DB: Viele Verbesserungen im Jahresfahrplan 2026/27

Die Deutsche Bahn (DB) bietet im Fahrplan 2027 neue Sprinter-Verbindungen und mehr Fahrten ins Ausland an. Und eine weitere gute Nachricht: Die Preise bleiben stabil. Pendler und Reisende, die als Gruppe mit der Bahn fahren, profitieren dabei von neuen günstigen Konditionen. Bereits Anfang Oktober hatte die DB angekündigt, das Familienticket dauerhaft einzuführen. Der Fahrplan 2027 tritt am 13. Dezember in Kraft. Tickets sind ab dem 14. Oktober 2026 über bahn.de, den DB Navigator sowie in Reisezentren und Agenturen erhältlich.

„In Zeiten teurer Kraftstoffe bleibt die Bahn eine gute und günstige Alternative zu Auto und Flugzeug. Der Fahrplan 2027 ist ein starkes Angebot für alle. Wir bieten schnelle Sprinter zwischen den Metropolen, Fernverkehr in die Fläche und mehr Verbindungen zu en europäischen Nachbarn“, sagt Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr.

ICE-Sprinter-Netz mit rund 70 Fahrten pro Tag. Ab Fahrplanwechsel gibt es eine neue ICE-Sprinter-Linie zwischen Hamburg und München: je Richtung dreimal täglich, mit Halt nur in Hannover und Nürnberg. Die Bahnknoten Kassel, Fulda und  Würzburg werden ohne Halt durchfahren Die Fahrzeit sinkt dadurch um 20 Minuten auf 5:20 Stunden. Zwischen Berlin und Stuttgart fährt der Sprinter künftig dreimal statt einmal täglich je Richtung, in 4:45 Stunden – etwa eine Stunde schneller als das Taktangebot über Frankfurt. Damit sind deutschlandweit täglich rund 70 Sprinter-Fahrten auf wichtigen Strecken unterwegs. 

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Zwischen Berlin und Hamburg verkehren die Züge nach den baulichen Einschränkungen wieder im Halbstundentakt. Der Intercity Dresden–Berlin–Rostock fährt erneut alle zwei Stunden bis Warnemünde, dazu kommt ein ICE pro Tag und Richtung von Warnemünde über Berlin und Leipzig nach Frankfurt, Stuttgart und München. Jena erhält wieder eine ICE-Direktverbindung nach Berlin, Ostwestfalen eine tägliche Verbindung nach München. Offenburg und Baden-Baden werden stündlich angefahren, Saarbrücken bekommt erstmals eine Direktverbindung nach Hamburg. Halle und Erfurt sind baubedingt alle zwei Stunden direkt mit der Schweiz verbunden.

Täglich über 320 internationale Fahrten. Mit dem Fahrplan 2027 wächst auch das internationale Angebot auf mehr als 320 Fahrten pro Tag – rund 20 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Damit sind über 200 Städte in 14 Ländern direkt von Deutschland aus erreichbar. Mehr Züge gibt es nach Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark. Zwischen Hamburg und Kopenhagen fährt die DB mit ihren neuen ICEL ab März siebenmal täglich je Richtung, ab 7 Uhr etwa alle zwei Stunden.

In Kooperation mit der italienischen Trenitalia fährt erstmals der Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa in Deutschland. Ab Sommer 2027 verbindet er München mit je einem täglichen Zugpaar (Hin- und Rückfahrt) direkt mit Mailand und Rom.

Die Verbindungen nach Frankreich und Österreich weitet die DB mit den jeweiligen Kooperationsbahnen ebenfalls aus. Zwischen Stuttgart und Paris fahren täglich zwölf Züge – zwei mehr als bisher. Nach Abschluss der Korridorsanierung Nürnberg–Passau fahren zwischen Frankfurt, Nürnberg und Wien täglich 14 Fernverkehrszüge – zwei mehr als vor Beginn der Bauarbeiten.

Europa ist außerdem noch einfacher buchbar: Tickets von ÖBB, SBB, Trenitalia, SNCF, Eurostar, SJ und National Rail gibt es direkt auf bahn.de und im DB Navigator. Möglich macht das der Schnittstellenstandard OSDM. Damit sind bereits mehr als 10.000 zusätzliche europäische Reiseziele buchbar – und der Ausbau geht weiter.

Weiter hohes Bauvolumen. Auch 2027 saniert die DB InfraGO umfassend weitere Hauptstrecken, darunter Hannover–Berlin, Hanau–Fulda und Rosenheim–Freilassing/Salzburg. Der Fahrplan ist darauf ausgelegt, der Fernverkehr fährt weiter: Umleitungen und geänderte Fahrzeiten für die größten Baumaßnahmen sind schon in der Reiseauskunft hinterlegt. Wer sein Ticket bucht, bekommt die jeweils geltenden Fahrtzeiten angezeigt. Konkret fahren zwischen NRW und Berlin während der Sanierungsarbeiten mindestens stündlich direkte ICE, die Fahrt dauert aber rund 80 Minuten länger. Zwischen München und Salzburg pendeln täglich drei EC-Zugpaare über Mühldorf. 

Verbesserte Angebote für Familien, Gruppen und Pendler. Die Deutsche Bahn führt das im Sommer erfolgreich gestartete DB Familienticket dauerhaft ein. Ab dem 26. Oktober ist es wieder buchbar, erster Reisetag ist der 01. November. Für 99,99 Euro können bis zu fünf Personen deutschlandweit mit dem Fernverkehr in der 2. Klasse hin und zurück reisen, die Sitzplatzreservierung ist bereits inklusive.

Auch Pendler profitieren: Ab dem 21. Oktober 2026 werden Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo um 25 % günstiger. Zudem vereinfacht die DB ihr Zeitkartenangebot und bietet Streckenzeitkarten künftig ausschließlich ohne Abo an. Für Gruppenreisende werden die Online-Services erweitert. So können Gruppen den Sparpreis Gruppe nun für eine bessere Reiseplanung auch online für bis zu 14 Tage unverbindlich reservieren.

Änderungen zum Jahresfahrplan 2026/27:

Das Wichtigste: Der Flexpreis im Fernverkehr sowie die Preise für die BahnCard 25, 50 und 100 bleiben unverändert. 

Das DB Familienticket kommt wieder und bleibt dauerhaft im Angebot (ab 26. Oktober 2026). 

Mit dem DB Familienticket reisen bis zu fünf Personen für 99,99 Euro in Zügen des DB Fernverkehrs durch ganz Deutschland hin und zurück – Reservierung inklusive. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Kind mitreist. Maximal zwei Reisende dürfen 15 Jahre oder älter sein. Das Ticket ist ab dem 26. Oktober 2026 für Reisen ab dem 1. November buchbar. 

Die Angebote für Pendler werden günstiger und übersichtlicher!

Die Preise von Monatskarten und Schüler-Monatskarten werden um 25 % reduziert. 

Die bisherigen Zeitkarten-Abonnements werden nicht mehr angeboten. Stattdessen können Sie Ihre Monatskarte künftig flexibel und passend nach Ihrem Bedarf kaufen. Auch Wochenkarten, Schüler-Monatskarten, Schüler-Wochenkarten und Mehrfahrten-Tickets stehen weiterhin zur Verfügung.  

Den Sparpreis Gruppe lässt sich bereits seit 01. Oktober auch online kostenfrei reservieren oder mit einer Anzahlung buchen. Eine sofortige Zahlung des gesamten Reisepreises ist damit nicht mehr in jedem Fall erforderlich. 

Auch die Anzahl der Reisenden können Sie künftig selbst online reduzieren. Quelle: DB / CM

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