United Airlines hat soeben eine neue Funktion in ihrer App eingeführt, die das Reisen für Mitarbeitende (die oft auf Standby-Basis fliegen) noch schwieriger machen dürfte: Bei Flugstörungen können reguläre Passagiere sich nun für bis zu drei weitere Flüge auf die Warteliste setzen lassen, während sie gleichzeitig ihren bestätigten Sitzplatz für einen vierten Flug behalten.
Wird ein Flug gestrichen oder stark verspätet, bucht United Airlines die Passagiere automatisch auf den nächsten verfügbaren Flug um. Doch was, wenn der nächste Flug erst in einigen Stunden startet und man dringend an sein Ziel gelangen möchte?
Die neue Funktion erlaubt es umgebuchten Passagieren, ihren bestätigten Sitzplatz zu behalten und sich gleichzeitig für bis zu drei alternative Flüge auf die Warteliste setzen zu lassen. Die United-App überwacht daraufhin automatisch die Sitzplatzverfügbarkeit auf diesen Flügen und benachrichtigt den Passagier per SMS, sobald ein Platz frei wird.
Man kann dann entscheiden, ob man auf den früheren Flug wechselt oder den Sitzplatz auf der Verbindung behält, auf die United einen ursprünglich automatisch umgebucht hatte.
„Bei Flugstörungen können Kunden ihre bestätigte Reiseplanung beibehalten und sich für drei zusätzliche Flüge auf die Warteliste setzen lassen“, erklärte Jennifer Schwierzke, Vice President of Customer Operations, Strategy & Execution bei United.
Für United-Beschäftigte, die im Rahmen von Vergünstigungen (sogenannte „Non-Rev“-Reisen) fliegen und in letzter Minute noch einen Platz ergattern wollen, könnte diese neue Funktion die Situation weiter erschweren. Stellen Sie sich vor, Sie sind als Mitarbeiter auf Reisen und sehen, dass auf einem ansonsten ausgebuchten Flug ein Platz frei wird – nachdem Sie zuvor bereits bei mehreren anderen Flügen wegen Überbuchung abgewiesen wurden. Sie glauben, endlich an Bord gehen zu können, doch dann – schwupps – ist der Platz weg, weil ein anderer Passagier gerade von seiner Standby-Liste auf diesen Flug gewechselt ist. Natürlich ist das Reisen auf Mitarbeiterbasis nichts für schwache Nerven, auch wenn das Unterfangen zweifellos immer schwieriger wird.
Die Fluggesellschaft hat zudem kürzlich ein „virtuelles Gate“ in ihre App integriert, um dem Ärgernis jener Passagieren, die sich schon vorzeitig am Gate in eie vorhergehende Gruppe drängeln – entgegenzuwirken. Anstatt am Gate darauf zu warten, wann die eigene Boarding-Gruppe aufgerufen wird, sendet das virtuelle Gate Echtzeit-Updates auf das Mobiltelefon: Man erfährt, welche Gruppe gerade an der Reihe ist, und sieht anhand einer Fortschrittsanzeige, wie viele Passagiere bereits an Bord gegangen sind. Quelle: United / CM