Am Dienstag, 06. Oktober 2026, hat das Bundesministerium für Verkehr (BMV) den sogenannten „Infraplan“ an die DB InfraGO AG übergeben. Das Dokument umfasst die Maßnahmen, die die DB InfraGO in den nächsten fünf Jahren im deutschen Schienennetz umsetzen soll und welche Vorhaben darüber hinaus vorbereitet werden.
Zwei Jahre nach der Ankündigung haben Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium (BMV), und Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, den Infraplan vorgestellt. Die Aufgabenträger fordern nun ein konsequentes Monitoring und den angekündigten überjährigen Schieneninfrastrukturfonds.
Der Infraplan ist ein wichtiger Meilenstein der Bahnpolitik dieser Bundesregierung. Zum ersten Mal gibt es ein Steuerungsinstrument, das konkrete Maßnahmen der Infrastrukturentwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren rollierend darstellt.
Der Infraplan wird seine volle Wirkung insbesondere für die Fahrgäste aber nur entfalten können, wenn seitens des Bundes eine angemessene Finanzierung für Erhalt und Ausbau des Netzes bereitgestellt wird. In en vergangegen 50 Jhren haben Politik und unfähige Bahnchefs die Bahn fast an die Wand gefahren, in dem sie die Infrastruktur vernachlässigt haben, dass es nicht schlimmer geht. Jetzt bedarf es eines riesigen Nachbesserungsbedarfs.
„Der Infraplan war eines der zentralen Versprechen zur Gründung der InfraGO, das jetzt eingelöst wird. Er muss nun mit Leben gefüllt, anhand der Kennzahlen nachvollziehbar überprüft und regelmäßig fortgeschrieben werden. Nun braucht es aber auch das bereits im Koalitionsvertrag verankerte überjährige Finanzierungsinstrument eines Fonds, um langfristige Planungen zu ermöglichen,“ fordert Peter Panitz, Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr.
„Der heute vom Bundesverkehrsministerium veröffentlichte „Infraplan“ bietet eine verlässliche Basis für eine bundesweit durchdachte und solide Schienenverkehrsplanung. Für langfristige Planungssicherheit wird es auch auf eine entsprechende Finanzierung ankommen: verbindlich, überjährig, angemessen. Langjährige Schienenprojekte können nicht länger nur von Haushaltsjahr zu Haushaltsjahr budgetiert werden. Es braucht, wie für 2028 angekündigt, den Eisenbahninfrastrukturfonds.“, sagte VDB-Hauptgeschäftsführerin Sarah Stark. Quelle: Verband der Bahnindustrie / Bundesverband SchienenNahverkehr / CM