Die Bahn-Magistrale München-Salzburg/Innsbruck wird zwischen Rosenheim und Salzburg während der geplanten Generalsanierung vom 07. Februar 2027 bis zum 09. Juli 2027 „voll gesperrt“.
Alternative Konzepte, wie etwa das „Bauen unter rollendem Rad“, hätten Bautätigkeiten über mehrere Jahre zur Folge und würden in Summe zu deutlich höheren Beeinträchtigungen führen, heißt es in der Antwort der Regierung (21/7715) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/7143).
Angaben über die Gesamtkosten für die Generalsanierung macht die Bundesregierung nicht. Bei den erfragten Informationen handle es sich um Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Deutschen Bahn AG (DB AG) und der betroffenen privaten Unternehmen, heißt es zur Begründung. Die Offenlegung der Informationen könne wirtschaftliche und finanzielle Nachteile sowohl der DB AG als auch der genannten Unternehmen zur Folge haben.
Zur Beantwortung der Frage nach dem Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) der Generalsanierung heißt es: Die Korridorsanierung „Rosenheim – Salzburg“ sei Teil der übergreifenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung gewesen, die Anfang 2026 durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) durchgeführt worden sei und auf den bereits durchgeführten Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zu einzelnen vorherigen Korridorsanierungen (Hamburg-Berlin, Nürnberg-Regensburg-Passau etc.) aufsetze. „Ein separater Wirtschaftlichkeitsnachweis für das hier betrachtete Projekt ist daher nicht erfolgt“, schreibt die Regierung. Die übergreifende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung habe einen Kostenvergleich und einen Vergleich des monetär bewerteten verkehrlichen Nutzens der Korridorsanierung gegenüber einer konventionellen Realisierung vorgenommen.
Während der Sperrung müssen Fern- und Güterzüge Züge von Salzburg kommend über Freilassing und Mühldorf über die nicht-elektrifizierte und meist eingleisige ABS38 umgeleitet werden. Quelle: Bundestag / CM