Erneuter Zwischenfall am Flughafen München

Ein Lufthansa-Airbus A380-800 (Registrierung D-AIML) mit 351 Passagieren an Bord kollidierte am Montagabend bei der Landung auf dem Flughafen München (MUC) mit mehreren Lichtern der Anflugbefeuerung. Der Riesenvogel kam mit Flug LH459 von einem zehnstündigen Transatlantikflug aus San Francisco (SFO).

Der Vorfall ereignete sich nur 48 Stunden, nachdem eine Boeing 787-9 Dreamliner von Vietnam Airlines beim Start vom Flughafen München am gegenüberliegenden Ende derselben Start- und Landebahn  26L ebenfalls mit der Anflugbefeuerung kollidiert war.

Bei dem in diesen jüngsten Vorfall verwickelten Flugzeug handelte es sich um einen zwölf Jahre alten A380 (Kennung: D-AIML). Die Maschine war am 16. August um 22:20 Uhr (Ortszeit) in San Francisco gestartet; die planmäßige Ankunftszeit in München war für den 17. August um 17:10 Uhr vorgesehen.

Der Doppelstöcker wurde für die Landung auf die südliche Bahn des Flughafens München (Bahn 26L) geleitet, setzte jedoch vor der eigentlichen Landeschwelle auf. Da sich der riesige Jet im Endanflug auf einer niedrigeren Höhe als erwartet befand, streifte das Fahrwerk die Anflugbefeuerung und kollidierte dabei mit mehreren Lichtern.

Beim Anflug auf eine Landebahn „gleiten“ Piloten normalerweise über einen Teil der Bahn, bevor sie in einem dafür vorgesehenen Bereich aufsetzen. Auf der Münchner Bahn 26L gibt es zunächst eine mit Chevron-Markierungen versehene Fläche, die den absoluten Beginn des befestigten Bahnbereichs kennzeichnet, gefolgt von der markierten Schwelle (Threshold) und schließlich der Aufsetzzone.

Das bedeutet: Auch wenn die Piloten vor der eigentlichen Schwelle aufsetzten, landeten sie dennoch auf dem befestigten Teil der Landebahn.

Der Vorfall wird von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU, Braunschweig) untersucht. Diese befasst sich bereits mit einem schweren Zwischenfall, bei dem eine Boeing 787-9 Dreamliner von Vietnam Airlines am Samstag, dem 15. August, erst nach dem Ende des befestigten Teils der Bahn 26L abhob. Bei jenem Vorfall vom Samstag, 15. August 2026, kollidierte das Fahrwerk des Dreamliners mit der Anflugbefeuerung am gegenüberliegenden Ende der Bahn. Die Maschine landete schließlich nach 90-minütigem Schleifen ziehen  auf der Bahn 26R, blieb dort jedoch manövrierunfähig liegen und musste zum Gate geschleppt werden.

Am Flughafen München hatte es in den Stunden vor dem Lufthansa-Zwischenfall am Montag heftige Gewitter gegeben; zum Zeitpunkt der Landung waren jedoch lediglich vorübergehende Schauer und eine Sichtweite von etwa 10 km gemeldet. Die Landung verlief ansonsten problemlos, und die Piloten konnten das Großraumflugzeug aus eigener Kraft zum Gate rollen. Es wurden keine Verletzten an Bord gemeldet.

Berichten zufolge wurde das Fahrwerk durch die Kollision mit der Anflugbefeuerung beschädigt. Quelle: BFU / CM

Airbus denkt Zukunft

Auf einer Konferenz, auf der SAP-Innovatoren vor Kurzem zusammenkamen, machte eines der weltweit führenden Luft- und Raumfahrtunternehmen eine klare Ansage: Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Denn Innovation ist nicht wie eine Flugstrecke, bei der man irgendwann sein Ziel erreicht – Innovation ist ein kontinuierlicher Prozess.

Kaum ein Unternehmen setzt diese Philosophie besser um als der europäische Flugzeugbauer Airbus. „Wir stehen vor einem großen Umbruch. Jahrzehntelang galt der Himmel lediglich als ein Raum, den man auf Flugreisen durchquerte. Heute ist er ein Experimentierfeld für die Zukunft der Menschheit“, berichtete Nicolas Jourdan, Senior Strategist bei Airbus SAS, im Rahmen der TAC-Insights-Konferenz SAP for Energy and Utilities Conference im südfranzösischen Toulouse, dem operativen Hauptsitz von Airbus.

Bei dem Luft- und Raumfahrtunternehmen geht es längst nicht mehr nur um die Herstellung von Flugzeugen. Ziel von Airbus ist es, Systeme zu entwickeln, die Kulturen zusammenbringen, Technologie voranbringen, den Planeten schützen und der Menschheit helfen, weiter den Weltraum zu erkunden.

Airbus A350 Cockpit. Foto: Airbus

„Innovation ist für uns nicht nur die Aufgabe einer unserer Unternehmenssparten. Innovation ist ein Denkansatz. Das bedeutet, dass wir uns immer die Frage ‚Was wäre, wenn?‘ stellen, wenn andere etwas für unmöglich halten“, so Jourdan. 

Als Airbus 1970 in den Markt für Luftverkehr einstieg, wurde dieser von Branchengrößen wie Boeing, McDonnell Douglas und Lockheed dominiert. Airbus konkurrierte jedoch nicht durch ein ähnliches Angebot wie seine Wettbewerber, sondern durch grundlegend andere Konzepte. Das Unternehmen hat konventionelles Denken in der Luftfahrt immer wieder hinterfragt.

  • Zu einer Zeit, als Experten glaubten, dass zweistrahlige Flugzeuge Ozeane nicht sicher überqueren könnten, bewies Airbus ihnen mit der A300 das Gegenteil und veränderte damit die Zukunft der Langstreckenflüge.
  • Während für die meisten Passagierflugzeuge noch eine dreiköpfige Besatzung notwendig war, gestaltete Airbus das Cockpit um und automatisierte damit die Rolle des Flugingenieurs. Das Zwei-Piloten-Cockpit setzte sich so entgegen allen Widerstands als globaler Standard durch.
  • Der Austausch analoger Instrumente durch digitale Anzeigen, eine als Glascockpit bekannte Innovation, revolutionierte die Interaktion der Piloten mit Flugzeugen und machte das Fliegen sicherer und intuitiver.
  • Airbus ersetzte mechanische Systeme durch Computer und führte so die digitale Flugzeugsteuerung ein. Und Fly-by-Wire-Technologie erhöhte nicht nur die Sicherheit, sondern ermöglichte auch den Schutz der Flugenveloppe sowie einen effizienteren Betrieb. Was einst wie ein Controller für ein Videospiel wirkte, ist heute Industriestandard.

Eine der wichtigsten Innovationen von Airbus ist die „Cross Crew Qualification“. Piloten können mit dieser Qualifikation mit minimalem zusätzlichen Schulungsaufwand zwischen Flugzeugmodellen – von der A319 bis zur A350 – wechseln. Das senkt die Kosten für Fluggesellschaften und sorgt für mehr Flexibilität.

„Innovation ist nicht immer etwas, das Aufsehen erregt. Es geht vor allem darum, komplexe Systeme einfacher und benutzerorienterter zu machen“, betonte Jourdan.

Effizienz bei der Produktion. Große Bauteile wie der Flugzeugrumpf, die Tragflächen und das Leitwerk werden bei Airbus an unterschiedlichen Standorten gefertigt. Die Teile werden dann zur Montage und für Tests in ein Werk transportiert. Dieser Transport erfolgt mit der Airbus Beluga, einem Großraum-Transportflugzeug, das speziell für die Beförderung großer Komponenten zwischen den europäischen Fertigungsstätten entwickelt wurde. Insgesamt kann die Produktion bis zu 12 Monate in Anspruch nehmen, insbesondere bei Großraumflugzeugen.

Airbus nutzt SAP-ERP-Systeme, einschließlich SAP S/4HANA, um zentrale Geschäftsfunktionen zu verwalten. Darüber hinaus kommen SAP Manufacturing Execution für den Fertigungsbereich und für die Montagelinien zum Einsatz sowie SAP Integrated Business Planning, um die Produktion zu planen, die komplexe Logistikkette zu steuern und die Ressourcennutzung zu optimieren.

„SAP und Airbus blicken auf eine langjährige Partnerschaft zurück“, berichtete Jourdan. „Ohne SAP wären unsere Systeme nicht so effizient, wie sie es heute sind. Wir setzen auf kontinuierliche Entwicklung.“ 

Strategie für die Zukunft. Wenn es darum geht, neue Horizonte zu erkunden, verlässt sich Airbus nicht ausschließlich auf die eigene Expertise, sondern probiert auch regelmäßig unkonventionelle Ansätze mit externen Fachleuten aus. Um eine interne Perspektive mit einer Sicht von außen zu kombinieren, hat Airbus Skywise ins Leben gerufen. Diese Plattform für Datenanalysen agiert als digitales Gehirn, das Flugzeuge, den operativen Betrieb und Wartungssysteme miteinander verbindet. Als Datenplattform für den Betrieb der Fluggesellschaft und der Flugzeuge aggregiert Skywise riesige Datenmengen in einem System. Anschließend führt die Plattform vorausschauende Wartungsanalysen durch, die zunehmend von KI unterstützt werden. Ziel ist es, Muster zu erkennen und Ausfälle vorherzusagen, bevor sie auftreten, um Verzögerungen, Defekte und kostspielige Reparaturen zu vermeiden.

Die Strategie für die Zukunft von Airbus basiert auf drei Grundpfeilern.

  • Dekarbonisierung: Die Luft- und Raumfahrtindustrie steht unter zunehmendem Druck, ihre Emissionen zu reduzieren. Airbus geht dies direkt an, indem das Unternehmen wasserstoffbetriebene Flugzeuge, nachhaltige Flugkraftstoffe, Blended-Wing-Body-Konzepte und vollelektrische Antriebskonzepte testet. Ziel von Airbus ist es, das weltweit erste emissionsfreie Verkehrsflugzeug auf den Markt zu bringen.
  • Digitale Transformation: Um vollständig vernetzte Ökosysteme zu realisieren, entwickelt Airbus Netzwerke für satellitengestützte Kommunikation, intelligente Kabinen- und Frachtsysteme sowie Plattformen für Echtzeit-Betriebsdaten. Dies ermöglicht eine bessere Entscheidungsfindung, geringere Kosten und ein besseres Passagiererlebnis.
  • Automatisierungs- und Autonomieprojekte: Projekte wie DragonFly setzen neue Maßstäbe im Bereich der Pilotenassistenz und Automatisierung. Künftig werden automatische Notlandungen, ein vom Wetter unabhängiger Flugbetrieb sowie fortschrittliche Navigationssysteme möglich sein. Dabei geht es nicht darum, Piloten zu ersetzen, sondern die Sicherheit und Effizienz zu erhöhen.

Über den Horizont hinaus. Ob in der Erdumlaufbahn oder im Weltall – Airbus schreibt am nächsten Kapitel der Menschheit mit. Das Unternehmen spielt eine Schlüsselrolle bei der Suche nach Leben auf dem Mars – gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und mit dem „ExoMars“-Rover. Außerdem arbeitet das Unternehmen am Europäischen Servicemodul (ESM) für Missionen des Artemis-Programms der NASA mit und trägt zur Entwicklung von Satellitensystemen bei, die globale Kommunikation und Klimaüberwachung ermöglichen.

„Die größten Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, globale Vernetzung und die Erforschung des Weltraums – können nicht von nur einem Unternehmen oder sogar einer Branche gelöst werden. Die Dekarbonisierung erfordert das Zusammenspiel von Energieversorgern, Regierungen, Infrastrukturentwicklern sowie Fluggesellschaften und Herstellern. Es ist eine Verantwortung, die alle gemeinsam tragen“, resümierte Jourdan. Quelle: SAP / Airbus / CM

Legendäres Adlon soll verkauft werden

Die Immobiliengesellschaft Jagdfeld will das legendäre Fünf-Sterne-Hotel Adlon am Pariser Platz verkaufen. Die Jagdfeld Gruppe ist seit über vier Jahrzehnten eines der führenden Immobilien- und Lifestyleunternehmen in Deutschland. Aus dem von Anno August Jagdfeld einst gegründeten Steuerberaterbüro ist in nunmehr zweiter Generation eine hoch diversifizierte Unternehmensgruppe mit mehr als 500 Spezialisten in sechs Unternehmensbereichen geworden. 
Für den Verkauf braucht es aber die Zustimmung der Anleger. Das Hotel ist Teil des Fundus-Fonds 31, der von der Jagdfeld-Gruppe gemanagt wird. Der Fonds und damit das Adlon hat rund 4.000 Eigentümer, zumeist  Privatanleger, von denen sich viele von ihren Anteilen trennen wollten.

Die Jagdfeld-Gruppe soll nach übereinstimmenden Angaben 20 % des Kaufpreises erhalten, sollte dieser höher als 310 Mio. Euro ausfallen. Angesetzt für die Immobilie ist ein Mindestpreis von 280 Mio. Euro. Es sei marktüblich, dass bei Überschreiten des Mindestverkaufspreises nicht nur die Gesellschafter profitieren, sondern auch der persönlich haftende Gesellschafter (phG), so Jagdfeld. Für den Verkauf müssen mindestens 75 % der Anleger zustimmen. Die Frist dafür läuft bis 27. August 2026.

Das legendäre Luxushotel Adlon in Berlin soll verkauft werden. © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Die kritischen Gesellschafter halten einen Kaufpreis für das Adlon zwischen 350 und 400 Mio. Euro für realistisch. Die Erfolgsbeteiligung für Jagdfeld könnte sich dann auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen – zu viel aus Sicht der Anleger. Sie wollen dem Verkauf daher nicht zustimmen. Jagdfeld wiederum ist i zuversichtlich, dass die erforderliche Mehrheit zustande kommt.

Das Adlon ist ein legendäres Fünf-Sterne-Luxushotel am Boulevard Unter den Linden 77 am Pariser Platz direkt gegenüber dem Brandenburger Tor in Berlin-Mitte. Es bietet 385 Zimmer und Suiten, Sternegastronomie sowie den großen Adlon Spa und blickt auf eine traditionsreiche Geschichte bis ins Jahr 1907 zurück. Es war  1945 bis auf einen Seitenflügel abgebrannt und 1984 vollständig abgerissen worden. In den 1990er Jahren wurde das Hotel nach Originalplänen wieder aufgebaut und am 23. August 1997 neu eröffnet. Betrieben wird es heute von einer namhaften Hotelgruppe. 

Adlons Ururenkel Felix Adlon äußerte sich überrascht über den angekündigten Verkauf. Mit den derzeitigen Pächtern ist der 59-Jährige zufrieden, wie er der Süddeutschen Zeitung sagte. Jagdfeld habe das neue Adlon mit Stil und Klasse wieder aufgebaut, lobte der Gründer-Nachfahre. Quelle: rbb24.de / SZ.de / CM

„Wunderlinie“ startet im Oktober

Gute Nachrichten für Geschäfts- und privat Reisende in Groningen und Norddeutschland: Die Bahnverbindung Groningen – Leer (Ostfriesland) nimmt nach über10 Jahren wieder en Fahrgastbetrieb auf.  Das niederländische Bahnunternehmen Arriva führt bereits Schulungsfahrten für Lokführer durch.

Voraussichtlich ab Anfang Oktober verkehrt die Wunderline zwischen Groningen und dem deutschen Leer. Damit rückt die Einführung der internationalen Zugverbindung zwischen Groningen und Bremen einen Schritt näher. In den vergangenen Jahren hat ProRail auf niederländischer Seite verschiedene Arbeiten durchgeführt. An verschiedenen Abschnitten der Strecke wurden Anpassungen vorgenommen, Gleise, die Zugsicherung und die Kabel erneuert. Außerdem wurde die Sicherheit an Bahnübergängen verbessert und die Bahnsteige wurden neu gestaltet. Darüber hinaus wurde der Gleisdamm an bestimmten Stellen verstärkt, um die Strecke für höhere Zuggeschwindigkeiten geeignet zu machen. 

Im Oktober wird die Bahnstrecke von Groningen nach Leer (Wunderlinie) nach zehnjähriger Pause wieder eröffnet.

Nach Abschluss der Schulungsfahrten wird die Bahnstrecke voraussichtlich Anfang Oktober offiziell für Züge mit Fahrgästen freigegeben. Nach zehn Jahren fahren wieder Züge über die Friesenbrücke. Der Fahrplan für die Strecke Groningen–Leer wird in Kürze veröffentlicht. 

Die niederländische Provinz Groningen betrachtet die Wunderline als wichtige Investition in die Zukunft der nördlichen Grenzregion. Die Provinz Groningen, das Land Niedersachsen und Bremen arbeiten intensiv mit der Deutschen Bahn (DB) und ProRail an der Realisierung.

Eine gute internationale Zugverbindung stärkt die wirtschaftliche Zusammenarbeit, macht nachhaltige Mobilität attraktiver und bringt die Menschen auf beiden Seiten der Grenze näher zusammen. Damit ist die Wunderline ein wichtiger Impulsgeber für Zusammenarbeit, Wachstum und grenzüberschreitenden Austausch. Quelle: ProRail, Arriva / CM

Kreuzfahrtbranche meidet weiterhin die Golf-Region

MSC Cruises, der Der Geschäftsbereich Kreuzfahrten der MSC Group, dem führenden Schifffahrts- und Logistikkonzern in privater Hand, verzichtet nun doch auf die geplante Rückkehr in die Golfregion im Winter 2027/28. Die MSC World Europa bleibt im Mittelmeer, so das Genfer Familienunternehmen 

MSC Cruises, die drittgrößte Kreuzfahrtmarke der Welt und führend in Europa, Südamerika, den Emiraten und Südafrika – sowohl was den Marktanteil als auch die eingesetzte Kapazität betrifft, hate siebentägige Kreuzfahrten mit dem Kreuzfahrtschiff MSC World Europa ab Dubai mit Stopps auf Sir Bani Yas Island sowie in Abu Dhabi, Bahrain und Doha für die Wintersaison 2027/28 geplant und die Reisen waren auch schon buchbar. Doch nun machte die  Schweizer Reederei einen Rückzieher. Weil der Iran weiterhin die VAE mit Raketen bedroht und sich die Sicherheitslage im Nahen Osten nicht zu bessern scheint, nimmt die Reederei Abstand von den Plänen. Die MSC World Europa soll stattdessen auch im Winter 2027/28 im Mittelmeer fahren. Bereits gebuchte Orient-Reisen werden storniert.

Auch Explora Journeys, die Luxusmarke der MSC Group, passt ihre Planung an. Die Explora V wird in den Mittelmeerraum verlegt, während die Explora I in Südamerika zum Einsatz kommen soll. Die neuen Routen will die Reederei am 09. September 2026 veröffentlichen und zur Buchung freigeben.

Die MSC World Europa bleibt im Winter 2027/28 im Mittelmeer: Die ursprünglich geplante Rückkehr in die Golfregion hat MSC Cruises wieder abgesagt. Foto: MSC Cruises

Zu heikel sind die Ziele in der Gold-Region auch Aida Cruises, Costa und TUI Cruises mit Mein Schiff. Auch diese drei Player der Kreuzfahrtbranche verzichten für den Winter 2027/28 auf Orient-Reisen. Quelle: MSC Group / CM 

Warum Travel Management Companies nutzen?

Eine Travel Management Company ist ein auf Firmenkunden spezialisierter Reisedienstleister. Sie übernimmt die Organisation, Buchung und Verwaltung von Geschäftsreisen im B2B-Segment. KMU und Konzerne arbeiten mit Travel Management Companies zusammen, um Ihre Geschäftsreiseorganisation zu erleichtern, sprich die TMCs übernehmen das gesamte Reiserichtlinien- und Spesenmanagement. Dazu zählt auch die Einhaltung der Fürsorgepflicht, die Identifikation von Einsparpotenzialen und Beratung in der Optimierung des Geschäftsreisemanagements im Allgemeinen. Heute kann die Geschäftsreisenplanung und -verwaltung fast ganzheitlich digital abgebildet, personalisiert und automatisiert werden.  

Zum Leistungsspektrum gehören:  Planung und Buchung aller Geschäftsreisen; Verwaltung des gesamten Geschäftsreiseprozesses (inkl. Tracking und Unterstützung in Notfällen); Umbuchung und Stornierung von Transportmitteln und Unterkünften; Unterstützung bei der Reisekostenabrechnung; Aushandeln von speziellen Firmentarifen und Prämien; Sicherstellen der Einhaltung von Reiserichtlinien (inkl. kontinuierlicher Aktualisierung); Übernahme des Spesenmanagements; Beratung und Umsetzung von Einsparpotenzialen (z. B. durch optimierte Routings oder neue Tarifmodelle); Einhaltung der Fürsorgepflicht (Duty of Care) durch Risikobewertungen und Sicherheitsmaßnahmen; Erstellung von Reports, Statistiken und Analysen zur Optimierung des Reisebudgets; Kontinuierliche Beratung bei der Weiterentwicklung und Digitalisierung des Geschäftsreisemanagements; Automatisierung und Personalisierung (z. B. durch Online-Buchungsportale und mobile Apps); 24/7-Support für kurzfristige Änderungen sowie Notfälle und Krisenfälle 

Warum?  Neben Zeit- und Kostenersparnissen profitieren Unternehmen von individuellen Serviceleistungen und einem großen Reiseinventar. Je nach Travel-Management-Anbieter kann z. B. ein 24/7-Support in verschiedenen Sprachen oder ein besonders persönlicher, lokaler Service mit spezifischen Sonderraten angeboten werden. So erhalten Unternehmen genau den Umfang an Leistungen, der zu ihren eigenen Bedürfnissen, Unternehmenszielen und Reiserichtlinien passt. Die übersichtliche Datendarstellung und umfangreiche Datensammlung führt zu einer verbesserten Berichterstattung, die das gesamte Geschäftsreisemanagement langfristig und nachhaltig optimiert.

Was bei der Wahl einer Travel Management Company zu beachten ist. Ein zentrales Dashboard mit klar strukturierter Menüführung vereinfacht das Buchen von Flügen, Hotels und Mietwagen.  Eine intuitive Oberfläche reduziert Schulungsaufwände und steigert die Produktivität. Die Möglichkeit zur nahtlosen Integration der Workflows führt zu mehr Transparenz: Buchungsanfragen, Genehmigungen und Bestätigungen lassen sich in wenigen Schritten abwickeln oder direkt automatisieren. Live-Dashboards ermöglichen es, Geschäftsreisekosten und -budgets in Echtzeit zu überwachen. Das spart teure Überraschungen am Monatsende, bietet Übersicht über Optimierungspotenziale und erleichtert Budgetgespräche.  Die Möglichkeit zur Integration Ihrer Reiserichtlinie in den Buchungsprozess stellt außerdem sicher, dass Ihre internen Vorgaben konsequent eingehalten werden.  

 Reisendensicherheit durch Risikomanagement . Automatisierte Standort-Updates, Echtzeit-Berichte zur Lage am Reiseort und klare Notfallpläne geben Ihren Teams das Vertrauen, weltweit sicher unterwegs zu sein und vereinfachen die Einhaltung der Fürsorgepflicht. 

 Integrationsmöglichkeiten in bestehende Softwaresysteme. Durch die nahtlose Anbindung an das HR-Management-System der Firma werden die Unternehmensdaten automatisch synchronisiert, was mögliche Fehler und vermeidbaren Zeitaufwand bei der Implementierung reduziert.  Die Verknüpfung mit der Firmen-Buchhaltungssoftware vereinfacht die Reisekostenabrechnung und beschleunigt die Finanzberichterstattung.  Eine gut ausgebaute API-Infrastruktur (umfasst alle technischen Systeme, Werkzeuge und Regeln, die das Bereitstellen, Verwalten, Sichern und Nutzen von Programmierschnittstellen (APIs) in einem Unternehmen ermöglichen. Sie bildet das digitale Bindegewebe, über das verschiedene Software-Dienste und Cloud-Komponenten sicher miteinander kommunizieren) bietet die Flexibilität, die gesamte Geschäftsreiseorganisation an veränderte Anforderungen anzupassen. 

Transparente Kostenstrukturen. Statt versteckter Gebühren oder unübersichtlicher Zuschläge sollten Mobilitätsmanager auf ein eindeutiges Preismodell und transparente Angebote setzen, sodass die Budgets verlässlich planen können. 

Mobile Nutzung und App-Funktionen. Mit einer übersichtlichen Mobile-App können Mobilitätsmanager aber auch die Business Traveller selbst jederzeit und von überall Flüge, Hotels oder Bahnreisen buchen und haben gleichzeitig alle wichtigen Reisedokumente griffbereit an einem Ort.  Push-Benachrichtigungen informieren in Echtzeit über Verspätungen, Gate-Änderungen oder sicherheitsrelevante Hinweise, sodass Reisende proaktiv reagieren können.   Offline-Funktionen wie gespeicherte Buchungsdetails minimieren Stress bei schlechtem Empfang – etwa auf Reisen ins Ausland oder auf Langstreckenflügen. 

Umbuchungs- und Stornierungsmanagement. Unvorhersehbare Planänderungen sind häufig: Mit wenigen Klicks sollten Mitarbeitende Reisen umbuchen oder stornieren können. Eine automatische Richtlinienprüfung zeigt sofort an, ob und wie Umbuchungs- oder Stornierungskosten anfallen – so behalten Firmenreiseverantwortliche alle finanziellen Aspekte im Blick und bleiben gleichzeitig flexibel.  

Kundensupport. Ein 24/7-Support mit mehrsprachigen Ansprechpersonen oder einem persönlichen Service-Bot garantiert, dass Hilfesuchende sich auch in anderen Zeitzonen oder bei Sprachbarrieren zurechtfinden. Schnelle Lösungen bei Flugausfällen, Hotelüberbuchungen oder ähnlichen Komplikationen minimieren Ausfallzeiten und halten Geschäftsprozesse am Laufen.   

 Firmenrabatte und Sondertarife. Exklusive Deals schonen das Reisebudget und erhöhen den Komfort der reisenden Mitarbeitenden. Sondervereinbarungen mit Fluggesellschaften, Hotels und Mietwagenanbietern ermöglichen attraktive Rabatte und verbessern das Preis-Leistungs-Verhältnis. 

 Skalierbarkeit. Ob kleines Team oder Großkonzern: die gewählte Travel Management Company sollte sich den wachsenden Anforderungen anpassen können. Neue Funktionen und Module sollten sich nahtlos ergänzen lassen – so bleiben Mobilitätsmanager flexibel und schaffen Investitionssicherheit. 

Analyse- und Reporting-Funktionen. Detaillierte Auswertungen helfen Reisekosten z. B. nach Projekten, Teams oder Geschäftsbereichen aufzuschlüsseln.  Trendanalysen geben Aufschluss darüber, welche Routen, Hotels oder Dienstleister am kostspieligsten sind und wo sich langfristige Einsparungen umsetzen lassen – datenbasierte Erkenntnisse, die Ihrem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen könnte.  

 Datenschutz. Geschäftsreisen beinhalten oft sensible Informationen (z. B. personenbezogene Daten oder interne Unternehmensdetails), die besonders geschützt werden müssen.  Eine seriöse Travel Management Company arbeitet nach etablierten Standards wie ISO 27001 und setzt moderne Verschlüsselungstechnologien ein, um Daten vor Hackerangriffen zu schützen. 

 Nachhaltigkeit. Travel-Management-Unternehmen, die Emissionen nachvollziehbar darstellen und aktiv nachhaltige Optionen empfehlen, erleichtern ihren Kunden, bestehende Nachhaltigkeitsrichtlinien gerecht zu werden. Grüne Richtlinien und Kooperationen fördern eine verantwortungsbewusste Unternehmenskultur und erhöhen die Mitarbeiterzufriedenheit.

CM empfiehlt die nachstehenden TMCs: Amex GBT, BCD, FCM , DER Business Travel,  lanes&planes, Navan, Perk, SAP Concur.  Quelle: CM

Reiserichtlinien müssen im Alltag funktionieren 

Geschäftsreisen werden komplexer. Flexible Arbeitsmodelle, steigende Compliance-Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele stellen Unternehmen und deren Mobilitätsmanager vor neue Herausforderungen. Sie beobachten auch, Gleichzeitig scheitern viele Reiserichtlinien daran, dass sie im Arbeitsalltag nicht konsequent genutzt werden.

Geschäftsreisen sind für viele Unternehmen, ob klein, mittelständisch geprägt oder Konzern, ein Muss. Doch für Mobilitätsmanager können sie schnell zur Nervenprobe werden, wenn es darum geht, den Spagat zu schaffen zwischen Mitarbeiterzufriedenheit, Budget und rechtlicher Sicherheit. Daher muss eine Reiserichtlinie eineindeutig festlegen, wie Dienstreisen beantragt, genehmigt, gebucht und abgerechnet werden. Sie enthält klare Obergrenzen für Kosten (wie Flug, Bahn, Hotel und Verpflegung), Vorgaben zu erlaubten Buchungswegen sowie Regeln für die Sicherheit und den Umgang mit Belegen. Auch sind Sanktionen für den Fall des absichtlichen Verstoßes in der Policy festzuhalten.

Indes erfüllt eine Reiserichtlinie ihren Zweck nur dann, wenn sie im Berufsalltag akzeptiert und konsequent angewendet wird. Natürlich wissen Travel-/Mobilitätsmanager nur zu genau,  dass zu starre Vorgaben häufig dazu, dass Mitarbeitende alternative Buchungswege wählen“, sagt Markus Orth, Mitglied der DRV-Initiative Chefsache Business Travel und Geschäftsführer Lufthansa City Center (LCC). Werden Reisen nämlich außerhalb definierter Prozesse gebucht, entstehen nicht nur höhere Kosten. Unternehmen verlieren Transparenz über Reiseausgaben, können Rahmenverträge schlechter ausschöpfen, verlieren Geld und erschweren gleichzeitig ihre Fürsorgepflicht gegenüber reisenden Mitarbeitenden.

Zu empfehlen ist die Nutzung moderner Buchungs- und Travel-Management-System. Sie berücksichtigen Unternehmensrichtlinien bereits während der Reiseplanung, prüfen Budgets automatisch und leiten notwendige Genehmigungen digital ein.

Digitalisierung statt starrer Regelwerke. Travel Policies entwickeln sich zunehmend von reinen Regelwerken zu strategischen Steuerungsinstrumenten. Sie helfen Unternehmen nicht nur dabei, Kosten zu kontrollieren, sondern unterstützen gleichzeitig Compliance, Sicherheit und Nachhaltigkeitsziele. Damit das gelingt, müssen Reiserichtlinien regelmäßig überprüft und an neue Anforderungen angepasst werden. Neben leistungsfähigen digitalen Lösungen können spezialisierte Travel Management Companies (z.B. Amex GBT, BCD, FCM , DER Business Travel,  lanes&planes, Navan, Perk, SAP Concur und andere mehr) Unternehmen dabei unterstützen, Reiserichtlinien zu entwickeln, zu implementieren und kontinuierlich an veränderte Anforderungen anzupassen. Sie begleiten Unternehmen bei der Entwicklung, Implementierung und kontinuierlichen Optimierung ihrer Travel Policies.

„Eine gute Travel Policy lebt von ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Digitale Lösungen und die passende Beratung sorgen dafür, dass Reiserichtlinien mit den Anforderungen von Unternehmen und Reisenden Schritt halten“, so Orth.

Damit Reiserichtlinien ihren Zweck erfüllen, müssen sie den Arbeitsalltag erleichtern statt erschweren. Unternehmen sind daher gut beraten, ihre Travel Policies regelmäßig auf Aktualität, Nutzerfreundlichkeit und digitale Umsetzbarkeit zu überprüfen. Die folgende Checkliste der DRV-Initiative Chefsache Business Travel hilft dabei, den eigenen Status quo einzuordnen. Quelle: Chefsache BusinessTravel / CM

Neue Reiseuhren von Glashütte

Sehr praktisch für Geschäftsreisende auf Auslanddsreisen: Bei den GMT-Uhren  lässt sich eine zweite Zeitzone auf einen Blick verfolgen. Bei der neuen Bruno Söhnle Brunello GMTist allerdings nicht allein diese Funktion interessant. Bemerkenswert ist vor allem, wie das Glashütter Atelier sie mit einem Großdatum und einem aufwendig veredelten Quarzwerk verbindet.

Die Brunello GMT erscheint in drei Ausführungen. Zwei Modelle besitzen ein satiniertes Edelstahlgehäuse und unterscheiden sich durch ihre Zifferblätter: Zur Wahl stehen Silber und Dunkelblau, jeweils mit Sonnenschliff. Die dritte Version kombiniert ein schwarz ionenplattiertes Edelstahlgehäuse mit schwarzem Sonnenschliffzifferblatt und einem roten Dichtungsring als markantem Farbakzent.

Allen drei Versionen gemeinsam ist da 41 mm große Gehäuse Und mit nur mit 10,15 mm Höhe ist die Reiseuhr ausgesprochen flach. Dazu kommen innen entspiegeltes Saphirglas und eine Wasserdichtigkeit von fünf ATM, also 50 Metern. Die Aufteilung des Zifferblattes folgt einer klaren Hierarchie. Bei zwölf Uhr sitzt das für Bruno Söhnle charakteristische Glashütte Großdatum. Die zweite Zeitzone wird dagegen bei sechs Uhr angezeigt. 

Die silberne Variante kombiniert graue Zeiger und Indizes mit einem cognacfarbenen Lederband. Beim dunkelblauen Modell kommen polierte, vernickelte Anzeigen und ein mokkafarbenes Lederband zum Einsatz. Die schwarze Brunello GMT trägt ein schwarzes Lederband und setzt mit ihrem roten Akzent einen deutlich sportlicheren Ton.

Bruno Söhnle verwendet das Schweizer Quarzkaliber Ronda 6203.B und veredelt es in Glashütte. Die Abdeckplatte erhält Glashütter Streifenschliff, Abdeckplatte und Räderwerksbrücke werden vernickelt. Hinzu kommen von Hand 03: geschliffene und thermisch gebläute Schrauben sowie händisch eingefärbte Spulen.

Die beiden Edelstahlversionen mit silbernem bzw. dunkelblauem Zifferblatt kosten jeweils 750 Euro, für die schwarz beschichtete Variante werden795 Euro aufgerufen. Quelle: Glashütte / Watchtime Germany / CM

Dubai plant weltgrößten Airport DWC

Der Al Maktoum International Airport  (DWC) vor 13 Jahren schon eröffnet,  soll zum weltweit größten Flughafen werden. Der DWC befindet sich im Dubai South District und wird sich über 70 km2 erstrecken. In den 2030er Jahren soll die Passagierkapazität auf 150 Millionen und nach und nach auf 260 Mio. erweitert werden. 

Voraussetzung ist natürlich, dass die Geo-Politik mitspielt. Seit dem Beginn der Auseinandersetzungen des Iran mit den USA und der Sperrung der für die Weltwirtachaft so bedeutenden Wasserstraße von Hormus laufen die Geschäfte in den VAE weit nicht mehr so gut. Weniger Öl-Exporte und kaum Touristen – das Image der Vereinigten Arabischen Emirate hat durch den Iran-Krieg gelitten. Hinzu kommen wachsende Spannungen mit den Nachbarn am Golf. Der Druck wächst. Der Glitzerlack der Metropole Dubai hat tiefe Kratzer bekommen. Der Schock ist immer noch groß: Iranische Drohnen und Raketen zerstörten in kürzester Zeit das über Jahre mit viel Geld aufgebaute Geschäftsmodell der reichen Golfstaaten, friedlich, sicher und damit attraktiv zu sein – für zahlungskräftige Touristen und Geschäftsleute.

Die Katastrophe – Besucher bleiben weg. Doch Bilder von panischen, gestrandeten Urlaubern in Dubai und Drohnen über der Skyline waren für die PR-Strategen am Golf eine Katastrophe. Nach schweren Umsatzeinbrüchen im Iran-Krieg versucht die Stadt, wieder mehr Touristen anzuziehen. So bietet Dubai Bewohnern Prämien im Wert von umgerechnet 700 Euro, wenn sie Besucher in die Stadt holen. Jeder Anwohner könne Vergünstigungen erhalten etwa bei Hotel-Übernachtungen, Essen im Restaurant und Tickets für Sehenswürdigkeiten, heißt es auf der Tourismus-Website Dubais zum neuen Programm. Pro Anwohner sind bis zu drei dieser „Vorteils-Pakete“ möglich für Besucher, die ab sofort und noch bis Ende Oktober nach Dubai reisen.  Die Besucherdürfen keine Bewohner der Vereinigten Arabischen Emirate sein und müssen mit einem Touristenvisum ins Land kommen. Das ist eines der Projekte. Ein anderes ist die geplante Bündelung des gesamten Flugbetrieb künftig am Al Maktoum International Airport (DWC).  Der soll zum neuen globalen Drehkreuz „Dubai World Central ausgebaut werden. Grund: Der Dubai International Airport DXB, einer der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt bis zum Beginn des Iran-Kriegs, steht vor dem Ende seiner bisherigen Rolle. Der DBX fertigte 2025 nach Angaben des Betreibers Dubai Airports 95,2 Mio. Gäste ab ein Rekordwert und zugleich ein Hinweis darauf, warum der Standort an seine Grenzen kommt. Der Flughafen liegt seit Jahrzehnten mitten im gewachsenen Stadtgebiet, umgeben von Schnellstraßen, Wohngebieten und dichter Bebauung. Große Erweiterungen sind dort kaum noch realistisch. 

Der DWC soll größter Flughafen der Welt werden. Foto Visit Dubai

Verlagerung nach und nach. Nach bisherigen Angaben soll die schrittweise Verlagerung vom DBX zum DWC Anfang der 2030er-Jahre beginnen und 2035 abgeschlossen sein. Der Ausbau von DWC ist Teil eines langfristigen Infrastrukturplans, der Dubai als globales Luftverkehrs-, Logistik- und Wirtschaftszentrum absichern soll. Die Regierung Dubais hatte bereits 2024 den Bau eines neuen Passagierterminals für 128 Milliarden Dirham genehmigt. Das entspricht grob mehr als 30 Mrd. Euro, abhängig vom Wechselkurs.

DXB liegt auf einem wertvollen innerstädtischen Areal. Sollte der Flughafenbetrieb tatsächlich vollständig enden, entsteht mitten in Dubai eine Fläche, die für Wohnungsbau, Büros, Hotels, Handel oder neue Mobilitätsachsen genutzt werden könnte.

Auf dem Spiel steht Dubais Rolle als globales Umsteigedrehkreuz. Der neue DWC soll langfristig bis zu 260 Mio. Passagiere pro Jahr und rund 12 Mio. Tonnen Fracht abfertigen können. Geplant sind fünf parallele Start- und Landebahnen, mehr als 400 Flugzeugpositionen und eine bessere Verknüpfung mit Schiene, Straße und Logistikflächen. Für Dubai ist das ein wirtschaftspolitisches Schlüsselprojekt. Luftverkehr, Tourismus, Immobilienwirtschaft, Handel und Logistik sind eng miteinander verbunden

Nach offiziellen Plänen soll rund um DWC eine Airport City entstehen, mit Wohnraum und Arbeitsplätzen für sehr viele Menschen. Das macht das Projekt politisch und wirtschaftlich bedeutsam. Es geht um Kapazität, aber auch um die Frage, wie eine Metropole Mobilität, Wachstum und Lebensqualität miteinander verbindet. Quelle: Tagesschau.de /  visit Dubai / wiwo.de / cm

Neue elektrische C-Klasse – Wenn das kein Volltreffer ist…

Das 140-jährige Jubiläumsjahr i2026 ist vom größten Produkteinführungsprogramm in der Geschichte von Mercedes-Benz geprägt. Einer der Höhepunkte ist die erste vollelektrische C-Klasse. Mercedes spricht zwar von einem Facelift, des Mittelklassemodells, im Grunde genommen aber ist es in den meisten Bereichen ein komplett neu entwickeltes Modell.  Wir durften u.a. das Top-Modell der Baureihe, den C400 4MATIC auf kurvenreichen Berg- und Tal-Routen im Schwarzwald  testen. 

Unserer Meinung nach h hat es nie eine attraktivere und effizientere Mercedes-Benz C-Klasse gegeben als die jüngste. Ob sie aber in der Batterievariante auch in Zukunft das Brot- und Butter-Modell der Untertürkheimer bleiben wird, wir werden sehen. Überzeugt aber sind wir davon, dass die elektrischen C-Klasse-Modelle wie schon die bisherigen Verbrenner mehr oder weniger typische Flottenautos sein werden. Denn immer mehr Mobilitätsmanager/Fuhrparkverantwortliche setzen auf Akku-Fahrzeuge. Und sie wissen auch warum: Heute sind batterieelektrische Automobile Benzinern und Dieseln – letztere dominierten über Jahrzehnte die deutschen Flotten – klar überlegen. Sie positionieren sich bei en Beschaffungs- bzw. Leasingkosten im vergleichbaren Rahmen, sie sind im Unterhalt günstiger, sie bieten ausreichend hohe Reichweiten und schneiden überhaupt bei den TCO besser ab als alle Verbrennergeschwister. Schließlich wird sich auch ihr Restwertverhalten dem der Verbrenner gleichstellen bzw. diese übertreffen.  

Klar, der Brutto-Einstiegspreis klingt mit 67.711 Euro etwas happig. Weitere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedene Batterievarianten folgen, so Christian Bauer (Entwicklung Gesamtfahrzeug)  im Gespräch mit CM. Dazu zählt ein prisgünstigeres Heckantriebsmodell mit einer erwarteten Reichweite von rund 800 km. . In Deutschland beginnen die Preise für den C 400 4MATIC elektrisch bei 56.900 Euro (exkl. MwSt.) Zudem stehen laut Hersteller attraktive Leasing- und Finanzierungsangebote zur Verfügung. Apropos Listenpreise: Sie sind das eine, die tatsächlichen stehen auf einem anderen Blatt Papier. Letztlich bekommt man aber für sein Geld ein famoses Fahrzeug. Übrigens: Unser „Testwagen“, der C400 4MATIC war vollgepackt mit allem, was das Autofahrerherz höher schlagen lässt, kam deswegen auf runde 100.000 Euro.    

Der elektrische C 400 4MATIC – 489 PS (360 kW) und ein Drehmoment von 800 Nm – bietet eine WLTP-Reichweite von bis zu 762 km dank einer 94-kWh-Batterie und einer modernen 800-Volt-Architektur. Bei unseren Testfahrten stellten wir fest, dass 700 km Reichweite durchaus realistisch sind, zumal dann, wenn man den Wagen überwiegend moderat bewegt, also nicht nur das Fahrpedal voll durchdrückt. Dank einer Ladeleistung von bis zu 330 kW lässt sich in nur 10 Minuten Strom für ca. 325 km nachladen; die Ladung von 10 auf 80 % dauert ca. 22 Minuten. Der kombinierte Stromverbrauch nach WLTP liegt je nach Konfiguration bei etwa 14,1 bis 18,5 kWh pro 100 km. Wir haben mit unserem Top-Modell 14,8 kWh benötigt. Das ist angesichts von Größe und  Power des Wagens ein echter Spitzenwert.  

Das Exterieur und Interieurdesign des Mittelklassewagens ist überaus attraktiv. Eine tiefe, flache Front mit einer starken Straßenpräsenz, eine straffe Dachlinie und ein fließendes, rundes Heck erzeugen eine coupéhafte Silhouette. Der ikonische Kühlergrill kann – je nach Ausstattung – beim Entriegeln, Verriegeln oder Laden mit Lichtanimationen in Szene gesetzt werden. Der neue Kühlergrill ist stärker vertikal ausgerichtet. Heißgeprägte Sterne in Chromoptik bilden das unverkennbare Mercedes‑Benz Pattern und sorgen für eine einzigartige dreidimensionale Tiefenwirkung. Ein LED-Lichtleiter im Chromrahmen setzt den Kühlergrill eindrucksvoll in Szene und verleiht der C‑Klasse zusätzliche Strahlkraft. Marktabhängig ist auch der Zentralstern beleuchtet. 

Die konsequent auf Elektroantrieb ausgelegte Architektur ermöglicht ein neues Raumkonzept mit großzügigem Platz für Passagiere und Gepäck. Die Alltagstauglichkeit profitiert von einem 470‑Liter‑Kofferraum plus einem 101‑Liter‑Frunk (flüssig)7 sowie bis zu 1,8 Tonnen Anhängelast.

Wegweisend. Intelligente Navigation auf Basis von Google Maps sorgt zusammen mit MBUX Surround Navigation für klare Orientierung. Dank des Automotive AI Agent von Google Cloud kennt sich der MBUX Virtual Assistant bestens bei Fragen rund um Navigationsziele aus. Er kann auf Informationen aus verschiedenen Quellen zugreifen, um personalisierte Antworten auf Fragen zu Sehenswürdigkeiten und vielem mehr zu geben. Auch die Suche nach verfügbaren Parkplätzen funktioniert jetzt nahtlos im Gespräch.

Intuitive Bedienung ohne Ablenkung: Das neue Multifunktions-Lenkrad greift das bewährte Bedienkonzept mit der Wippe für Limiter und DISTRONIC sowie der Walze zur Lautstärkeregelung auf. So sind alle wichtigen Funktionen ergonomisch perfekt in Reichweite.

Bestellbar sind die C-Klasse BEV ab 18. August, in den Handel kommen sie im Herbst.  Noch etwas: bei den Akku-Fahrzeugen wird es keine Kombiversion (T-Modell) geben. Ihre eburtsstation liegt im ungarischen Werk Kecskemét.  

Den Anfang macht das Zop-Modell. Die C‑Klasse gehört seit jeher zu den meistverkauften und beliebtesten Modellreihen von Mercedes‑Benz. Die elektrische Limousine ist zunächst als C 400 4MATIC erhältlich und verbindet die sportlichste C‑Klasse aller Zeiten mit herausragender Langstreckentauglichkeit. Im realen Langstreckeneinsatz legt das BEV mit nur einem kurzen Ladestopp deutlich über 1.000 km zurück . Das wollen wir bei einem späteren umfangreichenren Test genauer wissen. Was schon mal stimmt: Fahrkomfort, Agilität und Akustikkomfort sind erste Sahne. Wenngleich uns die Federung etwas straff erschien, selbst bei der Einstellung „Komfort“, war das Fahrverhalten dennoch sehr gut. Der Wagen lief wie auf Schienen, Keine Wankbewegung bei schnell wechselnden kurven, ein Handling, das man selbst in der Oberklasse nicht besser machen kann.  Ob man die optionale AIRMATIC Luftfederung braucht, naja. Ein feine Sache ist die Hinterachslenkung: Sie verkleinert den Wendekreis und bietet bei höheren Geschwindigkeiten zusätzliche Präzision und Stabilität 

Neues Raum- und Digitalerlebnis. Der neue MBUX HYPERSCREEN ist mit 99,3 cm (39,1 Zoll) ist er der größte Bildschirm in einem Mercedes‑Benz und schafft ein immersives digitales Erlebnis. Angetrieben vom Mercedes‑Benz Operating System (MB.OS) und den Digitalen Extras8 werden Infotainment und Fahren noch intelligenter, intuitiver und personalisierter. MB.OS vernetzt zentrale Fahrzeugdomänen – von Infotainment und Komfort über Laden bis hin zu Fahrerassistenz – und ermöglicht regelmäßige Over‑the‑Air‑Updates (OTA) über die Mercedes‑Benz Intelligent Cloud. Der MBUX Virtual Assistant unterstützt einen natürlicheren Dialog, während Digitale Extras über den Mercedes‑Benz Store bzw. die App aktiviert werden können, um Funktionen wie Entertainment, Navigation, Laden und ausgewählte MB.DRIVE‑Features hinzuzufügen.

Intelligente Fahrerassistenzsysteme . Die erweiterten Fahrerassistenzfunktionen sind unter MB.DRIVE gebündelt. Viele Funktionen können Over‑the-Air (OTA) über den Mercedes‑Benz Store aktiviert werden. Zur Serienausstattung gehören der Abstands‑Tempomat DISTRONIC zur Geschwindigkeits‑ und Abstandsregelung (inklusive Stop‑and‑Go‑Funktion) sowie der MB.DRIVE PARKING ASSIST zur Unterstützung beim Ein‑ und Ausparken. Optionale Pakete bieten zusätzlichen Komfort.

CM-Fazit: Eigentlich ist das Update der C-Klasse nicht nur ein Facelift. Und bei der batterieelektrischen Version handelt es sich um ein komplett neues Fahrzeug. Man spürt bei diesem Wagen das Engagement des Herstellers, dem Druck der Konkurrenz aus München und Ingolstadt etwas entgegenzusetzen. Mit der elektrischen C-Klasse sollte das gelingen. Denn das Automobil ist wirklich elegant gezeichnet, es bietet in technischer. Hinsicht alles, was man von einem modernen Fahrzeug erwartet. Es ist hocheffizient, komfortabel, bietet eine enorme Reichweite und kurze Ladezeiten und insgesamt viel Fahrspaß. Für Mobilitätsmanager wichtig: Die TCO übertrifft beim C400 4MATIC m positiven Sinne die Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Geschwister. Bleibt abzuwarten, was die angekündigten weiteren elektrischen Geschwister bringen. Unsere Schulnote: 1-. Quelle: CM / Mercedes-Benz