EVG: Werbekampagne gegen Italo

Was eigentlich gut für Geschäftsreisenden sein kann, geht der Eisenbahner-Gewerkschaft gegen die Hutschnur. Um auf die Folgen eines ungeregelten Markteintritts von Italo aufmerksam zu machen, startet die EVG eine Werbekampagne. Wie berichtet plant der italienische Hochgeschwindigkeitsbetreiber in den deutschen Fernverkehrsmarkt mit 30 Siemens ICE3neo mitzumischen. 

Auf digitalen Werbeflächen in jenen Bahnhöfen, die nach einem ungeregelten Italo-Einstieg eine komplette Abkopplung vom Fernverkehr oder zumindest eine starke Ausdünnung der Fernverkehrsverbindungen befürchten müssten, werden digitale Werbeflächen mit dem Motto „Damit Deutschland nicht den Anschluss verliert“ geschaltet.

Zu der Werbekampagne erklärt der EVG-Vorsitzende Martin Burkert: „Es spricht nichts gegen den Wettbewerb auf der Schiene. Aber er muss nach fairen Regeln funktionieren. Italo fordert momentan Sonderregeln für sich und verspricht den Kunden alles Mögliche. In der Realität werden am Ende aber nicht die Kunden, sondern die Italo-Investoren von einem ungeregelten Markteintritt profitieren. Der Bundesverkehrsminister muss jetzt endlich eingreifen und Regeln schaffen. Man geht doch in die Politik, um zu gestalten und nicht um zuzuschauen. Deutschland darf nicht den Anschluss verlieren.“^

Die Kampagne wird zunächst in den Städten Aachen, Augsburg, Bamberg, Magdeburg, Münster und Osnabrück geschaltet. Quelle: EVG / CM

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