Elektrischer Mercedes CLA 250+ im CM-Test

Sportlich, digital, innovativ. Mit seinem athletischen Design, einem völlig neuenAntriebsstrang und dem digitalen MBUX Superscreen5] ist der CLA dasintelligenteste Fahrzeug, das Mercedes-Benz je gebaut hat. Das galt noch im Frühjahr, das gilt sicher auch heute. Der Mercedes CLA ist  die Elektro-Speerspitze von Mercedes: Beeindrukt hat uns unser Testwagen „CLA 250+ mit EQ Technologie“ mit seiner erstaunlich großen Reichweite, seiner Energieeffizienz, den kurzen Ladezeiten, dem hohen Fahrkomfort, dem modernen Infotainment  und seiner tatsächlich spürbaren Souveränität im Straßenverkehr. 

Der CLA tritt zwar im Kompaktsegment an ist aber mit 4,72 m Länge und 2,79 m Radstand nicht gerade sehr kompakt geraten. Und der Wagen ist relativ flach, was das Einsteigen betagterer Zeitgenossen ein klein wenig erschwert. Zudem ist der CLA besonders windschnittig, auch wenn dafür die Seitenspiegel etwas klein ausfallen.

Aberer der CLA ist einfach schön. Beim Design gefallen uns die elegante Coupélinie und natürlich der Kühlergrill mit den verchromten und beleuchtbaren Mini-Sternen sowie die Scheinwerfer und Heckleuchten. Einsteigen vorne ist kein Problem, hinten aber muss man schon etwas gelenkig sein. 

Das Interieur strahlt Wohnlichkeit aber auch Modernität aus. Verarbeitet sind  u.a. offfenporiges Holz, gebürstetes Alu und geschäumte Flächen. , Sitzpolsten mit Perleffek und das in gewohnt perfekter Weise. Beeindrucken das schwebende Armaturenbrett mit einem 10,25“ großen Digital-Tacho und einem 14 „Infotainment-Bildschirm und zieht sich über die ganze Fahrzeugbreite. Bei diesem Berührbildschirm wischen Fahrer und Beifahrer wie beim Smartphone die Apps und Funktionsumfänge hin und her, aktivieren Systeme per Fingertipp oder eben per Stimme.

Der Stromer ist er ein echter Technologieträger: Der Viertürer baut auf der völlig neuen Technik-Plattform MMA (Mercedes Modular Architecture) auf und ist sicher Vorreiter für eine neue Generation ist. An Bord kommt das neue Gehirn von Mercedes zum Einsatz: das selbst entwickelte Betriebssystem MB.OS. Es integriert verschiedene KI-Modelle und läuft auf einem Hochleistungsrechner

Der wassergekühlte Hochleistungsrechner kann bis zu 450 Mio. Rechenoperationen pro Sekunde ausführen, so dass Funktionalität superschnell vonstatten geht. Wer die Sprachbedienung liebt, dürfte sich der KI-gesteuerten Dialogfähigkeit erfreuen. „Hey Mercedes“ sagen und dann fragen. Korrekte Antworten folgen prompt.  Eine feie Sache ist das große und vor allem serienmäßige und leicht getönte Panorama-Glasdach. 

Ob privat oder geschäftlich unterwegs: Das langstreckentaugliche Gestühl bietet erstklassigen Sitzkomfort. Die unserer Meinung nach ergonomisch perfekte Polsterung und ein starker Seitenhalt durch stabil geformte Wangen machen das Fahren auch über weite Distanzen oder auch in etwas schäfer gefahrenen Kurven angenehm, sicher und wenig ermüdend. Dank Sitzheizung, Massage und weiteren netten Dingen, geht’s einem schon sehr gut im CLA. Hinzu addieren sich noch so kleine aber feine Details, wie die Fenster: Die fahren beim Öffnen der Tür deutlich weiter herunter.

Leider ist das Gepäckabteil nicht gerade üppig bemessen: Es fasst nur 405 Liter Volumen; weitere 100 Liter finden sich vorne im Frunk, wo auch die Ladekabel verstaut werden können. Die Zuladung von 464 kg erscheint uns als etwas gering. 

Mit Reichweite bis zu 792 km lockt der neue vollelektrische CLA von Mercedes-Benz. Klingt famos, in der Realität aber sind es nach unserer Erfahrung gute 150 km weniger. Aber selbst das ist wirklich gut. Unser Eindruck nach der ersten Testwoche: Das kompakte und nicht zuletzt optisch attraktive Coupé ist bestimmt auf gutem Weg ist, den Elektro-Absatz der Stuttgarter ankurbeln. Natürlich spielt da auch ein bisschen der nicht gerade niedrige Preis (Einstandspreis: 55.859 Euro)  eine Rolle, erst recht, wenn man sich die optionalen Ausstattungsmöglichkeiten betrachtet. Die können richtig ins Geld gehen. Andererseits werden derlei hochwertige BEV i.d.R. zu halbwegs erträglichen Raten geleast, wozu wir ohnehin raten; denn die Batterieentwicklung schreitet rasant voran. 

Ladestopps sind angenehm kurz. Sie dauern dank hoher zulässiger Stromaufnahme von 320 kW Leistung bei 800 Volt Spannung maxinal 22 Minuten. Kurz einen Kaffee genießn und weiter geht’s.  Klar, dass auch eine Wärmepumpe an Bord ist und die Batterie vorkonditionierrt werdenkann.

Fahrleistungen: Wir sind den CLA 250+ gefahren. reicht von der Power her völlig aus. Er hat mit 335 Nm ein ausreichendes Drehmoment und braucht für den Spurt von 0 auf 100 km/h 6,7 Sekunden. Typisch ist natürlich auch für den elektrischen CLA das kraftvolle Beschleunigungsvermögen der E-Maschine.  Aber wann braucht volle Power schon? Ab und an das Fahrpedal durchdrücken, ansonsten den Wagen aber moderat bewegen, dann kommt man im Schnitt auf einen Energieverbrauch von 15,6 kWh und somit auf einen maximale Reichweite von ca. 630 km. Die Lenkung reagiert feinfühlig und präzise. Die Stahlfederung mit passiven adaptiven Dämpfern ist so was von hervorragend, dass es keine Wünsche an Federungskomfort gibt. Ganze Arbeit haben die Akustiker dank guter Schallisolierung geleistet.  Einen wirksamen Teil zum nahezu lautlosen Dahingleiten trägt aber auch die aerodynamische Glättung der Karosserie bei. Was uns noch positiv aufgefallen ist, der kleine Wendekreis.

Das CM-Testurteil: Die batterieelektrische Limousine CLA 250+ zählt für uns als eines der besten E-Mobile, die wir bis jetzt gefahren haben. Mit seiner 800 V Technik bietet die E-Limousine eine beeindruckende Ladeleistung und angenehm kurze Ladezeit. Einen Kaffe trinken, und schon ist der 85 kWh-Akku voll. Die Reichweite ist sehr gut, fast besser als bei jedem Benzinerr. Und wenn man ihn zuhause oder in der Firma mit Photovoltaik-Anlage und Wallbox laden kann, sind die Betriebskosten unschlagbar. Klar, dass die Stuttgarter an den zahlreichen Ausstattungsmöglichkeiten, die man noch für teuer Geld dazukaufen muss, verdienen wollen. Und auch die obligatorische Wartung kostet natürlich nicht gerade wenig Geld. Alles in allem ein attraktiver Mercedes und ein optisch wie technisch gutes Automobil, das wir Mobilitätsmanagern und/oder Selbstständigen als Dienstwagen absolut empfehlen. Quelle: CM

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