Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem früheren BMW-Designer Pierre Leclercq überraschend die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Einen entsprechenden Erlass veröffentlichte der Kreml auf seiner Webseite.
Pierre Leclercq, geboren am 29. Juli 1972 in Bastogne, ist ein belgischer Automobildesigner, der derzeit als Designchef beim französischen Automobilhersteller Citroën tätig ist. Er studierte Industriedesign an der École supérieure des arts Saint-Luc in Lüttich und absolvierte ein Programm für Mobilitätsdesign am Art Center College of Design im kalifornischen Pasadena. Nachdem Leclercq 1998 ein Praktikum bei BMW begonnen hatte, wechselte er 1999 zum italienischen Karosseriebauunternehmen Zagato, verließ dieses jedoch nach drei Monaten wieder, um bei Ford Ghia einzusteigen. Dort entwarf er u.a. den Innenraum der Studie Ford Street Ka.
Im Jahr 2000 kehrte er zu BMW zurück, wo er dann 13 Jahre lang tätig war. Zu seinen dortigen Projekten zählten der BMW X5 E70, der BMW X6 E71 sowie das Heckdesign des ersten Mini Countryman. Zudem arbeitete er an einem Nachfolger des BMW M1 auf Basis des BMW i8, wobei dieses Projekt letztlich eingestellt wurde.
Von 2013 bis 2017 leitete Pierre Leclercq in China das Designstudio von Great Wall Motors. Anschließend übernahm er die Position des Designchefs bei Kia, blieb jedoch nur ein Jahr beim südkoreanischen Hersteller. Zuletzt war er Chefdesigner bei Citroën.
Bekanntlich hat sich BMW aus Russland zurückgezogen. Dieser Tage aber wurde bekannt, dass in Putins Riesenreich weiter SAV-Modelle der deutschen Premiummarke BMW vom Band rollen, dies trotz westlicher Sanktionen und ohne Zustimmung des Münchner Konzerns. In der einst deutschen Großstadt Königsberg in Ostpreußen, heute die russische Enklave Kalinigrad, werden derzeit die russischen BMW-Modelle X5, X6 und X7 in vergleichsweise geringer Stückzahl gebaut. Die Fahrzeuge entsprechen äußerlich weiterhin dem Modellstand von 2022, werden inzwischen aber als Modelle der Baujahre 2025 oder 2026 zugelassen. Laut russischen Medien sollen auch einzelne lokal beschaffte Bauteile wie Kabelbäume, Schläuche, Gummiteile oder lackierte Karosserieteile verbaut werden, weil Originalteile fehlen. Die Fahrzeugpreise liegen weit über denen der deutschen Listenpreise. Quelle: Russland heute / AMS / CM