E-Mobilität auf zwei Rädern

Wenn in Deutschland nach Beispielen für eine gelungene Mobilitätswende gesucht wird, wandert der Blick meist ins Ausland: Länder wie Norwegen und mit Einschränkungen auch China gelten dabei als Paradebeispiele für gelungene Förderung von E-Mobilität. Bei genauerem Hinsehen findet man jedoch auch hierzulande eine elektrifizierte Erfolgsgeschichte. 

Ein Blick auf den Radweg genügt: Dort rollen laut Schätzungen des Branchenverbands ZIV mittlerweile mehr als 17 Mio. E-Bikes über den Asphalt, das entspricht fast 20 %  der rund 90 Mio. Fahrräder auf deutschen Straßen. Zum Vergleich: Die Anzahl der zugelassenen Elektroautos hat im Mai die 2-Mio.-Marke geknackt, was einem Anteil von rund 4 % am Pkw-Bestand ausmacht.

Auch beim Absatz sind E-Bikes E-Autos (noch) deutlich voraus. Dieser hat sich in den vergangenen Jahren bei rund 2 Mio. pro Jahr eingependelt und dabei 2023 erstmals konventionelle Fahrräder überholt. Zum Vergleich wurden 2025 rund 545.000 reine Elektroautos zugelassen, was einem Marktanteil von rund 20 % entspricht. Allerdings wuchs der Absatz von E-Autos zuletzt deutlich stärker als der stagnierende E-Bike-Absatz, so dass davon auszugehen ist, dass auch im Pkw-Markt der Marktanteil von BEV weiter steigen wird.

Die deutsche Fahrradindustrie hat sich mittlerweile voll auf die große Beliebtheit von E-Bikes eingestellt. So wurden im vergangenen Jahr 1,28 Mio. E-Bikes und nur noch 658.000 konventionelle Fahrräder produziert. Dank der höheren Preise von E-Bikes konnte die Branche in den vergangenen Jahren deutlich höhere Umsätze vermelden als in Vor-Corona-Zeiten. Obwohl Ab- und Umsatz seit 2022 leicht rückläufig sind, lag der Gesamtwert von in Deutschland verkauften Fahrrädern und E-Bikes im vergangenen Jahr noch fast 50 % über dem Level von 2019. Ein Blick auf die durchschnittlichen Verkaufspreise erklärt den Umsatzsprung: Während normale Fahrräder im Schnitt für 500 Euro verkauft werden, liegt der Durchschnittspreis verkaufter E-Bikes bei mehr als 2.500 Euro. Quelle: Statista / CM

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Nein zum Clean Corporate Vehicles-Berichtsentwurf

 Nein zum Clean Corporate Vehicles-Berichtsentwurf Der VDA lehnt die Einführung eines zusätzlichen regulatorischen Rahmens für Unternehmensflotten, wie er aktuell in Brüssel überlegt wird, ab. Der am 03. Juni 2026 vorgestellte Berichtsentwurf im EU-Umweltausschuss sieht eine weitere Anhebung des vorab diskutierten Ambitionsniveaus vor. 

„Bereits bestehende Initiativen wie die CO₂-Flottenziele, die Clean Vehicle Directive, ESG- und CSRD-Vorgaben sowie individuelle Dekarbonisierungsverpflichtungen sorgen für eine ausreichende Steuerung und unterstützen die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten.“, so VDA-Präsidentin Hildegard Müller.  Zusätzliche Maßnahmen könnten laut Müller ausdrücklich kontraproduktiv wirken, indem sie die wirtschaftlich ohnehin herausfordernde Transformation weiter erschweren und die administrative Belastung für Unternehmen und Flottenbetreiber erhöhen. Der Abbau, nicht der Aufbau von Bürokratie muss auch hier eine entscheidende Rolle spielen. Die Position der Bundesregierung, den Vorschlag der EU-Kommission abzulehnen, ist daher folgerichtig, so die VDA-Chefin. 

Hildegrd Müller weiter: „Generell gilt: Der Hochlauf der Elektromobilität ist der entscheidende Baustein zur Erreichung der CO₂-Minderungsziele im Verkehrssektor. Wichtig ist jetzt, dass die Rahmenbedingungen für die E-Mobilität rasch und entschlossen verbessert werden, um das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in die E-Mobilität zu stärken. Vor allem braucht es einen engagierten Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland – sowie in ganz Europa. Zudem müssen die Stromnetze dringend ausgebaut und für die Zukunft ertüchtigt werden. Wichtig außerdem: Ladestrom muss günstiger werden.  Die deutsche Automobilindustrie entwickelt die E-Mobilität mit hohen Investitionen und neuen Innovationen und Engagement. Sie baut immer mehr E-Autos und erweitert auch das Modellangebot ständig. Allein in den kommenden vier Jahren werden unsere Unternehmen rund 320 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Hinzu kommen etwa 220 Milliarden Euro in Sachinvestitionen, insbesondere in die Werke. Die Investitionen der deutschen Automobilindustrie steigern sich damit noch einmal deutlich und sind Ausdruck unseres Willens, klimaneutrale Mobilität schnellstmöglich Realität werden zu lassen.“ Quelle: VDA / CM

FlixBus baut am BER aus

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wird für viele Reisende aus Ostdeutschland in diesem Jahr noch besser erreichbar: Denn das Münchner Unternehmen FlixBus baut sein Angebot am BER deutlich aus. Die Offerte dürfte auch den einen oder anderen Business Traveller ansprechen, sofern er/sie nicht mit der Bahn oder dem Pkw anreist.

Der BER zählte 2025 zu den zehn passagierstärksten Haltepunkten im deutschen FlixBus-Netz Neue Direktverbindungen sowie dichtere Taktungen sorgen für mehr Flexibilität bei der An- und Abreise. Davon profitieren nicht nur größere Städte wie Leipzig, Jena und Schwerin, sondern auch kleinere und mittelgroße Städte sowie bislang weniger gut angebundene Regionen. Auch für Reisende aus Polen gibt es ein breites FlixBus-Angebot. 

Neuerungen für Ostdeutschland im Überblick: 

  • Leipzig: FlixBus erweitert das Angebot auf bis zu neun tägliche Fahrten je Richtung, statt bislang vier. Die schnellsten Verbindungen dauern knapp über zwei Stunden.
  • Schwerin, Jena und Chemnitz: Zusätzliche Fahrten rücken beide Städte näher an den BER.
  • Görlitz und Zittau: Beide Städte werden neu mit dem BER verbunden.
  • Erzgebirge: Oberwiesenthal und Annaberg-Buchholz erhalten erstmals eine tägliche Direktverbindung zum BER.
  • Ostseeküste: Im Juli und August verbindet eine neue Saisonlinie den BER direkt mit den Urlaubszielen Warnemünde, Bad Doberan und Kühlungsborn.

Verbindung Polen – BER: 

  • Poznań: Reisende aus der westpolnischen Metropole erreichen den BER mit bis zu 15 täglichen Fahrten je Richtung. Die Fahrzeit beträgt im Schnitt 3:20 Stunden.
  • Wrocław (früheres Breslau): Bis zu 13 tägliche Fahrten je Richtung verbinden Polens drittgrößte Stadt in durchschnittlich etwa vier Stunden mit dem BER.  
  • Szczecin (früheres Stettin): Die Großstadt an der deutsch-polnischen Grenze ist im Schnitt rund 2,5 Stunden vom BER entfernt und wird mit bis zu 12 täglichen Fahrten je Richtung angefahren 

„Der BER ist der drittgrößte Flughafen Deutschlands und der zentrale Flughafen für Ostdeutschland, und er soll für die Reisenden möglichst gut erreichbar sein. Dass FlixBus sein Angebot so deutlich ausbaut, kommt vielen Menschen in Ostdeutschland zugute, nicht nur in den großen Städten“, betont Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. „Am BER gelangen FlixBus-Passagiere in wenigen Minuten fußläufig zu unseren beiden Terminals. „Flughäfen werden für das Wachstum von FlixBus strategisch immer wichtiger. Die hohe Nachfrage am Flughafen BER zeigt, wie relevant direkte Fernbusverbindungen für Reisende aus dem weiteren Einzugsgebiet sind“, sagt Daniel Packenius, Geschäftsführer FlixBus Zentraleuropa. „Gemeinsam mit dem Flughafen BER arbeiten wir daran, das Angebot weiterhin gezielt auszubauen – insbesondere in Regionen, die bislang kaum an den Fernverkehr angebunden sind.“ Quelle: Berlin Brandenburg GmbH / CM

FlixBus bedient den BER künftig sehr viel häufiger. Foto: BER

Hilton: Zweite Marke für Universitätsstädte 

Der US-Hotelkonzern Hilton baut sein Angebot im Bereich der Studentenhotellerie mit der Einführung von „Undergraduate by Hilton“ aus: Das ist eine neue Marke im gehobenen Mittelklassesegment, die sich an Städte mit Hochschulen und Universitäten richtet. 

Undergraduate positioniert sich als preisgünstigere Alternative zu Graduate, der gehobenen Marke, die Hilton 2024 übernommen hat. Die Marke ist darauf ausgelegt, ein breiteres Spektrum an Campus-nahen Destinationen als Graduate zu erschließen und nutzt ein Entwicklungsmodell, das sowohl Neubauten als auch Umbauten ermöglicht. 

Zu den wichtigsten Merkmalen der Undergraduate-Hotels gehören Gemeinschaftsbereiche, ein ganztägig geöffnetes Gastronomieangebot und flexible Zimmeraufteilungen mit separaten Arbeitsbereichen und flexiblem Stauraum. Hilton schätzt das langfristige Potenzial der Marke auf 400 bis 500 Hotels. Die Eröffnung des ersten Undergraduate-Hotels ist für 2027 geplant. Quelle: Hilton / CM

Verbesserte US-Hotelprognose für 2026 

CoStar, die Muttergesellschaft des Hotelanalyseunternehmens STR, und Tourism Economics haben ihre gemeinsamen US-Hotelprognosen für 2026 und 2027 nach oben korrigiert. Grund dafür ist die zu Jahresbeginn stärker als erwartet ausgefallene Nachfrage von Gruppen und Individualreisenden, 

Die Analysten prognostizieren nun ein jährliches Wachstum des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) in den USA von 2,8 % im Jahr 2026 und 1,6 % im Jahr 2027. Dies entspricht einer Steigerung von 1 bzw. 0,2 Prozentpunkten gegenüber den vorherigen Prognosen. Dieses Wachstum wird maßgeblich durch den durchschnittlichen Tagespreis getragen, der voraussichtlich um 2 % im Jahr 2026 und um 1,4 % im Jahr 2027 steigen wird. Die Auslastung soll 2026 um 0,5 Prozentpunkte zunehmen; zuvor war ein Rückgang prognostiziert worden.

„Seit unserer letzten Überarbeitung hat die Branche ein anhaltendes Leistungswachstum verzeichnet, wobei die Zimmernachfrage in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 8 Millionen Übernachtungen gestiegen ist“, sagte Jan Freitag, National Director of Hospitality Analytics der CoStar Group. Auf dem Internationalen Hotelinvestitionsforum der New York University am Montag, 01. Juni 2026, erklärte Freitag, die US-Hotelbranche verzeichne derzeit ein „breit gestreutes Nachfragewachstum, insbesondere im mittleren Preissegment – ​​also gehobene, gehobene Mittelklasse und Mittelklasse“. Dies markiere eine Abkehr von den letzten Jahren, in denen sich das Nachfragewachstum in den USA hauptsächlich auf das Luxus- und gehobene Segment konzentriert habe.

„Wir gehen davon aus, dass sich die Entwicklung in diesem Jahr deutlich vom Vorjahr abhebt und die Zimmernachfrage weiter steigen wird, was uns eine gewisse Preissetzungsmacht verschafft“, so Freitag weiter. Trotzdem merkte er an, dass die „soliden“ Zuwächse bei der durchschnittlichen Zimmerrate (ADR) und dem Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) nicht mit der Inflationsrate Schritt halten könnten.

Adam Sacks, Präsident von Tourism Economics, erklärte auf der NYU-Konferenz, die US-Hotelbranche stehe vor einem Wechselspiel aus positiven und negativen Einflüssen. Als negative Einflüsse nannte er die hohen Benzinpreise, die historisch niedrige Konsumstimmung und den „Einbruch des internationalen Reiseverkehrs“, insbesondere von kanadischen Besuchern.

Sacks argumentierte, dass die Widerstandsfähigkeit der Konsumausgaben durch einen robusten US-Arbeitsmarkt gestützt werde, auf dem im April über 100.000 neue Stellen geschaffen wurden, nach 185.000 im März, sowie durch „sehr solide“ Haushaltsbilanzen. Er merkte außerdem an, dass der reale Konsum trotz des stark gesunkenen Konsumklimas weiter gewachsen sei, was auf eine Entkopplung zwischen der Stimmung der Verbraucher und ihrem Ausgabeverhalten hindeute.

„Trotz der aktuellen Turbulenzen gehen wir davon aus, dass sich die positiven Faktoren durchsetzen werden“, sagte Sacks. Quelle:  CoStar / CM

Navan integriert SAS NDC-Inhalte

Navan erweitert sein Content-Angebot auf dem schwedischen Markt durch neue Integrationen mit Scandinavian Airlines und mehreren schwedischen Bahnbetreibern, wie das Reisemanagementunternehmen bekannt gab. 

Das Unternehmen hat die SAS New Distribution Capability (NDC)-Inhalte über eine direkte Verbindung mit der nordischen Fluggesellschaft in seine Plattform integriert. Die Integration bietet laut Navan „ein erweitertes Portfolio an SAS-Tarifen und -Services“ und umgeht gleichzeitig den EDIFACT-Zuschlag der Fluggesellschaft. Die NDC-Inhalte von SAS stehen Navan-Kunden in den nordischen Ländern, in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Irland und im asiatisch-pazifischen Raum zur Verfügung. Die Einführung in den USA ist geplant. 

In einer weiteren Ankündigung gab Navan außerdem bekannt, dass über 20 schwedische Bahnbetreiber – darunter SJ und VR Sverige – durch eine API-Integration mit SilverRail in seine Plattform integriert wurden. Dadurch erhalten Navan-Nutzer Zugriff auf Inhalte des schwedischen Inlandsbahnnetzes, auf grenzüberschreitende Verbindungen in der gesamten nordischen Region sowie auf Tools zur Verwaltung von Sitzplatzpräferenzen und zur Änderung von Buchungen im Self-Service.

„Wir beobachten in Schweden eine starke Dynamik“, sagte Michael Riegel, Chief Customer Officer von Navan. „Die schwedische Wirtschaft ist einzigartig: Hier treffen Industrieunternehmen aus den Bereichen Fertigung, Schifffahrt und Automobil auf eine erstklassige Technologie- und KI-Szene.“ Navan verzeichnete im Zeitraum vom 1. April 2019 bis zum 1. Mai 2019 einen Anstieg der internationalen Geschäftsreisebuchungen von und nach Schweden um 26 % im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: Navan / CM

BEV-Prämie ins Stottern geraten

Die neue staatliche Förderung für batterieelektrische Autos kommt kaum in Fahrt. Der Automobilhandel zieht ein ernüchterndes Zwischenfazit, wobei er aber einen guten Teil Schuld an der Negativentwicklung hat.

Die neue Elektroauto-Prämie droht ihr Ziel zu verfehlen. „Das neue Förderprogramm ist ein Rohrkrepierer“, sagt Burkhard Weller, Präsident des Verbands der Automobilhändler Deutschlands (VAD) und geschäftsführender Gesellschafter der Weller-Gruppe. Diese Einschätzung bestätigten zahlreiche andere Autohändler der Automobilwoche.

Die neu aufgelegte E-Auto-Prämie kommt nur schleppend in Fahrt. Gründe dafür sind u.a. der hohe bürokratische Aufwand mit Einkommensgrenzen und Nachweis der letzten beiden Steuerbescheide, die Reduzierung von Händlerrabatten und die Pflicht, den Antrag auf E-Förderung über die Bund ID stellen zu müssen.

Nach dem Start des Antragsportals fielen die Antragszahlen deutlich hinter die Erwartungen der Bundesregierung zurück. Branchenbeobachter (wie das Center Automotive Research) kritisieren, dass Hersteller und Händler ihre Rabatte reduziert haben, wodurch der eigentliche Kaufpreis der E-Autos gestiegen ist.  

Die aktuelle Analyse des Center Automotive Research (CAR) zeigt demnach, dass die durchschnittlichen Herstellerrabatte für BEV seit Jahresbeginn zurückgehen. Während Käufer im Januar bei den 20 wichtigsten E-Modellen noch durchschnittlich 19,5 % Nachlass erhielten, waren es im Mai nur noch 18,6 %, wobei es je nach Hersteller und Händler eine große Streubreite gibt. Ferdinand Dudenhöffer (CARspricht deshalb von einem paradoxen Effekt: Die staatliche Förderung wirke faktisch wie eine Preiserhöhung. Die Hersteller testen offenbar aus, wie viel staatliche Unterstützung sie über geringere Rabatte selbst abschöpfen können. 

Und da die Prämie an enge Einkommensgrenzen gekoppelt ist, geht vor allem die kaufkräftige Mittelschicht, die deutsche Premium-Modelle kauft, oft leer aus. Quelle: CAR / CM

Blended Travel Summit in Frankfurt

Der Blended Travel Summit 2026 bringt am 14. und 15. Juli in Frankfurt/Main all diejenigen zusammen, die in der Verbindung von privaten und beruflichen Reisen ein Zukunftsthema sehen.  Unter der Moderation von Transformationsexperte Dr. Arndt Pechstein verbindet die zweitägige Veranstaltung wissenschaftliche Erkenntnisse, Praxisperspektiven und interdisziplinären Austausch. Zentrales Anliegen des vom VDR – Verband Deutsches Reisemanagement und dem GCB German Convention Bureau veranstalteten Summits ist es, den Dialog zwischen unterschiedlichen Stakeholdern zu fördern und so Lösungen im Blended-Travel-Kontext voranzutreiben.Zum Auftakt der Konferenz in einem Frankfurter Hotel steht die wissenschaftliche Perspektive auf Blended Travel im Mittelpunkt: Prof. Dr. Peter Neumann (IU Internationale Hochschule) und Kristina Kastelan (Bayerisches Zentrum für Tourismus) präsentieren neue Studienergebnisse, die die Nachfrage- und Angebotsseite beleuchten. Wie relevant das Thema für den Markt ist, unterstreicht bereits eine erste Zahl aus der Studie „Bleisure-Reisen – Reiseverhalten deutscher Geschäftsreisender“ : 67 % der Geschäftsreisenden sind angeblich schon heute Bleisure-Reisende – mit steigender Tendenz. Durchgeführt wurde die Untersuchung  von NielsenIQ im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus und der „blend_it!“-Initiative von GCB und VDR.Unterschiedliche Blickwinkel auf das gemeinsame Thema. Am zweiten Veranstaltungstag richtet sich der Fokus auf konkrete Umsetzungsansätze. Die Session „Vier Blickwinkel – wie Blended Travel konkret gelingt“ bündelt unterschiedliche Perspektiven aus zentralen Bereichen des Ökosystems. Vertreter aus HR, Travel Management, Destinationen und Hotellerie zeigen, wie Blended Travel aus ihrer jeweiligen Rolle heraus gestaltet werden kann. Das Format macht unterschiedliche Logiken, Herausforderungen und Handlungsspielräume sichtbar und zeichnet ein differenziertes Bild von Umsetzungsmöglichkeiten.Die anschließende Session „Stakeholder Spotlight“ greift diese Perspektiven auf und führt sie in einem interaktiven Fishbowl-Format zusammen. Dabei diskutieren Experten aus verschiedenen Bereichen, wie sich Anforderungen, Angebote und Interessen aufeinander abstimmen lassen: Wie finden Angebot und Nachfrage besser zusammen? Welche Rolle spielen Unternehmen bei der Ermöglichung von Blended Travel? Und welchen Beitrag leisten Mobilitätsanbieter – von nahtlosen Reiseketten über flexible Buchungsmodelle bis hin zu nachhaltigen und integrierten Lösungen entlang der gesamten Customer Journey?Neben der fachlichen Diskussion schaffen die Initiatoren VDR und GCB mit der Veranstaltung Raum für den persönlichen Austausch, um neue Netzwerke rund um Blended Travel zu etablieren. Gelegenheiten dazu bietet nicht zuletzt das Get Together am Abend des ersten Veranstaltungstages.Alle Informationen zum Programm des Summits, zum Hotelkontingent und zur Initiative blend_it! sind unter „blended-travel-hub.de“ zu finden. In der 2025 gegründeten Initiative blend_it! bündeln GCB und VDR ihre Stärken: Das GCB repräsentiert Deutschland als eine der weltweit führenden Kongress- und Tagungsdestinationen, der VDR vertritt Geschäftsreisende und unternehmerische Mobilitätsinteressen. Quelle: GCB German Convention Bureau

NOX Mobility denkt Europas Nachtzüge neu

Ab 2027 will das Berlin Start-up Nox Mobility Nachtzüge mit 100 % mobilen Räumlichkeiten anbieten. Angesprochen fühlen sollen sich insbesondere Geschäftsreisende. Für den Anbieter ergeben Nachtzüge freilich nur europaweit Sinn. Nox möchte immer eine exzellente Alternative zu jedem Kurzstreckenflug zwischen europäischen Metropolen anbieten können. Direktr Konkurrent sind die ÖBB mit ihren Nichtjets.

Nachtzüge erleben seit dem Start der Nightjets der ÖBB eine Renaissance. Indes bleibt das Geschäft laut ÖBB anstrengend.  Die ÖBB Nightjets gelten als europäisches Vorzeigeprojekt, das den Nachtzugverkehr in den letzten Jahren wiederbelebt hat. Die ÖBB sind der größte Anbieter von Nachtzügen in Mitteleuropa. Der Erfolg ist jedoch zweigeteilt: Großer Beliebtheit bei Reisenden stehen wirtschaftliche Herausforderungen und komplexe, margenschwache Betriebsabläufe gegenüber.  

Seit 2023/2024 werden schrittweise 33 neue „Nightjets der neuen Generation“ mit modernen Mini-Cabins, Schlafwagen mit eigener Dusche und mehr Privatsphäre eingesetzt. Die dunkelblauen Züge für Tempo 230 km/h dienen als Vorzeige-Alternative zum Kurzstreckenflug und werden vor allem von umweltbewussten Reisenden stark nachgefragt

Nun wagt sich das Berliner Start-up Nox Mobility an den Nchtzug. Inzwischen haben die Berliner eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 2 Mio. Euro abgeschlossen, um eine neue Generation von Nachtzügen mit vollständig privaten Räumen aufzubauen. 

Nox denkt den Nachtzug neu. Während Passagiere bei herkömmlichen Nachtzügen Schlafabteile teilen, bekommt bei Nox Mobility jeder Reisende sein eigenes privates Zimmer. Das Startup positioniert sich als echte Alternative zu Kurzstreckenflug und zusätzlicher Hotelübernachtung – zu einem vergleichbaren Preis. Die Züge starten abends von zentralen Bahnhöfen und kommen am nächsten Morgen direkt im jeweiligen Stadtzentrum an, ohne Flughafentransfer und Sicherheitskontrolle.

Operativ verbindet Nox Mobility die Zuverlässigkeit des Fliegens mit dem Gefühl eines Boutique-Hotels, sagt der Anbieter. Für Freizeitreisende ersetzt die Fahrt die Hotelübernachtung gleich mit. Business-Reisende – die z.B. in Frankreich bereits 30 % der Nachtzug-Passagiere ausmachen – ersparen sich frühe Abflüge, Übernachtungen und verlorene Arbeitszeit. Mit durchdachtem Design, persönlichem Service an Bord und verlässlichen Abfahrtszeiten macht Nox Mobility Nachtzüge zu einer berechenbaren und angenehmen Reiseoption.

Als Mitgründer eines Berliner Travel-Tech-Unternehmens bin ich fest davon überzeugt, dass die europäische Bahn die nachhaltigere Art zu reisen ist. Deshalb setzen wir bei HomeToGo bei allen Geschäftsreisen konsequent auf die Bahn statt auf das Flugzeug. Nox trägt diese Vision weiter – und beweist, dass Nachhaltigkeit und echte Gastfreundschaft kein Widerspruch sein müssen“, sagt Dr. Patrick Andrae, Mitgründer & CEO von HomeToGo.

Nox Mobility wurde 2025 von Unternehmern mit Erfahrung in den Bereichen Bahn, Mobilitätsplattformen und Tech-Startups gegründet. Thibault Constant hat mit Simply Railway (600.000+ Abonnenten) eine der größten Eisenbahn-Communities Europas aufgebaut. Janek Smalla bringt operative Expertise von FlixTrain und Bolt mit. Artur Hasselbach war zuvor Mitgründer des Payment-Fintechs orderbird, das für über 140 Millionen Euro von Nexi übernommen wurde.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass aktuell viele neue Bahnbetreiber in Europa starten oder wachsen. Aber wir wollen mehr als ein weiteres Bahnunternehmen sein. Unser Anspruch ist es, das Image des Nachtzugs grundlegend zu verändern – hin zu einem echten Hospitality-First-Erlebnis“, sagt Janek Smalla, Mitgründer von Nox Mobility.

Trotz des guten Images ist der Nachtzugbetrieb extrem aufwendig, personalintensiv und teuer. Hohe Trassengebühren, Streckensperrungen und grenzüberschreitende Bürokratie machen ihn wirtschaftlich fragil, weiß man in der ÖBB-Zentrale in Wien. Erwartete Fahrgastrekorde oder eine Verdoppelung auf 3 Mio. Passagiere blieben in den letzten Jahren aus. Einige ausländische Verbindungen wurden reduziert oder eingestellt, da die Förderungen anderer Länder ausliefen.

Ökonomisch ist das Geschäft mit Nachtzügen jedoch für keinen Betreiber in Europa ein leichtes Unterfangen, sagen Experten. Quelle: Nox Mobility / CM

Das geplante Nachtzugnetz von Nix Mobility

Generation 3 des Audi Q7

In Kürze stellt Audi die dritte Generation des Q7 vor. Das SUV, das allenfalls marginal als Geschäftswagen gilt und in der Neuauflage in rückwärts gewandter Technologie erscheinen soll, knüpft an eine mehr als 20-jährige Erfolgsgeschichte an und verbindet lauf Audi Vielseitigkeit, Souveränität und Premiumanspruch.

Seit seiner Markteinführung 2005 hat sich der Audi Q7 als feste Größe im SUV-Segment etabliert. Audi entwickelt das SUV konsequent weiter: So überzeugt die neue Generation mit einem sportlich-kraftvollen Design, einem hochvariablen Innenraum, erstklassigen Materialien, nutzerzentrierten Technologien und vielseitigen Fahreigenschaften, von komfortabel bis dynamisch.Die dritte Generation desQ7 stellt sich an die Seite des neuen Q9, der zu Beginn der zweiten Jahreshälfte seine Weltpremiere feiert und damit die Spitze des Portfolios bildet.  Quelle: Audi / CM

Eine Detailaufnahme gibt bereits einen ersten Ausblick auf den neuen Q7.