Das Portfolio des insolventen Revo-Hotels wird auf Mehrre Investoren aufgeteilt. Fünf internationale Investoren und Hotelgruppen übernehmen 120 Hotels. 450 Beschäftigte der Revo Hospitality-Zentrale wurden gekündigt.
Die Revo Hospitality Group (ehemals HR Group), einer der größten Hotelbetreiber Europas, hatte Mitte Januar 2026 für rund 175 ihrer Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Charlottenburg angemeldet. Ursachen waren die rasante Expansion seit 2020 (von 51 auf rund 250 Hotels). Das führte u.a. zu Doppelstrukturen, hohen Integrationskosten sowie Liquiditätsengpässen, verschärft durch gestiegene Energie-, Miet- und Personalkosten. Anfang April 2026 wurden die Insolvenzverfahren für 175 Hotels offiziell eröffnet. Gebuchte Übernachtungen sollen ihre Gültigkeit behalten haben. Einige wenige Ausnahmen (wie Schließungen in Frankfurt und auf Rügen) gab es jedoch.
Nun also ist das Unternehmen Revo Hospitality (Sitz in Berlin) zerschlagen, einer der größten europäischen Multibrand-Hotelbetreibers, dessen Gründer Ruslan Husry noch im Oktober 2025 von einer weiteren Mega-Expansion in Europa sprach. Angeblich sollen die Namen der fünf Bieter in den nächsten Tagen bekannt werden. Laut „hospitalityInside“ soll derindische Betreiber OYO – unter dem neuen Namen Prims – viele der vormaligen Revo- Hotels bekommen.
45 Hotels respektive Hotelbetriebsverträge wurden bereits verkauft. Für weitere zehn Hotelbetriebsverträge wird noch eine konkrete Lösung gesucht, heißt es in der aktuellen Medienmitteilung der Insolvzanwälte.
Die Revo-Verwaltung samt ihrer Service-Funktionen existiert nun nicht mehr. Während 450 Mitarbeitende ihren Job verlieren, sollen die meisten der ca. 5.450 Beschäftigten jener Hotels, die das Insolvenzverfahren verlassen, werden vom neuen Betreiber übernommen werden. Yvonne Brabant (Chief Asset Officer) und Harry Lang (Interim CFO Advisory) haben das Management des Unternehmen verlassen. Noch an Bord sein sollen Sabine Dorn (Chief Transformation Officer), Björn Weidner (Chief Legal Officer) und Robert K. Kennedy (verantwortlicher Managing Director Strategy.)
Zum jeweilig angebotenen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, so die Pressemitteilung. Die nicht in Insolvenz befindlichen Hotels in der Schweiz, Tschechien, Italien und Frankreich werden weiterhin normal betrieben. Quelle: hospitalityinside / CM