Elektrischer Mercedes CLA 250+ im CM-Test

Sportlich, digital, innovativ. Mit seinem athletischen Design, einem völlig neuenAntriebsstrang und dem digitalen MBUX Superscreen5] ist der CLA dasintelligenteste Fahrzeug, das Mercedes-Benz je gebaut hat. Das galt noch im Frühjahr, das gilt sicher auch heute. Der Mercedes CLA ist  die Elektro-Speerspitze von Mercedes: Beeindrukt hat uns unser Testwagen „CLA 250+ mit EQ Technologie“ mit seiner erstaunlich großen Reichweite, seiner Energieeffizienz, den kurzen Ladezeiten, dem hohen Fahrkomfort, dem modernen Infotainment  und seiner tatsächlich spürbaren Souveränität im Straßenverkehr. 

Der CLA tritt zwar im Kompaktsegment an ist aber mit 4,72 m Länge und 2,79 m Radstand nicht gerade sehr kompakt geraten. Und der Wagen ist relativ flach, was das Einsteigen betagterer Zeitgenossen ein klein wenig erschwert. Zudem ist der CLA besonders windschnittig, auch wenn dafür die Seitenspiegel etwas klein ausfallen.

Aberer der CLA ist einfach schön. Beim Design gefallen uns die elegante Coupélinie und natürlich der Kühlergrill mit den verchromten und beleuchtbaren Mini-Sternen sowie die Scheinwerfer und Heckleuchten. Einsteigen vorne ist kein Problem, hinten aber muss man schon etwas gelenkig sein. 

Das Interieur strahlt Wohnlichkeit aber auch Modernität aus. Verarbeitet sind  u.a. offfenporiges Holz, gebürstetes Alu und geschäumte Flächen. , Sitzpolsten mit Perleffek und das in gewohnt perfekter Weise. Beeindrucken das schwebende Armaturenbrett mit einem 10,25“ großen Digital-Tacho und einem 14 „Infotainment-Bildschirm und zieht sich über die ganze Fahrzeugbreite. Bei diesem Berührbildschirm wischen Fahrer und Beifahrer wie beim Smartphone die Apps und Funktionsumfänge hin und her, aktivieren Systeme per Fingertipp oder eben per Stimme.

Der Stromer ist er ein echter Technologieträger: Der Viertürer baut auf der völlig neuen Technik-Plattform MMA (Mercedes Modular Architecture) auf und ist sicher Vorreiter für eine neue Generation ist. An Bord kommt das neue Gehirn von Mercedes zum Einsatz: das selbst entwickelte Betriebssystem MB.OS. Es integriert verschiedene KI-Modelle und läuft auf einem Hochleistungsrechner

Der wassergekühlte Hochleistungsrechner kann bis zu 450 Mio. Rechenoperationen pro Sekunde ausführen, so dass Funktionalität superschnell vonstatten geht. Wer die Sprachbedienung liebt, dürfte sich der KI-gesteuerten Dialogfähigkeit erfreuen. „Hey Mercedes“ sagen und dann fragen. Korrekte Antworten folgen prompt.  Eine feie Sache ist das große und vor allem serienmäßige und leicht getönte Panorama-Glasdach. 

Ob privat oder geschäftlich unterwegs: Das langstreckentaugliche Gestühl bietet erstklassigen Sitzkomfort. Die unserer Meinung nach ergonomisch perfekte Polsterung und ein starker Seitenhalt durch stabil geformte Wangen machen das Fahren auch über weite Distanzen oder auch in etwas schäfer gefahrenen Kurven angenehm, sicher und wenig ermüdend. Dank Sitzheizung, Massage und weiteren netten Dingen, geht’s einem schon sehr gut im CLA. Hinzu addieren sich noch so kleine aber feine Details, wie die Fenster: Die fahren beim Öffnen der Tür deutlich weiter herunter.

Leider ist das Gepäckabteil nicht gerade üppig bemessen: Es fasst nur 405 Liter Volumen; weitere 100 Liter finden sich vorne im Frunk, wo auch die Ladekabel verstaut werden können. Die Zuladung von 464 kg erscheint uns als etwas gering. 

Mit Reichweite bis zu 792 km lockt der neue vollelektrische CLA von Mercedes-Benz. Klingt famos, in der Realität aber sind es nach unserer Erfahrung gute 150 km weniger. Aber selbst das ist wirklich gut. Unser Eindruck nach der ersten Testwoche: Das kompakte und nicht zuletzt optisch attraktive Coupé ist bestimmt auf gutem Weg ist, den Elektro-Absatz der Stuttgarter ankurbeln. Natürlich spielt da auch ein bisschen der nicht gerade niedrige Preis (Einstandspreis: 55.859 Euro)  eine Rolle, erst recht, wenn man sich die optionalen Ausstattungsmöglichkeiten betrachtet. Die können richtig ins Geld gehen. Andererseits werden derlei hochwertige BEV i.d.R. zu halbwegs erträglichen Raten geleast, wozu wir ohnehin raten; denn die Batterieentwicklung schreitet rasant voran. 

Ladestopps sind angenehm kurz. Sie dauern dank hoher zulässiger Stromaufnahme von 320 kW Leistung bei 800 Volt Spannung maxinal 22 Minuten. Kurz einen Kaffee genießn und weiter geht’s.  Klar, dass auch eine Wärmepumpe an Bord ist und die Batterie vorkonditionierrt werdenkann.

Fahrleistungen: Wir sind den CLA 250+ gefahren. reicht von der Power her völlig aus. Er hat mit 335 Nm ein ausreichendes Drehmoment und braucht für den Spurt von 0 auf 100 km/h 6,7 Sekunden. Typisch ist natürlich auch für den elektrischen CLA das kraftvolle Beschleunigungsvermögen der E-Maschine.  Aber wann braucht volle Power schon? Ab und an das Fahrpedal durchdrücken, ansonsten den Wagen aber moderat bewegen, dann kommt man im Schnitt auf einen Energieverbrauch von 15,6 kWh und somit auf einen maximale Reichweite von ca. 630 km. Die Lenkung reagiert feinfühlig und präzise. Die Stahlfederung mit passiven adaptiven Dämpfern ist so was von hervorragend, dass es keine Wünsche an Federungskomfort gibt. Ganze Arbeit haben die Akustiker dank guter Schallisolierung geleistet.  Einen wirksamen Teil zum nahezu lautlosen Dahingleiten trägt aber auch die aerodynamische Glättung der Karosserie bei. Was uns noch positiv aufgefallen ist, der kleine Wendekreis.

Das CM-Testurteil: Die batterieelektrische Limousine CLA 250+ zählt für uns als eines der besten E-Mobile, die wir bis jetzt gefahren haben. Mit seiner 800 V Technik bietet die E-Limousine eine beeindruckende Ladeleistung und angenehm kurze Ladezeit. Einen Kaffe trinken, und schon ist der 85 kWh-Akku voll. Die Reichweite ist sehr gut, fast besser als bei jedem Benzinerr. Und wenn man ihn zuhause oder in der Firma mit Photovoltaik-Anlage und Wallbox laden kann, sind die Betriebskosten unschlagbar. Klar, dass die Stuttgarter an den zahlreichen Ausstattungsmöglichkeiten, die man noch für teuer Geld dazukaufen muss, verdienen wollen. Und auch die obligatorische Wartung kostet natürlich nicht gerade wenig Geld. Alles in allem ein attraktiver Mercedes und ein optisch wie technisch gutes Automobil, das wir Mobilitätsmanagern und/oder Selbstständigen als Dienstwagen absolut empfehlen. Quelle: CM

Internationale Hersteller treiben in Deutschland die E-Mobilität 

Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) erreichten in den ersten neun Monaten 2026 exakt 604.144 Einheiten und machten so rund 27,2 % des Pkw-Gesamtmarktes aus, das sind 9,1 Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Dies geht aus der Analyse der Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) durch den Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hervor.

Im September 2026 wurde dabei der historisch bislang höchste BEV-Marktanteil festgestellt: Etwa 34,5 % aller Pkw-Neuzulassungen hatten im zurückliegenden Monat einen rein batterieelektrischen Antrieb. Die BEV-Neuzulassungen lagen in den ersten neun Monaten 2026 rund 58,1 % über dem Vorjahresniveau, die von Internationalen Marken lagen sogar mit 78,1 % im Plus. Im BEV-Markt hatten Internationale Marken somit einen Marktanteil von 46,1 %, im September waren es 45,8 %. Im September 2026 wurden insgesamt 88.599 BEV-Pkw neu zugelassen, 94,7 % mehr als im Vorjahresmonat.

VDIK-Präsidentin Imelda Labbé: „Die internationalen Hersteller sind eine treibende Kraft beim Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland. Ihre BEV-Zulassungen haben sich im September mehr als verdoppelt und sind damit deutlich stärker gewachsen als der Gesamtmarkt. Mit neuen Technologien, einer wachsenden Modellvielfalt und attraktiven Angeboten setzen sie wichtige Kaufanreize. Um diese Dynamik zu verstetigen, brauchen es verlässliche Rahmenbedingungen und vor allem bezahlbaren Ladestrom. Die von Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigte Senkung der Stromsteuer wäre deshalb ein wichtiger Schritt. Entscheidend ist, dass die Ladesäulenbetreiber die Entlastung an ihre Kunden weitergeben. Ebenso wichtig sind transparente und einfach vergleichbare Ladetarife, damit Verbraucher die Kosten bereits vor dem Laden kennen.“

In den ersten neun Monaten 2026 legte der Markt für alternative Antriebe insgesamt (reiner E-Antrieb, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gasantrieb) um 23,3 % auf 1.495.262 Fahrzeuge zu, wobei Internationale Marken etwa 44,3 % ausmachten. Der Anteil der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben am Gesamtmarkt lag in diesem Zeitraum bei 67,3 %, rund 9,9 Prozentpunkte höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im September 2026 wurden 189.072 Pkw mit alternativen Antrieben neu zugelassen, das sind rund 31,7 % mehr als im Vorjahresmonat.

Positive Wachstumsraten verzeichneten in Summe der ersten neun Monaten 2026 auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV). 247.489 PHEVs rollten in diesem Zeitraum neu auf die Straßen und damit 13,7 % mehr als in den ersten neun Monaten 2025. Der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag damit bei 11,1 %, rund 0,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum. Der PHEV-Marktanteil der internationalen Marken lag in diesem Zeitraum bei ca. 41,7 %. Im September wurden 27.681 neue PHEV-Pkws zugelassen (+/- 0 %), sodass diese einen Marktanteil von 10,8 % hatten.

Zusammen kommen die Elektrofahrzeuge (BEVs, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge) in den ersten neun Monaten 2026 damit auf einen Marktanteil von 38,3 % bei 851.644 Neuzulassungen. Das entspricht einem Anstieg um 41,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im September 2026 lag der Elektromarkt bei 116.280 Neuzulassungen mit 58,9 % im Plus.

Die Neuzulassungen vonHybrid-Fahrzeugen ohne Stecker stiegen in den ersten neun Monaten 2026 um 4,9 Prozent. 632.695 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Neuzulassungen von 28,5 %. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag in dieser Zeit bei 42,7 %. Im September wurden etwa 2,4 % mehr Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Quelle: VDIK / CM

113 batterieelektrische Züge für Niedersachsen

Siemens Mobility hat einen Großauftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und dem Regionalverband Großraum Braunschweig für batteriebetriebene Regionalzüge erhalten. Der Auftrag umfasst 113 dreiteilige Mireo Plus B-Züge, ein weitreichendes Servicepaket über 30 Jahre und den Aufbau von zwei neuen Rail Service Centern in Niedersachsen. 

Zusätzlich bestehen Optionen für den Abruf von bis zu 132 weiteren Schienenfahrzeugen. Die Züge werden ab Ende 2031 in den Fahrgastbetrieb gehen. Mit dem erprobten Mireo Plus B bietet Siemens Mobility eine bewährte batterieelektrische Plattform für einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Regionalverkehr auf teilweise nicht elektrifizierten Strecken. Die antriebsstarken dreiteiligen Fahrzeuge, im Wert von rund 1,1 Mrd. Euro, ermöglichen emissionsfreien Betrieb ohne durchgehende Oberleitung, fahren mit bis zu 160 km/h und leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Schienenverkehrs. Die Batterien werden während der Fahrt unter Oberleitung geladen und ermöglichen anschließend einen emissionsfreien Betrieb auf Streckenabschnitten ohne Fahrdraht.
 
Die 113 dreiteiligen, batterieelektrischen Mireo Plus B-Züge bieten ein besonders hohes Maß an Barrierefreiheit und Reisekomfort. Dank Türen mit unterschiedlichen Einstiegshöhen ermöglichen sie einen weitgehend niveaugleichen und damit komfortablen Einstieg an verschiedenen Bahnsteigen. Zwei Rollstuhlplätze, großzügige Mehrzweckbereiche sowie moderne Fahrgastinformationssysteme und WLAN sorgen für eine angenehme Reise für alle Fahrgäste. Darüber hinaus verfügen die Züge über mehr als 170 Sitzplätze, darunter mindestens sechs Plätze in der 1. Klasse. Für die Mitnahme von Fahrrädern stehen mindestens sechs Stellplätze pro Zug zur Verfügung, die saisonal auf bis zu 18 Plätze erweitert werden können.
 
Der Auftrag umfasst neben der Fahrzeuglieferung auch umfangreiche Customer-Service-Leistungen. Für den langfristigen und zuverlässigen Betrieb der Flotte setzt der Auftrag auf das ganzheitliche Betriebs- und Instandhaltungskonzept Railigent X von Siemens Mobility. Kern des Projekts ist ein Full-Service-Vertrag für 113 batterieelektrische Mireo Plus B-Züge mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Siemens Mobility übernimmt dabei die vollständige Instandhaltung der Fahrzeuge und unterstützt einen nahezu 100 %ig verfügbaren Betrieb. Das Leistungspaket umfasst moderne digitale Services zur zustandsbasierten Wartung und Optimierung der Flottenperformance, umfassendes Asset Management, die Versorgung mit Ersatzteilen sowie Wartungs- und Instandhaltungsleistungen über den gesamten Lebenszyklus der Züge. Ergänzend sorgen Schulungsangebote für Betriebs- und Instandhaltungspersonal dafür, Know-how nachhaltig aufzubauen und einen effizienten, zuverlässigen sowie ressourcenschonenden Betrieb sicherzustellen.
 
Für das Projekt Niedersachsen BEMU ist der Aufbau einer modernen Instandhaltungsinfrastruktur für die batterieelektrischen Fahrzeuge vorgesehen. Dabei entsteht ein Werkstattkonzept, das sowohl die betriebsnahe Instandhaltung der Fahrzeuge als auch die Bündelung von Revisionen und schweren Instandhaltungsarbeiten in einem zentralen Kompetenzzentrum umfasst. Ergänzt wird dies durch weitere lokale Einrichtungen zur regionalen Fahrzeugbetreuung. Insgesamt entstehen bis zu 100 zukunftssichere Arbeitsplätze. Das Konzept vereint eine hohe Verfügbarkeit der Flotte mit wirtschaftlichen Betriebsabläufen und schafft die Grundlage für einen langfristig zuverlässigen und nachhaltigen Schienenverkehr in Niedersachsen. Quelle: Siemens Mobility / CM

Geschäftsreise nach Australien intelligent nutzen

Ein aktuelles Angebot von Qantas macht so viel Sinn, dass man Hotelaufenthalte für das kommende Jahr möglichst bis zum 28. Oktober planen sollte.

Bis zu diesem Zeitpunkt erhält man als Frequent Flyer-Mitglied für Hotelbuchungen über die Qantas Hotels-Seite, welche auf das Inventar von Expedia zugreift, 7 Punkte pro ausgegebenem AUD, was ungefähr 10 Punkten pro USD entspricht. Setzt man als Prämienwert den Mindestwert von 1 US Cent pro Punkt an, entspricht dies einer Ersparnis von 10% – was mehr ist, als man in den meisten Hotelprogrammen erhält.

Dieses Angebot ist gültig für Aufenthalte bis zum 28. Oktober 2027.

Und falls Sein Business Traveller über die nächsten Monate in Australien zu tun hat, ist ein Angebot des anderen wichtigen australischen Programms vermutlich noch interessanter. Für Buchungen eines Packages über Virgin Australia Holidays mit einem Mindestwert von 1,000 AUD erhält man in deren Velocity-Programm einen Bonus von 40.000 Punkten, zusätzlich zu der regulären Gutschrift von mindestens 3 Punkten pro AUD.

Das Angebot ist so attraktiv, dass es jedoch nur für Buchungen für eine Woche geöffnet ist, bis zum 18. Oktober. Die gebuchten Reisen müssen hierbei bis zum 26. Juni 2027 abgeschlossen sein. Quelle: CM

Alaska-Airlines: Vielflieger haben die Wahl

Wie angekündigt wird Alaska Airlines in ihrem Atmos Rewards-Programm am 01. Januar 2027 die Möglichkeit einführen, zu wählen, ob man Flugmeilen auf der bisherigen Distanz-Basis, auf einer Umsatzbasis oder auf einer Segmentbasis (500 Meilen) sammeln möchte.

Diese Wahl gilt dann automatisch auch auf den Partner-Airlines, wobei anstatt der Umsatzbasis eine Meilenbasis mit den Kabinenfaktoren Anwendung findet. Jene werden dann in der Business Class auch wieder angehoben, sodass man 250% der geflogenen Meilen sammelt. Für viele internationale Mitglieder dürfte dies so die beste Option sein.

Bereits zum 01. Oktober 2026 hat das Programm eine andere interessante Initiative eingeführt: jährlich ändernde Atmos Communities. Nach Einschreibung in einer der angebotenen Community erhält man Bonusmeilen und Bonusstatuspunkte für Flüge zu ausgewählten Destinationen, bis zu einem Maximum von 10.000 Bonuspunkten für zehn Flüge. Das erste Mitglied, das in einer Community die zehn Destinationen erreicht, erhält einen Bonus von 100.000 Meilen.

Für die Periode bis Ende 2027 stehen sechs Communities zur Auswahl (wobei jeweils eine Mitgliedern in Alaska und Hawaii vorbehalten ist). Die „Global Local“ Community umfasst beispielsweise zehn Hubs der oneworld-Partner und als Mitglied erhält man zusätzlich einen Bonus von 10% der Statuspunkte auf Flügen zwischen den USA und diesen Destinationen, inklusive auf oneworld-Partnern. Quelle: CM

Korean Air: Vielfliegerprogramme integriert

Kurz vor Torschluss haben Korean Air und Asiana Airlines die letzte Hürde zu ihrer Fusion genommen – die Integration ihrer Vielfliegerprogramme Skypass und Asiana Club.

Korean Air hat sich vor der Korea Fair Trade Commission mit ihrer Forderung durchgesetzt, dass auf Non-Air Partnern gesammelte Meilen im Asiana Club nur im Verhältnis 1-zu-0,82 in Skypass übernommen werden.

Aber Asiana Club-Mitglieder haben zehn (!) Jahre Zeit, zu entscheiden, wann sie ihre Meilen übertragen möchten. Bis dann können sie Meilen jederzeit zu den aktuell gültigen Prämienwerten einsetzen – aber natürlich nur auf Korean Air/Asiana-Flügen, da Mitte Dezember die Zusammenarbeit mit allen Star Alliance-Partnern (und vermutlich der Handvoll anderer Partner) eingestellt wird. 

Wenn einem dieses Netzwerk jedoch ausreicht, der kann eine solche Strategie Mitglieder gegen künftige Preiserhöhungen absichern. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man anno 2036 nicht mehr für 105.000 Meilen einen Hin- und Rückflug in der Business Class zwischen Korea und Europa oder Nordamerika erhält…

Parallel wird Korean Air gezwungen, die kombinierte Prämienkapazität über die nächsten Jahre graduell zu erhöhen. Quelle: CM

Fraport geht das Kerosin aus

Am Frankfurter Flughafen ist die Kerosinversorgung derzeit angespannt, weshalb Fluggesellschaften wie die Lufthansa das sogenannte „Tankering“ anwenden – Maschinen bringen zusätzlichen Treibstoff von auswärts mit, um in Frankfurt weniger oder gar nicht nachzutanken. 

Wegen des anhaltend niedrigen Wasserstands des Rheins können Tankschiffe Kerosin nur stark eingeschränkt über Deutschlands wichtigste Wasserstraße transportieren.  Auch die Versorgung über die anbindenden Pipelines ist aus bislang unklaren Gründen limitiert. Lufthansa hat nun ihre Piloten angewiesen, auf Kurz- und ausgewählten Langstreckenflügen mehr Sprit an den zumeist ausländischen Ausgangsflughäfen zu laden. Für Maschinen der Airbus-A320-Familie gilt bei der Ankunft beispielsweise eine Obergrenze von maximal acht Tonnen zusätzlichem Treibstoff.

Auswirkungen auf die Passagierluftfahrt soll es aber keine geben, so die Lufthansa. Weder sindFlugstreichungen vorgesehen noch soll die Nutzlast (Passagiere und Gepäck) durch das Mehrgewicht an Kerosin nicht eingeschränkt werden. Die Maßnahmen gelten vorerst bis auf Weiteres, während die Lage von den Airlines und dem Flughafen beobachtet wird. Quelle: Lufthansa / CM

Lufthansa schnappt sich auch TAP Air Portugal

Die Lufthansa entwickelt sich zum Krösus unter den wichtigen Fluggesellschaften dieser Welt. Nun stößt nach zuletzt ITA Airways auch TAP Air Portugal zum Portfolio der Lufthansa Gruppe. 

Die Lufthansa Group begrüßt, dass sich die portugiesische Regierung im Privatisierungsverfahren von TAP Air Portugal für ihr Angebot entschieden hat. Mit dem beabsichtigten Erwerb zunächst einer Minderheitsbeteiligung verfolgt die Lufthansa Group eine klare strategische Agenda: TAP Air Portugal soll wachsen und dabei ihre nationale Identität wahren. Außerdem soll Portugals Verbindung mit der Welt, insbesondere mit Nord- und Lateinamerika, nachhaltig ausgebaut werden.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Deutsche Lufthansa AG: „TAP Air Portugal ist eine starke und profitable Airline, unser langjähriger Partner in der Star Alliance und als führende Fluggesellschaft auf Südatlantik-Strecken international erfolgreich. Sie hat hervorragende Mitarbeitende und ein überzeugendes Geschäftsmodell. Mit der heutigen Entscheidung hat die portugiesische Regierung die Weichen für eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte von TAP Air Portugal gemeinsam mit der Lufthansa Group gestellt. 

Gleichzeitig setzen wir damit unsere Strategie der Internationalisierung weiter konsequent fort und stärken unsere Position auf dem Südatlantik nachhaltig. Unser Unternehmen verbindet seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit Portugal. Seit Jahrzehnten investieren wir in diesem Land, schaffen und sichern qualifizierte Arbeitsplätze und verbinden Portugal mit Europa und der Welt. Wir freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft mit TAP Air Portugal und die weitere konstruktive Zusammenarbeit mit der Regierung in Lissabon!“

Die bisherigen Übernahmen – zuletzt die italienische ITA Airways, haben gezeigt, dass eine Mehrheitsbeteiligung zusätzliche Vorteile für alle Seiten ermöglicht.

Die Lufthansa Group hat für den 44,9 % Anteil einen Kaufpreis von 1,025 Mrd. Euro geboten. Dieser Wert kann sich bei einem Anteilserwerb von 49,9 % – aufgrund von bis zu 5 % zunächst für Mitarbeitende angebotenen Anteilen sowie einer Ticking Fee – auf bis zu 1,2 Mrd. Euro erhöhen.

Die Lufthansa Group ist seit mehr als 70 Jahren in Portugal aktiv. Die Airlines der Gruppe bieten derzeit 353 wöchentliche Flüge zu sechs portugiesischen Destinationen an und haben damit das Angebot seit 2019 um 75 % vergrößert. Über 500 Fachkräfte arbeiten heute in Portugal für Unternehmen der Lufthansa Group. Mit dem Bau des neuen Lufthansa Technik Standorts in Santa Maria da Feira bei Porto, für den im Juni der Spatenstich vollzogen wurde, soll diese Zahl bis 2030 auf über 1.000 direkte Arbeitsplätze steigen.

Die Lufthansa Group arbeitet nun gemeinsam mit der portugiesischen Regierung und Parpública an der Finalisierung der Transaktionsdokumente und erwartet, die Verträge zum Erwerb der Beteiligung kurzfristig fertigstellen und unterzeichnen zu können. Der Vollzug des Anteilserwerbs steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Quelle: Lufthansa / CM

Schnellfahrstrecke Madrid-Barcelona wegen eines Brandes unterbrochen

Der Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Madrid und Barcelona wurde am Montag unterbrochen, nachdem in einem AVE-Zug, der um 14:27 Uhr vom Bahnhof Madrid Puerta de Atocha in Richtung Figueres abgefahren war, ein Brand ausgebrochen war. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:05 Uhr auf Höhe von Ricla (Zaragoza), als ein Brand im hinteren Triebkopf festgestellt wurde.

Gemäß den Sicherheitsvorschriften wurden die 283 Fahrgäste an Bord aus dem Zug evakuiert. Es gab keine Verletzten. Der Vorfall hat zur Einstellung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs zwischen Madrid und Barcelona geführt, was zu Stopps von Fernzügen an verschiedenen Unterwegsbahnhöfen und zur Streichung der für Montag Nachmittag geplanten Abfahrten n Madrid und Barcelona  führte. Derzeit lässt sich noch nicht abschätzen, wie lange die Störung andauern wird.

Ein Triebkopf eines Renfe AVE brannte zwischen Madrid und <Barcelona. Foto: Bombers Zaragoza

Renfe hat am Dienstagmorgen neue Anpassungen seiner Fahrpläne bekannt gegeben. Konkret erklärt Renfe, dass die Züge auf nur einem Gleis der doppelspurigen Schnellfahrstrecke mit einer vorübergehenden Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h  (die übliche Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei etwa 300 km/h) fahren und die Fahrweise derzeit von den Lokführern selbst (im Fachjargon Fahrt nach Sicht) während die Arbeiten zur Bergung des betroffenen Materials und zur Instandsetzung der Infrastruktur bestimmt wird. 

Insgesamt waren nach Angaben von Renfe allein am Montag 12.979 Fahrgäste betroffen. Das staatliche Bahnunternehmen versicherte, dass die Ursachen des Brandes, der derzeit untersucht wird, bislang noch nicht bekannt seien. Renfes Hauptkonkurrent iryo gab bekannt, dass am Montag 11 Züge und 4.450 Fahrgäste betroffen waren. Quelle: Renfe / CM

Weiterhin Fahrzeitreserven für Stuttgart-Zürich

Ab Dezember 2026 planen SBB und DB zwischen Stuttgart und Singen zusätzliche Fahrzeitreserven ein und reduzieren die Zahl der Zwischenhalte auf dem deutschen Abschnitt. Damit soll die Verbindung weiter stabilisiert werden.

Bereits das im Dezember 2025 eingeführte Fahrkonzept hat die Ankunftspünktlichkeit in Zürich bei rund 80 % stabilisiert.

Seit Dezember 2025 verkehrt jeder zweite Zug von Stuttgart nur bis Singen, von dort fährt planmäßig ein Schweizer Reisezug weiter nach Zürich. Zudem verkehrt ab Schaffhausen ein Ersatzzug der SBB, wenn die durchgehenden Züge aus Stuttgart zu stark verspätet sind. 

Ein IC 2 auf der Strecke zwischen Stuttgart und Singen. Foto: DB

Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2026 werden auf dem deutschen Abschnitt weniger Zwischenhalte bedient und zusätzliche Fahrzeitreserven eingeplant. Die Reisezeit ab Schaffhausen nach Stuttgart verlängert sich teilweise um 11 Minuten. Dieses neue Fahrkonzept ist ein weiterer Schritt zur langfristigen Stabilisierung der Strecke Zürich–Stuttgart.

Über eine Rückkehr zu stündlich durchgehenden Zügen zwischen Stuttgart und Zürich entscheiden SBB und DB im Frühling 2027. Quelle: SBB / CM