Lars Redelix ist neuer BDL-Präsident

Das Präsidium des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat Lars Redeligx auf seiner Sitzung am Mittwoxch, 01. Juli 2026, einstimmig zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt. Er folgt auf Jens Bischof, dessen zweijährige Amtszeit als BDL-Präsident turnusgemäß endete. 

Lars Redeligx, Jahrgang 1970, ist Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf. In dieser Funktion verantwortet er die strategische und operative Weiterentwicklung eines der größten deutschen Verkehrsflughäfen. Seine Karriere startete der Luftverkehrskaufmann und Diplom-Betriebswirt im Lufthansa-Konzern, in dem er von 2000 bis 2012 verschiedene Führungspositionen innehatte. Es folgten weitere Stationen bei Brussels Airlines, LSG Europe und der Lineas Group.

Lars Redelix ist neuer BDL-Präsident. Foto: BDL

Redeligx erklärte, er werde sich als BDL-Präsident insbesondere für die Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandortes Deutschland einsetzen. „Die Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrsteuer ist ein wichtiger erster Schritt. Jetzt müssen weitere Schritte folgen“, sagte Redeligx. „Deutsche Airlines und Flughäfen müssen wieder Anschluss finden an das starke Wachstum des Luftverkehrs im restlichen Europa.“Redelix weiter: Neben einer Halbierung der staatlichen Standortkosten für Luftverkehr ab Deutschland sei dafür auch ein Abbau von Bürokratie und Überregulierung bei der Umsetzung europäischer Normen in deutsches Recht erforderlich. Gold-plating schwäche den Standort Deutschland. Das müsse geändert werden. Redeligx unterstrich zudem die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz, was mit herkömmlihem Kerosin aber unmöglich ist. „Die Branche will den eingeschlagenen Weg der konsequenten Reduzierung der Emissionen weitergehen. Dafür brauchen wir realistische Zielvorgaben und eine deutliche Steigerung der Produktion nachhaltiger Kraftstoffe“, sagte Redeligx mit Blick auf den anstehenden Review-Prozess für das EU-Klimapaket „Fit for 55“. Um die milliardenschweren Investitionen zur Dekarbonisierung der Luftfahrt tätigen zu können, benötige die Branche ein Level-Playing-Field zur Sicherung ihrer Ertragskraft.

Seit 2016 ist das Amt des BDL-Präsidenten ein Ehrenamt, das alle zwei Jahre zwischen den Mitgliedsgruppen im Verband rotiert. Der Präsident wird aus dem Kreis der Präsidiumsmitglieder gewählt. Der BDL vertritt seit 2011 die gemeinsamen Interessen der deutschen Luftverkehrswirtschaft. Mitglieder des Verbandes sind Fluggesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und weitere Dienstleister im deutschen Luftverkehr. Die deutsche Luftverkehrswirtschaft ermöglicht Mobilität für jährlich rund 260 Millionen Fluggäste (2025). Quelle: BDL / CM

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