United und Marriott führen neue „U.S. News“-Ranglisten für Geschäftsreisen an

United Airlines und Marriott International belegten die Spitzenplätze in zwei neuen Kategorien für Geschäftsreisen, die „U.S. News & World Report“ in seine Rangliste der besten Reise-Bonusprogramme für 2026–2027 aufgenommen hat. Dies gab das Medienunternehmen aktuell bekannt.

In der erstmals erstellten Rangliste der besten US-Fluggesellschaften für Geschäftsreisende sicherte sich United den ersten Platz und überzeugte durch „Flugverfügbarkeit, Vorteile für Statuskunden und das Reiseerlebnis“. Auf den weiteren Plätzen folgten Delta Air Lines, American Airlines, Alaska Airlines und Southwest Airlines.

Bei der neuen Rangliste der besten Hotelmarken für Geschäftsreisende belegte Marriott den ersten Platz unter neun gelisteten Anbietern und punktete mit einem „umfangreichen Netzwerk, geschäftsreisefreundlichen Zusatzleistungen und einem starken Kreditkartenportfolio“. Die Top 5 wurden – in dieser Reihenfolge – durch Hilton Worldwide, IHG Hotels & Resorts, Hyatt Hotels Corp. und Choice Hotels International komplettiert.

Laut „U.S. News & World Report“ handelt es sich bei den Ranglisten um eine „datengestützte Bewertung von Hotelmarken und US-Fluggesellschaften, die speziell auf Vielreisende im Geschäftsleben zugeschnitten ist“. Die Methodik berücksichtigt dabei „wesentliche Faktoren, die für Geschäftsreisen von Bedeutung sind“, darunter die Vorteile von Treueprogrammen, die Stärke des Netzwerks, die Zuverlässigkeit sowie das allgemeine Preis-Leistungs-Verhältnis.

Genauer gesagt musste eine Fluggesellschaft – um für die Liste der Fluggesellschaften infrage zu kommen – laut der Publikation ihren Sitz in den USA haben und täglich mindestens 1.000 Inlandsflüge durchführen. Nur die fünf platzierten Fluggesellschaften schafften es in die Auswahl.

Bei der Bewertung wurden folgende Faktoren berücksichtigt: Flugverfügbarkeit (Gewichtung: 35 %), Einfachheit des Erreichens eines Elite-Status und damit verbundene Vorteile (20 %), Qualität der Fluggesellschaft (15 %), Serviceangebot an Bord (10 %), Streckennetzabdeckung (5 %), Anzahl der täglichen Flüge (5 %) sowie der Gegenwert bei der Punkteeinlösung (10 %). Die für dieses Ranking relevanten Daten wurden im Juni 2026 erhoben.

Um für die Hotelliste infrage zu kommen, musste eine Hotelkette laut der Publikation über mindestens 1.000 Standorte weltweit verfügen – davon mindestens 50 in den USA – und ein strukturiertes Treueprogramm anbieten. Für das Ranking wurde ein Bewertungsalgorithmus verwendet, der folgende Kriterien einbezog: Präsenz und Verfügbarkeit in wichtigen Geschäftszentren (Gewichtung: 35 %; Untersuchung von 20 Städten), Einfachheit des Erreichens eines Elite-Status und damit verbundene Vorteile (20 P%), Gegenwert bei der Punkteeinlösung (10 %), Netzabdeckung (10 %), Vielfalt der Standorte (5 %), Hotelqualität (5 %) sowie der Wert von Kreditkartenangeboten (5 %). Alle für dieses Ranking relevanten Daten wurden im Mai und Juni 2026 erhoben. Quelle: U.S. News & World Report / CM

VDR und GCB predigen Blender Travel

Damit sich die Potenziale der Verbindung von beruflichen und privaten Reisen (Blended Travel) künftig besser realisieren lassen, braucht es vor allem klare rechtliche Rahmenbedingungen, integrierte Prozesse und eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten. Zu diesem Ergebnis kamen rund 80 VertreterIinnen aus Unternehmen, Travel Management, HR, Hotellerie, Destinationen, Wissenschaft und Technologie beim Blended Travel Summit 2026. Veranstalter in Frankfurt/M. waren  der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) und das GCB German Convention Bureau. 

Geschäftsreisen wurden zwar schon immer vereinzelt privat verlängert. Mit mobilem Arbeiten, neuen Formen der Zusammenarbeit und veränderten Erwartungen der Mitarbeitenden entwickelt sich Blended Travel jedoch zunehmend zu einem strategischen Thema., meint der VDR. Längst geht es dabei nicht mehr allein um das Travel Management. Auch HR, Compliance, Finance und weitere Unternehmensbereiche sind gefordert, gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig müssen Destinationen, Hotellerie und Technologieanbieter ihre Angebote stärker an den Bedürfnissen im Markt ausrichten. Genau hier setzte der Summit an und brachte erstmals beide Perspektiven systematisch zusammen.

Im Mittelpunkt des zweitägigen Summits stand deshalb nicht die Frage, ob Blended Travel stattfindet, sondern wie Nachfrage- und Angebotsseite die Entwicklung künftig gemeinsam gestalten können. In interdisziplinären Workshops identifizierten die Teilnehmenden elf prioritäre Handlungsfelder, um Blended Travel zeitgemäß umzusetzen. Dazu gehören u.a. rechtssichere Musterregelungen für Unternehmen, die Verankerung von Blended Travel in Reiserichtlinien, die technische Integration in bestehende Buchungs- und Abrechnungssysteme sowie ein engerer Schulterschluss zwischen Unternehmen, Technologieanbietern und Destinationen. Ebenso sehen die Teilnehmenden Handlungsbedarf beim Abbau rechtlicher und steuerlicher Hürden sowie bei der Entwicklung gemeinsamer Pilotprojekte.

„New Work braucht New Mobility. Und Blended Travel ist Ausdruck dieses Wandels“, sagt Jens Schließmann, VDR-Geschäftsführer. „Unternehmen stehen heute vor der Aufgabe, neue Freiräume zu ermöglichen und gleichzeitig Compliance, Fürsorgepflicht und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Dafür brauchen wir gemeinsame Standards und praxistaugliche Lösungen. Der Summit hat gezeigt, dass wir diese nur gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln können.“

Und Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB: „Blended Travel eröffnet Leistungsträgern aus dem Ökosystem von Business Events ebenso wie touristischen Anbietern enorme Chancen: 55 % aller Bleisure-Reisen finden anlässlich des Besuchs eines Business Events statt. Auf dem Summit wurde deutlich, dass die Anbieter am Tagungs- und Kongressstandort Deutschland Ideen haben, um die Nachfrage mit passgenauen Produkten und Services zu bedienen.“

Eine wichtige fachliche Grundlage des Summits bildeten zwei aktuelle Studien, die erstmals sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsseite von Blended Travel umfassend beleuchten. Die gemeinsam vom Bayerischen Zentrum für Tourismus (BZT) und der Initiative blend_it! durchgeführte Befragung deutscher Geschäftsreisender zeigt u.a., dass bereits 67 % der Befragten berufliche Reisen mit privaten Reiseanteilen verbinden. Ergänzend macht der Bleisure & Workation Monitor der IU Internationalen Hochschule mit 1.000 befragten touristischen Betrieben deutlich, dass Blended Travel auf Anbieterseite zwar teils gelebte Praxis ist, viele Betriebe ihr Potenzial durch zielgruppenspezifische Angebote jedoch noch besser ausschöpfen können.

Die Ergebnisse des Blended Travel Summits werden nun im Rahmen der Initiative blend_it! weiter vertieft und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt. Ein nächster Meilenstein ist die Veröffentlichung des gemeinsamen Whitepapers „Blended Travel“, das am 28. Oktober 2026 im Rahmen eines Webcasts vorgestellt wird. Es bündelt die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis und zeigt auf, wie Unternehmen, Destinationen und weitere Akteure Blended Travel künftig gemeinsam erfolgreich gestalten können.

Über die Initiative blend_it!. Mit der gemeinsamen Initiative blend_it! verfolgen VDR und GCB das Ziel, modernes Reisen und Arbeiten aktiv mitzugestalten. Der Blended Travel Hub ist die zentrale Plattform der Initiative. Dort finden Interessierte auch den Bleisure & Workation Monitor Deutschland, die Studie „Bleisure-Reisen deutscher Geschäftsreisender“, die das Bayerische Zentrum für Tourismus (BZT) gemeinsam mit der Initiative durchgeführt hat, sowie aktuelle Veranstaltungshinweise, Praxisimpulse und weitere Informationen rund um Blended Travel: www.blended-travel-hub.de. Quelle: VDR / GCB / CM

Hyatt und Air Canada verknüpfen ihre Treueprogramme

Hyatt Hotels Corp. und Air Canada haben eine Partnerschaft ihrer Treueprogramme geschlossen, die es Mitgliedern von „World of Hyatt“ und „Aeroplan“ ermöglicht, Prämien im Reisebereich zu sammeln, umzuwandeln und einzulösen.

Aeroplan-Mitglieder können ihre Punkte nun für kostenlose Übernachtungen bei „World of Hyatt“ in teilnehmenden Hotels einlösen – beginnend bei 25.000 Punkten. „World of Hyatt“-Mitglieder können ihre Punkte gegen einen Aeroplan-Flugprämiengutschein im Wert von 30.000 Punkten eintauschen, der für Flugprämien bei Air Canada und deren Airline-Partnern genutzt werden kann.

Mitglieder, die ihre Konten miteinander verknüpfen, können „World of Hyatt“-Punkte im Verhältnis 2:1 in Aeroplan-Punkte umwandeln; berechtigte Aeroplan-Elite-Mitglieder können ihre Punkte ebenfalls im Verhältnis 2:1 in „World of Hyatt“-Punkte tauschen.

Die Partnerschaft bietet zusätzliche Vorteile für Elite-Mitglieder, darunter neue Wege für Inhaber eines Aeroplan-Elite-Status sowie für berechtigte Inhaber von Premium-Kreditkarten, einen „World of Hyatt“-Status zu erlangen. Zudem erhalten Karteninhaber, die ihre Konten verknüpfen, einen Status sowie Gutschriften für Bonusübernachtungen.

Durch die Zusammenarbeit erweitern sich die Mitgliedervorteile in einem gemeinsamen Netzwerk, das mehr als 1.300 Reiseziele und 1.500 Hotels umfasst. Sowohl „World of Hyatt“ als auch Air Canada hatten ihre Treueprogramme bereits zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr neu gestaltet. Quelle: Hyatt / Air Canada / CM

Sixt: Meilen für Treueprogramm American AAdvantage und SIXT ONE

Kunden der Autovermietung Sixt können ab sofort bei weltweiten Anmietungen Meilen für das Treueprogramm AAdvantage von American Airlines sammeln. 

Wie der Münchner Mobilitätsanbieter mitteilte, erhalten AAdvantage-Mitglieder zwei Meilen für jeden Dollar, der für eine Sixt-Anmietung ausgegeben wird (ausgenommen Steuern und Gebühren). Mitglieder können Sixt-Fahrzeuge über die Website oder die App des Unternehmens buchen und dabei ihre AAdvantage-Nummer angeben, um die Meilen zu sammeln. 

SIXT ONE: Da<s Bonusprogramm ist auch in Europa verfügbar. Foto: Sixt

SIXT ONE.  Das neue Bonusprogramm SIXT ONE des internationalen Premium-Mobilitätsanbieters SIXT ist – nach dem erfolgreichen Start in den USA – ab sofort auch in Europa mit Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Der Roll-out in den weiteren europäischen Märkten ist inzwischen auch erfolgt. 

Das Programm ist vollständig digital in die SIXT App integriert und richtet sich gleichermaßen an Geschäfts- und Privatreisende. Mit der Einführung von SIXT ONE stärkt das Unternehmen die Kundenbindung in seinen Kernmärkten und setzt seine internationale Wachstumsstrategie fort. In den USA wurde das Programm bereits Ende 2025 getestet und verzeichnete in den ersten Wochen Hunderttausende Anmeldungen.

SIXT ONE basiert auf einem vierstufigen Statussystem (Silver, Gold, Platinum, Diamond). Mitglieder sammeln bei Anmietungen Statuspunkte, die ihren Status erhöhen und Vorteile freischalten. Zu den Vorteilen zählen u.a. eine schnellere Fahrzeugabholung, exklusive Mitgliederangebote sowie die Möglichkeit auf kostenfreie Fahrzeugupgrades. Zusätzlich erhalten Kunden Mietpunkte, die für künftige private Buchungen flexibel als Rabatt eingesetzt werden können. Zudem können Kunden mit bestehendem Status bei ausgewählten Partnerprogrammen von Autovermietern, Kreditkarten-, Airline- oder Hotelanbieter nach Registrierung in einen vergleichbaren SIXT ONE Status eingestuft werden.

Alexander Sixt, Co-CEO der Sixt SE: „Mit SIXT ONE führen wir erstmals ein globales Loyalitätsprogramm ein, das weit über ein klassisches Bonusprogramm hinausgeht. Für unsere Kunden bedeutet SIXT ONE ein deutlich einfacheres und komfortableres Mobilitätserlebnis: Sie profitieren von schnelleren Abläufen, exklusiven Vorteilen und einem transparenten digitalen System aus Status und Punkten, das vollständig in die SIXT App integriert ist. Gleichzeitig schaffen wir für SIXT eine skalierbare Plattform, die langfristige Kundenbeziehungen stärkt und wiederkehrende Nutzung fördert. Unser Ziel ist klar: Wir wollen nicht nur einzelne Anmietungen belohnen, sondern eine nachhaltige Verbindung zu unserer Marke aufbauen – und unseren Kunden weltweit ein durchgängig hochwertiges Mobilitätserlebnis bieten.“

So funktioniert SIXT ONE. Bei jeder qualifizierenden* Anmietung sammeln Mitglieder zwei Arten von Punkten: Statuspunkte und Mietpunkte. Für jeden Euro wird jeweils ein Statuspunkt und – abhängig vom Status – mindestens ein Mietpunkt gutgeschrieben. Statuspunkte dienen dazu, eine höhere Statusstufe und die damit verbundenen Vorteile zu erreichen. Ein erreichter Status ist jeweils bis zum Ende des Folgejahres nach Erreichen gültig. Beispiel: Wer im März 2026 den Gold-Status erreicht, behält diesen bis Dezember 2027.

Neben den Statuspunkten erhalten Mitglieder bei jeder qualifizierenden Anmietung ebenfalls Mietpunkte, die für künftige private Anmietungen als Rabatt eingelöst werden können. Silver-Mitglieder erhalten einen Mietpunkt pro qualifiziertem Euro. Mit steigendem Status erhöht sich die Gutschrift: Gold-Mitglieder erhalten 10 % zusätzliche Mietpunkte, Platinum-Mitglieder 20 % und Diamond-Mitglieder 30 % zusätzliche Mietpunkte. Mietpunkte sind 24 Monate gültig – jeweils bis zum Ende des Quartals, in dem sie gesammelt wurden. Die Punkteberechnung erfolgt auf Basis des Mietpreises (ohne Steuern und Gebühren). Quelle: Sixt / CM

BCD startet Datenanalyse-Plattform für Tripsource

BCD Travel hat im Rahmen seiner Plattform Tripsource ein neues Analyse-Framework entwickelt. Das ermöglicht Kunden, mithilfe natürlicher Sprache mit Programm-, Zahlungs- und Risikodaten zu arbeiten; 

Laut dem US-Travel-Management-Unternehmen führt „Tripsource Insights“ Daten aus den verschiedenen Systemen und von den Anbietern von BCD auf einer einzigen Benutzeroberfläche zusammen und macht sie über einen KI-basierten Analyse-Assistenten zugänglich. Die Plattform bietet BCD zufolge dynamische Visualisierungen auf einen Blick sowie die Möglichkeit, Abfragen in natürlicher Sprache zu stellen, um so Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen.

Für Mobilitäts- bzw. Travel Manager liefert Tripsource Insights Echtzeitdaten zu Leistungskennzahlen, Nutzungsraten und CO2-Emissionen. Finanzteams können die Plattform nutzen, um Ausgaben nach Kategorien zu analysieren und die Nutzung virtueller Kreditkarten auf „granulärer Ebene“ (kleinst mögliche Einheiten) zu verfolgen, so BCD. Zudem umfasst die Plattform ein Dashboard zur Sicherheit der Reisenden, das Informationen zum Reiseziel sowie Risikowarnungen anzeigt. Quelle: BCD / CM

HeyMax interessant für Geschäftsreisende

Aufgrund des damit verbundenen Risikos funktionieren Kundenbindungsprogramme weltweit – nicht nur im Reisesektor – nach dem Prinzip, dass man erst Punkte sammelt und dann ausgibt. Ausnahmen sind rar, wie z.B. Miles & More, das ihren Senator-Statuskunden einen Meilenkredit von bis zu 50.000 Meilen gewährt.

Das noch relativ junge HeyMax-Programm in Fernost stellt dieses Prinzip jetzt jedoch auf den Kopf. HeyMax ist ein Koalitionsprogramm im Einzelhandel in Märkten wie Singapore, Hong Kong oder Japan, mit als einziger Prämienoption den Umtausch in eines der zahlreichen Partner-Programme von Airlines und Hotels.

Entdeckt, das neue Programm aus Fernort.

Unter dem Slogen „Fly Now. Earn Later.“ kann man jetzt in der Tat in großem Stil Prämien nutzen und die Punkte dafür erst später sammeln. Angesichts der permanenten Entwertungen der Programme ist das Argument sicher bestechend, dass man nicht weiß, wie viel heute gesammelte Punkte in zwei oder drei Jahren noch Wert sind.

Es bleibt zu hoffen, dass der Mut von HeyMax belohnt wird und sie nicht von Betrügern missbraucht

Feuer behindert Geschäftsreiseverkehr auf der Schiene und Straße

Seit einer Woche hat die Hitzewelle Mitteleuropa fest im Griff. In Frankreich gilt in 37 Departements eine rote Hitzewarnung, in 39 weiteren eine orange Warnung des staatlichen Wetterdienstes. Betroffen im ganzen Land sind Bahnverkehr und der auf Autobahnen. Für Hunderttausende Geschäftsreisende bedeuten die Feuer zum Teil massive Verspätungen. 

In Fontainebleau bei Paris wurden wegen eines riesigen Waldbrands bereits die Feierlichkeiten am Dienstag, 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag abgesagt. In vielen anderen Orten hat man wegen der Brandgefahr auf die traditionellen Feuerwerke am 14. Juli verzichtet.

Der Waldbrand im Wald von Fontainebleau ist der drittgrößte in der nördlichen Hälfte des Landes seit 2006. Mindestens 800 Hektar wurden von dem Brand erfasst, der am Sonntag im Wald von Fontainebleau, einem etwas mehr als 20.000 Hektar großen Waldgebiet, ausgebrochen war

Die SNCF bestätigte, dass fast alle TGV- und Ouigo-Züge aus Süd- und Südostfrankreich sowie aus der Schweiz mit Verspätungen von zwei bis drei Stunden und mehr den Gare de Lyon in Paris erreichen, weil die Züge aufgrund der Hitze oft nur mit verminderter Geschwindigkeit fahren dürfen. Gleiches wird von den Zügen aus Paris nach Genf, Lyon und Marseille berichtet. Zudem kann die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris nach Süden wegen eines Waldbrands östliche von Sens (120 km südöstlich von Paris) nicht befahren werden. Alle TGV und Ouigo-Züge werden hier über die Altbaustrecke umgeleitet.

Was die Störungen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Sud-Est betrifft, wird der „Plan Pégase“ bei verspäteten Ankünften in Paris in Kraft gesetzt. Dieser Plan, dessen Name für „Plan contre l’Engorgement des Gares en Situation Exceptionnelle“ (Plan gegen Überlastung von Bahnhöfen in Ausnahmesituationen) steht, wurde vom Innenministerium ins Leben gerufen, um das Management an Bahnhöfen zu verbessern, wenn Großereignisse den Bahnverkehr nachhaltig beeinträchtigen. Quelle:  Radio France /  SNCF / CM

Australien schafft Papier-Einreisekarte ab

In Australien steht die orangefarbene Papier-Einreisekarte vor dem Aus. Die Regierung unter Premierminister Anthony Albanese hat offiziell das Ende der analogen Zettelwirtschaft an den Staatsgrenzen eingeleitet. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt auf ausgewählten Qantas-Flügen nach Sydney, Melbourne und Brisbane wird die digitale Zollerklärung (Australia Traveller Declaration) nun schrittweise an allen internationalen Flughäfen und Seehäfen des Landes eingeführt. 

Ziel ist es, den bürokratischen Aufwand bei der Einreise zu reduzieren und manuelle Abläufe zu minimieren. Über die nächsten vier Jahre investiert die Regierung von Down Under gut 56,1 Mio. AUD in die Erneuerung der Flughafensysteme

Das Prinzip hinter der digitalen Deklaration orientiert sich an internationalen Vorreitern wie Singapur, Japan oder Neuseeland. (Gechäfts)Reisende können ihre persönlichen Daten sowie die obligatorischen Angaben zu Biosicherheit und Zoll (wie Lebensmittel oder pflanzliche Produkte) bis zu drei Tage vor dem Abflug eingeben. Danach generiert das System einen digitalen Pass mit einem eindeutigen QR-Code. Dieser wird in der App oder per E-Mail bereitgestellt. Bei der Ankunft in Australien wird der QR-Code von den Beamten der Australian Border Force gescannt – das zeitintensive Prüfen handschriftlicher Karten entfällt.

Derzeit läuft das System noch in einer Testphase via Qantas-App, an der bereits über 450.000 Passagiere teilgenommen haben. Bis Ende 2026 soll der Versuch auf weitere Hauptstädte wie Perth und Adelaide ausgeweitet werden. In den darauffolgenden 12 bis 18 Monaten wird die digitale Erklärung dann flächendeckend für alle Fluggesellschaften via Webformular ausgerollt. Später soll das Tool direkt in die Apps der jeweiligen Airlines integriert werden. Wer kein Smartphone besitzt oder keinen Internetzugang hat, muss jedoch nicht bangen: Für den Übergang bleiben die klassischen Papierformulare weiterhin als Alternative verfügbar.

Die Regierung von Down Under verspricht sich handfeste Vorteile für die nationale Sicherheit. Durch die digitale Erfassung im Vorfeld verbessert sich die Datenqualität für Risikobewertungen erheblich. Behörden können so im Falle von globalen Biosicherheitsrisiken – wie dem Ausbruch von Tierseuchen oder Pflanzenkrankheiten – blitzschnell reagieren. Laut Schätzungen könnten moderne Grenzabläufe der australischen Wirtschaft jährlich zusätzliche 50 Mrd. AUD einbringen.

Da die Zahl der internationalen Reisenden laut Prognosen von 8,8 Mio. in 2025 auf fast 11 Mio. bis zum Jahr 2030 steigen wird – und mit den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane ein weiteres großes Event ansteht –, kommt die digitale Transformation gerade rechtzeitig. Quelle: The Australian / CM

Travel und Finance als strategische Partner

Die Rolle des Travel Managements hat sich grundlegend gewandelt. Was früher als rein operative Funktion galt – wie Lieferantenmanagement und Richtliniendurchsetzung –, ist heute ein entscheidender Hebel für Unternehmenswachstum, Leistungssteigerung und Risikominderung.

Angesichts weltweit steigender Geschäftsreiseausgaben erwarten CFOs (Finanzverantwortliche in Unternehmen) von Geschäftsreise-Verantwortlichen weit mehr als das reine Organisieren von Trips: Sie verlangen strategische Weitsicht, datenbasierte Entscheidungen und nachweisbaren Return of Investments (ROI). Schließlich betrachten Finanzentscheider Geschäftsreisen zunehmend durch eine Renditebrille. Reisen, die der Umsatzgenerierung oder der Stärkung von Kundenbeziehungen dienen, sind leichter zu rechtfertigen als interne Meetings. CFOs erwarten konkrete Lösungsansätze, die auch Opportunitätskosten wie die Arbeitszeit von Mitarbeitenden während Reisen berücksichtigen.

KI und Wissenslücken im Finanzbereich un Mobilitätsmanagement. Zu den zukunftssicheren Prozessen im Travel- bzw. Mobilitätsmanagement zählt der Einsatz von  Künstlicher Intelligenz. Die ist in der Wirtschaft längst kein Trendthema mehr, sondern eine geschäftskritische Kerninvestition, auch wenn die KI in vielen Bereichen noh sehr fehlerhaft ist. Doch während die meisten Unternehmen wissen, dass sie in moderne Workflows investieren müssen, existieren im Finanzbereich oft noch Wissenslücken. Besonders im Ausgabenmanagement und bei Geschäftsreisen ist es 2026 höchste Zeit, ungenutzte Potenziale systematisch zu nutzen. Intelligente Tools, die bereits seit Jahren mit KI arbeiten, machen das möglich.

 Experten schätzen, dass sich die globalen Ausgaben für KI-Infrastruktur und intelligente Anwendungen bis 2028 mehr als verdoppeln werden. Auch Travel Manager sollten verstehen, wohin die Reise geht: 

Die wichtigsten Key Takeaways für das Finanzteam

  • Maximale Transparenz: Datenbasierte Echtzeit-Einblicke decken ungenutzte Einsparpotenziale sofort auf.
  • Hohe Nutzerfreundlichkeit: Intelligente mobile Apps vereinfachen die Workflows für Reisende und das Controlling.
  • Spürbare Produktivität: Automatisierte Freigaben befreien Mitarbeitende von manueller Zettelwirtschaft.
  • Starke Compliance: Integrierte KI-Audits erkennen fehlerhafte Buchungen oder Richtlinienverstöße in Echtzeit.

Unternehmen, die künstliche Intelligenz jetzt tief in ihren Prozessen verankern, sichern sich langfristige Kostenvorteile. Die noch zögern, verlieren den Anschluss und kämpfen weiterhin mit manuellen Aufgaben, Papierbelegen und isolierten Datensilos.Finanzen, IT, HR und das Reisemanagement – bei einer nachhaltigen KI-Transformation sind mehrere Abteilungen gefragt. Mit einem funktionsübergreifenden Projektteam schaffen Firmen den nötigen Austausch von Fachwissen für eine reibungslose Implementierung. 

Business AI erfordert höchste Maßstäbe bei der Datensicherheit. Mobilitäts,anager sollten daher eng mit den Sicherheits-, Rechts- und Compliance-Verantwortlichen ihres Unternehmens zusammenarbeiten. Und sie sollten darauf achtren, dass das gewählte KI-Tool europäische Datenschutz-Standards und globale Zertifizierungen lückenlos erfüllt.

Der Wechsel zu einer KI-gestützten Architektur gelingt am sichersten mit praxiserprobter Unterstützung. Experten analysieren Ihre bestehenden Finanzprozesse und zeigen auf, wie Sie manuelle Aufwände an den entscheidenden Schnittstellen sofort reduzieren.

In der theoretischen Diskussion über künstliche Intelligenz stehen oft abstrakte Begriffe wie Effizienz und Genauigkeit im Vordergrund. Doch wie sieht der operative Alltag im Finanzwesen und im Reisemanagement konkret aus?

Erst wenn Algorithmen direkt in die Workflows eingebettet sind, entfalten sie ihren vollen Wettbewerbsvorteil, reduzieren manuelle Fehler im Controlling und entlasten an den entscheidenden Schnittstellen. Quelle: SAP Concur / CM

Geschäftsreisen im Zwiespalt

Mitarbeitende erleben Geschäftsreisen zunehmend als Spannungsfeld. Das zeigen die Ergebnisse der achten „Global Business Travel Survey“ von SAP Concur. Einerseits geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr psychisches oder körperliches Wohlbefinden auswirken. Doch andererseits sagen 67 %, dass sie zögern, in diesem Jahr Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken, Angst vor Reiseunterbrechungen sowie zunehmende Unsicherheiten.

Die Umfrageresultate kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen verstärkt in Geschäftsreiseprogramme investieren. 82 % der Finanzverantwortlichen in deutschen Unternehmen planen für 2026 höhere Reisebudgets. Gleichzeitig verändert sich das Verhalten der Reisenden aufgrund geopolitischer Spannungen und Risiken im Bereich der Informationssicherheit. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die steigenden Erwartungen der Mitarbeitenden zu erfüllen und gleichzeitig eine noch nie dagewesene Komplexität zu bewältigen.

Geschäftsreisen bleiben wichtig, die Erwartungen steigen jedoch. Trotz anhaltender Unterbrechungen im globalen Reiseverkehr geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr mentales oder physisches Wohlbefinden auswirken. Die Gründe sind vielfältig: 45 % schätzen die Abwechslung vom Arbeitsalltag. 44 % empfinden den Tapetenwechsel als mentale Erholung. Für 36 % sind Geschäftsreisen eine Gelegenheit für persönlichen Austausch mit Kollegen und Kunden  – etwas, das im Arbeitsalltag oft zu kurz kommt.

Eltern spüren den persönlichen Nutzen noch deutlicher. 33 % sagen, dass Geschäftsreisen für sie eine Auszeit von familiären oder privaten Verpflichtungen darstellen. Bei den Reisenden ohne Kinder sind dies 26 %. Eltern nennen häufiger den Zugang zu Wellness-Einrichtungen in Hotels (33 % gegenüber 25 %) und Möglichkeiten für Sport und Bewegung, die ihnen zu Hause fehlen (22 % gegenüber 14 %).

In einer Zeit, die von Erschöpfung und digitaler Überlastung geprägt ist, sehen viele Berufstätige das Reisen als Chance, wieder mehr mit Kollegen und Kunden, aber auch sich selbst in Kontakt zu kommen. Geschäftsreisen sind für Mitarbeitende offenbar längst mehr als ein notwendiges Übel.

Dem positiven Nutzen stehen jedoch zunehmende Unsicherheiten gegenüber. 67 Prozent der Geschäftsreisenden geben an, dass sie dieses Jahr zögern, Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken in geopolitisch angespannten Regionen (31 %), Angst vor Reiseunterbrechungen wie Flugverspätungen oder -ausfälle (28 %) sowie Unsicherheiten bei Einreise- und Identitätsanforderungen (16% ). Quelle: SAP Concur / CM