Der Iran schießt möglicherweise auch weiterhin Raketen und Drohnen auf Dubai, Abu Dhabi und weitere Standorte in der Golf-Region. Unterstützt werden die Mullahs von Russland und vermutlich auch China. Nun haben die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) den Bau massiver Drahtkäfige um die Treibstofftanks am Rande des Dubai International Airport (DXB) abgeschlossen, um diese „kritische Infrastruktur“ vor Angriffen durch vom Iran gestartete Kamikaze-Drohnen zu schützen.
Am 16. März kam es am Dubai International Airport zu erheblichen Betriebsstörungen, nachdem einer der großen Treibstofftanks einen Volltreffer durch eine mit Sprengstoff beladene iranische Drohne (offiziell als „One-Way-Angriffsdrohne“ bezeichnet) erlitten hatte. Daraufhin war der Luftraum über der Region umgehend gesperrt worden, während eine große Rauchwolke über dem Stadtteil Mirdif in Dubai aufstieg. Flugzeuge, die in Dubai International landen sollten, mussten zu Ausweichflughäfen umgeleitet werden oder zu ihren Startflughäfen zurückkehren, während die Feuerwehren versuchten, den Großbrand unter Kontrolle zu bringen.
Der Angriff ereignete sich gegen 03 Uhr morgens; doch schon acht Stunden später gegen 11 Uhr trafen die örtlichen Behörden die überraschende Entscheidung, den Flugplatz wieder für den kommerziellen Luftverkehr freizugeben, obwohl weiterhin Rauch aus dem Treibstofftank quoll. Ein Foto, das Rauch über der Zentrale der in Dubai ansässigen Großfluggesellschaft Emirates zeigt, entwickelte sich zu einem der prägenden Bilder der iranischen Angriffe auf die Nachbarstaaten der Region. Der angegriffene Treibstofftank ist Teil eines größeren sogenannten „Tanklagers“, das aus zehn großen Tanks mit Millionen Litern Kerosin besteht und sich zwischen Terminal A und dem VIP-Terminal der „Royal Air Wing“ auf der Südseite des Flugplatzes mit seinen zwei Start- und Landebahnen befindet.

Bereits im Mai war berichtet worden, dass die Behörden planten, Schutzgitter gegen Drohnen um kritische Infrastruktureinrichtungen – einschließlich der Treibstofftanks am DXB – zu errichten.
In den sozialen Medien ist nun ein neues Video der fertiggestellten Drahtkäfige aufgetaucht, das von einem Fahrgast der Dubai Metro aufgenommen wurde, während diese am Treibstofflager vorbeifuhr. Obwohl einige Medienberichte den Standort fälschlicherweise in Abu Dhabi verorten, konnte das Video eindeutig dem Dubai International Airport zugeordnet werden.
Seit diesem Vorfall wurde der Flughafen nicht mehr von iranischen Drohnen angegriffen, wenngleich Behörden vergangene Woche einen Raketenangriff der Mullahs auf Offshore-Anlagen meldeten. Auf dem Höhepunkt der iranischen Aggression gegen die VAE war der Flughafen wiederholt Ziel von Drohnenangriffen. Der erste dieser Angriffe erfolgte nur wenige Stunden, nachdem die USA und Israel ihre Militäroperation gegen Teheran eingeleitet hatten.
Der erste Drohnenangriff führte zu einem Volltreffer auf Terminal 3 – das wichtigste Drehkreuz von Emirates –, wobei die Abflughalle beschädigt und mindestens vier Personen verletzt wurden. Nur wenige Tage später explodierte eine weitere Drohne in der Nähe von Terminal 3, unweit eines geparkten Emirates-Flugzeugs. Auch bei diesem Vorfall wurden vier Personen verletzt. Später wurde bekannt, dass bei diesem Angriff ein geparkter Airbus A380 („Superjumbo“) von Emirates sowie ein Airbus A321 von Saudia Airlines beschädigt worden waren.
Laut FlightRadar24 operiert Emirates inzwischen wieder mit der gleichen Kapazität wie vor dem Konflikt. Auch die Buchungszahlen haben sich erholt, da wieder mehr Passagiere über die Golfregion fliegen.
Die Zahl der Besucher, die direkt nach Dubai reisen – im Gegensatz zu Transitpassagieren –, liegt jedoch weiterhin unter dem Niveau von vor de kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran. Um wieder vermehrt Touristen aus aller Welt anzulocken, bietet die Tourismus-Behörde verschiedene Anreize an. Quelle: Visit Dubai / CM