Für den Hochgeschwindigkeitsverkehr jenseits von 230 km/h wurden auf der Innotrans 2026 zwei Wagen eines 8-teiligen EMU von Hyundai Rotem für 320 km/h gezeigt. Der Zug soll 2028 in Südkorea in den kommerziellen Betrieb gehen .
Dabei handelt es sich bereits um die 3. Generation der KTX HGV-Triebzüge EMU-320 von Korail mit verteiltem Antrieb, die vollständig in Korea entwickelt und gebaut wurden. Die Gestaltung der Fahrgasträume orientiert sich stark am japanischen Vorbild Shinkansen mit in Fahrtrichtung schwenkbaren Sitzen und kleinen Fenstern für jede Sitzreihe.
In der Halle war noch das Designkonzept eines Hochgeschwindigkeitszugs der nächsten Generation zu sehen, der eine Auslegungsgeschwindigkeit von 400 km/h und eine Betriebsgeschwindigkeit von 370 km/h haben soll.
Keine Messeneuheit war der Frecciarossa 1000 von Hitachi für die FS. Der ETR 1000, der seine Premiere bereits 2015 hatte, wurde nach 10 Jahren von Hitachi jedoch grundlegender überarbeitet, als man es vom Äußeren her sieht. Neben einer Erneuerung des Interieurs mit den 4 Klassen Standard (orange), Premium (rot), Business (blau) und Exekutive (braun) im Hinblick auf das Kundenerlebnis (Komfort, Ergonomie und Design) gab es auch eine Modernisierung der Steuerungs-, Antriebs- und Überwachungstechnik, die längere Zulassungsprozeduren nach sich zog. Dadurch sollen sich Verbesserungen bei Energieeffizienz, Instandhaltungsaufwand und Recyclingfähigkeit ergeben. Die Bezeichnung der neuen Generation lautet ETR 1000 R1 und kommt auch in der Nummerierung mit Nummern ab 101 zum Ausdruck.
Auch die Marke Frecciarossa wurde erneuert mit einem F-Monogramm, das 5 Bedeutungen symbolisiert:
• Future (Modernität-Innovation-Nachhaltigkeit)
• Forward (Dynamik-Bewegung)
• Fast (Geschwindigkeit)
• First (Excellenz-Qualität)
• For all (Zugänglichkeit-Inklusion)
In einer Pressekonferenz bekräftigte Trenitalia frühere Ankündigungen, dass dieser Zug nach ersten Auslandseinsätzen in Spanien und Frankreich ab Sommer 2027 auchvia Östereich nach München und dann weiter nach Berlin fahren soll. Und von Paris will man mit 19 im August 2026 bestellten Frecciarossa dann 2029 weiter durch den Eurotunnel nach London, später auch nach Brüssel und Amsterdam. Insgesamt sollen 57 neue Frecciarossa bis 2029 in Betrieb gehen. Aufbauend auf den Erfahrungen mit den bisherigen Auslandsaktivitäten könnte Trenitalia dann im nächsten Jahrzehnt mit seinen Frecciarossa als ‚Metro of Europe‘ die wichtigsten europäischen Metropolen vernetzen. Ob in Kooperation mit den Platzhirschen (z. B. ÖBB, DB) oder in Konkurrenz (z.B. RENFE) werde man sehen. Die Märkte seien jedenfalls groß und wachsend. Quelle: Lokreport / CM