Olympia darf keine Blamage werden

Seit Samstag steht fest, dass München die Bewerberstadt Deutschlands für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 sein wird. Indirekt hat damit auch Kiel als Partner Münchens das Rennen gemacht, die Segelwettbewerbe auszutragen. 

Für den Fall, dass das Olympische Komitee sich für Deutschland als Austragungsort entscheidet, müssen jetzt schon Vorbereitungen getroffen werden. Die zu erwartenden Besuchermassen brauchen eine Verkehrsinfrastruktur, deren Bau einiges an Vorlauf benötigt.

“Es braucht jetzt eine verbindliche Finanzierung für Sanierung und Ausbau der Bahnstrecke Hamburg-Kiel, damit die Olympischen Spiele nicht zur Blamage werden”, so Karl-Peter Naumann, Pressesprecher des Fahrgastverbands PRO BAHN, “Die Strecke ist heute schon überlastet und leidet unter einem Sanierungsstau. Insbesondere der viergleisige Ausbau bis Elmshorn muss prioritär vorangebracht werden”.

Geplant für die Strecke ist und war schon vieles, es fehlt aber an einer verlässlichen, langfristigen Finanzierung – wie so oft in den letzten Jahrzehnten in Deutschland.

Nun wollen die Menschen nicht zum Kieler Hauptbahnhof, sondern weiter zu den Wettkämpfen an der Kieler Förde. Schon das Verkehrskonzept für die letzte Olympiabewerbung in 2015 hat nahegelegt, dass das nicht alleine mit Bussen gelingen wird.

“Auch Kiels Stadtverkehr muss deswegen für Olympia fit gemacht werden. Die Stadtbahn wird umso mehr gebraucht und eine Strecke in den Kieler Norden muss in die Planung. Da kurioserweise ein Neubau der Olympia-Brücke ansteht, sollte das Land eine Stadtbahn in die Planungen mitaufnehmen”, so der Landesvorsitzende Stefan Barkleit. Quelle: Fahrgastverband PRO BAHN Schleswig-Holstein/ Hamburg / CM

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