In Zürich und Genf herrscht erneut Kerosinmangel

Am Schweizer Lufthansa-Hub Zürich sowie am Airport von Genf wird das Kerosin erneut knapp: Der Grund des Engpasses liegt diesmal bei Raffinerien in Südfrankreich und Deutschland in Kombination mit Bahnausfällen. Pflichtlagerware des Schweizer Bunds soll die Flugpetrol-Versorgung wie schon im Oktober erneut sicherstellen. Die Flughäfen Zürich und Genf sind laut Mitteilung des Bundes trotz tiefer Nachfrage im November 2026 auf die Bezüge aus den Pflichtlagern angewiesen.

Die Flugbenzinbezüge aus den Mineralöl-Pflichtlagern für den November 2026 wurden am 03. November bewilligt. Bis zum 29. November dürfen bis zu 50.000 m3 Kerosin entnommen werden. Zusammen mit den 30.000 m3 der ersten Tranche vom Oktober 2026 entspricht dies 17.4 % der Pflichtlagerbestände.

Die Branche versucht zwar, Rückgriffe auf die Pflichtlager zu verhindern. Allerdings ist die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten seit Monaten angespannt, vor allem wegen der stark und lange anhaltenden, eingeschränkten Rheinschifffahrt. Die dort üblicherweise verkehrenden Tankschiffe können voll beladen insbesondere auf dem Rhein-Abschnitt von Köln bis Karlsruhe kaum fahren. 

Die anderen Verkehrsträger sind in dieser Situation noch mehr nachgefragt und kommen an ihre Grenzen. Kommt es zu zusätzlichen Verzögerungen oder Ausfällen, führt dies rasch zu Versorgungsengpässe, zumal die Luftfahrt unglaubliche Milliarden von Litern an Flugbenzin verbrennt. 

Seit September 2026 musste die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten insgesamt schon vier Mal mit Bezügen aus den Pflichtlagern gestützt werden. Beim Dieselöl können noch bis zum 22. November 2026 Bezüge gemacht werden. Quelle: TravelNews / CM

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