Auch in Zürich wird Kerosin knapp

Auch am Flughafen Zürich wird das Kerosin knapp. Dies hat das Schweizer Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) bekanntgegeben, kurz nachdem publik wurde, dass sich auch am Flughafen Frankfurt ein Kerosinmangel anbahnt. Die Unterversorgung in Zürich geht auf die massiven Ausfälle und Verspätungen im internationalen Güterverkehr zurück, insbesondere aus Deutschland. 

Aufgrund des Niedrigwasser auf dem Rhein wurden zahlreiche Güter bereits auf die ohnehin überlastete Schiene verlagert. „Die verfügbaren Kwerosin-Bestände am Flughafen Zürich reichen ohne zusätzliche Maßnahmen nicht aus, um die ausfallenden Lieferungen zu überbrücken“, heißt es in der Mtteilung des BWL. Um die Situation zu stabilisieren, hat der Bund begrenzte Bezüge aus den so genannten Pflichtlagern bewilligt: Vom 15. Oktober bis einschlißslich 01. November 2026 können bis zu 30 Mio. Liter Kerosin bezogen werden. Dies entspricht rund 6,5 % der aktuell vorhandenen Pflichtlagermeng.

Wie in Frankfurt wird auch in Zürich Flugbenzin knapp. Foto: Flughafen Züriche.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Schweizer Bund zu dieser Lösung greift. Bereits im Sommer 2022 führten Transportprobleme auf dem Rhein und im Schienennetz zu Engpässen. Im darauffolgenden Winter verschärften Streiks in französischen Raffinerien die Situation. Als Reaktion darauf gab der Bund u.a. Pflichtlagerbestände für die Versorgung des Flughafens Genf frei.

Bei der Swiss sind die Auswirkungen des Engpasses bislang nicht spürbar, alle Flüge können wie geplant durchgeführt werden. Die Betankung der Flugzeuge am Flughafen Zürich war und ist jederzeit uneingeschränkt möglich, wird en Sprecher der Swiss zitiert. Die Versorgung am Flughafen erfolgt durch sogenannte Durchsetzer, wie Socar, BP oder Shell. Diese unterliegen direkten Liefervereinbarungen mit den Fluggesellschaften.

Aufgrund eingeschränkter Pipeline-Kapazitäten und des tiefen Rheinpegels ist auch am Flughafen Frankfurt die Kerosinversorgung nicht mehr gesichert. Um dem Versorgungsengpass entgegenzuwirken, setzt die Lufthansa auf sogenanntes „Tankering“. Piloten sind dabei angewiesen, auf den Flug nach Frankfurt an ausländischen Airports mehr Kerosin als nötig zu tanken. Diese Anweisung betrifft auch die Swiss-Flüge: Von Zürich und Genf nach Frankfurt wird bis auf Weiteres so viel getankt, dass auch der Rückflug ohne Nachschub absolviert werden kann. Quelle: SWISS / CM

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