CUPRA Born 170 kW mit 79 kWh-Akku im CM-Test

Der spanische Seat- Performance-Ableger Cupra hat seinen kompakten Stromer Born aufgewertet. Neben einer attraktiveren Optik bietet das Modell mehr Reichweite, Matrix-LED-Licht, ein größeres Fahrerdisplay und mehr haptische Tasten. Der Born ist schon lange ein höchst beliebtes Elektroauto in Deutschland, bei privaten wie gewerblichen Haltern. Wir fuhren den Das Born-Update mit 170 kW (231 PS) und 79 kWh-Akku. Der spanische Bruder des ID.3 ist im Grunde genommen die sportlichere aber auch attraktivere Variante. 

Im vorigen Jahr wurden deutschlandweit laut KBA 18.847 Cupra Born  der Vorgängergeneration zugelassen, weltweit verkauft wurden vom nobleren ID.3-Bruder 41.800 Einheiten. Gebaut im westsächsischen Werk Zwickau-Mosel erfuhr der Cupra Born in 2026 ein Update, das neben optischen Anpassungen auch einen weiterentwickelten Antrieb inklusive erhöhter Reichweite enthält. Unter der Motorhaube verrichtet zudem ein neuen APP-350-E-Motor die Arbeit. 

Exterieur. Unser Testmodell der „neuen Generation 2026 ff“ verfügt beim Exterieurdesign über attraktivere Front- und Heckschürzen sowie ein geändertes Scheinwerferdesign. Die „Sharknose“-Front, mach schon etwas her ebenso wie das beleuchtete Markenlogo am Heck. Von der Seite betrachtet +wirkt er in Bezug auf den VW-Bruder wie ein Ei dem anderen, also kaum ein Unterschied. Die Außenabmessungen sind wohl identisch mit dem Vorgänger. Identisch sind auch das Kofferraumvolumen (385 bis 1267 Liter) und die Zuladung (456 kg).

Interieur. Der Innenraum hinterlässt einen angenehmen Eindruck, wofür die hochwertigen und sehr ordentlich verbauten Materialien sorgen. Die Platzverhältnisse sind zumindest vorne auch für groß gewachsene Personen ausreichend. Die Sitze sind bequem und auch bei längeren Strecken ermüdungsfrei. Die Türgriffe sind beleichtet, ebenso die Slider zur Einstellung von Temperatur und Lautstärke unter dem Touchdisplay, die Lüftungsdüsen sind neu und, aufgepasst, am Lenkrad sind physische Bedientasten verbaut statt der vorherigen Touch- bzw. Haptik-Flächen. Die Fahrerinformationsanzeige ist klar und übersichtlich. Mit dem Knopf an der linken Seite des Lenkrads lassen sich die Fahrprogramme Comfort, Performance und Cupra einstelllen. Auffallend: Die Stufe Eco gibt es nicht. Man muss sie aber auch nicht vermissen, wenn man weiß, wie selbst sportliche BEV vom Schlage Cupra ökonomisch zu bewegen sind. Sprich, gefühlvoll starten, nicht ständig  die Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h auf der Autobahn ausreizen. 

Verbesserungswürdig erschien uns hingegen die Spiegeleinstellung. Denn der Einstellungsknopf  lässt sich komplett im Kreis drehen. Das Lichten als Anzeige wirkt wenig praktisch. Das ist es aber auch schon mit unserer Kritik.

Losfahren. Den Born starten wir am rechts an der Lenksäule, befindlichen An-Aus-Knopf (mit CUPRA-Logo), den es eigentlich gar nicht braucht; denn nach dem Anschnallen und Drücken des Bremspedals sowie der Wahl der Fahrstufe fährt der Wagen schon.  Übrigens jetzt auch mit One-Pedal-Driving und, man staune, auch mit Vehicle-to-Load-Funktion ((V2L), mit der externe Geräte wie E-Bikes oder Laptops mit Strom versorgt werden können. Eingeführt wurde der mobile Fahrzeugschlüssel (für bis zu vier Anwender), womit das Auto auch mit dem Smartphone entriegelt oder gestartet werden kann.sowie überarbeiteten Assistenzsystemen. 

Antrieb und Laden. Unser Testwagen Mit Heckantrieb soll laut Hersteller etwas sparsamer beim Stromverbrauch sein. Wir kamen mit ca. 15 kWh hin, ein wirklich guter Wert.  Fragezeichen gibt es natürlich, wie bei vielen anderen BEV auch, i n Sachen Reichweite , Die soll laut Hersteller soll bis zu 627 km betragen. Grund hierfür ist der effizientere APP350-Elektromotor auf der Hinterachse, der mehr Spitzendrehmoment liefert. Naja, bei der Reichweite ziehen wir mal mindestens 150 km ab. Wir kamen zwar auf mehr als 450 km bei sommerlich brutaler Hitze (teils Außentemperaturen > 40° C!), aber das sind nun mal keine 600 km. Die Ladeleistung gibt Cupra bei: AC mit 11 kW an, bei DC mit 183 kW.

In Bezug auf DC-Schnellladen gibt Cupra beim 79 kWh-Akku  eine Ladezeit (von 10 auf 80 % ) von 29 Minuten an, aber die Ladekurven sagen etwas anderes, denn der Verlust an Ladeleistung des Akkus bzw. der Stromfluss an Schnellladesäulen sprechen eine andere Sprache. Da kann man nach unserer Erfahrung schon ein Viertel Stündchen drauflegen.   

Preis: 45.990 Euro als Einstiegspreis für unseren gelifteten Cupra Born sind nicht gerade wenig. Aber das geht ja noch etwas ab. Denn die Bundesregierung fördert den Kauf oder das Leasing von rein batterieelektrischen Neufahrzeugen mit einer sozial gestaffelten Prämie von bis zu 6.000 Euro. Das Programm gilt rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026, und Anträge können online gestellt werden.

Antragsberechtigt sind aber nur Privatpersonen, die über ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von maximal 80.000 Euro verfügen. Die Einkommensgrenze verschiebt sich für bis zu zwei Kinder (unter 18 Jahren) um 5.000 Euro je Kind nach oben. Sie liegt bei Familien mit zwei oder mehr Kindern damit bei maximal 90.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für BEV. Für Familien erhöht sich die Förderung pro Kind um 500 Euro, bis zu 2 Kinder werden berücksichtigt. Erforderlich sind zur Online-Antragstellung jeweils die zwei aktuellsten Einkommensteuerbescheide für jede zum Haushaltsjahreseinkommen beitragende Person. Die Bescheide dürfen maximal drei Jahre alt sein. Maßgeblich hierfür ist das geprüfte Steuerjahr und nicht der Ausstellungszeitpunkt des Bescheides. Für Jahre, in denen eine gemeinsame steuerliche Veranlagung durchgeführt wurde, genügt jeweils der gemeinsame Einkommensteuerbescheid für beide Partner.

Wie fährt sich der Born?  Der Wagen bereitet im Alltagsbetrieb viele Fahrfreude. Er ist agil, sehr spurtreu und bietet guten Federungskomfort. Die Lenkung wirkt präzise, das Handling ist ein Kinderspiel. Auch auf langen Strecken ermüdet man dank der rückenfreundlichen Sitze nicht. Bei vernünftiger Fahrweise kommt man auf mehr als 450 km Reichweite. Wo Energie nachzuladen ist, erfährt man rechtzeitig und lässt sich im Display auch anzeigen. Alles in allem eine gute Empfehlung.  Schließlich noch das: Die Garantie für den Cupra Born beträgt fünf Jahre bzw.  max 150.000 km. Quelle: CM

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