Die aktuelle E-Auto-Zufriedenheitsstudie der Stuttgarter USCALE GmbH zeigt welche Hersteller ihre Kunden überzeugen können und wo es noch hapert USCALE betreibt Marktforschung, die sich vollständig auf Elektromobilität spezialisiert hat. Mit dem Fokus auf die Nutzersicht im Ökosystem der Elektromobilität unterstützen USCALE alle Marktteilnehmer. Die Fokusmärkte sind DACH, Frankreich, UK, Italien, Spanien, Niederlande, Norwegen, sowie drei wichtigen Weltmärkten USA, CHINA und GCC/EMIRATE.
Die Elektromobilität verändert den gesamten Mark. Die Automotive-Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Nicht nur Elektroautos müssen in weiten Teilen neu gedacht werden, sondern auch Dienste der Hersteller rund um das Auto selbst. Die Branche muss sich also möglichst schnell an die neuen Bedingungen anpassen. Auch die Energiebranchesteht vor massiven Veränderungen. Aus ihrer Sicht ergeben sich jedoch hauptsächlich Potenziale. Dagegen steht die Mineralölbranche vor der Herausforderung, den Vertrieb von Benzin und Diesel in einen Vertrieb von Strom zu überführen.
Zu den Treibern der nun auch in Deutschland spürbaren Veränderung hin zur E-Mobilität zählen ein neues Kundenverhalten, neue Produkte und Dienste, neue Marktteilnehmer und neue Marktstrukturen.
Neues Kundenverhalten. Laden läuft völlig anders als Tanken. Fahrer von Verbrenner-Fahrzeugen mussten zum Tanken grundsätzlich zur Tankstelle. Dagegen haben Fahrer von Elektroautos haben viele Möglichkeiten, ihr Auto zu laden. Die Tankstelle bekommt also Konkurrenz von der heimischen Photovoltaik-Anlage, von Einzelhändlern, Arbeitgebern und der Energiewirtschaft. Sie alle bieten nun Strom. Mit dem schrittweisen Aufbau der Ladeinfrastruktur entwickeln die Nutzer also den für sie optimalen Lademix. Hierdurch entstehen neue Anforderungen an Fahrzeuge und Ladedienste.
Neue Produkte und Dienste. Neue Bedarfe führen zu neuen Angeboten. Der Lademarkt bietet zahlreiche technische Möglichkeiten, Nutzungssituationen und Angebotsstrukturen. Nicht alle davon werden funktionieren. Produktentwickler und Produktmanager müssen testen, schnell lernen und ihre Angebote optimieren. Marketing-Experten und Vertriebler müssen sich laufend anpassen.
4. Neue Marktteilnehmer und Marktstrukturen. Neue Bedarfe und neue Angebote ziehen neue Marktteilnehmer an, die ihre Chancen wittern und den Platzhirschen ihre Position streitig machen. Etablierte und neue Marktteilnehmer müssen Marktveränderungen schnell erfassen und ihre Position im Markt laufend überwachen.
Die aktuelle Zufriedenheitsliste:
- Xpeng liegt in nahezu allen Kategorien deutlich über dem Durchschnitt. Besonders überzeugt sind die Kunden von Ladeleistung, Lademanagement und Reichweite. Die Connect-App hat sich gegenüber dem Vorjahr massiv verbessert. Größte Schwäche bleibt die Routenplanung, auch der Verbrauch wird häufiger kritisiert als 2025.
- Tela kehrt auf Platz zwei zurück und überzeugt in fast allen E-spezifischen Disziplinen, allen voran bei Software, Connect-App, Routenplanung und Verbrauch. Kritisch bleibt die Ladeleistung, die mehr als jeder zweite Tesla-Fahrer bemängelt. Dazu kommt Kritik an der Akustik- und Verarbeitungsqualität, die sich aber verbessert hat. Viele weitere Verbesserungswünsche betreffen die Fahrerassistenzsysteme.
- Skoda klettert auf Platz drei. Der Elroq verbessert sich gegenüber dem Enyaq in fast allen Bereichen. Handlungsbedarf sehen die Fahrer weiterhin bei Routenplanung und Softwarequalität.
- Porsche überzeugt weiterhin mit hoher Ladeleistung und hoher Verarbeitungsqualität. Unterdurchschnittlich bewertet werden die Softwarequalität und die Routenplanung.
- Hyundai überzeugt mit hoher Reichweite und Ladeleistung und verbessert sich in fast allen Bereichen.
- BMW punktet mit Software, Connect-App, Routenplanung und Lademanagement. Die „neue Klasse“, die seit Mitte 2026 auf dem Markt ist, ist in der Studie noch nicht enthalten.
- KIA punktet mit guter Reichweite und einer deutlich verbesserten Softwarequalität. Die Routenplanung bleibt ein Schwachpunkt.
- Polestar überzeugt weiterhin mit Bedienkonzept, Routenplanung und Connect-App. Handlungsbedarf sehen die Kunden beim Verbrauch, bei der Softwarequalität und bei der Geräuschdämmung.
- Mercedes macht dank der neuen MMA-Plattform mit CLA und GLB einen großen Sprung bei Reichweite, Verbrauch und Ladeleistung. Die Connect-App wird überdurchschnittlich gut bewertet. Die Software- und Ausführungsqualität werden jedoch häufiger kritisiert als im Vorjahr, gerade bei den neuen Modellen.
- Ford profitiert vom Explorer, der den Mustang Mach-E in den meisten Disziplinen übertrifft. Beim Verbrauch hat sich die Marke gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Große Schwäche bleibt die Connect-App, auch die Ladeleistung wird kritisiert.
- BYD bescheinigen seine Nutzer eine überzeugende Software, Connect-App und Routenplanung. Bei der Ladeleistung gibt es zwar Fortschritte, dennoch sehen die Fahrer hier wie auch beim Verbrauch und bei der Bedienung großen Handlungsbedarf.
- VW liegt insgesamt unter dem Durchschnitt. Der ID.7 überzeugt mit besserer Reichweite, geringerem Verbrauch und höherer Ladeleistung als ID.3, ID.4 und ID.5. Software und Connect-App bleiben jedoch die großen Baustellen der Marke.
- Leapmotor ist erstmals im Ranking vertreten und startet im Mittelfeld. Die Kunden loben Reichweite und Connect-App. Deutlichen Verbesserungsbedarf sehen sie bei Bedienkonzept und Routenplanung.
- Renault überzeugt mit Routenplanung und Software. Die geringe Ladeleistung und Probleme mit der Connect-App belasten die Marke.
- CUPRA bleibt unter dem Durchschnitt. Trotz Verbesserungen bei der Connect-App kämpft die Marke weiterhin mit Problemen bei App und Software, auch die Ladeleistung wird kritisiert.
- Volvo Cars punktet mit der Google-basierten Routenplanung. Der Verbrauch hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, bleibt aber gemeinsam mit Reichweite und Software der größte Kritikpunkt.
- Smart überzeugt mit Ladeleistung, Reichweite und Lademanagement. Deutlichen Verbesserungsbedarf sehen die Fahrer bei Verbrauch, Routenplanung, Software, Bedienung und App.
- Audi hat sich mit dem A6/Q6 e-tron bei Reichweite und Ladeleistung deutlich verbessert. Gleichzeitig wird die Software noch häufiger kritisiert als im Vorjahr. Auch die Connect-App und die Fahrzeugqualität bleiben deutlich hinter den Erwartungen.
- MG überzeugt mit Reichweite und Ausstattung, zeigt aber deutliche Schwächen bei Software und Connect-App.
- Fiat punktet weiterhin mit niedrigem Verbrauch. Große Probleme zeigen sich bei Reichweite, Lademanagement und Connect-App.
- Opel bildet erneut das Schlusslicht. 92 % der Opel-Fahrer berichten von Problemen mit der Connect-App. Dazu kommen massive Schwächen bei Lademanagement, Software und Bedienung. Quelle: USCALE / CM