In den deutschen Fuhrparks sind bei den Verbrennerautos, zumeist Diesel, die Betriebskosten seit Janar 2026 um mehr als ein Viertel gestiegen. Wichtigster Treiber sind die Kraftstoffpreise. Und die werden angesichts des Klimawandels weiter kräftig klettern.
Laut ADAC lagen eie reinen Betriebskosten z.B. bei einem VW Golf im Januar bei 172 Euro, so waren es im September schon 235 Euro. Fahrer eines Audi A6 brauchen jetzt 64 Euro mehr in Monat als noch im Januar. Vergleichbare Elektroautos fahren um ein Vielfaches günstiger. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 44 EuroCent pro Kilowattstunde fährt z.B. ein ID.3 um 50 % günstiger als ein Golf TDI. Mittlerweile schneidet selbst der supersparsame Skoda Octavia Diesel bei der Betrachtung der Gesamtkosten nicht mehr besser ab als ein Tesla Model 3, das beim Listenpreis viel teurer als der Octavia ist.
In den meisten Unternehmen bekommen Mobilitätsmanager inzwischen große Sorgenfaltenangesichts des weiter steigenden Kostendrucks bei den Verbrennermodellen. Daher entscheiden sich immer mehr Fuhrparkverantwortliche bei der Ersatz- bzw. Neubeschaffung für ein Elektroauto. Heute beträgt der BEV-Anteil im bundesdeutschen Flottenmarkt bei mehr als 30 %. Auch interessant: Wegen der ebenfalls steigenden Leasingraten erhöhen Flottenchefs die Haltedauer der Geschäftswagen: Sie beträgt aktuell schon 4,94 Jahre.
Und sehr zum Bedauern der zumeist deutschen Autobauer weichen die Flottenverantwortlichen auf niedrigere Fahrzeugsegmente aus, die preislich und verbrauchsmäßig eher zu verkraften sind. So sank seit 2020 der Anteil von Mitteklasse-Dienstwagen von 27,4 auf 25,1 %. Der Anteil von Höheren Segmenten (Obere Mitteklasse, Oberklasse) sank sogar von 14,5 % auf 11,9 %. Gleichzeitig legten Fahrzeuge der Kompaktklasse von 25 % auf 29,5 % zu. Quelle: Dataforce / CM