American Express Global Business Travel (Amex GBT) ist das jüngste Geschäftsreise-Management-Unternehmen (TMC), das seine Plattformen über eine „Model Context Protocol“-Verbindung mit einem führenden KI-Assistenten verknüpft hat.
Das US-Unternehmen gab bekannt, einen Egencia-KI-Connector für Claude – den KI-Assistenten von Anthropic – eingeführt zu haben. Dieser ermöglicht es Geschäftsreisenden, Flug- und Hotelbuchungen direkt über Claude vorzunehmen und zu verwalten, während sie gleichzeitig im verwalteten Reise-Ökosystem ihres Unternehmens bleiben.
Laut Amex GBT können Business Traveller Claude künftig bitten, ihren Kalender zu prüfen, Reisepläne für anstehende Termine zu erstellen und Buchungen vorzunehmen, die den Reiserichtlinien ihres Unternehmens entsprechen.
Zudem markiert der Egencia-Connector den ersten Einsatz der intern entwickelten „Agent-to-Agent“-KI-Architektur des Unternehmens, die die Integration des vollen TMC-Leistungsspektrums in KI-Plattformen ermöglicht.
Evan Konwiser, Chief Product and Strategy Officer bei Amex GBT: „Mit unserem Egencia-KI-Connector in Claude können Mitarbeiter oder KI-Agenten des Unternehmens Flüge und Hotels für Reisende suchen, buchen und verwalten – unter Einhaltung der Reiserichtlinien, personalisiert und gestützt durch unseren Marktplatz. Dabei profitieren sie davon, dass sie sich vollständig innerhalb ihrer bestehenden Claude-Unternehmensumgebung bewegen. Das ist echte ‚Agent-to-Agent‘-Integration für das Geschäftsreisemanagement. Es handelt sich um eine grundlegende Fähigkeit, und wir stehen erst am Anfang.“
Amex GBT kündigte zudem die Ausweitung der dialogorientierten KI von Egencia auf Google Chat an; dies ermöglicht es Business Travellern Reisen in „natürlicher Sprache“ zu buchen und zu verwalten. Kunden, die als Vorreiter (Early Adopter) fungieren, können diese Funktion ab August 2026 nutzen, bevor sie bis Ende 2026 allgemein verfügbar gemacht wird.
Darüber hinaus startet Amex GBT einen KI-Pilotversuch in Microsoft Teams für Kunden, die die Reise- und Spesenmanagement-Plattform „Neo“ nutzen.
Auch verschiedene TMCs (Travel Management Companies) und andere Unternehmen – darunter Perk, BCD Travel, Navan, Vibe und der auf Spesenmanagement spezialisierte Anbieter Expensify – haben damit begonnen, ihre Systeme mithilfe von MCP-Frameworks mit führenden KI-Assistenten zu verknüpfen.
In einer separaten Mitteilung gab das britische Unternehmen Identity Travel bekannt, dass es seinen Kunden nun die Buchung und Verwaltung von Geschäftsreisen über verschiedene KI-Assistenten – darunter Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot – unter Nutzung des neuen MCP-Servers von Vibe ermöglicht.
„Jedes Buchungstool hat vom Reisenden bisher verlangt, dessen Sprache zu sprechen – nun funktioniert es erstmals genau umgekehrt“, erklärte Steve Banks, CEO von Identity Travel. Und weiter: „Das ist von Bedeutung, denn genau dafür sollte KI im Reisebereich eingesetzt werden: um den Zugang zu einem verwalteten Reiseprogramm zu erleichtern, anstatt es zu ersetzen. Das Erlebnis verändert alles; erstmals kann eine Online-Buchung so einfach sein, wie auszusprechen, was man benötigt.“ Quelle: AMEX GBT / Identity Travel / CM