören die jeweils nächste Generation von Astra und Corsa sowie das kürzlich angekündigte neue SUV im C-Segment, das in Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor entsteht. Darüber hinaus will Opel in weitere Modelle des bestehenden Portfolios investieren.
Wie der zukünftige Astra wird auch die nächste Corsa-Generation auf der neuen STLA ONE Stellantis-
Plattform basieren und einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer erschwinglicheren und noch relevanteren Elektromobilität darstellen. Das komplett neue C-SUV soll das Angebot im C-Segment neben dem Frontera und Grandland vervollständigen. Das neue Modell, das Teil der erweiterten Partnerschaft mit Leapmotor ist und in Saragossa vom Band laufen wird, dient als Blaupause für eine effiziente globale Zusammenarbeit im Rahmen der Erweiterung der Partnerschaft mit Leapmotor. Das neue C-SUV wird bei in Rüsselsheim entworfen und erschaffen und von internationalen Teams in Deutschland und China entwickelt. Produktionsstart des Newcomers soll 2028 sein.
Opel und Stellantis Germany bauen aktuell an der neuen, hochmodernen Zentrale, dem grEEn-campus Rüsselsheim. Die neue Zentrale wird hochmoderne Arbeitsplätze bieten, die auf flexibles Arbeiten und gemeinschaftliche Zusammenarbeit ausgelegt sind. Zudem werden nachhaltige Baustoffe eingesetzt, um eine gute Innenraumatmosphäre zu gewährleisten. Die Energieversorgung erfolgt durch eine Photovoltaikanlage, die in ein Gründach integriert ist. Dieses leistet nicht nur einen Beitrag zur Artenvielfalt, sondern sorgt zugleich für ein angenehmes Mikroklima und trägt zur Kühlung des Gebäudes bei, die parallel über eine bodennahe Geothermieanlage gewährleistet wird. Quelle Stellantis / CM
Die nächste Astra-Generation kommt wieder aus Rüsselsheim. Foto: Opel
Die Serienproduktion des Škoda Epiq, des erschwinglichsten Elektromodells der Marke, hat im Volkswagen Werk Navarra im spanischen Pamplona begonnen
Die Serienproduktion des Epiq, neues vollelektrisches Einstiegsmodell von Škoda, hat im Volkswagen Werk Navarra in Pamplona begonnen. Als strategischer Eckpfeiler bringt der Epiq Elektromobilität in das dynamische Einstiegssegment und bietet Kunden noch mehr Auswahlfreiheit. Er ist das erste Fahrzeug der tschechischen VW-Tochter, das auf der neuen MEB+-Plattform basiert. Außerdem ist es das erste Modell, das die Designsprache ‚Modern Solid‘ vollständig verkörpert.
Die Produktion des Kleinwagens in Spanien ermöglicht es, Synergien innerhalb der BGC zu nutzen und europäischen Kunden Elektrofahrzeuge anzubieten, die sowohl in technologischer als auch in preislicher Hinsicht gegenüber der superstarken chinesischen Konkurrenz wettbewerbsfähig sein sollen.
Das Volkswagen Werk Navarra am Stadtrand von Pamplona in Nordspanien ist einer der wichtigsten Produktionsstandorte des Konzerns. Es wurde 1965 gegründet und hat seit seiner Zugehörigkeit zur Volkswagen Gruppe im Jahr 1984 mehr als 10 Mio. Fahrzeuge produziert. Seine fast 5.000 Mitarbeitenden bauen täglich mehr als 1.400 Autos.
Mit seinem Preis ist der Neuling das günstigste Elektromodell der Marke und der Einstieg in das Elektroportfolio. Mit kompakten Abmessungen und einem geräumigen Innenraum nutzt das Fahrzeug die Vorteile der neuen MEB+-Plattform voll aus und ist das erste Škoda Modell, das alle Elemente der Designsprache ‚Modern Solid‘ vollständig umsetzt. Es steht eine Reihe fortschrittlicher Sicherheits- und Assistenzsysteme zur Verfügung, ebenso verschiedene Antriebsbatterieversionen und Leistungsvarianten von 85 bis 155 kW. Maximale Reichweite: 440 km. Quelle: Škoda Auto / CM
Der Relevante Flottenmarkt büßte im Mai 2026 ca. 5,5 % ein. Beim Fahrzeugbau lief es noch schlechter mit -7,7 %. Und im Fahrzeughandel ging es um 3,8 % nach unten. Der Kanal der Autovermieter hingegen schaffte es die Bestände aufzustocken und wuchs um 0,9 %.
Im Privatmarkt ist die neue Prämie, die im Mai noch offiziell zum ersten Mal beantragt werden konnte, erneut ein signifikanter Push-Faktor für den Markt. Der Marktanteil reiner Elektroautos stieg auf 36,4 % im Mai und ist damit der höchste Wert dieses Jahres. Gestützt wird die Entwicklung parallel von stark angestiegenen Spritpreisen und neu verfügbaren erschwinglichen E-Modellen im Markt. Beide Faktoren funktionieren aktuell zusammen und befeuern sich gegenseitig. Im Privatmarkt wurden knapp 16.000 mehr E-Autos zugelassen als letzten Mai. Dafür lag der Rückgang bei Dieseln und Benzinern bei rund 11.000.
In Flotten war der Trend ähnlich, auch hier verloren die Verbrenner fast 8.000 Einheiten, allerdings kamen lediglich 3.400 E-Autos hinzu und konnten den Verlust nicht ausgleichen. Im Segment des Fahrzeughandels kamen vor allem viele PHEVs hinzu, was darauf hindeutet, dass chinesische Hersteller hier Plug-Ins auf ihre Händler zulassen. Vor allem bei BYD hat man so etwas in der jüngsten Vergangenheit öfter gesehen. Quelle: Dataforce / CM
Ein wettbewerbsfähiger Luftverkehr ist Voraussetzung für sichere Arbeitsplätze, Wachstum und Wertschöpfung in Deutschland. Das wurde beim BDL-Forum „Wertschöpfung des Luftverkehrs“ in Berlin geäußert. Vertreter aus Messewirtschaft, Logistik, Tourismus, regionaler Wirtschaft, Luftverkehr und Politik haben darüber diskutiert, warum der Standort Deutschland auf gute Flugverbindungen angewiesen ist – und welche Maßnahmen nötig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit von Luftverkehr ab Deutschland weiter zu verbessern.
Das Forum wurde vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) gemeinsam mit dem Verband der deutschen Messewirtschaft (AUMA), dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), dem DRV Deutscher Reiseverband und dem DSLV Bundesverband Spedition und Logistik veranstaltet.
Im Mittelpunkt stand die Perspektive der Wirtschaft: Der weltweit führende Messestandort Deutschland braucht gute Erreichbarkeit für Aussteller und Besucher, die Logistik ist auf schnelle und verlässliche Luftfrachtverbindungen angewiesen, um Industrie und Handel in globale Lieferketten einzubinden und mit hochwertigen sowie oft zeitkritischen Gütern zu versorgen.
Bei Investitionsentscheidungen spielt darüber hinaus der Zugang zu den oft internationalen Märkten eine Rolle. Für den Tourismus entscheiden ausreichende und bezahlbare Flugverbindungen mit darüber, ob internationale Gäste nach Deutschland kommen und ob Urlaubsreisen für die Menschen in Deutschland bezahlbar bleiben.
Gitta Connemann (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, hob in Ihrer Keynote hervor: „Luftfahrt bewegt. Menschen. Märkte. Ideen. Sie steht für Verbindungen, globale Vernetzung, Mobilität und Pioniergeist. Deutschland lebt vom Austausch mit der Welt. Die Luftfahrt bringt Unternehmen und Wirtschaftsräume zusammen. Sie ist unverzichtbar für unsere exportorientierte Wirtschaft. Damit schafft der Luftverkehr Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Deshalb ist ein leistungsfähiger Luftverkehr ein entscheidender Standortfaktor für Deutschland.“
Über die Bedeutung des Luftverkehrs für den Tourismus sprachen Anja Karliczek (CDU), Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Tourismus, DRV-Präsident Albin Loidl und BTW-Präsident Sören Hartmann.
In den Diskussionen wurde behauptet, dass fehlende Verbindungen und die Verlagerung von Flugangeboten an ausländische Standorte wirtschaftliche Folgen weit über die Luftfahrt hinaus haben: Unternehmen werden angeblich schlechter erreichbar, zeitkritische Lieferketten belastet und der Wettbewerb um Gäste, Aussteller, Investitionen und Aufträge verschärft sich. Mangelde Konnektivität am Luftverkehrsstandort Deutschland, so lautete die klare Botschaft des BDL-Forums, wirke sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft aus.
„An guter internationaler Anbindung hängen u-a. Messen, Lieferketten, Tourismus, Exportgeschäft und regionale Entwicklung“, lautet das Fazit von BDL-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Lang. „Die beschlossene Senkung der Luftverkehrsteuer ist ein wichtiger erster Schritt. Nun müssen weitere Maßnahmen folgen, damit Deutschland im Wettbewerb um Verbindungen und Wertschöpfung wieder stärker wird.“
Damit der Luftverkehrsstandort Deutschland wettbewerbsfähiger wird, ist nach Meinung des Luftfahrtverbands eine Halbierung der staatlichen Standortkosten nötig. Dazu zählen weitere Entlastungen bei Luftverkehrsteuer und den Gebühren für Luftsicherheit und Flugsicherung. Quelle: BDL / CM
Alle reden über die Verkehrswende. Wenn es aber um die Umsetzung geht, dann sind Verbände, Autoindustrie und die eine oder andere Fima strikt dagegen. Noch aber hat die EU-Kommission keine Entscheidung zu möglichen Klimavorschlägen für Dienstwagen getroffen. Hintergrund ist die geplante „Clean Corporate Vehicles Regulation“ der Kommission, eine Verordnung zur Elektrifizierung der Firmenflotten. Am Montag, 08. Juni 2026, steht das brisante Thema auf der Tagesordnung des EU-Ministerrats.
Bekanntlich sollen Unternehmen und Car Rentals ab 2030 nur noch emissionsfreie Automobile beschaffen dürfen. Verbände, Automobilindustrie (mit Ausnahme der Autobauer, die ausschließlich BEV im Portfolio haben) und etliche Firmen heulen auf und warnen vor ernsten Folgen, vor allem für Betriebe auf dem Land.
Hinzu kommt, dass Brüssel schon ab 2028 nur noch die Beschaffung von elektrischen Firmenfahrzeugen unterstützen will. Für Benziner und Dieselfahrzeuge soll es Null finanzielle Förderung mehr geben, also auch keine steuerliche Berücksichtigung mehr. Das passt den Verbänden und vor allem den deutschen Autobauern so ganz und gar nicht ins Konzept. Denn nachdem sie schon ihre nicht gerade umweltfreundlichen Verbrenner nicht mehr auf dem wichtigsten Automarkt der Welt, China, losbringen, fürchten sie nun auch in Europa Marktanteile zu verlieren. Zudem macht ihnen die chinesische Konkurrenz mit ihren batterieelektrischen Modellen, die oft besser und günstiger als deutsche Autos sind, das Leben schwer.
In Deutschland wären zwei Drittel des Neuwagengeschäfts von der EU-Maßgabe betroffen, denn
über 60 % der Neuwagen werden Monat für Mobat gewerblich zugelassen. Aus Brüssel heißt es, dass die Treibhausgasemissionen bis 2040 um mindestens 90 % im Vergleich zu heute reduziert werden sollen. Einen guten Teil zum Besseren soll der straßengebundene Verkehr beitragen. Denn der Straßenverkehr verursacht etwa 20 % der klimaschädlichen europäischen CO2-Emissionen.
Kilma und Umwelt hin oder her, insbesondere den klimafeindlichen Parteien CDU/CSU mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und der AfD ist das Brüsseler Vorhaben ein Dorn im Auge. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) sowie diverse Mietwagenanbieter weisen die Regulierungsoffensive brüsk zurück, weil sie angeblich praxisfremd sein soll. Quelle: EU / VDA / CM
Brüssel will, dass Firmen ab 2030 nur noch elektrische Dienst- und Mietwagen neu zulassen dürfen. Foto: zic
Die TSA (US-Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Ministeriums für Innere Sicherheit, dient zur Wahrung der Öffentlichen Sicherheit im Verkehr der Vereinigten Staaten) hat in Framingham im US-Bundesstaat Massachusetts die landesweit erste Einrichtung für Sicherheitskontrollen außerhalb des Flughafengeländes in Betrieb genommen. Sie ermöglicht es ausgewählten Passagieren des Flughafens Boston Logan, die Sicherheitskontrolle bereits vor der Ankunft am Flughafen zu durchlaufen. Das Pilotprojekt könnte als nationales Vorbild für Flughafenterminals dienen, indem es den Andrang verringert, den Komfort erhöht und die Zukunft des Flugverkehrs neu gestaltet.
Die Transportation Security Administration (TSA) hat eine bahnbrechende Initiative zur Passagierkontrolle gestartet, die die Art und Weise, wie US-Amerikaner künftig Flughäfen und den Flugverkehr nutzen, grundlegend verändern könnte.
Ab sofort betreibt die TSA in Zusammenarbeit mit der Massachusetts Port Authority (Massport) in Framingham die erste Einrichtung des Landes für Sicherheitskontrollen außerhalb des Flughafens. Das Verfahren richtet sich an Passagiere, die vom Boston Logan International Airport abfliegen. Das innovative Pilotprogramm ermöglicht es berechtigten Reisenden, den Check-in und die TSA-Sicherheitskontrolle bereits weit entfernt vom Flughafen zu absolvieren, bevor sie in einen gesicherten Shuttle steigen, der sie direkt zu ihrem Abflugterminal bringt.
Das Programm richtet sich derzeit an Passagiere, die von Boston Logan aus mit JetBlue oder Delta Air Lines fliegen, und steht zwischen 05:30 Uhr und 16:00 Uhr (Eastern Time) zur Verfügung.
Anstatt sich durch den Verkehr auf der Autobahn zu kämpfen, nach einem Parkplatz zu suchen und in überfüllten Warteschlangen an der Sicherheitskontrolle des Flughafens Logan zu stehen, können Reisende zum Standort Framingham fahren, dort parken, für ihren Flug einchecken, die TSA-Sicherheitskontrolle durchlaufen und in einen gesicherten Bus steigen, der sie direkt in den Sicherheitsbereich (hinter der Kontrolle) des Flughafens bringt.
„Bei diesem Pilotprogramm geht es vor allem darum, unseren Reisenden Wahlmöglichkeiten zu bieten“, sagte Ha Nguyen McNeill, die als hochrangige TSA-Beamtin die Aufgaben der amtierenden Administratorin wahrnimmt. „Unter Präsident Trump und Minister Mullin sucht die TSA ständig nach neuen Wegen, den Ablauf an der Sicherheitskontrolle für Passagiere reibungsloser und schneller zu gestalten, ohne dabei das hohe Sicherheitsniveau zu beeinträchtigen.“
Tickets für diesen externen Sicherheitscheck sind über Massport für 9 US-Dollar erhältlich, während das Parken am Standort Framingham 7 US-Dollar pro Tag kostet. Kinder unter 18 Jahren fahren kostenlos mit dem gesicherten Shuttle, wenn sie von einem Erwachsenen mit Ticket begleitet werden.
Eine Vision, die über die Flughafengrenzen hinausreicht. Während das unmittelbare Ziel darin besteht, den Passagierkomfort zu erhöhen und den Andrang am Flughafen Boston Logan zu verringern, sehen Verkehrsexperten in dieser Initiative einen möglichen ersten Schritt hin zu einer neuen Generation von Infrastrukturen für die Flughafenzufahrt in großen Metropolregionen.
Das Konzept ähnelt den „Stadtterminals“, die bereits erfolgreich in internationalen Märkten wie Hongkong, Wien (City Airport Train CAT) und Kuala Lumpur betrieben werden; dort können Passagiere einchecken und teilweise ihr Gepäck aufgeben, bevor sie über spezielle Verkehrsverbindungen zum Flughafen reisen.
Bei einem Ausbau des Konzepts könnten dezentrale Sicherheitskontrollzentren in großen US-Städten eingerichtet werden, die es Reisenden ermöglichen, die TSA-Sicherheitskontrolle wohnortnah oder in der Nähe von Geschäftsvierteln, Bahnhöfen sowie Verkehrsknotenpunkten im Umland zu durchlaufen.
Bei einem solchen Modell würden die Passagiere bereits sicherheitsgeprüft und freigegeben am Flughafen eintreffen und könnten sich direkt in den Sicherheitsbereich und anschließend zu ihren Flugsteigen begeben. Dieser Ansatz könnte den Andrang an den Flughafenterminals erheblich reduzieren, indem die Passagierabfertigung auf mehrere Standorte in der gesamten Metropolregion verteilt wird.
Verringerung von Verkehrsaufkommen und Überlastung an Flughäfen. Für Flughäfen, die mit Platzmangel und steigenden Passagierzahlen konfrontiert sind, bietet dieses Modell eine potenziell kosteneffiziente Alternative zu umfangreichen Terminalerweiterungen. Flughafenbetreiber in den gesamten USA haben weiterhin mit zunehmenden Verkehrsstaus im Terminalbereich, überlasteten Sicherheitskontrollen und begrenzten Parkkapazitäten zu kämpfen. Dezentrale Sicherheitskontrollstellen könnten dazu beitragen, diese Belastungen zu verringern, indem ein Teil der Passagierabfertigung vom Flughafen in städtische Zentren, Verkehrsknotenpunkte im Umland oder regionale Verkehrskorridore verlagert wird.
Solche Einrichtungen ließen sich künftig in S-Bahn-Stationen, öffentliche Verkehrsnetzen, Kongresszentren, Kreuzfahrtterminals und große Parkanlagen integrieren, um ein nahtloses Reiseerlebnis von der Haustür bis zum Flugsteig zu schaffen. US-Verkehrsplaner weisen darauf hin, dass dieser dezentrale Ansatz Trends aus der Frachtlogistik widerspiegelt; dort werden bereits seit Langem externe Abfertigungszentren genutzt, um die Effizienz zu steigern und Engpässe zu reduzieren.
Mögliche landesweite Expansion. Das Pilotprojekt in Framingham ist Teil der umfassenderen Bemühungen der TSA, Technologien und Verfahren für die dezentrale Passagierkontrolle zu evaluieren. Ähnliche Initiativen zur dezentralen Sicherheitskontrolle werden derzeit in unterschiedlicher Form am Los Angeles International Airport (LAX), am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport sowie am New Yorker John F. Kennedy International Airport betrieben.
Die TSA-Beamten betrachten das Projekt im Großraum Boston als wichtigen Testfall, der als Grundlage für zukünftige landesweite Implementierungen dienen könnte. Angesichts der stetig steigenden Passagierzahlen und der Suche der Flughäfen nach innovativen Lösungen für ihre Kapazitätsengpässe könnten sich dezentrale Sicherheitskontrollzentren zu einem Schlüsselelement der amerikanischen Luftfahrtinfrastruktur entwickeln. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass sich solche Stadtterminals bei Erfolg des Pilotprojekts in Metropolregionen wie Chicago, Dallas, Miami, Washington, D.C., Seattle und Los Angeles etablieren und den Reisebeginn grundlegend verändern könnten. Quelle: TSA / CM
A New Way to Fly Out of Boston Logan. Foto: Massport
Drei Jahre nach der Übernahme von Deem hat das Reisetechnologie-Unternehmen Travelport die Plattform für das Geschäftsreisemanagement an die Software-Unternehmensgruppe Juniper Group verkauft. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.
Travelport hatte Deem im Jahr 2023 – ebenfalls zu einem nicht genannten Preis – von Enterprise Holdings erworben, mit dem Ziel, das Tool vollständig in die Travelport-Plattform zu integrieren. Nach eigenen Angaben ist es Travelport während der Zeit der Zugehörigkeit gelungen, diese „tiefe Integration in Travelport Plus“ zu realisieren und gleichzeitig die Kompatibilität mit mehreren globalen Vertriebssystemen (GDS) zu wahren. Dies habe „Möglichkeiten für eine bessere Zusammenarbeit mit Unternehmen und Travel-Management-Gesellschaften geschaffen, die Deem in Verbindung mit der Travelport-Plus-Plattform nutzen“, erklärte Kyle Moore, Präsident von Deem.
Zum Zeitpunkt der Übernahme war Travelport das einzige der drei großen GDS-Unternehmen, das über kein eigenes Buchungstool verfügte, während Sabre Eigentümer von GetThere und Amadeus Eigentümer der Cytric-Plattform war. Inzwischen hat Sabre GetThere jedoch an Serko verkauft. „Der Zeitpunkt ist ideal für Deem, Teil einer Organisation zu werden, für die das Unternehmen einen strategischen Schwerpunkt darstellt – und genau das ist bei der Juniper Group der Fall“, so Travelport-CEO John Mangelaars. „Wir freuen uns darauf, auch künftig als bevorzugter Partner eng mit dem Deem-Team zusammenzuarbeiten, und sind überzeugt, dass die Kunden von Deem in guten Händen sind.“
Als Teil der Juniper Group – einer operativen Gruppe von Constellation Software – wird Deem als eigenständiges Unternehmen unter Beibehaltung des aktuellen Führungsteams fortgeführt. Die Übernahme wurde von Juniper Travel Technology initiiert, einer auf Reisebuchungs- und Konnektivitätstechnologie spezialisierten Einheit innerhalb der Gruppe.
Constellation hat sich einen Anteil von 12,7 % an Sabre gesichert. Die Juniper Group gab zudem die Übernahme von DerbySoft bekannt, einem Anbieter von Technologien für den Reisevertrieb, der Direktverbindungen zwischen Hotels und Travel Management Companies (TMCs) bereitstellt. Quelle: Travelport / CM
Zum 25. Jubiläum erwies die Deutsche Bahn Fernverkehr dem Hamburger Wunderland, Deutschlands beliebteste Touristenattraktion, eine große Ehre: Seit dem Wochenende 06-08. Juni 2026 rollt ein absoluter Hingucker über die Schienennetze Deutschlands und der Schweiz. Ein echter ICE 4 im bunten Wunderland-Design, getauft auf den Namen „Knuffingen“!
Am Freitag, 06. Juni 2026, durften die Zwillingsbrüder und Gründer des Miniaturwunderlands, Gerrit und Frederik Braun, den ICE4 im Bahnhof Hamburg-Altona als Taufpaten feierlich auf die Reise schicken. Unglaublich, dass Knuffingen jetzt als Wunderland-Botschafter auf dem echten Schienennetz unterwegs ist.
Das Miniatur Wunderland ist laut Guiness World Recors die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Sie befindet sich in der historischen Speicherstadt in der Hansemetropole. Sie ist die beliebteste und meistbesuchte Sehenswürdigkeiten Deutschlands.Und sie ist auch bekannt als Event- und Veranstaltungslocation für Unternehmen.
Auf den insgesamt etwa 1700 m² großen Modellflächen werden verschiedene Regionen der Welt als originalgetreue Nachbildungen im Maßstab 1:87 dargestellt. Die Modellbahngleise (Maßstab H0 = 1:97) weisen eine Gesamtlänge von 16,5 km aus, auf denen rund 1.200 digital gesteuerte gesteuerte Züge mit mehr als 12.000 Waggons verkehren. Die Anlage wurde mit rund 5400 Häusern und Brücken, mehr als 11.000 Fahrzeugen – wovon etwa 285 die Anlage eigenständig befahren – 47 Flugzeugen (starten und landen am Flughafen Knuffingen) und rund 290.000 Figuren gestaltet. Lichttechnisch verfügt die Anlage über einen wiederkehrenden Tag-Nacht-Wechsel sowie über mehr als 500.000 verbaute LED-Leuchten.
Der Anfang. Im Sommer 2000 war Frederik Braun in Zürich. Dort kam ihm in einem Modellbahngeschäft die Idee zur größten Modelleisenbahn der Welt. Zurück in Hamburg startete er per E-Mails eine bundesweite Umfrage zur Beliebtheit echter und fiktiver Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dabei wurde eine gar nicht existierende größte Modellbahn der Welt von den Befragten auf Platz 3 gewählt. Im Jahr 2001 gründete gemeinsam mit seinem Vater Jochen W. Braun, seinem Zwillingsbruder Gerrit und Stephan Hertz die Miniatur Wunderland GmbH. Erste Geldgeber wurden in der Verwandtschaft gefunden. Nach anfänglicher Ablehnung gab die Hamburger Sparkasse einen Kredit von zwei Mio. DM, unterstützt durch Bürgschaften der Eigentümer und der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg. Die heute riesige Anlage Anlage wurde ohne öffentliche Gelder finanziert.
25.000.000 Besucher – Eine Erfolgsgeschichte in Zahlen. Am 07. März 2025, um 09:20 Uhr war es soweit: Das Miniatur Wunderland empfing seinen 25.000.000sten Gast! Allein im Jahr 2024 bestaunten 1.594.016 Menschen aus aller Welt die detailreiche Modelllandschaft. Dabei kamen rund 75 % der Gäste aus Deutschland und 25 % aus dem Ausland. Besonders beliebt ist das Wunderland bei unseren Nachbarn aus der Schweiz (638.000 Besucher), Österreich (585.000) und Dänemark (492.000). Aber auch Gäste aus Großbritannien (270.000), den USA (243.000) und Frankreich (142.000) sind regelmäßig zu Gast.
Deutschlands beliebteste Touristenattraktion. Das Miniatur Wunderland wurde bereits sechs Mal in Folge zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands gewählt. Auf über 1.600 m2 entdecken die Besucher unzählige faszinierende Details, versteckte Easter-Eggs und kunstvolle Landschaften aus aller Welt. Jüngste Erweiterungen wie Monaco und die Provence (2024) haben die Wunderland-Welt noch lebendiger gemacht, während derzeit mit Hochdruck am atemberaubenden Amazonas-Regenwald gearbeitet wird.
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Hamburg. Das Wunderland zieht nicht nur Millionen Besucher an, sondern trägt auch erheblich zur Tourismusbranche Hamburgs bei. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 25,07 % ausschließlich wegen des Miniatur Wunderlands nach Hamburg reisen. Auch dieser Wert steigt von Jahr zu Jahr. Von diesen 25,07 % übernachten 83,46 % in einem Hotel und bleiben durchschnittlich 2,1 Nächte. Das bedeutet für die Hamburger Hotellerie über 700.000 Übernachtungen pro Jahr – ein beeindruckender Beitrag zur lokalen Wirtschaft.Die Zukunft: In diesem Jahr werden die Bauabschnitte Regenwald, Anden und Atacama-Wüste eröffnet. 2027 folgen Mittelamerika und Karibik, Ende 2028 Asien. An Ideen hat es im Wunderland noch nie gemangelt. Noch nicht festgelegt ist, ob weitere Teile Asiens oder Afrika, ob Großbritannien und/oder zuerst die Niederlande kommen. Fest steht: Die echte Welt bietet unendlich viel Inspiration. Quelle: Miniaturwunderland / CM
In Hamburg Altona wurde ein ICE 4 auf den Namen „Knuffingen“ getauft. Foto: Miniaturwunderland
Riyadh Air hat ihre ersten beiden Boeing Langstreckenjets B 787-9 Dreamliner übernommen. Beide Flugzeuge sind in Riad eingetroffen. Für die neue Airline aus Saudi Arabien ist dies ein Meilenstein auf dem Weg zur Aufnahme des Linienflugbetriebs.
„Die Landung unserer allerersten, speziell für uns gefertigten 787 Dreamliner in Riad zu erleben, ist ein historischer Moment für uns und ein bedeutender Tag für die saudische Luftfahrt“, sagte Tony Douglas, CEO von Riyadh Air. „Ich blicke voller Begeisterung und Zuversicht in die Zukunft und auf das Vermächtnis, das wir hier schaffen. Wir bauen nicht nur eine Fluggesellschaft auf, sondern eröffnen vom Herzen des Königreichs aus ein neues Tor zur Welt.“
Die Auslieferungen sind ein wichtiger Schritt für die Luftfahrtstrategie des Königreichs Saudi-Arabien, das bis 2030 jährlich 150 Mio. Besucher anziehen und 330 Mio. Passagiere abfertigen will. Der Flottenplan von Riyadh Air sieht bis zu 72 Flugzeuge des Typs B 787 vor. Die Dreamliner sollen eine zentrale Rolle dabei spielen, das Königreich mit regionalen und interkontinentalen Märkten – darunter Europa, Asien, Afrika und Nordamerika – zu verbinden.
Laut Stephanie Pope, Präsidentin und CEO von Boeing Commercial Airplanes, bietet der Dreamliner unübertroffene Effizienz, große Flexibilität bei der Routenplanung sowie eine ansprechende Kabinenausstattung, die für ein herausragendes Reiseerlebnis sorgen soll.Riyadh Air plant, bis 2030 mehr als 100 Ziele zu bedienen, wobei die ersten Flüge mit der B 787 u.a. nach London, Kairo und Dschidda führen sollen. Quelle: Boeing / CM
Der saudische Carrier Riyadh Air hat seine ersten zwei Dreamliner erhalten. Foto: Boeing
Japan erlebt einen Tourismusboom. Rekordzahlen internationaler Besucher – angelockt durch den schwachen Yen sowie den Ruf des Landes für Sicherheit, Kultur und Gastfreundschaft – haben das Wirtschaftswachstum angekurbelt. Doch neben dem klassischen Tourismus ist auch ein weniger öffentlich wahrgenommener Teilbereich der Tourismuswirtschaft gewachsen: das Erotikgewerbe.
Während Kritiker Bedenken hinsichtlich Ausbeutung und Außenwirkung äußern, verweisen Befürworter auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche – ein Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Verantwortung, Regulierung und Wirtschaftswachstum.
Der wachsende öffentliche Unmut über ausländischen Sextourismus in Japan lässt die Debatte über den komplexen und oft widersprüchlichen Umgang des Landes mit der Sexindustrie neu entflammen. Was zunächst als Besorgnis über die Präsenz ausländischer Männer begann, die in Tokios Vergnügungsvierteln sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen, hat sich zu einer umfassenden nationalen Diskussion über Ausbeutung, Frauenrechte, Einwanderung, Tourismus und die Grenzen der geltenden Gesetze entwickelt.
Social-Media-Plattformen, Online-Reiseforen und Inhalte von Influencern haben Tokios Vergnügungsviertel zunehmend in den Fokus gerückt und damit ausländische Besucher angelockt, die sich für Hostessen-Clubs, Massagesalons und andere Angebote im Erotikbereich interessieren. Berichte über Touristen, die offen über sexbezogene Reisepläne sprechen, haben in japanischen Medien und sozialen Netzwerken Kritik hervorgerufen; viele betrachten ein solches Verhalten als rufschädigend für das Land.
Die Debatte hat die ungewöhnliche Struktur der japanischen Sexindustrie verdeutlicht. Obwohl Prostitution offiziell verboten ist, beschränkt sich die rechtliche Definition eng auf den Geschlechtsverkehr. Infolgedessen operiert eine Vielzahl von Erotikdienstleistern legal, indem sie Aktivitäten anbieten, die außerhalb dieser Definition liegen – eine Branche, die sich in einem Geflecht aus Vorschriften und langjährigen rechtlichen Grauzonen bewegt.
In der öffentlichen Debatte wird oft übersehen, welch bedeutende wirtschaftliche Rolle diese Branche spielt. Japans Erotik- und Unterhaltungssektor sichert Zehntausende von Arbeitsplätzen – von Servicekräften und Entertainern bis hin zu Hotel- und Gastronomiebetreibern, Taxifahrern und Unternehmen des Nachtlebens. Vergnügungsviertel wie Kabukicho in Tokio, Susukino in Sapporo und Nakasu in Fukuoka sorgen für eine beachtliche wirtschaftliche Dynamik, die weit über die eigentlichen Erotikdienstleistungen hinausreicht.
Branchenvertreter betonen, dass das Nachtleben und die Erotikunterhaltung längst fester Bestandteil der japanischen Tourismuswirtschaft sind. Ausländische geschäftliche und private Touristen, die diese Vergnügungsviertel besuchen, geben auch Geld für Unterkunft, Verpflegung, Transport und Einkäufe aus. Zwar weisen einige Ökonomen darauf hin, dass der Sektor aufgrund seiner zersplitterten Struktur schwer zu beziffern sei, doch trage er jährlich Millionenbeträge zur lokalen Wirtschaft bei und stütze Betriebe, die stark von den Ausgaben der Nachtschwärmer abhängig seien.
Diese wirtschaftlichen Gegebenheiten erschweren Forderungen nach einer strengeren Regulierung. Unternehmer warnen davor, dass übermäßige Beschränkungen der lokalen Wirtschaft schaden könnten, die ohnehin bereits mit Arbeitskräftemangel und dem demografischen Wandel zu kämpfen hat.
Kritiker argumentieren jedoch, dass wirtschaftliche Vorteile Ausbeutung oder unzureichenden Schutz für Arbeitnehmer nicht rechtfertigen können. Interessenverbände warnen davor, dass steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheit manche Frauen in Formen der Sexarbeit treiben könnten, die sie sonst nicht wählen würden. Sie behaupten, dass die öffentliche Wut auf ausländische Kunden tieferliegende strukturelle Probleme der japanischen Gesellschaft, wie Einkommensungleichheit und begrenzte Chancen für junge Arbeitnehmer, zu verschleiern droht.
Andere sehen den Anstieg der ausländischen Nachfrage als Beweis dafür, dass die bestehenden Regulierungen nicht mehr ausreichen. Anwohner von Vergnügungsvierteln beschweren sich über störendes Touristenverhalten, während einige Politiker eine strengere Kontrolle von Unternehmen fordern, die aktiv Dienstleistungen für ausländische Besucher anbieten. Die Politik diskutiert zunehmend darüber, ob Japan klarere rechtliche Unterscheidungen zwischen Erwachsenenunterhaltung und Aktivitäten, die faktisch Prostitution darstellen, treffen sollte.
Die Debatte spiegelt auch eine umfassendere Herausforderung wider, vor der Japan bei der Verfolgung ehrgeiziger Tourismusziele steht. Die Regierung betrachtet den internationalen Tourismus als wichtigen Motor für Wirtschaftswachstum und regionale Entwicklung. Der rasante Zustrom von Besuchern hat jedoch Spannungen hervorgerufen, die von Überfüllung an Kulturstätten bis hin zu Bedenken hinsichtlich des Verhaltens in Ausgehvierteln reichen.
Während Gesetzgeber, Aktivisten und Unternehmer weiterhin über mögliche Reformen diskutieren, bleibt eine Tatsache unbestritten: Bei der Kontroverse um den Sextourismus geht es nicht nur um Moral oder das öffentliche Image, sondern auch um wirtschaftliche Aspekte. Der Erotiksektor nimmt einen umstrittenen, aber unbestreitbaren Platz in der städtischen Wirtschaft und der Tourismuslandschaft Japans ein. Den Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlicher Verantwortung zu finden, dürfte in den kommenden Jahren eine der größten politischen Herausforderungen des Landes darstellen. Quelle: Japan National Tourism Organization / CM
Vor allem ausländische Besucher Japans sorgen für einen Boom der Erotikbranche. Foto: JNTO