Neues Parkhaus P8 am Flughafen München 

Am Flughafen München steht ab sofort (01.09.2026) das neue Parkhaus P8 für (Geschäfts)Reisende zur Verfügung. Das P8 bietet rund 3.700 Stellplätze und liegt direkt zwischen Terminal 1 und Terminal 2, die in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar sind. Wer seinen Stellplatz vorab online bucht, profitiert dabei von günstigeren Parktarifen und einer komfortablen Einfahrt: Bei Angabe des Fahrzeugkennzeichens erkennt die moderne Kennzeichenerfassung das Fahrzeug automatisch und ermöglicht eine berührungslose Ein- und Ausfahrt.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit kann das neue P8 punkten: Auf dem Retentionsdach wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.378 Kilowattpeak installiert. Die PV-Anlage wird mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge kombiniert; im ersten Schritt entstehen bis zu 50 neue Ladepunkte Das Dach kann Niederschlagswasser aufnehmen und über Verdunstung wieder an die Atmosphäre abgeben. Zudem stehen Stellplätze für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Eine intelligente Systemsteuerung und energieeffiziente LED-Beleuchtung tragen dazu bei, den Energieverbrauch des Parkhauses zu reduzieren.

V.l.: Jens Arndt, Leiter Real Estate der Flughafen München GmbH; Maria Dahlhaus, Leiterin Commercial Activities der Flughafen München GmbH; Johann Bögl, Vorsitzender Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl.

Das P8 ersetzt ein altes, bestehendes Parkhaus, das es seit der Flughafeneröffnung 1992 gab. Nach dem Abbruch des alten Gebäudes und der Baufeldherstellung im Jahr 2023 startete der Neubau im Mai 2024. Realisiert wurde das Projekt von der Firmengruppe Max Bögl als Generalunternehmer.

Zum Start des neuen P8 profitieren Reisende zudem bis Ende des Jahres von 25 % Rabatt bei einer Online-Buchung – im P8 sowie auf vielen weiteren Parkflächen am Flughafen München. Weitere Informationen gibt es unter parken.munich-airport.de.  Quelle: FMG / CM

Eurobike 2027 will die internationale Branchenplattform werden

Die 35. Ausgabe der Eurobike findet vom 30. Juni bis 02. Juli 2027 auf dem Gelände der Messe Frankfurt statt. Künftig wird die Eurobike jährlich als die internationale B2B-Plattform für die Bike- und Ecomobility-Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgerichtet.

In der Vergangenheit gab es aus der Zweiradbranche teils heftige Kritik an der Eurobike. „Das Konzept der Fahrradmesse geht an den Bedürfnissen der Branche vorbei. Ein Neustart muss her“, forderten Kritiker. Sinkende Aussteller- und Besucherzahlen, der Abfall wichtiger Verbände wie ZIV und Zukunft Fahrrad sowie extrem hohe Kosten in Frankfurt belasteten die Leitmesse. 

Die Messe leidet schon länger an schwindenden Besucher- und Ausstellerzahlen. Und dann folgte ein iefgreifendes Zerwürfnis mit dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV, der jede Zusammenarbeit mit dem Veranstalter Fairnamic aufgekündigt hatte. Große internationale Hersteller wie Specialized, Trek oder der niederländische Pon-Konzern (Cannondale, Gazelle, Kalkhoff, Focus) waren schon lange nicht mehr vertreten. Auch die wichtige Einkaufgenossenschaft ZEG fehlte. Nach der 25er-Ausgabe kehrten auch Zulieferer und ZIV-Mitglied Bosch und der deutsche E-Bike-Spezialist Riese & Müller dem Frankfurter Event den Rücken. Aus Ausstellerkreisen waren Klagen über hohe Standmieten oder fehlende Unterstützung beim Kampf gegen Produktpiraten zu hören. Aus der Lightmesse soll 2027 wieder die Leitmesse werden. 

Während und nach der Eurobike 2026 führten die Verantwortlichen der Fairnamic zahlreiche Gespräche mit Ausstellern, Fachbesuchern, internationalen Marktpartnern und dem Messebeirat und werteten die Rückmeldungen zum vorgestellten Zukunftskonzept aus. Das Feedback bestätigte den klaren B2B-Fokus und eine kompakte dreitägige Veranstaltung, zeigte aber auch deutlich den Wunsch nach einem früheren Termin und einer jährlich stattfindenden Eurobike. Auf dieser Grundlage wurde das zunächst vorgestellte Konzept in zentralen Punkten angepasst. 

Philipp Ferger, Geschäftsführer der Fairnamic GmbH: „Wir haben die Eurobike 2026 wie geplant genutzt, um unser gemeinsam mit der Branche entwickeltes Zukunftskonzept nochmals intensiv im Markt zu diskutieren. Die Rückmeldungen waren in zentralen Punkten eindeutig, und daraus ziehen wir die Konsequenzen. Mit dem Termin Ende Juni und dem jährlichen Rhythmus schaffen wir Verlässlichkeit und Kontinuität. Gleichzeitig stärken wir das, was die Eurobike im Kern auszeichnet: ihre Internationalität, ihre hohe mediale Reichweite und ihre Funktion als globale Plattform für die Bike- und Ecomobility-Branche. Unser Anspruch ist es, die relevanten Akteure aus allen Weltmärkten für Geschäft, Innovation und Austausch zusammenzubringen.“

Mit dem Wechsel vom ursprünglich angekündigten September-Termin auf den Frühsommer rückt die Eurobike in ein für Hersteller, Marken und Medien etabliertes Zeitfenster des internationalen Branchenkalenders. 

Die Eurobike 2027 rückt sowohl Neuheiten und Innovationen als auch den gezielten Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen in den Mittelpunkt. Hersteller, Zulieferer, Distributoren, internationale Handelsunternehmen und weitere Marktakteure kommen an drei kompakten B2B-Tagen mit Entscheidern und Geschäftspartnern aus aller Welt zusammen. Dabei versteht sich die Eurobike als offene Plattform für Hersteller und Technologietreiber aus allen relevanten Märkten und Produktionsländern. Ein weltweites Netzwerk von Salespartnern in über 150 Ländern unterstützt dabei die gezielte internationale Ansprache. Gerade bei Antrieben, Komponenten und neuen Technologien soll die Eurobike die globale Innovationsdynamik der Branche in ihrer gesamten Breite abbilden.

Diese globale Ausrichtung spiegelt sich auch auf Besucherseite wider: Bereits 2026 kam rund die Hälfte der Fachbesucher aus dem Ausland. Zugleich wird Ecomobility als Wachstumsfeld weiter gestärkt – von Urban Mobility und Logistik über vernetzte Systeme bis hin zu neuen Mobilitätslösungen.

Laut Matthias Pietsch, Show Director Eurobike, soll die Eurobike konsequent zur Plattform für internationale Geschäftsverbindungen ausgebaut werden: mit gezieltem Matchmaking, buchbaren Meeting-Formaten und einem Umfeld, das Hersteller, Zulieferer und Technologietreiber aus aller Welt zusammenbringt. 

Zu den neuen Beteiligungsformaten gehören beispielsweise Meeting-Räume für Geschäftsgespräche. Auch räumlich stellt sich die Eurobike neu auf: 2027 zieht sie mit den Hallen 3, 4 und 5 rund um die Agora in den Osten des Frankfurter Messegeländes. Die zentrale Freifläche bietet Raum für Testtracks und Demo-Areas; das angrenzende Forum und die Festhalle ergänzen das Angebot für Partner-Events und Networking. Info: www.eurobike.com / Quelle: fairnamic / CM

Warum ROI mehr ist als nur Reisekosten

Eine GBTA-Umfrage zeigt: Die Budgets für Geschäftsreisen bleiben vielerorts stabil oder steigen sogar. Gleichzeitig wächst der Druck. Steigende Preise, geopolitische Unsicherheiten und komplexere Rahmenbedingungen erhöhen die 
Anforderungen an Unternehmen. Parallel dazu werden Reisen intern stärker hinterfragt – nicht zuletzt durch hybride Arbeitsmodelle und digitale Alternativen. 

Vor diesem Hintergrund stellt sich nicht die Frage, ob Geschäftsreisen weiterhin stattfinden sollten, sondern wie Unternehmen ihren strategischen Nutzen klarer belegen können. Katja Vortmann, Vice President bei DER BUSINESS Travel und Mitglied der DRV-Initiative Chefsache Business Travel, ordnet ein.


„Geschäftsreisen ausschließlich über Kosten zu bewerten, wird der Realität moderner Unternehmen nicht mehr gerecht. Natürlich bleiben Budgetdisziplin und Kostentransparenz wichtig – gerade in einem Umfeld steigender Preise und wirtschaftlicher Unsicherheiten. Gleichzeitig beobachten wir, dass viele Unternehmen den Wert von Geschäftsreisen heute bereits deutlich differenzierter betrachten als noch vor einigen Jahren. Der reine Kostenfokus wird zunehmend hinterfragt. Dennoch dominiert in der Praxis häufig weiterhin die Budgetperspektive, während der strategische Beitrag von Reisen nicht systematisch genug erfasst wird.

Geschäftsreisen ermöglichen Vertrieb, Projektarbeit, Kundenbindung und Markterschließung. Wer ausschließlich auf den Preis schaut, blendet aus, welchen unternehmerischen Mehrwert persönliche Präsenz schaffen kann. Der Return on Investment (ROI) entsteht nicht auf der Kostenstelle, sondern durch Geschäftsergebnisse, die ohne geschäftliche Reisen oftmals nicht oder nur verzögert erreichbar wären.

Der ROI von Geschäftsreisen lässt sich nicht mit einer einzigen Kennzahl erfassen. Unternehmen müssen sich ganz konkret fragen: Welche Ziele verfolgt eine Reise – und wurden diese erreicht? Das können Umsatzimpulse, der Ausbau von Kundenbeziehungen, Projektfortschritte oder auch strategische Marktinformationen sein. Ergänzend gewinnen qualitative Faktoren an Bedeutung, etwa die Effizienz von Reiseprozessen aber auch beispielsweise die Zufriedenheit der Reisenden.

Wichtig ist, Geschäftsreisen stärker mit Unternehmenszielen zu verknüpfen. Erst wenn klar definiert ist, welchen Zweck eine Reise erfüllt, lässt sich ihr Mehrwert bewerten, auch im Vergleich zu digitalen Alternativen. Zunehmend spielt dabei auch Benchmarking eine Rolle: Unternehmen wollen wissen, wie sie im internationalen oder branchenweiten Vergleich aufgestellt sind – etwa bei Reiseintensität, 
Effizienz oder Zielerreichung. Dieser Vergleich schafft Orientierung und unterstützt strategische Entscheidungen. Unternehmen, die diese KPIs frühzeitig definieren und messen, schaffen Transparenz und können Geschäftsreisen gezielt dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert liefern. Unternehmen sollten daher auch ihr Geschäftsreisemanagement regelmäßig strategisch überprüfen: Welche Reisen 
zahlen auf Unternehmensziele ein, welche nicht? Wer diese Fragen datenbasiert beantwortet, steuert nicht nur Kosten, sondern auch die eigenen Wettbewerbsvorteile. 

Zukünftig rücken Messwerte wie Produktivität, Zufriedenheit der Reisenden, Prozesseffizienz und Nachhaltigkeit stärker in den Fokus. Ein modernes Geschäftsreisemanagement muss abbilden, wie gut Reiserichtlinien akzeptiert werden, ob sie praktikabel sind und wie sie sich auf Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden auswirken. Gleichzeitig erwarten Unternehmen belastbare Daten, um Geschäftsreisen international vergleichen und benchmarken zu können. Der systematische Einsatz neuer KPIs (Key Performance Indicator: das ist eine Schlüsselkennzahl mit der der Erfolg oder Fortschritt von unternehmerischen Zielen, Projekten oder Prozessen gemessen wird) ermöglicht eine effizientere und strategischere Steuerung von Geschäftsreisen und macht ihren Wert erstmals klar sichtbar. Quelle: Chefsache Business Travel / CM