Der Autobauer BMW hat im Oktober 2026 ein massives, freiwilliges Abfindungsprogramm gestartet, das in der Belegschaft auf einen so enormen Ansturm gestoßen ist, dass das interne Personalportal wegen Überlastung vorübergehend gesperrt werden musste.
BMW will schnellstmöglich 8.000 Beschäftigte loswerden und lockt mit einer immens hohen „Turboprämie“ und „BMW-Rente“. Das Interesse ist groß. Der Konzern zahlt mitunter noch mehr als Mercedes und VW. Zum Start wollten so viele Beschäftigte wissen, was ihr Abgang dem Konzern wert ist, dass das Mitarbeiterportal kollabierte. Nun zeigen erste Fälle, wie hoch BMW den Mitarbeitenden den Abschied im Branchenvergleich vergütet bzw. versüßt
Hintergrund ist ein geplanter Abbau von weltweit rund 8.000 Stellen bis Ende 2027, der vor allem die Bereiche Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung in Deutschland betrifft – die direkte Produktion ist ausgenommen. Da der Konzern auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet, lockt er die Beschäftigten mit finanziell extrem attraktiven Angeboten.
Laut Berichten aus Konzernkreisen und internen Dokumenten zahlt BMW im Branchenvergleich teilweise deutlich höhere Summen als Mitbewerber wie VW oder Mercedes: Die Höhe der Abfindung richtet sich nach Alter, Gehalt und Betriebszugehörigkeit. Für ältere Mitarbeiter, die sehr lange im Konzern sind, stehen Beträge von bis zu 650.000 Euro im Raum. Internen Kreisen zufolge winken manchen Beschäftigten rechnerisch rund 50.000 Euro pro Jahr der Betriebszugehörigkeit.
Wer sich besonders schnell für einen freiwilligen Aufhebungsvertrag entscheidet und zu den frühen Austrittsterminen (wie dem 31. März 2027) geht, erhält zusätzlich eine extra Prämie. Mitarbeitende, die bei ihrem Ausscheiden mindestens 55 Jahre alt sind, erhalten neben der Abfindung Privilegien wie vergünstigte Mitarbeiterkonditionen beim Autokauf oder den Erhalt von Dienstwagen
Obwohl BMW wirtschaftlich stabiler dasteht als andere deutsche Automobilhersteller, spürt der Konzern den Druck durch rückläufige Absätze vor allem auf dem chinesischen Markt. Zudem sinkt nach dem Anlauf der neuen Elektro-Modelle der „Neuen Klasse“ der unmittelbare Bedarf an klassischer Entwicklungsarbeit, während gleichzeitig immer mehr Prozesse durch Künstliche Intelligenz effizienter gestaltet werden. Kurzfristig kostet dieses „Luxusprogramm“ BMW Beträge im Milliardenbereich, langfristig will der Vorstand dadurch ab 2028 jedoch jährlich rund 1 Mrd. Euro einsparen. Quelle: BMW / CM