Wie wählen Veranstalter künftig Destinationen, Locations und Dienstleister aus – und welche Kriterien gewinnen dabei an Bedeutung? Mit dieser Frage befasst sich das Research Centre for Future Meeting Studies (rcfms), eine Initiative des GCB German Convention Bureau und des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Ziel der Forschung ist es, Auswahlprozesse für Business Events transparenter, vergleichbarer und belastbarer zu machen.
Gemeinsam mit einem Partner-Netzwerk aus Wirtschaft, Verbänden, Agenturen, Destinationen, Locations und Technologie untersucht das rcfms, wie sich Entscheidungsprozesse unter dem Einfluss von steigender Komplexität, neuen Nachhaltigkeitsanforderungen, technologischer Entwicklung und angepassten Erwartungen der Teilnehmenden verändern. Auch aktuelle geopolitische Entwicklungen sowie Erwägungen im Zusammenhang mit Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sind Faktoren, die im Kontext der Forschung berücksichtigt werden.

Partner wie Bayer, Roche, SAP, Siemens, das Deutsche Zentrum für Luft‑ und Raumfahrt (DLR), die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), das Centre for Convening Minds, DER BUSINESS Solutions sowie die Agenturen makeBelieve und MCI Deutschland helfen dabei, reale Entscheidungslogiken, Zielkonflikte und Priorisierungen sichtbar zu machen.
Destinationen erhalten durch die rcfms-Forschung Erkenntnisse darüber, welche Standortfaktoren künftig entscheidungsrelevant sind. Gemeinsam mit Partnern wie den Convention Bureaus aus Berlin, Bonn/Rhein‑Sieg/Ahrweiler, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Görlitz, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Köln, Leipzig und Ludwigsburg, den Landestourismusorganisationen aus Baden-Württemberg und Bayern sowie dem Luxembourg Convention Bureau untersucht das rcfms, wie Destinationen ihr Profil im Auswahlprozess klarer, vergleichbarer und wirksamer positionieren können.
gewinnen Orientierung darüber, welche Anforderungen Veranstalter – d.h. ihre Kunden – künftig an Veranstaltungsorte stellen. Messegesellschaften und Locations wie Deutsche Messe, Hamburg Messe und Congress, Messe Berlin, Messe Frankfurt, Messe München, Messe Essen, NürnbergMesse, Messe Erfurt, H World International, der Heilbronn Bildungscampus sowie das Wissenschafts‑ und Kongresszentrum Darmstadt bringen ihre Praxiserfahrung ein. Ergänzt wird diese Perspektive durch den Europäischen Verband der Veranstaltung-Centren EVVC. Die Forschungsergebnisse werden dazu beitragen können, Entscheidungen über Investitionen, künftige Angebote und die Differenzierung im Markt zu treffen.
Mit Cventist zudem ein zentraler Technologiepartner in das Research Centre eingebunden, um etwa die Rolle von Plattformen, Datenverfügbarkeit und der Vergleichbarkeit von Angeboten im Auswahlprozess der Zukunft zu analysieren.
Durch die Bündelung all dieser Perspektiven entsteht ein ganzheitliches Bild der zukünftigen Auswahlmechanismen im Business‑Event‑Ökosystem. „Während sich traditionelle Geschäftsreisen laut jüngsten Erkenntnissen von IPK International rückläufig entwickeln, bleiben anlassbezogene Reisen zu Business Events stabil“, denkt Matthias Schultze, Managing Director des GCB. „In diesem dynamischen und insgesamt anspruchsvollen Umfeld ist es für den Tagungs- und Kongressstandort Deutschland umso bedeutender, die eigenen Angebote strategisch und evidenzbasiert zu positionieren.“ Dr. Stefan Rief, Leiter des Forschungsbereichs Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung am Fraunhofer IAO: „Gleichzeitig helfen die Ergebnisse Veranstaltern, in einer von geopolitischen Herausforderungen geprägten Welt passende Veranstaltungsorte zu identifizieren. Die Forschung unterstützt somit letztlich alle Stakeholder dabei, fundierte und datenbasierte Entscheidungen zu treffen und somit ihre Rolle im Markt zukunftsfähig auszurichten.“ Quelle: GCB / CM