Die taiwanesische Fluggesellschaft präsentiert sich stilvoll mit zwei Airbus A350-1000-Sondermodellen, die eine schimmernde „Liquid-Metal“-Lackierung (Flüssigmetall-Optik) des japanischen Künstlers Hajime Sorayama tragen.
Starlux baut ihr Langstreckennetz aus. Als Teil der wachsenden A350-1000-Flotte werden sie an Flughäfen in ganz Europa und Nordamerika für Aufsehen sorgen. Im Airbus-Werk Toulouse zeigten der Flugzeugbauer und die Airline die beiden Jets – „AIRSORAYAMA Silver“ und „AIRSORAYAMA Gold“. Anschließend ging es auf dem 14-stündigen Überführungsflug nach Taipeh.
Was auf Bildern glänzend und poliert wirkt, entfaltet in der Realität einen edlen Schimmer mit zusätzlicher Tiefenwirkung. So erinnert die „AIRSORAYAMA Silver“ weniger an spiegelndes Chrom als vielmehr an ein zurückhaltendes, gedämpftes Metallic-Grau – fast wie bei einem Stealth-Flugzeug der US-Airforce oder der Lackierung eines deutschen Premium-Autos.
Starlux hatte Hajime Sorayama für dieses besondere Projekt zur Zusammenarbeit eingeladen; nach Angaben der Fluggesellschaft verbindet es zeitgenössische Kunst mit Industriedesign. Sorayama ist vor allem für seine verchromten, hochglanzpolierten Figuren bekannt, die er seit Jahrzehnten malt und als Skulpturen erschafft – stets geprägt von einer Ästhetik, die er selbst als „Liquid Metal“ (Flüssigmetall) bezeichnet.




Die AIRSORAYAMA-A350-Maschinen dienen Sorayama als 72 Meter lange Leinwand und stellten eine besondere Herausforderung dar. Bei der Lackierung handelt es sich um eine mehrfache Beschichtung auf Basis hochkonzentrierter Glimmerpigmente. Die wurde von Airbus gemeinsam mit dem deutschen Lackhersteller Mankiewicz und dem Farbspezialisten Pantone entwickelt, um die fließende Optik von Flüssigmetall lebendig wirken zu lassen.
Jeder der beiden supermodernen Widebodies trägt eine individuelle Lackierung: Das eine ist überwiegend silberfarben mit goldenen Akzenten, das andere goldfarben mit silbernen Elementen.
Das Interieur der Starlux AIRSORAYAMA A350. Jede Starlux A350-1000 ist für vier Reiseklassen konfiguriert.
Die First Class. In der ersten Reihe befinden sich vier First-Class-Suiten, die zwar in derselben Kabine wie die Business Class untergebracht sind, sich jedoch durch die spezifische Ausstattung des Sitzbereichs abheben. Jede Suite ist geräumiger als die jeweilige Business-Class-Suite und verfügt über eine größere Schiebetür sowie höhere Trennwände, wodurch ein deutlich höheres Maß an Privatsphäre geboten wird. Zur Ausstattung gehören ein persönlicher Schrank sowie eine Minibar, ein 32-Zoll-4K-Bildschirm mit Bluetooth-Audiofunktion sowie eine kabellose Lademöglichkeit ergänzend zu den üblichen Anschlüssen für Netzstrom und USB. Die vier First-Class-Suiten teilen sich zudem eine eigene Toilette und eine Bordküche im vordersten Bereich des Flugzeugs.
Die Business Class. Alle 40 Business-Class-Sitze verfügen über Schiebetüren, eine 1,20 Meter hohe Trennwand und direkten Zugang zum Gang – die Ausstattung steht der besten heute verfügbaren Business Class anderer Airlines in nichts nach. Der Sitz selbst ist 58 cm breit und lässt sich in ein fast zwei Meter langes, flaches Bett verwandeln; für zusätzlichen Schlafkomfort steht zudem eine Auflage zur Verfügung. Das Interieur wurde vom deutschen Unternehmen BMW Designworks individuell gestaltet, wobei die Liebe zum Detail deutlich erkennbar ist. Die elegante Farbgebung in Grautönen mit goldenen Akzenten hebt sich deutlich von herkömmlichen Business-Class-Sitzen ab. Vor dem Passagier befindet sich ein großer 24-Zoll-4K-Touchscreen mit Bluetooth-Anbindung für eigene Kopfhörer; zudem steht in der gesamten Kabine WLAN zur Verfügung. Der Fußraum ist geräumiger als bei den meisten Sitzen in „Reverse-Herringbone“-Anordnung – ein Detail, das vor allem Seitenschläfer sofort bemerken. Auch der Stauraum ist großzügig bemessen und umfasst ein seitliches Fach, eine flache Schublade für Reisepass und Smartphone sowie einen Kosmetikspiegel. Die Sitzsteuerung erfolgt über ein digitales Bedienfeld mit voreingestellten Positionen, darunter eine „Zero-G“-Relax-Position: Diese basiert auf NASA-Forschungsergebnissen und stützt den Körper optimal, indem die Beine angehoben und die Wirbelsäule in eine neutrale Haltung gebracht wird. Dies sorgt für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung, entlastet den unteren Rücken und fördert die Durchblutung auf Langstreckenflügen. Starlux hat sogar die Darstellung des Flugzeugmodells im In-Flight-Entertainment-System an die „AIRSORAYAMA“-Lackierung angepasst. Das Amenity-Kit in der Starlux-Business-Class stammt von der japanischen Hautpflegemarke Three.
Die Premium Economy erfreut sich bvor allem bei Geschäftsreisenden wachsender Beliebtheit; Starlux bietet hier 36 Sitze mit verstellbarer Rückenlehne in einer 2-4-2-Konfiguration an. Mit einer Breite von 47 cm, einem Sitzabstand von 101 cm und einer Neigung von 20 cm bieten sie mehr Platz als die meisten Premium-Economy-Sitze auf Langstreckenflügen. Hier ist die Position mit maximaler Neigung, demonstriert von unserem 180 cm großen Model … … und wie man sieht, bleibt reichlich Beinfreiheit – ganz gleich, ob man die Fußstütze nutzt oder nicht. Starlux plant, bis Ende dieses Jahres sechs A350-1000 zu betreiben; weitere 12 Maschinen sollen bis 2031 ausgeliefert werden. Diese ergänzen die bewährten A350-900 und die A330neo-Jets für die Kurz- und Mittelstrecke, wobei Letztere ab 2027 die Flüge von Starlux nach Sydney und Auckland bedienen sollen. Quelle: Starlux / CM