VW: Warum ist solch ein Auto zu einem solch niedrigen Preis hier zu Lande nicht möglich?

In China bringt VW ein neues vollelektrisches Mittelklasse-SUV auf den Markt, das als „T6“ firmiert. Hier zu Lande gilt T6 als Bezeichnung für eine der sieben Bulli-Generationen. Was besonders ärgerlich ist: Im Reich der Mitte wird der Wagen zu einem Preis angeboten, der höchstens ein Drittel dessen beträgt, was man in Deutschland bezahlen muss. 

Von den Bändern läuft der ID.Aura T6 bei FAW Volkswagen, einem Gemeinschaftsunternehmen. Angeboten wird er ausschließlich in der Volksrepublik. Das voll digitale FAW-Modell wird wahrscheinlich auch in Russland zu haben sein. Denn ins Riesenreich des Herrn Putin werden inzwischen millionenfach chinesische Fahrzeuge exportiert. Soviel zum Thema Sanktionen. 

Die Preise für das wirklich wunderschön Mittelklasse-SUV sind die für Deutsche unvorstellbar niedrig: Denn das Mittelklasse-SUV, das ib Sachen Technik und Ausstattung dem deutschen Premiumsegment entspricht, kostet umgerechnet nur 17.445 Euro (135.900 Yuan), als Topmodell lächerliche 21.809 Euro (169.900 Yuan). In Deutschland kostet der kleinste VW (ein Polo) ab 20.380 Euro. 

Exterieur: geschlossene Front, durchgehendes Leuchtenband und beleuchtetes VW-Logo. Mit einer Länge von 4,81 Metern bewegt sich das Automobil auf Niveau des bei in Deutschland angebotenen Siebensitzers VW Tayron. Der Radstand von 2,84 Metern verspricht ein großzügiges Platzangebot. Unter der Fronthaube befindet sich zusätzlich ein 90-Liter-Frunk.

Der Wagen bietet im Cockpit ein 10,25“-Instrumentendisplay, einen großen 15,6“-Zentralbildschirm und ein 25,8“-Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion. Dazu kommen zahlreiche Komfortfeatures, u.a. ein Massagesitz für den Beifahrer, ein Dolby-Atmos-Soundsystem mit 18 Lautsprechern sowie Sitze, die sich beinahe in Liegen verwandeln lassen. Warum ist das alles in Deutschland nicht möglich? 

Angetrieben wird der ID.Aura T6 von einem 228 PS starken Elektromotor. Die Energie liefert eine LFP-Batterie, wobei die Kunden unter zwei Akkugrößen wählen können: 59,9 oder 77, 5 kWh groß sollen sie für 540 bis 660 km Reichweite sorgen. 

Bemerkenswert ist zudem die Assistenztechnik: Auf dem Dach sitzt ein LiDAR-Sensor, dazu kommt die von Volkswagen und Horizon Robotics entwickelte Carizon-Plattform. Laut Hersteller soll das System Funktionen wie Autobahn-Assistenten mit Navigationsunterstützung sowie erweiterte Fahrhilfen im Stadtverkehr ermöglichen.Quelle: Autobild / CM

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