Trauerspiel Bahnverbindung München-Prag

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe München-Prag (Übergang Staatsgrenze D/CZ, MPrÜ)  an die Die Länderbahn GmbH DLB bekannt gegeben. Unterlegen war die tschechiche Leo Express Bewerbergemeinschaft. Aus Sicht der (geschäftlichen) Bahnreisenden ist die unendlich langsame und umständliche Bahnverbindung ein böser Witz.

Es handelt sich bei der Vertragsausfertigung um den Betrieb eines Regionalverkehrs im Umfang von ca. 1,87 Mio. Zugkilometern pro Jahr auf den folgenden Linien:

• RE 25 München Hbf – Landshut Hbf – Regensburg Hbf – Schwandorf – Cham – Furth im Wald – Staatsgrenze D/CZ und 
• RE 23 München Hbf – Regensburg Hbf – Hof Hbf als einzelnes Zugpaar.

Nach wie vor denkt die Deutsche Bahn nicht an eine leistungsfähige Bahnverbindung von Bayern nach Tschechien. Während dies auf der Magistrale Dresden-Prag seit Jahrzehnten der Fall ist und auch die Magistralen von Österreich Richtung Tschechien und Slowakei einen hervorragenden und modernen Schienenfernverkehr bieten, ist die Verbindung München(Nürnberg ein echtes Trauerspiel.

Die Verkehrsleistungen sind ab dem 10.12.2028, dem ersten Betriebstag nach dem großen Fahrplanwechsel im Jahr 2028, nach der Nachtpause zu erbringen. Der abzuschließende Verkehrsdurchführungsvertrag endet zum großen Fahrplanwechsel im Jahr 2031, am 13.12.2031. Die Laufzeit der Verpflichtung zur Leistungserbringung beträgt demnach drei Jahre ab Betriebsaufnahme.

Es werden Angebote mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen zugelassen. Der Verkehrsdurchführungsvertrag (VDV) enthält detaillierte Vorgaben zur Qualität der zu erbringenden Leistungen. Den Vertrag über den Ex36 Praha – Plzeň – Regensburg – München auf tschechischer Seite hatte Leo Express erhalten. Quelle EU-Amtsblatt / CM

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert