Die 35. Ausgabe der Eurobike findet vom 30. Juni bis 02. Juli 2027 auf dem Gelände der Messe Frankfurt statt. Künftig wird die Eurobike jährlich als die internationale B2B-Plattform für die Bike- und Ecomobility-Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgerichtet.
In der Vergangenheit gab es aus der Zweiradbranche teils heftige Kritik an der Eurobike. „Das Konzept der Fahrradmesse geht an den Bedürfnissen der Branche vorbei. Ein Neustart muss her“, forderten Kritiker. Sinkende Aussteller- und Besucherzahlen, der Abfall wichtiger Verbände wie ZIV und Zukunft Fahrrad sowie extrem hohe Kosten in Frankfurt belasteten die Leitmesse.
Die Messe leidet schon länger an schwindenden Besucher- und Ausstellerzahlen. Und dann folgte ein iefgreifendes Zerwürfnis mit dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV, der jede Zusammenarbeit mit dem Veranstalter Fairnamic aufgekündigt hatte. Große internationale Hersteller wie Specialized, Trek oder der niederländische Pon-Konzern (Cannondale, Gazelle, Kalkhoff, Focus) waren schon lange nicht mehr vertreten. Auch die wichtige Einkaufgenossenschaft ZEG fehlte. Nach der 25er-Ausgabe kehrten auch Zulieferer und ZIV-Mitglied Bosch und der deutsche E-Bike-Spezialist Riese & Müller dem Frankfurter Event den Rücken. Aus Ausstellerkreisen waren Klagen über hohe Standmieten oder fehlende Unterstützung beim Kampf gegen Produktpiraten zu hören. Aus der Lightmesse soll 2027 wieder die Leitmesse werden.
Während und nach der Eurobike 2026 führten die Verantwortlichen der Fairnamic zahlreiche Gespräche mit Ausstellern, Fachbesuchern, internationalen Marktpartnern und dem Messebeirat und werteten die Rückmeldungen zum vorgestellten Zukunftskonzept aus. Das Feedback bestätigte den klaren B2B-Fokus und eine kompakte dreitägige Veranstaltung, zeigte aber auch deutlich den Wunsch nach einem früheren Termin und einer jährlich stattfindenden Eurobike. Auf dieser Grundlage wurde das zunächst vorgestellte Konzept in zentralen Punkten angepasst.
Philipp Ferger, Geschäftsführer der Fairnamic GmbH: „Wir haben die Eurobike 2026 wie geplant genutzt, um unser gemeinsam mit der Branche entwickeltes Zukunftskonzept nochmals intensiv im Markt zu diskutieren. Die Rückmeldungen waren in zentralen Punkten eindeutig, und daraus ziehen wir die Konsequenzen. Mit dem Termin Ende Juni und dem jährlichen Rhythmus schaffen wir Verlässlichkeit und Kontinuität. Gleichzeitig stärken wir das, was die Eurobike im Kern auszeichnet: ihre Internationalität, ihre hohe mediale Reichweite und ihre Funktion als globale Plattform für die Bike- und Ecomobility-Branche. Unser Anspruch ist es, die relevanten Akteure aus allen Weltmärkten für Geschäft, Innovation und Austausch zusammenzubringen.“
Mit dem Wechsel vom ursprünglich angekündigten September-Termin auf den Frühsommer rückt die Eurobike in ein für Hersteller, Marken und Medien etabliertes Zeitfenster des internationalen Branchenkalenders.
Die Eurobike 2027 rückt sowohl Neuheiten und Innovationen als auch den gezielten Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen in den Mittelpunkt. Hersteller, Zulieferer, Distributoren, internationale Handelsunternehmen und weitere Marktakteure kommen an drei kompakten B2B-Tagen mit Entscheidern und Geschäftspartnern aus aller Welt zusammen. Dabei versteht sich die Eurobike als offene Plattform für Hersteller und Technologietreiber aus allen relevanten Märkten und Produktionsländern. Ein weltweites Netzwerk von Salespartnern in über 150 Ländern unterstützt dabei die gezielte internationale Ansprache. Gerade bei Antrieben, Komponenten und neuen Technologien soll die Eurobike die globale Innovationsdynamik der Branche in ihrer gesamten Breite abbilden.
Diese globale Ausrichtung spiegelt sich auch auf Besucherseite wider: Bereits 2026 kam rund die Hälfte der Fachbesucher aus dem Ausland. Zugleich wird Ecomobility als Wachstumsfeld weiter gestärkt – von Urban Mobility und Logistik über vernetzte Systeme bis hin zu neuen Mobilitätslösungen.
Laut Matthias Pietsch, Show Director Eurobike, soll die Eurobike konsequent zur Plattform für internationale Geschäftsverbindungen ausgebaut werden: mit gezieltem Matchmaking, buchbaren Meeting-Formaten und einem Umfeld, das Hersteller, Zulieferer und Technologietreiber aus aller Welt zusammenbringt.
Zu den neuen Beteiligungsformaten gehören beispielsweise Meeting-Räume für Geschäftsgespräche. Auch räumlich stellt sich die Eurobike neu auf: 2027 zieht sie mit den Hallen 3, 4 und 5 rund um die Agora in den Osten des Frankfurter Messegeländes. Die zentrale Freifläche bietet Raum für Testtracks und Demo-Areas; das angrenzende Forum und die Festhalle ergänzen das Angebot für Partner-Events und Networking. Info: www.eurobike.com / Quelle: fairnamic / CM