EU will Import von Autos aus China zum Erliegen bringen

Seit Herbst 2024 gelten Strafzölle für Elektroautos aus China. Hintergrund ist die staatliche Unterstützung Pekings für die eigenen Autobauer, was nach Ansicht vieler EU-Staaten wettbewerbsverzerrend ist. Deshalb wurden Extrazölle auf E-Autos aus China beschlossen. Und freie Importeure hier zu Lande dürfen bestimmte Modelle aus China nicht in Deutschland einführen.

Viele Fahrzeuge gibt es in China zu einem Bruchteil  von dem, was in Europa dafür bezahlt werden muss. Beispiel: VW’s ID.3. Der kostet im Reich der Mitte in Vollausstattung umgerechnet ca. 19.000 Euro. Wenn freie Importeure Modelle aus China nach Deutschland bringen wollen, verspricht das gute Gewinne

Die Europäische Kommission hält die Ausgleichszölle für notwendig, um die Autoindustrie in der EU zu schützen. Die Maßnahme gilt vorerst bis 2029. E-Autos aus China werden seitdem nicht pauschal, sondern mit abgestuften Zusatzzöllen belegt. Diese liegen je nach Hersteller zwischen 7,8 und 35,3 %. Neben chinesischen Herstellern sind ebenso deutsche Firmen wie VW, Mercedes und BMW betroffen. Sie produzieren einige Modelle in China und exportieren die Fahrzeuge von dort aus. Autos solcher kooperierenden Unternehmenwerden seitdem mit zusätzlichen Strafzöllen von 20,7 % belastet. Würde China umgekehrt solche Zölle von deutschen Herstellern für ach China exportierte deutsche Fahrzeuge verlangen, wären VW, Audi, BMW, Mercedes und Posche mit einem Schlag platt. 

Deutsche Autobauer wie VW oder deren Edeltochter Audi wehren sich insbesondere auch gegen den Import von Modellen wie dem ID.6 durch freie Importeure oder dem AUDI E5 der chinesischen Audi-Submarke. 22 der nach Deutschland importierten ID.6 ließ Volkswagen festsetzen, die laut einem Urteil des LG Hamburg verschrottet werden müssen.

Grundsätzlich geht es dendeutschen Autobauern darum, dass ihre in China und nur für den dortigen Markt bestimmten Modelle keinesfalls nach Deutschland exportiert werden dürfen. In China werden sie zumeist zu einem Preis angeboten, der mindestens 50 % unter dem deutschen Preis vergleichbarer Modelle liegt. Beispiel AUDI E5. Das Modell mit 76 kWh Batterie kostet im Reich der Mitte unter umgerechnet 30.000 Euro, das Top-Modell AUDI E5 Sportback Flagship Quattro, wird für rund 41.000 Euro angeboten und bringt dafür einen 100 kWh NMC-Akku und 776 PS mit. Dazwischen gibt es den 300 kW starken Pioneer Plus mit 100 kWh Akku für 773 km Reichweite und eine 386 kW starke Quattro-Version mit 83 kWh Akku für 623 km Reichweite. China ist einfach eine andere Welt. AUDI packt bei seiner Vier-Buchstaben-Welt, die zunächst auf China begrenzt ist, eine 800V-Plattform rein, die in nur 10 min rund 370 km nachladen lässt. Modernste Sensoren (27 insgesamt), ein komplett neuer Innenraum, ein neues AUDI OS und viele andere Faktoren lassen staunen, was Audi mit SAIC in kürzester Zeit auf die Räder gestellt hat. Die Modelle sind vergleichbar mit dem deutschen A6 e-tron, der mehr als das doppelte kostet, dabei sogar weniger bietet als das chinesische Pendant. Quelle: CM

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