United Airlines sitzt auf hunderten nicht benötigten Lie-Flat-Business-Class-Sitzen 

Scott Kirby, CEO von United Airlines, hat eingeräumt, dass die Fluggesellschaft Hunderte von Lie-Flat-Business-Class-Sitzen in einem Langzeitlager aufbewahrt, für die das Luftfahrtunternehmen keine Verwendung hat. Die Pläne für die Flottenstruktur haben sich seit der Auslieferung der Sitze so grundlegend geändert, dass die in Chicago ansässige Airline nun nicht weiß, was sie mit dem Inventar anfangen soll.

Kirby, der zum Zeitpunkt der Bestellung im Jahr 2018 als Präsident von United fungierte, hatte den Kauf im Rahmen der Pläne genehmigt. Die Flachbettsitze sollten in den Boeing 737 MAX-10 installier werden – der größten Variante der problembehafteten MAX-Baureihe, deren Zulassung zu diesem Zeitpunkt noch ausstand.

United sitzt auf hunderten Lieflat-Business-Class Sitzen, für die es keine Verwendung gibt. Foto: United

Die Single-Aisle-Jets sollten die alternde Boeing-757-Flotte von United ersetzen, die auf Transkontinentalstrecken – etwa von Los Angeles und San Francisco nach Newark Liberty – zum Einsatz gekommen sind. Aufgrund erheblicher Verzögerungen bei der Zertifizierung der 737 MAX-10 musste United jedoch seine Planungen grundlegend überarbeiten.

Angesichts der nicht absehbaren Lösung der Zertifizierungsprobleme bei der MAX-10 wandte sich United Berichten zufolge an Airbus, um zusätzliche A321neo-Maschinen (Schmalrumpfflugzeuge) zu erwerben – speziell, um die durch das MAX-10-Fiasko entstandene Lücke in der Flottenplanung zu schließen.

In den kommenden Monaten wird United voraussichtlich die ersten dieser zusätzlichen A321neo-Maschinen in Betrieb nehmen, die den Beinamen „Coastliner“ tragen. Im vorderen Bereich befinden sich 20 neue „United Polaris“-Sitze, die sich in ein flaches Bett verwandeln lassen und von jedem Platz aus direkten Zugang zum Gang bieten. Es sind die ersten Schmalrumpfflugzeuge in der United-Flotte, die mit der „United Elevated“-Ausstattung versehen sind.

Bei den neuen Polaris-Business-Class-Sitzen handelt es sich jedoch nicht um dieselben Sitze, die United ursprünglich für seine 737-MAX-10-Maschinen bestellt hatte. Der Grund hierfür ist – wie Kirby gegenüber CNBC enthüllte –, dass die für die MAX-10 vorgesehenen Sitze schlichtweg nicht in einen Airbus A321neo passen. Das bedeutet nicht, dass sie zu groß wären. Tatsächlich verfügt der Airbus A321neo über eine breitere Kabine als die 737-MAX-10; doch Faktoren wie die Sitzschienen und die Seitenwände spielen eine entscheidende Rolle dabei, ob ein Sitz in ein bestimmtes Flugzeugmodell passt.

Kirby steht vor dem Problem, dass United zwar weiterhin die bestellten MAX-10-Maschinen abnehmen will, diese aber nicht mehr für die transkontinentalen Premium-Flüge benötigt, für die sie ursprünglich vorgesehen waren. Das bedeutet, dass die Flugzeuge im vorderen Bereich höchstwahrscheinlich mit herkömmlichen First-Class-Sesseln (Reclinern) statt mit Lie-Flat-Sitzen ausgestattet werden.

Vermutlich muss United die Kosten für diese Sitze abschreiben; es wäre jedoch nicht überraschend, wenn die Fluggesellschaft das Thema auch mit Boeing erörtern würde, um den angeschlagenen Flugzeughersteller dazu zu bewegen, zumindest einen Teil der Kosten zu übernehmen.

Die 737 MAX-10 sollte eine der letzten Varianten der MAX-Familie sein, die eine Zulassung erhält – ein Prozess, der jedoch Jahre länger gedauert hat als ursprünglich geplant. Anfang August erhielt die 737-7 endlich ihre Zulassung, nachdem – wie die Federal Aviation Administration (FAA) es beschrieb – „jahrelange, kontinuierliche Arbeit zur Lösung komplexer technischer Probleme sowie eine gründliche Überprüfung des Flugzeugdesigns und der zugehörigen Sicherheitsanalysen“ stattgefunden hatten. Quelle: United Airlines / CM

DQuadrat Living betreibt künftig das Intercity Hotel in Bonn

Die DQuadrat Living GmbH übernimmt zum 01. Oktober 2026 den Betrieb des Intercity Hotels in Bonn. Das zentral am Bonner Hauptbahnhof gelegene Haus wird künftig als „Mercure Hotel Bonn City Center“ geführt. 

Mit der Übernahme wächst das Portfolio des jungen Unternehmens auf insgesamt zehn Hotels. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen damit seine Präsenz in Nordrhein-Westfalen. 

„Bonn ist für uns ein attraktiver und strategisch wichtiger Standort. Zum 1. Oktober starten wir unter der Marke Mercure Hotel Bonn City Center und führen den Hotelbetrieb nahtlos weiter. In den kommenden Monaten werden wir das Haus schrittweise weiterentwickeln und mit umfassenden Renovierungsmaßnahmen an den Mercure-Standard anpassen“, sagt Jens Philipsenburg, Geschäftsführer der DQuadrat Living GmbH.

Das Bonner Hotel verfügt über 161 Zimmer, ein Restaurant und eine Bar sowie ein eigenes Parkhaus mit E-Ladestationen. Durch seine Lage direkt am Bonner Hauptbahnhof ist das Haus für Geschäftsreisende als auch für Gäste auf Städtereise gut erreichbar. Die Bonner Innenstadt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten sind von hier aus bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Derzeit wird das Haus noch unter der Marke Intercity Hotel von der Revo Hospitality betrieben. 

Das bestehende Hotelteam bleibt auch unter dem neuen Betreiber im Haus tätig. Damit sollen die Erfahrungen und die Ortskenntnis der Mitarbeitenden erhalten und zugleich ein reibungsloser Übergang für die Gäste gewährleistet werden. Die Vorbereitungen für den Betreiberwechsel laufen bereits. Ziel ist es, den Übergang ohne Unterbrechung des Hotelbetriebs zu gestalten. Buchungen und Aufenthalte sollen auch während der Umstellungsphase möglich sein. Quelle: DEAL / CM

Dramatische Eskalation des Handelskonflikts USA/Kanada

US-Präsident Donald Trump forderte am Montag,24. August 2026, die kanadische Führung auf, „auf Linie zu kommen“, oder andernfalls mit Konsequenzen zu rechnen, die „weit schlimmer“ seien als die bestehenden Zölle. Gleichzeitig kündigte Trump an, die Zölle auf kanadische Fahrzeuge auf 50 % zu verdoppeln und ab 01. Januar 2027 neue Zölle auf Autoteile und Stahl zu erheben. Damit verschärft er den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den beiden mordamerikanischen Volkswirtschaften. Eine Umsetzung dieser Zollpläne könnte die in den letzten Jahrzehnten stark integrierte Lieferkette zwischen den USA und Kanada und insbesondere Geschäftsreisen erheblich beeinträchtigen. Business- und Leiser Travel sind seit Trump Drohungen gegen Kanada merklich zurückgegangen.

Die jüngste Zollandrohung folgt auf das Scheitern der Verhandlungen am Freitag, 21. August 2026, das bereits zu einer Abgabe von 50 % auf kanadische Waren im Wert von zig Milliarden Dollar – darunter Möbel, Kunststoffe, Sperrholz und elektrische Ausrüstung – geführt hatte. Der kanadische Premierminister Mark Carney kündigte Vergeltungszölle an und betonte am Montag, sein Land werde die Abhängigkeit des Landes von den USA verringern.

Kanada und die USA sind voll auf Kollisionskurs. Foto The Global and Mail

Die Kanadier wünschten sich von ihrem Premierminister eine harte Haltung gegenüber Donald Trump und wollten nicht, dass er einem für Kanada nachteiligen Handelsabkommen mit den USA zustimmt. Doch diese Verschärfung des Zollstreits wird ihren Preis haben. Trevor Tombe, Wirtschaftsprofessor an der University of Calgary, schätzt, dass 90.000 Arbeitsplätze – etwa 0,4 % der kanadischen Erwerbsbevölkerung – verloren gehen könnten, sollten die neuen Zölle Bestand haben. Auch die Märkte reagieren: Der kanadische Dollar gab am Montag gegenüber dem US-Dollar nach.

Kanada hat am Dienstag, 25. August 2026, Vergeltungszölle gegen die USA ankündigen, nachdem sich die Beziehungen am Montag drastisch verschlechtert hatten. Auf mehr als 700 Produkte aus den USA werden Zölle bis zu 50 % verhängt. Zudem wirft die kanadische Regierung dem Nachbarn in Washington D.C. vor, Kanada unterordnen zu wollen. Die US-Handelsforderungen zielen nach Ansicht der kanadischen Seite darauf ab, „unsere wichtigsten Industriezweige“ – darunter die Automobil-, Stahl- und Aluminiumbranche – zu zerstören.Es wird erwartet, dass Kanada’s Finanzminister François-Philippe Champagne und drei weitere Kabinettsmitglieder am Dienstagmorgen Einzelheiten zu Unterstützungsmaßnahmen für Arbeitnehmer bekannt geben, die von den Zöllen betroffen sind. Bereits am Montag hatte es geheißen, Kanada könnte davon absehen, US-Zölle eins zu eins zu spiegeln, und stattdessen gezieltere Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, um kanadische Arbeitnehmer und Unternehmen zu schützen. „Eine Haltung am Verhandlungstisch, wonach Kanada eine Tochtergesellschaft der Vereinigten Staaten sei“, sei „nichts, was wir akzeptieren werden“, sagte Kanada’s Premier Carney. Auf Französisch äußerte sich Carney noch deutlicher. Die scharfen Worte von beiden Seiten verdeutlichen, wie sehr sich die Beziehungen zwischen den USA und Kanada verschlechtert haben, seit Carney am späten Freitag die Handelsverhandlungen mit der Trump-Regierung abgebrochen hat. Dies löste am darauffolgenden Tag die vom Donald Trump angedrohten Zölle in Höhe von 50 % auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Mrd. Dollar aus.

Kanada und die Vereinigten Staaten unterhalten eine der weltweit bedeutendsten Handelsbeziehungen mit tief ineinandergreifenden Lieferketten in den Bereichen Automobilbau, Energie, Landwirtschaft und verarbeitendes Gewerbe; ein langwieriger Handelskonflikt könnte daher für Unternehmen und Arbeitnehmer auf beiden Seiten der Grenze kostspielig werden. Carney äußerte Zweifel an der Zuverlässigkeit der USA und erklärte, Kanada finde verlässliche Partner „überall auf der Welt, außer in den Vereinigten Staaten und Russland.“

„Kanada beutet die Vereinigten Staaten von Amerika seit Jahren aus“, schrieb Trump in den sozialen Medien und kritisierte die seiner Meinung nach „lächerlich hohen Zölle“ Kanada`s zu Lasten amerikanischer Landwirte. Carney erklärte, die Vorschläge Washingtons für den Automobilsektor würden langfristig zum Abbau der kanadischen Produktion und zur Zerstörung der erfolgreichsten Partnerschaft der Automobilgeschichte führen.

Kanada droht Trump mit Abschalten des Grenzüberschreitenden Stroms. Unterdessen holte auch Doug Ford, der Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario, zu einer heftigen Tirade aus. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press sagte er, Trump habe unterschätzt, dass die Kanadier eher bereit seien, wirtschaftliche Einbußen in Kauf zu nehmen, als dem Druck der USA nachzugeben. „Wir gehen aufs Ganze“, sagte Ford. „Hier oben ist die Stimmung extrem aufgeheizt; alle sind bereit für einen Wirtschaftskrieg. Die Menschen wissen, dass sie Opfer bringen müssen.“

Trump reagierte mit einem Beitrag in den sozialen Medien, in dem er Ford persönlich angriff: Er bezeichnete ihn als „den weniger charismatischen, weniger intelligenten und insgesamt wenig beeindruckenden Bruder des verstorbenen, großartigen Rob Ford“ und nannte den kanadischen Premierminister erneut „Gouverneur Carney“.

Doug Ford tat die Beleidigungen ab: „Du (Donald) glaubst, eine Beleidigung von dir könnte mir wehtun? Nur zu, Kumpel, ich bin bereit.“ Ford gehört den Progressive Conservatives an – seine Partei unterscheidet sich von der des Liberalen Carney –, doch beide betonen die weitgehende politische Einigkeit Kanadas im Handelsstreit mit Trump.

Doug Ford droht mit Lieferstopps bei kritischen Rohstoffen und elektrischem Strom. Er erklärte, „alle Optionen lägen auf dem Tisch“, sollte sich der Streit verschärfen; dazu gehöre auch die Einstellung der Stromlieferungen sowie der Export kritischer Rohstoffe aus Ontario. Kritische Rohstoffe sind für die nationale Sicherheit und die verarbeitende Industrie der USA von zunehmender Bedeutung. Das Pentagon bemüht sich um eine sicherere Versorgung mit Mineralien, die in Militärflugzeugen, Raketen, Munition und Elektronik zum Einsatz kommen, da Washington versucht, die Abhängigkeit von China zu verringern; China dominiert bekanntlich den Abbau und die Verarbeitung zahlreicher strategisch wichtiger Rohstoffe, von denen u,.a. auch Deutschland abhängig ist.

Und Ford warnt die USA, Kanada würde auch schärfere Vergeltungsmaßnahmen in Erwägung ziehen, falls Trump weiterhin kanadische Industriezweige – etwa die Öl- und Kaliproduktion – ins Visier nehme; Ontario könne beispielsweise die Strompreise erhöhen oder die Stromlieferungen in den Süden und über die Grenze einstellen. „Wir versorgen 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen in den benachbarten USA mit Strom“, sagte Ford. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch. Ich werde tun, was immer nötig ist.“

Doug Ford hat das Thema Elektrizitätslieferungen bereits früher als Druckmittel eingesetzt. In einer früheren Phase des Streits erhob Ontario einen Aufschlag von 25 % auf Stromexporte nach Michigan, Minnesota und New York. Trump reagierte mit der Drohung, die Zölle auf kanadischen Stahl und Aluminium zu verdoppeln, woraufhin beide Seiten von ihren Positionen abrückten.

Die Automobilindustrie wird zu einem zentralen Schauplatz des Konflikts. Doug Ford warf Trump vor, es gehe ihm nicht bloß um ein besseres Handelsabkommen, sondern darum, die kanadische Industrie auszuhöhlen und die Produktion zu sich in die USA zu verlagern, Trump wolle nichts anderes als Kanada zu einem Vasallenstaat zu machen, indem er jeden einzelnen Industriesektor  ausbluten lassen und in die USA holen will.

Der Automobilsektor ist für Ontario, das Zentrum der kanadischen Fahrzeugproduktion, von besonderer Bedeutung. Die Werke und Zulieferer in Ontario sind eng mit Fabriken in Michigan und anderen US-Bundesstaaten vernetzt; Bauteile überqueren während des Fertigungsprozesses regelmäßig mehrfach die Grenze.

Autobauer wie Ford, General Motors und Stellantis betreiben große Montagewerke in Ontario, und die damit verbundene Lieferkette sichert Zehntausende von Arbeitsplätzen. Trumps neue Drohung mit Zöllen von 50 % auf kanadische Fahrzeuge und Autoteile rückt diesen Sektor direkt in den Mittelpunkt des eskalierenden Streits.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer goss Öl ins Feuer indem er am Montag erklärte, der „einzige Grund, warum es in Kanada überhaupt eine Autoproduktion gibt“, sei das „Auto Pact“-Abkommen aus den 1960er Jahren; dieses hatte es Kanada ermöglicht, den Zugang zum eigenen Markt zu nutzen, um die Fahrzeugproduktion nördlich der Grenze zu fördern.

Ford zufolge hatte Washington in der Endphase der Verhandlungen am vorigen Freitag Formulierungen gefordert, die Kanadas Spielraum für den Abschluss von Handelsabkommen mit anderen Ländern ohne US-Zustimmung eingeschränkt hätten. Carney hatte diese Forderung als inakzeptabel und als Frage der kanadischen Souveränität bezeichnet.

Carney erklärte, der Streit habe auch eine tiefere Kluft in Bezug auf Sprache und Kultur offengelegt: Schutzmaßnahmen für die französische und kanadische Kultur, die Washington als Handelshemmnisse betrachte, gelten in Kanada als Grundrechte. „Für wen hält er sich eigentlich?“, sagte Ford über Trump. „Der ist doch wohl ein Witz.“ und am Montag frotzelte Dog Ford während einer Pressekonferenz: In Anspielung auf Trumps frühere Tätigkeit als Immobilienunternehmer sagte der 62-Jährige: „Ich habe eine Menge ‚Grundbesitz‘ auf meinem Hintern, also viel Platz, damit Trump mir den Arsch küssen kann.“ Quelle: Bloomberg / The Global and Mail / CM

Erste von vier East River-Tunnelröhren in New York wieder komplett neu aufgebaut

Amtrak hat die Röhre 2 des East River Tunnels (ERT) – Die East-River-Tunnel sind vier eingleisige Eisenbahnröhren für den Personenverkehr, die vom östlichen Ende der Pennsylvania Station unter der 32. und 33. Straße in Manhattan verlaufen und den East River nach Long Island City in Queens unterqueren. – offiziell wieder in Betrieb genommen und damit die erste große Phase des ERT-Sanierungsprojekts abgeschlossen. Damit wurden wichtige Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit und Zuverlässigkeit für Hunderttausende von täglichen Fahrgästen von Amtrak, der Long Island Rail Road (LIRR) und NJ TRANSIT erzielt.

Die Röhren 1 und 2 des Tunnels wurden im Oktober 2012 während des Hurrikans Sandy mit Salzwasser geflutet, das durch einen Lüftungsschacht und die Tunnelportale eindrang. Amtrak schlug vor, zur Sanierung jeweils eine Röhre für jeweils 13 Monate zu sperren. Die erste Phase des Projekts zur Instandsetzung der Röhre 2 wurde am 17. August 2026 abgeschlossen; die zweite Phase zur Instandsetzung der Röhre 1 wird Ende 2026 beginnen.

Die Gleise in en vier Tunnelröhren werden von Zügen der Long Island Rail Road (LIRR) und von Amtrak-Hochgeschwindigkeitszügen (Acela) sowie anderen Fernzügen genutzt, die von und zur Penn Station sowie zu Zielen im Norden und Osten verkehren. Zudem nutzen zahlreiche Doppelstockzüge  New Jersey Transit die Strecke u.a. für Leerfahrten zum Sunnyside Yard. Die Tunnel sind Teil des Amtrak-„Northeast Corridor“, einer der meist befahrenen Bahnmagistralen der USA und werden von Zügen befahren, die zwischen New York City und Neuengland (u.a. Boston) über die Hell Gate Bridge verkehren. 

Amtrak-Interimspräsident Byl Herrmann: „Dieser Meilenstein spiegelt die Fortschritte wider, die Amtrak beim Wiederaufbau kritischer Infrastruktur erzielt, während gleichzeitig der Betrieb für die Millionen von Fahrgästen aufrechterhalten wird, die jedes Jahr auf den Northeast Corridor angewiesen sind. Die Wiedereröffnung der Röhre 2 des East River Tunnels stellt eine wichtige Verkehrsverbindung wieder her und versetzt sie in die Lage, Bahnreisende für weitere 100 Jahre zu bedienen. Wir schätzen die starke Unterstützung durch die Federal Railroad Administration und die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern während des gesamten Projekts und freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit fortzusetzen, während wir mit der Sanierung der zweiten und letzten Tunnelröhre beginnen.“

MTA-Vorsitzender und CEO Janno Lieber: „Um diesen Meilenstein zu erreichen, war eine enge Zusammenarbeit zwischen der MTA und Amtrak erforderlich, und wir werden auch weiterhin aktive Partner bei allen gemeinsamen Infrastrukturprojekten sein, um die besten Ergebnisse für die Fahrgäste zu gewährleisten. Die Vertretung der Interessen der MTA-Kunden hat für uns stets oberste Priorität.“

Präsident und CEO der Rail Passengers Association Jim Mathews: „Dieses Projekt steht für kluge Technik und kluges Bauwesen, unterstützt durch kluge Politik und umgesetzt mit dem bestmöglichen Ansatz. Amerika verdient das beste Verkehrssystem der Welt, und dazu gehören auch die besten Züge der Welt. Jetzt, nach Jahrzehnten, schaffen wir es endlich … sicher, schnell und richtig. Im Namen der 127.000 Mitglieder, Spender und Unterstützer der Rail Passengers Association im ganzen Land gratuliere ich Amtrak, der FRA, der MTA, New Jersey Transit und dem gesamten Team.“

Im Laufe des vergangenen Jahres haben die Bauarbeiter die inneren Systeme des 116 Jahre alten Tunnels vollständig saniert, darunter Gleise, Stromversorgung, Kommunikation, Entwässerung und bautechnische Elemente.

• Diese Arbeiten umfassten den Abriss, die Entfernung und den Austausch erheblich beschädigter Infrastruktur sowie den Bau neuer Stützmauern, die die Sicherheit, den Zugang für Wartungsarbeiten und die Betriebsleistung verbessern sollen.

• Insgesamt wurden mehr als 24.000 Fuß Schienen, 8.000 Tonnen Schotter, 8.000 Holzschwellen und 20.000 Kubikyard Beton für die Stützmauern entfernt und ersetzt.

Der East-River-Tunnel wurde 1910 eröffnet und ist einer der verkehrsreichsten Personenzugtunnel der westlichen Hemisphäre, durch den täglich 450 Züge von Amtrak, LIRR und NJ TRANSIT verkehren. Zwei der vier Tunnelröhren erforderten umfangreiche Reparaturen und einen umfassenden Wiederaufbau, nachdem sie durch Hochwasser beschädigt worden waren, das während des Supersturms Sandy in den Tunnel eingedrungen war.

• Die zweite und letzte Phase des Projekts beginnt in diesem Herbst und umfasst denselben Arbeitsumfang wie bei der Tunnelröhre der Röhre 1. Im Vorfeld der Arbeiten an der Röhre 1 wird Amtrak zusätzliche Maßnahmen zur Verstärkung der Infrastruktur durchführen, um das Risiko von Ausfällen zu verringern – so wie es bereits bei der Röhre 2 geschehen ist.

• Das 1,6-Mrd.-Dollar-Projekt liegt weiterhin im Budget und ist auf Kurs, bis Ende 2027 abgeschlossen zu werden. 

• Es wird in erster Linie durch einen von der Federal Railroad Administration verwalteten Bundeszuschuss finanziert, ergänzt durch Beiträge von Amtrak, der MTA und NJ TRANSIT.

Während der gesamten Bauphase blieben drei der vier East-River-Tunnel in Betrieb, um den kontinuierlichen Betrieb der drei Bahnunternehmen Amtrak, LIRR und NJ TRANSIT zu gewährleisten. 

Feier zum Meilenstein. Amtrak und seine Partner feierten mit einer Veranstaltung in der New Yorker Penn Station und einer feierlichen Zugfahrt durch den runderneuerten Tunnel, an der unter anderem der Leiter der US-Eisenbahnbehörde (Federal Railroad Administrator) David Fink, der Vorsitzende und CEO der MTA Janno Lieber, der Präsident der LIRR Rob Free, der amtierende Senior Vice President und General Manager für den Bahnbetrieb bei NJT Dan Rogust sowie weitere Ehrengäste teilnahmen.

US-Senator Chuck Schumer: „Die East-River-Tunnel sind die Lebensader für Hunderttausende Pendler auf Long Island und für die regionale Wirtschaft. Nachdem der Supersturm Sandy diese Tunnel mit 14 Millionen Gallonen (52.995.765 Liter) korrosivem Salzwasser überflutet hatte, war ich stolz darauf, für die 1,3 Mrd. US-Dollar zur Sanierung zu kämpfen und sie zu sichern. Heute können die Bewohner von Long Island endlich das Licht am Ende des East-River-Tunnels sehen, was den Weg für sicherere und schnellere Pendelfahrten ebnet. Ein großes Lob an Amtrak, die MTA, Gouverneurin Hochul und die fleißigen Bauarbeiter, die dies möglich gemacht haben.“

US-Senatorin Kirsten Gillibrand: „Ich begrüße die Fortschritte von Amtrak bei der Wiederherstellung des East-River-Tunnels und bei den Investitionen in zuverlässigere, effizientere Verkehrsverbindungen für die Zig-Tausenden von New Yorkern, die täglich auf den Northeast Corridor angewiesen sind. Ich bin stolz darauf, die Bundesmittel für dieses Projekt gesichert zu haben, und ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass Ressourcen bereitgestellt werden, um die sicheren, zuverlässigen und barrierefreien öffentlichen Verkehrssysteme aufrechtzuerhalten, auf die sich die New Yorker verlassen.“

Paul P. Skoutelas, Präsident und CEO der APTA: „Die Wiedereröffnung der ersten Röhre des East-River-Tunnels ist ein wichtiger Meilenstein bei der Sanierung einer der wichtigsten Eisenbahninfrastrukturen des Landes. Mehr als ein Jahrzehnt, nachdem der Supersturm Sandy diesen jahrhundertealten Tunnel fast vernichtet hatte, zeigt diese Errungenschaft, was möglich ist, wenn Bundesinvestitionen, starke Partnerschaften und qualifizierte Arbeitskräfte zusammenkommen, um kritische Infrastruktur wieder aufzubauen. Hunderttausende Fahrgäste von Amtrak, der MTA Long Island Rail Road und NJ TRANSIT sind täglich auf diesen Tunnel angewiesen, und dieser Fortschritt bringt uns einem sichereren und zuverlässigeren Nordostkorridor für kommende Generationen einen Schritt näher.“ Quelle: Amtrak / CM

Riesiger Waldbrand bedroht US-Metropole Reno (Nevada)

Ein schnell wachsender Waldbrand bedroht die Reno, die drittgrößte Stadt im im US-Bundesstaat Nevada. Fast 90.000 Menschen wurden aufgerufen ihre Häuser zu verlassen. Zudem kommt es zu Straßensperrungen und Stromausfällen.

Das Feuer war am Samstag in einem schwer zugänglichen Gebiet des Humboldt-Toiyabe National Forest ausgebrochen und breitete sich innerhalb kurzer Zeit auf mehr als 60 km2 aus. Starke Windböen, Hitze und trockene Vegetation erschweren die Löscharbeiten. Der als „Hawk Fire“ bezeichnete Waldbrand hat Wohngebiete im Nordwesten von Reno erreicht. Reno liegt in 1371 m Höhe über dem Meeresspiegel im Tal des Truckee River am westlichen Rand des Großen Beckens am Fuß des Aufstiegs in die Sierra Nevada und nahe der Grenze zu Kalifornien. Nach Angaben der Behörden sind fast 90.000 Menschen von Evakuierungsaufrufen betroffen. Sechs Personen wurden bisher verletzt.

Die US-Mwtropole Reno (Nevada) wird von einem riesigen Feuer bedroht. Foto: CNN

Etwa 42.000 Menschen erhielten am Samstag die Anweisung, ihre Häuser umgehend zu verlassen; weitere 45.000 wurden dazu aufgerufen, sich für eine mögliche Evakuierung bereitzuhalten. Die Evakuierungszone reicht bis in die Nähe des Campus der University of Nevada. 

Nevadas Gouverneur Joe Lombardo hat für das Washoe County den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde angewiesen, die Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit zu unterstützen. „Es handelt sich um eine dynamische Lage, die sich rasch entwickelt. Ich fordere alle Bewohner der betroffenen Gebiete auf, wachsam zu bleiben und den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten“, erklärte er.

Das Feuer wurde durch menschliches Einwirken verursacht und den örtlichen Behörden zufolge erstmals am Samstag um 11:15 Uhr Ortszeit (18:15 Uhr GMT) gemeldet. Die Notfallinformationsstelle von Washoe teilte mit, dass bereits eine Fläche von rund 15.000 Acres (etwa 60 km2) verbrannt sei.

Richard Edwards, Leiter des für das Gebiet zuständigen „Truckee Meadows Fire Protection District“, erklärte am Montag, das Feuer breite sich weiter aus; bislang sei noch kein Teil des Brandherdes unter Kontrolle gebracht worden, berichtete CNN. Quelle: CNN

Shell und ADAC beenden Zusammenarbeit zum Nachteil der Autofahrer

ADAC-Mitglieder erhalten an teilnehmenden Shell-Tankstellen bislang einen Preisnachlass von einem Cent je Liter Kraftstoff. Doch dieser Vorteil hat ein Ablaufdatum: Shell Deutschland und der ADAC beenden ihre Kooperation zum 31. Dezember 2026.

Ab 01. Januar 2027 entfällt der Rabatt. Hintergrund ist eine Neuausrichtung der Kundenbindungsprogramme bei Shell. Der Mineralölkonzern will sich künftig stärker auf sein eigenes Bonusprogramm ClubSmart konzentrieren und die dazugehörige digitale Plattform weiterentwickeln. ClubSmart-Kunden erhalten nach Angaben von Shell derzeit dauerhaft zwei Cent Preisnachlass pro Liter Shell FuelSave-Kraftstoff.

Shell und der ADAC gehen getrennte Wege. Foto Priv.

„Wir bedanken uns beim ADAC für die langjährige Partnerschaft und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagt Seda Bi, Leiterin Konsumenten-Marketing Shell Mobility in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch der ADAC spricht von einer einvernehmlichen Trennung. 

Der finanzielle Vorteil, den Shell bisher gewährte, fällt pro Tankstopp überschaubar aus, selbst für Vielfahrer. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern Suor E10 (2,14 Euro am Abend des 24. August in Kitzingen) zahlt man 107 Euro, beim Preis von 2,14 Euro/Liter müsste man 106,50 Euro auf den Tresen blättern, man spart also den winzigen Betrag von 50 Eurocentent. Tankt man zehn Mal im Jahr zu diesem Preis, spart man 5 Euro. Ist man Mitglied beim Bonusprogramm ClubSmart, spart man 19 Euro im Jahr, bezahlt aber weit über 1.000 Euro für den Sprit. Quelle: Shell / CM 

Flottenmarkt: VW kann froh sein, Cupra und Škoda zu haben

Die gewerblichen Pkw-Zulassungen sind zuletzt leicht gestiegen – eine Trendwende ist allerdings nicht in Sicht. Bei Volkswagen verschieben sich die Anteile konzernintern. Cchinesische Hersteller profitieren vom Spardruck in den Fuhrparks.

Der deutsche Flottenmarkt kommt nicht so recht aus seinem Tief. Bis Ende Juli 2026 gaben die Neuzulassungen im relevanten Flottenmarkt um 1,2 % nach. Im Juli lag das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar bei 2,9 %. 

Größtes Hemmnis für die gewerblichen Zulassungen ist der Kostendruck infolge der schlechten wirtschaftlichen Gesamtlage Deutschlands. Viele Fahrzeuge würden gar nicht erst angeschafft und die bisherigen  weitergefahren.. Ist eine Neuanschaffung unvermeidlich, greifen viele Mobilitätsmanager Automobile eine Klasse tiefer oder gleich einen jungen Gebrauchtwagen. Laut einer Erhebung von Dataforce ist das Durchschnittsalter von Flottenfahrzeugen auf mehr als 4,9 Jahre gestiegen. Und bereits 18 % der Flotten haben Gebrauchtwagen im Einsatz – bis vor wenigen Jahren so gut wie undenkbar.

Noch  profitieren chinesische Automarken wenig von dieser Entwicklung. Für die neuen Wettbewerber aus dem Reich der Mitte gestaltet sich der Weg in den Flottenmarkt deutlich schwieriger als der in den Privatmarkt. Zwar schafften es MG und BYD mit kräftigen Zuwachsraten in die Top 20 – bis dato nur auf die Plätze 18 und 20. Aber es kann durchaus sein, dass sich dies ändern wird. Nur etwa 7 %  der Fuhrparks haben derzeit eine chinesische Marke im Bestand.  Laut einer Umfrage von Dataforce sind 72 % der Flottenmanager der Meinung, dass ein Preisvorteil bei der Anschaffung keinen guten Ausgleich zu einem dichten Servicenetz darstellt. Auch das Image sei für viele noch ein Hinderungsgrund. Bis chinesische Marken in Flotten eine Rolle spielen würden, werde es noch ein paar Jahre dauern. Hier sei noch viel Markenbildung nötig. 

Gewinner der aktuellen Situation sind u.a. Peugeot (+ 23 % im Juli), Renault (+ 12 %) sowie die Volkswagen-Konzernmarken Cupra (+ 18 %) und Škoda (+ 6,6 %). Gerade letztere gleichen dabei die Verluste der Kernmarke VW aus. 

Die Wolfsburger leiden vor allem darunter, dass klassische Dieselmodelle wie Passat, T-Roc und Tiguan deutlich an Volumen verlieren. Noch können die BEV von VW dies nicht ausgleichen. Viele Firmenkunden sind von VWs E-Modellen jenseits des ID.7 wenig überzeugt. Viele werden dafür bei Škoda fündig. „Bei Volkswagen findet statt einer Abwanderung eine konzerninterne Verschiebung der Marktanteile statt. VW kann wirklich froh sein, Škoda zu haben, so ein Experte. Beliebtestes Flottenfahrzeug im Juli mit 2.990 Neuzulassungen war der Škoda Oktavia, der sich mit einem Plus von 4,6 %  gegenüber Juli 2025 dem allgemeinen Niedergang von Benzinern und Dieseln entgegenstemmen konnte. Die beiden Antriebsarten verloren um 15 bzw. 22 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während reine E-Autos um knapp ein Drittel zulegten. 

Passend dazu eroberte VWs ID.7 (2.290 Einheiten) erstmals den zweiten Platz im Modellranking – vor Klassikern wie Golf oder Tiguan. Bemerkenswerte Zuwächse gelangen daneben Mercedes GLC (+ 52 % auf 1.760 Fahrzeuge) und CLA (+ 250 % auf 1.670 Fahrzeuge) sowie Audi mit A6 e-tron (+ 94 % auf 1.120 Fahrzeuge) und Q6 e-tron (+ 152 % auf 1.030 Fahrzeuge) Gut lief es zu guter Letzt auch für BMW mit dem neuen iX3, der mit 1.100 Fahrzeugen aus dem Stand am Konkurrenten Audi Q6 e-tron vorbeigezogen ist. Quelle: Dataforce / CM

Chinesische Automarken wachsen europaweit ganz stark

Der europäische Pkw-Markt ist im Juli um 4,1 % gewachsen. Für den Zeitraum von Januar bis Juli 2026 ergibt sich ein Plus von 5,7 % betreffend die Neuzulassungen in der EU sowie in UK, in Island, Norwegen und der Schweiz  Dass die chinesischen Marken im Juli einen Rekordmarktanteil von 11,2 % erreichten, wundert kaum noch jemand.  Ihr Absatz stieg um 107 %. Stärkste chinesische Marke war BYD vor Chery und SAIC, dem Mutterkonzern von MG.

Die mit Stellantis kooperierende Marke Leapmotor steigerte ihr Volumen um 294 % auf 9,306 Fahrzeuge. Xpeng setzte seinen Wachstumskurs mit einem Plus von 270 % auf 5.244 Einheiten fort. Chery, zu dem die Marke Chery sowie die Doppelmarke Omoda und Jaecoo gehören, legte um 202 % zu. BYD einschließlich der Premiummarke Denza steigerte den Absatz um 150 %.  Der MG-Mutterkonzern SAIC erhöhte seine Verkäufe um 22 % und gehörte damit zu den am schnellsten wachsenden Herstellern Europas. Die Geely-Gruppe (u.a. Polestar, Smart und Zeekr) kam auf ein Plus von 21 %.

Unter den etablierten Herstellern übertraf nur Mercedes-Benz mit einem Zuwachs von 4,7 % den Marktschnitt. Toyota (+ 2,3 %), Stellantis (+ 2,0 %) und die BMW Group (+ 1,7 %) steigerten zwar ihre Verkäufe, verloren jedoch Marktanteile. Tesla setzte dagegen seinen schwankenden Absatzverlauf fort. Die Verkäufe des Elektroauto-Herstellers brachen um 36 % ein. 

Bei den traditionellen Volumenmarken gehörten Fiat (+ 25 %), Citroën/DS (+ 16 %) und Renault (+ 11 %) zu den Gewinnern. 

Zu den Verlierern des Monats gehörten u.a. Ford (minus 16 %), Hyundai-Kia (minus 8,5 %), Nissan (minus 5,8 %) und der Volkswagen-Konzern (minus 3 %).

Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge legte um 51 % zu. Damit erreichten Elektroautos einen Marktanteil von 25 %. Nach Expertenmeinung trugen u.a. die gestiegenen Kraftstoffpreise dazu bei, dass die BEV-Verkäufe seit Jahresbeginn um 37 % gewachsen sind. Das starke Wachstum bei BEV ging auch zulasten anderer alternativer Antriebsarten. Plug-in-Hybride und Vollhybride verlieren gegenüber den BEV, reine Benziner und Diesel sind kaum noch gefragt.  

Das meistverkaufte Modell Europas war im Juli der Dacia Sandero vor VW Golf und VW T-Roc. Überraschend schaffte es auch der Mercedes-Benz GLC in die Top Ten: Mit einem Absatzplus von 45 % belegte das SUV Rang sieben. Stark zugelegt hat auch der BMW iX3, der im Juli auf 6.806 Zulassungen kam. Quelle: Dataforce / CM

Siemens Mobility macht ÖPNV im Raum Kopenhagen effizienter

Siemens Mobility hat in einem Konsortium mit dem skandinavischen Generalunternehmer Aarsleff Rail die Greater Copenhagen Light Rail Linie vollständig abgeschlossen. Fahrgäste können ab sofort die 28 km lange Strecke nutzen, die Ishøj im Süden mit Lundtofte nördlich von Lyngby über 29 hochmoderne Stationen entlang des Ring 3 verbindet. 

Die Greater Copenhagen Light Rail ist eine neue, überregionale Verbindung des öffentlichen Nahverkehrs, die die Mobilität im Großraum Kopenhagen verbessert und Städte, Arbeitsplätze, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen sowie zentrale Verkehrsknotenpunkte miteinander verbindet. 

Die neue Light Rail-Züge machen den Vor-Ort-Verkehr Kopenhagens angenehm und Komfortabel. Foto: Siemens Mobility

Der Liefer- und Leistungsumfang von Siemens Mobility umfasste die Bereitstellung von 29 Avenio-Straßenbahnen, die Elektrifizierung, Signaltechnik, Kommunikationssysteme, Werkstattausstattung für den Betriebshof sowie Projektmanagement, Systemintegration und 15 Jahre Wartungsdienstleistungen. Die Strecke soll nachhaltige Mobilität für etwa 12.000 Fahrgäste täglich ermöglichen, mit einer prognostizierten jährlichen Fahrgastzahl von 14 Millionen bis zum Jahr 2030. 
 
Von den 29 innovativen Avenio-Straßenbahnen über die Elektrifizierung, Signaltechnik und Kommunikationssysteme bis hin zur Systemintegration, Werkstattausrüstung und langfristigen Wartung, verbessert dieses Straßenbahnsystem nicht nur die tägliche Mobilität der Fahrgäste grundlegend, sondern stellt zugleich ein klares Bekenntnis zu nachhaltigem Verkehr dar.
 
Das Greater Copenhagen Light Rail-Projekt wurde durch eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Siemens Mobility, Aarsleff Rail und Greater Copenhagen Light Rail erfolgreich umgesetzt. Mit der ersten Teilstrecke und den ersten 12 Stationen, die im Oktober 2025 eröffnet wurden, verbinden weitere 17 Stationen nun vollständig acht Gemeinden und integrieren sechs Umsteigepunkte zum S-Bahn-Netz.
 
Fahrgäste profitieren von häufigen und zuverlässigen Verbindungen, da die Straßenbahnen in einer Übergangsphase von drei bis sechs Monaten tagsüber zu Spitzenzeiten alle fünf bis acht Minuten und abends sowie an Sonntagen alle zehn Minuten verkehren. Diese hohe Verfügbarkeit erleichtert es den Fahrgästen, unter ihnen auch viele Geschäftsreisende, mehr denn je, auf nachhaltige Mobilitätsangebote umzusteigen und dadurch gleichzeitig das Verkehrsaufkommen in einer der verkehrsreichsten Regionen Dänemarks deutlich zu reduzieren.
 
Die Fahrzeugflotte der Greater Copenhagen Light Rail umfasst 29 Siemens Avenio-Straßenbahnen, die speziell für die zukunftsorientierten Verkehrsbedürfnisse Kopenhagens entwickelt wurden. Die hochmodernen Fahrzeuge sind 36,9 Meter lang und bieten Platz für bis zu 260 Fahrgäste, darunter 64 Sitzplätze. Darüber hinaus verfügen sie über großzügige Stehbereiche sowie speziell vorgesehene Flächen für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle. Mit stufenlosem Einstieg, einem ruhigen Fahrverhalten und modernster Energieeffizienz gewährleisten die Avenio-Straßenbahnen ein barrierefreies und inklusives Erlebnis. Ausgelegt für Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h bilden die Avenio-Straßenbahnen das Rückgrat eines effizienten und umweltfreundlichen Verkehrssystems, das Kopenhagens moderne Mobilitätsanforderungen optimal erfüllt.Quelle: Siemens Mobility / CM

Klaus-Michael Kühne gestorben

Klaus-Michael Kühne, größter Lufthansa-Einzelaktionär ist tot. Der Milliardär, der im Schweizer Schindellegi (Kanton Schwyz)sein Zzuhause hate, starb in der Nacht auf Montag. Kühne wurde 89 Jahre alt. Er galt mit einem geschätzten Vermögen von 36 Mrd. Euro als zweitreichster Deutscher. 

„Mit dem Tod von Klaus-Michael haben wir einen Visionär, einen großartigen Unternehmer und eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren. Unsere Gedanken sind bei seiner Witwe Christine Kühne“, würdigte der Vorsitzender des Verwaltungsrats von Kühne+Nagel den Verstorbenen. Auch Firmenchef Stefan Paul sprach der Familie von Kühne im Namen des Unternehmens sein „tiefstes Mitgefühl“ aus. Kühne habe „wie kein anderer für Logistik und den globalen Handel“ gestanden.

Klaus-Michaele Kühne, Multimilliardär und Großaktionär der Lufthansa, ist tot. Foto: Bloomberg

Am 02. Juni 1937 in Hamburg geboren war Kühne 1958 in das von seinem Großvater mitbegründete Familienunternehmen Kühne+Nagel eingetreten und wurde 1966 Vorstandsvorsitzender der Kühne+Nagel Speditions-Aktiengesellschaft. Ab 1975 war er Vorstandsvorsitzender der Kühne+Nagel International AG und von 1992 bis 2011 Vorsitzender des Verwaltungsrats. Kühne hatte das Familienunternehmen ab den 1960er-Jahren zu einem weltweit führenden Logistikdienstleister im Luft- und Seefrachtverkehr ausgebaut. In den 1970er-Jahren verlegte er den Firmensitz von Hamburg in die Schweiz. Heute verfügt der Konzern eigenen Angaben nach über weltweit mehr als 1.300 Standorte mit etwa 88.000 Beschäftigten. 

Über seine in den 1990er Jahren gegründete Holding war Kühne zudem an zahlreichen Unternehmen beteiligt. Ihm gehörten 53 % von Kühne+Nagel, dem weltweit größten Unternehmen für Luft- und Seefracht. Kühnes Großvater hatte dieses einst mitbegründet. An der Reederei Hapag-Lloyd hielt er 30 % der Anteile. Zudem war Kühne seit 2022 größter Einzelaktionär der Lufthansa. Seit Mai 2026 hält die Kühne-Holding mehr als 20 % der Lufthansa-Aktien. Und die Holding hat eine wesentliche Minderheitsbeteiligung am Münchner Fernbus- und Reiseunternehmen Flix.

Zuletzt hielt Kühne rund 15 % der Anteile an der HSV Fußball AG, hatte aber 2018 angekündigt den verein nicht mehr finanziell unterstützen zu wollen. Insgesamt soll Kühne über die Jahre rund 100 Mio. Euro in den HSV gesteckt haben. Über die Kühne-Holding hatte er aber 2022 zum zweiten Mal die Namensrechte am Volksparkstadion erworben und auf eine Umbenennung des Stadions verzichtet.

Kühne, selbst kinderlos, brachte Großteile seines Vermögens vor Jahren in eine Stiftung ein, deren Inhaberin die Kühne-Holding ist. Diese Stiftung wird nun zur beherrschenden Institution im Firmengeflecht. Als Nachfolger Kühnes ist seit über einem Jahr dessen Vizepräsident Thomas Staehelin, ein Anwalt aus Basel, vorgesehen. Im Stiftungsrat sind zudem Kühnes Ehefrau Christine, Karl Gernandt und Jörg Wolle vertreten. Quelle: Tagesschau.de / Kühne Holding / CM