Der Umsatz der britischen InterContinental Hotels Group PLC (IHG Hotels & Resorts) mit Einzelübernachtungen stieg im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 4 %. Haupttreiber war ein Anstieg des durchschnittlichen Tagespreises um 3,9 %, wie das Unternehmen mitteilte. Während die Geschäfte, insbesondere mit Firmenkunden in den meisten Regionen gut laufen, kann man dies von den GCC-Ländern und Großbritannien nicht sagen.
IHG-CEO Elie Maalouf bezeichnete die Nachfrage nach Geschäftsreisen als „stark“, insbesondere in Nord- und Südamerika. Dort stieg der Umsatz mit Einzelübernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 6 %, das Gruppengeschäft legte um 12 % zu. Maalouf führte das Wachstum auf Investitionen US-amerikanischer Unternehmen in Technologie, Rechenzentren, Energie, Pharmazeutika, Fertigung und Bauwesen sowie auf Investitionen der US-Regierung in die Verteidigung zurück.
Bei den IHG-Hotels läuft vor allem das Firmenkundengeschäft bestens. Foto IHG Hotels & Resorts
„Die Stimmung im Bereich Geschäftsreisen ist allgemein positiv, und davon profitieren wir“, sagte er während einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen.
Das Unternehmen meldete einen Anstieg des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr für sein gesamtes globales Portfolio. Die stärkste Wachstumstreiber war die Nachfrage von Gruppenbuchungen mit einem Plus von 10 % gegenüber dem dritten Quartal 2025. Maalouf erklärte, dass Tagungen und Veranstaltungen für Unternehmen die Hälfte der gesamten Gruppennachfrage von IHG ausmachen.
IHG-Finanzchef Michael Glover fügte hinzu, dass das Gruppengeschäft „sehr stark“ sei und weiterhin im mittleren einstelligen Bereich wachse. „Es sieht so aus, als würden weiterhin Gruppenbuchungen eingehen, und zwar branchenweit und in allen Regionen“, sagte er.
IHG-Kennzahlen für das dritte Quartal: Der unternehmensweite RevPAR stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 % auf 97,16 US-Dollar. Dies ist auf einen Anstieg des durchschnittlichen Tagespreises (ADR) um 3,9 % auf 134,92 US-Dollar und eine um 0,9 Prozentpunkte höhere Auslastung auf 72 % zurückzuführen.
In Nord- und Südamerika stieg der RevPAR im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 % auf 108,36 US-Dollar. Der ADR erhöhte sich um 3,9 % auf 146,64 US-Dollar, während die Auslastung um 2,1 Prozentpunkte auf 73,9 % zunahm.
In Europa, dem Nahen Osten und Afrika stieg der RevPAR im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 5 %auf 153,86 US-Dollar. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) erhöhte sich um 4,1 % auf 153,86 US-Dollar, während die Auslastung um 0,6 Prozentpunkte auf 75,5 % zulegte.
In Großbritannien stieg der RevPAR um 2,8 % und in Kontinentaleuropa um 3,8 %. In Ostasien und im Pazifikraum legte er um 8,4 % zu, während er im Nahen Osten nach einem Rückgang von 19 % im Vorquartal weitgehend stagnierte. Die sechs GCC-Staaten (Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain) verzeichneten hingegen aufgrund ihrer Nähe zum Iran, das sich im Krieg mit den USA befindet, einen RevPAR-Rückgang von 12 %. In Großchina sank der RevPAR im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % auf 41,73 US-Dollar. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) ging um 0,8 % auf 67 US-Dollar zurück, während die Auslastung um 1,6 Prozentpunkte auf 62,3 % sank.
„Der Konflikt im Nahen Osten ist zwar nicht mehr so angespannt wie im März oder April, aber er ist noch nicht beigelegt“, sagte Maalouf im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen. „Die Region macht nur 5 % unseres Geschäfts aus … und wir freuen uns, dass 95 % unseres Geschäfts sehr gut laufen und dies kurzfristig kompensieren. Wir sind fest davon überzeugt, dass der Nahe Osten nach einer Lösung wieder auf seinen Wachstums- und Erfolgskurs zurückkehren wird.“
Viele Neueröffnungen und Pläne. IHG eröffnete im dritten Quartal 92 Hotels und unterzeichnete Verträge für weitere 164 Hotels mit insgesamt 21.100 Zimmern. Die Entwicklung verteilte sich laut Maalouf „weitgehend gleichmäßig“ auf Neubauten und Umwandlungen bestehender Hotels. Zum Ende des dritten Quartals umfasste das weltweite Portfolio des Unternehmens 7.186 Hotels mit mehr als 1 Mio. Zimmern. Die Projektpipeline belief sich zum 30. September auf 2.426 Hotels mit 353.000 Zimmern, ein Plus von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Quelle: IHG / CM
Hilton hat am Donnerstag, 22. Oktober 2026, neue Koordinatoren-Tools und Verbesserungen für seine Plattform „Hilton for Business“ für kleine und mittlere Unternehmen eingeführt. Dazu gehört die Möglichkeit, Aufenthalte für andere Mitarbeiter zu buchen und zu verwalten.
Mobilitätsmanager und Administratoren können nun Reservierungen im Namen anderer buchen, ändern oder stornieren, die Reservierungen ihres Teams zentral einsehen und überprüfen, welche Mitarbeiter im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht in Hilton-Hotels übernachten.
Laut Hilton basieren die Aktualisierungen auf dem Feedback der über 400.000 „Hilton for Business“-Mitglieder sowie auf internen Kunden- und Reisendenbefragungen sowie Wettbewerbsanalysen.
Hilton für Business für KMU bietet zahlreiche Verbesserungen. Foto: Hilton
Frank Passanante, Senior Vice President und globaler Vertriebsleiter sowie Leiter Reservierungen und Kundenservice bei Hilton, erklärte, die Möglichkeit, im Namen anderer zu buchen, sei die am häufigsten gewünschte Funktion gewesen. „Hilton for Business“ wurde 2023 eingeführt und bietet KMU Tools zur Buchung und Verwaltung von Reisen ohne Mindestumsatz. Mitglieder profitieren außerdem von Hilton Honors-Vorteilen, portfolioübergreifenden Rabatten, Reiseprämien, einem schnellen Onboarding und Programmmanagement.
Hilton kündigte an, Hilton for Business in Kürze um weitere Funktionen zu erweitern. Dazu gehört die Möglichkeit, Reservierungen für Mitglieder und Nichtmitglieder eines Firmenkontos zu verwalten und Reisekoordinatoren oder -manager zu benennen, ohne ihnen Zugriff auf Inhaberebene zu gewähren. Ein neues Programm-Dashboard ermöglicht es Unternehmen außerdem, die von Mitarbeitern gesammelten und verteilten Punkte sowie deren Ausgaben und Buchungsaktivitäten zu verfolgen – für eine bessere Budgetplanung und Transparenz. Quelle: Hilton / CM
Mit der Verleihung der Best Meeting Thesis Austria gibt das Austrian Convention Bureau (ACB) der nächsten Generation seit 2013 eine Bühne für ihre wissenschaftliche Arbeit und bringt sie mit erfahrenen Meeting Professionals zusammen.
Dabei geht es nicht nur darum, aktuelle Forschung und Perspektiven sichtbar zu machen, sondern auch darum, erste Kontakte in der Branche zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.
“Die Themen der diesjährigen Arbeiten zeigen, wie vielfältig die Herausforderungen und Zukunftsfragen unserer Branche sind. Mit der Best Meeting Thesis Austria wollen wir jungen Talenten eine Bühne geben und ihre relevanten Themen aktiv in die Weiterentwicklung der Meetingindustrie einbringen”, so ACB Präsidentin Renate Androsch-Holzer.
Von den fünf nominierten Bachelorarbeiten konnte jetzt die wissenschaftliche Arbeit „Inklusive Programmgestaltung von Kongressen in Wien – qualitative Analyse bezüglich Motivation und Networking für Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Depression und Angstsymptomatiken“ von Franziska Maria Goritschnig, Absolventin der FH Wien der WKW, die diesjährige Experten-Jury überzeugen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Programmgestaltung einen relevanten Einfluss auf die Wahrnehmung, das Wohlbefinden sowie die Teilnahmebereitschaft von Teilnehmenden haben kann. Insbesondere strukturelle Aspekte des Programms sowie die Gestaltung von Interaktionsmöglichkeiten werden als zentrale Faktoren im Zusammenhang mit Motivation und Networking wahrgenommen.
Auch die weiteren eingereichten Arbeiten machten deutlich, mit welch unterschiedlichen und komplexen Fragestellungen sich die zukünftigen Meeting Professionals beschäftigen. Die Themen reichten von der Organisation medizinischer Kongresse und Green Meetings über psychische Belastungen im Eventmanagement und inklusive Programmgestaltung bis hin zum Einsatz neuer Technologien im Arbeits- und Meetingkontext:
Herausforderung bei der Planung von medizinischen Kongressen in Wien
Betriebliche Prävention psychischer Belastung bei Eventmanagern – Eine quantitative Erhebung von Maßnahmen zur Erhaltung der Resilienz
Green Meetings im Kongresswesen: Nachhaltige Eventorganisation zwischen Kostenfalle und Wettbewerbsvorteil
Smart glasses, smart decisions: evaluating the acceptance and future capabilities of workplace wearable technologies
Die diesjährige Netzwerkaktivität stellte den persönlichen Austausch in den Mittelpunkt: Die fünf Studentinnen nahmen jeweils an einem Stehtisch Platz, während sich die Professionals frei zu den Themen, welche sie am meisten ansprachen, gesellen konnten. So entstanden ungezwungene Gespräche über die Beweggründe, eigene Erfahrungen und Sichtweise dazu.
„Die Best Meeting Thesis Austria soll mehr sein als eine reine Auszeichnung. Die nächste Generation bringt Themen auf den Tisch, die unsere Branche noch nicht ausreichend auf dem Radar hat, aber mehr Aufmerksamkeit verdienen. Indem wir diese neuen Perspektiven mit der Erfahrung etablierter Meeting Professionals zusammenbringen, entsteht wertvoller Austausch in beide Richtungen – und damit ein wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung unserer Branche“, so ACB Geschäftsführerin Marie Lechner.
Die Gewinnerin darf sich über einen Europaflug mit Austrian Airlines sowie ein Freiticket zur Convention4u, dem Tagungslabor der österreichischen Meetingindustrie, freuen. 2027 findet die Convention4u vom 5.-7 Juli in den Lechwelten, in Lech Zürs am Arlberg, statt.
Interessiert bei der BMTA 2027 dabei zu sein? Studierende von Fachhochschulen und Universitäten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz können ihre Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten mit Bezug zur Tagungsbranche einreichen und ihre Erkenntnisse vor Branchenvertretern präsentieren. Die Einreichung aktueller Abschlussarbeiten ist jährlich bis 15. Juli möglich. Quelle: Austrian Convention Bureau / CM
Nach Informationen des US-Branchenportals Skift hat CEO Barbara Muckermann nach knapp zweieinhalb Jahren die Luxushotelgesellschaft Kempinski, die mehrheitlich dem Königshaus von Bahrain gehört, verlassen. Zeitgleich scheiden mehrere bedeutende Führungskräfte aus dem Unternehmen.
U.a. gehen Finanzchef Gordon Drake, Personalvorständin Karin Raguin, Entwicklungschef Frank Veenstra und Markenchefin Barbara Biffi. Und es heißt ferner, dass auch Chief Commercial Officer Massimo Brancaleoni seinen Rücktritt eingereicht haben soll. Kempinski betreibt derzeit 74 Hotels und Residenzen in 33 Ländern. Mehrheitseigentümer der traditionsreichen Hotelgruppe ist das Königshaus von Bahrain. Muckermann hatte seit ihrem Amtsantritt einen umfassenden Transformationsprozess eingeleitet. Ziel war es, Kempinski im internationalen Luxussegment noch klarer zu positionieren. Dazu wurde das Portfolio gestrafft: Häuser, die nach Einschätzung des Managements nicht zum angestrebten Ultra-Luxus-Anspruch passten, schieden aus dem Verbund aus. Parallel kündigte die Gruppe eine ambitionierte Expansion mit zahlreichen Neuprojekten an. U.a. mit dem Erwerb des Hotels Augustine in Prag vollzog Kempinski erstmals seit Jahrzehnten wieder den vollständigen Kauf eines Hotels. Wie es mit den Wachstumsplänen weitergeht, ist nun offen. Muckermann hatte zuletzt den Markteintritt bzw. den Ausbau der Präsenz in den USA zu einer Priorität erklärt. Zudem sollte die Positionierung in wichtigen europäischen Märkten wie Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien gestärkt werden. Auch Deutschland gehörte zu den definierten Wachstumsmärkten. Darüber hinaus war eine Verlegung des Unternehmenssitzes von Genf nach Dubai vorbereitet worden.
CEO Barbara Muckermann und weitere Führungskräfte verlassen das Luxushotelunternehmen Kempinski. Foto Kempinski
Die zentrale Frage betrifft nun die Kontinuität der operativen und strategischen Führung bei Kempinski – insbesondere im Hinblick auf die Beziehungen zu Hoteleigentümern und Geschäftspartnern. Die Nachrichten über diese Abgänge kommen weniger als einen Monat nach einer besonders kritischen Analyse, veröffentlicht am 25. September 2026. Darin ist von einer angespannten interne Situation die Rede und davon, dass Kempinski innerhalb von zweieinhalb Jahren 19 Hotels verloren hat, während die Expansionsambitionen nicht ausreichten, um diese Abgänge aus dem Portfolio auszugleichen. In der Analyse wird auf die Absicht des Hotelunternehmens hingewiesen, sich von Immobilien zu trennen, die als nicht ausreichend rentabel gelten oder nicht mehr zur angestrebten Positionierung passen, um das Portfolio stattdessen auf prestigeträchtige Hotels („Landmark Hotels“) zu konzentrieren. Eine solche Strategie der Portfoliobereinigung ist in der Luxushotellerie nicht unüblich. Internationale Betreiber versuchen mitunter, die Markenkonsistenz zu stärken, indem sie Verträge neu verhandeln, weniger erfolgreiche Partnerschaften beenden oder bei künftigen Projekten strengere Auswahlkriterien anlegen.
Eine Verringerung der Hotelanzahl bedeutet jedoch nicht zwangsläufig eine wirtschaftliche Verbesserung. Vieles hängt von den Einnahmen aus Managementgebühren bei den verbleibenden Verträgen, den allgemeinen Verwaltungskosten, den Bedingungen für den Ausstieg aus bestehenden Verträgen sowie der Fähigkeit ab, das Portfolio wieder zu erweitern.
Neben der Portfolioverkleinerung sorgte eine weitere strategische Entscheidung von Barbara Muckermann für Aufmerksamkeit und überraschte viele Beobachter: Kempinskis Rückkehr zum direkten Eigentum an Hotelimmobilien – ein Vorgehen, das dem „Asset-Light“-Modell, wie es von großen internationalen Hotelgruppen bevorzugt wird, entgegensteht. Im April 2026 kündigte Kempinski den Erwerb des „Augustine Hotel“ in Prag an – ein historisches Haus mit 101 Zimmern, das in einem ehemaligen Kloster aus dem 13. Jahrhundert untergebracht ist.
Diese Transaktion war der erste Immobilienerwerb der Gruppe seit mehr als 50 Jahren. Sie markierte einen bedeutenden strategischen Wandel: Anstatt sich ausschließlich auf das Management von Hotels im Besitz Dritter zu beschränken, beabsichtigte Kempinski, bei ausgewählten prestigeträchtigen Immobilien direkt als Eigentümer aufzutreten.
Barbara Muckermann verfolgte einen Ansatz, der als „Asset-Heavy“ (kapitalintensiver) beschrieben werden kann. Er basiert auf der Auswahl außergewöhnlicher, historisch bedeutsamer Immobilien, bei denen die Gruppe die volle Kontrolle über die Neupositionierung, Investitionen und das Gästeerlebnis ausüben kann.
In einem im Mai 2026 auf der Website von Kempinski veröffentlichten Meinungsbeitrag befürwortete sie ausdrücklich diesen Kurs – der dem vorherrschenden Branchentrend entgegenstand – mit dem Argument, dass der Besitz von Immobilien dazu beitragen könne, die Individualität der Hotels zu bewahren und langfristigen Wert zu schaffen.
Dennoch warf die Entscheidung eine grundlegende wirtschaftliche Frage auf. Während große Hotelkonzerne in der Regel versuchen, das in Immobilien gebundene Kapital zu begrenzen und Einnahmen aus Franchise- und Managementgebühren zu priorisieren, war Kempinski bereit, für ausgewählte Objekte Eigenkapital einzusetzen und die damit verbundenen Immobilien- und Betriebsrisiken direkt zu übernehmen. Diese Strategie ließe sich für eine kleine Anzahl außergewöhnlicher Häuser, die als Aushängeschilder der Marke dienen konnten, durchaus rechtfertigen.
Am 14. Oktober 2026 bestätigte Kempinski, dass die Umgestaltung des Augustine Hotels fortgesetzt werde; die Eröffnung unter der Marke Kempinski ist nun für Anfang 2027 geplant. Die bekannt gewordenen Schwierigkeiten gehen inzwischen über die Frage hinaus, ob eine einzelne Führungskraft ersetzt werden soll. Kempinski muss das Vertrauen verschiedener Interessengruppen wahren: Hoteleigentümer, Investoren, Geschäftspartner, lokale Managementteams und die Beschäftigten.
Die von Skift gemeldete Serie von personellen Abgängen wirft Fragen zur Kontinuität von Entwicklungsprojekten, der kommerziellen Strategie und der Neupositionierung der Marke auf. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen die vorliegenden Informationen weder einen potenziellen Nachfolger für Barbara Muckermann erkennen, noch geben sie Aufschluss über die Zusammensetzung eines etwaigen Übergangsführungsteams oder über die Entscheidungen, die die Anteilseigner möglicherweise treffen werden. Die unmittelbare Priorität liegt daher in der Klärung der Unternehmensführung (Governance) und der strategischen Ausrichtung der Gruppe.
Der Weggang von Barbara Muckermann ist besonders bedeutsam vor dem Hintergrund der von ihr initiierten Immobilienstrategie. Einerseits wollte Kempinski sein Portfolio an Hotels, die sich im Besitz Dritter befinden, straffen, indem strengere Auswahlkriterien angewandt wurden, um sicherzustellen, dass die Immobilien zum Luxusanspruch der Marke passen. Andererseits hatte die Gruppe beschlossen, wieder verstärkt in den direkten Immobilienbesitz zu investieren – ein Beispiel hierfür ist der oben genannte Erwerb des Hotels Augustine in Prag. Dies stellte einen echten Paradigmenwechsel dar. Das „Asset-Light“-Modell (mit geringem Immobilienbesitz) ermöglicht es Betreibern, ihre Netzwerke zu erweitern, ohne viel Kapital in Immobilien zu binden. Im Gegensatz dazu erhöht eine Strategie mit stärkerem Immobilienbesitz die Abhängigkeit von Immobilienbewertungszyklen, Finanzierungskosten, Investitionen in Renovierungen sowie Liquiditätsrisiken.
Barbara Muckermanns Ansatz folgte einer anderen Logik: Der direkte Besitz von prestigeträchtigen Immobilien würde es der Gruppe ermöglichen, eine engere Kontrolle über das Hotelprodukt auszuüben, den unverwechselbaren Charakter der Marke zu bewahren und einen größeren Anteil an der Wertschöpfung zu erzielen.
Dieser Ansatz war im Ultra-Luxus-Segment durchaus sinnvoll, da hier die Knappheit von Immobilien, der historische Wert und die Einzigartigkeit des Gästeerlebnisses wichtige Wettbewerbsvorteile darstellen. Dies warf jedoch Fragen zur finanziellen und organisatorischen Leistungsfähigkeit auf: Wie könnte Kempinski eine kapitalintensivere Strategie finanzieren und umsetzen, während das bestehende Portfolio gestrafft und gleichzeitig eine zentrale Organisationsstruktur aufrechterhalten wird, die zu den wiederkehrenden Einnahmen aus Managementgebühren passt?
Die von Skift gemeldete Welle von Abgängen beweist zwar nicht, dass diese Strategie gescheitert ist, wirft aber dennoch Fragen zu deren Fortführung auf – und dazu, ob die Anteilseigner sie möglicherweise überdenken könnten.
Die eigentliche Herausforderung für Kempinski geht daher über die Nachfolge von Barbara Muckermann hinaus. Sie betrifft das grundlegende Wesen der Unternehmensgruppe, die ihre Eigentümer aufbauen möchten: Soll es ein internationaler Luxushotelbetreiber mit einem weitgehend „asset-light“-Modell (also ohne nennenswerten Immobilienbesitz) sein – oder eine hybride Plattform, die Hotelmanagement mit dem selektiven Eigentum an geschichtsträchtigen Immobilien verbindet? Diese Frage zählt nun zu den zentralen Aspekten, die im Zuge der Neugestaltung der Unternehmensführung bei Kempinski im Blick behalten werden müssen. Quelle: Skift / CM
Marriott International hat für einige Großkunden eine Überprüfung von Firmenrabattcodes (Corporate Codes) bei Online-Direktbuchungen über die Website von Marriott oder die Bonvoy-App eingeführt.
Laut Travel-Managern überprüfen einzelne Hotels nicht immer, ob Reisende, die einen Firmenrabattcode nutzen, tatsächlich bei dem betreffenden Unternehmen beschäftigt sind. Dies ermöglicht es versierten bzw. „schlauen“ Reisenden, Rabatte in Anspruch zu nehmen, auf die sie eigentlich keinen Anspruch haben.
„Hotels rechnen bereits damit, dass diese irgendwie Codes nach außen dringen“, schrieb der Reddit-Nutzer u/dannyinternet auf seiner Website „GoCostGo“. Die Seite gibt nicht nur Tipps zur Nutzung von Firmenrabattcodes, sondern pflegt auch eine aktuelle Datenbank mit Codes für verschiedene Hotelketten. „Eine vollständige Unterbindung der Nutzung würde mehr Personalaufwand, langsamere Check-in-Prozesse und mehr Reibungsverluste bedeuten“, heißt es dort.
Der US-Hotelkonzern Marriott wehrt sich gegen den Missbrauch von Firmenraten. Foto: Marriott
Besonders anfällig für Missbrauch sind die dreistelligen Rabattcodes von Marriott, da sie leicht erraten werden können.
Der neue Verifizierungsprozess von Marriott – „Corporate Qualified Rate Validation“ (kurz: Corporate QRV) – verlangt von Nutzern, die einen Firmenrabattcode direkt auf der Marriott-Website oder über die Bonvoy-App anwenden möchten, die Eingabe ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse. Anschließend muss der Buchungsversuch per E-Mail bestätigt werden. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, ähnlich dem Verfahren, das man beispielsweise bei der Anmeldung für E-Mail- oder Bankkonten kennt.
Auf einer Seite im „Bonvoy“-Hilfe-Center von Marriott wird erläutert, dass die geschäftliche E-Mail-Adresse nicht zwingend mit der E-Mail-Adresse übereinstimmen muss, die für das Marriott-Bonvoy-Konto hinterlegt ist; für die Nutzung des „Corporate QRV“ (eines firmenbezogenen Verifizierungscodes) ist jedoch eine geschäftliche E-Mail-Adresse erforderlich. Zudem muss die Firmenzugehörigkeit nach der ersten Verifizierung nicht bei jeder Buchung erneut bestätigt werden.
Marriott bestätigte diesen Schritt gegenüber BTN. „Indem wir die Berechtigung vorab prüfen, möchten wir sicherstellen, dass Zimmer für unsere wichtigsten Firmenkunden, mit denen spezielle Raten vereinbart wurden, auch tatsächlich verfügbar bleiben“, erklärte ein Sprecher von Marriott.
„Ich bin ‚Lifetime Platinum‘-Mitglied und habe in den letzten 15 Jahren häufig Firmen-Codes genutzt“, schrieb ein Reddit-Nutzer in einem vor einer Woche veröffentlichten Beitrag. „Seit letzter Woche verlangt Marriott eine geschäftliche E-Mail-Adresse, an die ein Verifizierungscode gesendet wird. Damit dürfte der Spaß wohl vorbei sein.“
Wie im „Bonvoy“-Hilfe-Center angegeben, sind Reservierungen, die vor der Aktivierung des „Corporate QRV“ für ein Unternehmen getätigt wurden, von dieser Regelung nicht betroffen. Quellle: BTN / CM
Das Mercure City in der Kölner Friesenstraße hat seinen Betrieb eingestellt. Und beim Pullmann-Hotrel an der Helenenstraße ist Ende November 2026 Schluss. Vor allem das Aus des Pullmann sorgt in der Domstadt für viel EWirbel.
Wie der Kölner Stadt- berichtet,nennt der Interimsgeschäftsführer der insolventen Revo-Hotelgruppe, Gordon Geiser, technische Mängel als Grundfür das Mercure an der Friesenstraße. Notwendige hohe Investitionen in den Brandschutz machten einen Weiterbetrieb unrentabel.
Das Vier-Sterne-Hotel rund um die Sartory-Säle verfügt über 103 Zimmer und vier Tagungsräume für bis zu 200 Personen. An der Tür informiere ein Aushang über die Schließung: „Der Betrieb wurde eingestellt.“ Auch die bisherige Hotelseite auf dem Accor-Buchungsportal ist nicht mehr erreichbar. In der Accor-Buchungssuche für Köln wird das Hotel ebenfalls nicht angezeigt. Das Hotel wurde von der insolventen Revo-Hotelgruppe betrieben.
Beim Pullman-Hotel an der Helenenstraße gehen die Lichter Ende November 2026 aus. Das Traditionshaus hat 47 Jahre lang als Hofburg für die Kölner Karnevalisten gedient. Für die Hotelszene ist der Einschnitt spürbar, immerhin gehört das Pullman seit mehr als einem halben Jahrhundert zu den wichtigen Hoteladressen der Domstadt. Das Traditionshotel stellt Anfang Dezember seinen operativen Betrieb ein, zum Jahresende läuft der Pachtvertrag der Immobilie aus.
Das Haus verfügt über 275 Zimmer, große Veranstaltungssäle sowie Bars im Erdgeschoss und in der zwölften Etage. Der Pachtvertrag für die Immobilie, die dem schwedischen Investor Pandox seit April 2025 gehört, endet am 31. Dezember 2026; der bisherige Betreiber AccorInvest ziehe sich zum Jahresende zurück.
Trotz der beiden Hiobsmeldungen läuft es im gesamten Kölner Hotelmarkt vergleichsweise gut.
Das Konferenzhotel Lufthansa Seeheim heißt ab sofort Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim. Der neue Markenauftritt betont, was den Tagungsstandort bereits heute auszeichnet: Moderne Hospitality, ausgezeichnete Veranstaltungsbedingungen an einem naturnahen Standort in der Mitte von Deutschland und ein Umfeld, das Begegnung, Austausch, Zusammenarbeit und neue Ideen ermöglicht.
Darüber hinaus verfügt das Haus über 483 Hotelzimmer sowie ein gastronomisches Angebot mit Restaurant, mehreren Bars und Terrasse mit einem einmaligen Blick entlang der hessischen Bergstraße.
Neuer Name, neuer Markenauftritt: Am 5. Oktober 2026 wurden erstmals die Fahnen des Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim gehisst.
Die Zugehörigkeit zur Lufthansa Group und die Offenheit für externe Kunden bilden dabei zwei Seiten desselben Profils. Das Lufthansa Group Hotel & Campus ist ein Veranstaltungsort für Mitarbeitende aus der Lufthansa Group und zugleich ein Partner für Unternehmen, Eventplaner und Gäste von außerhalb.
Seeheim blickt auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Was als Lufthansa Schulungszentrum begann, entwickelte sich über das Lufthansa Training & Konferenzcenter und Lufthansa Seeheim zu einem der führenden Tagungs- und Konferenzhotels in Deutschland und Europa.
Hotel & Campus: mehr als ein Tagungsort. „Hotel“ steht dabei für persönliche Gastfreundschaft und zeitgemäße Hotelstandards. „Campus“ erweitert den klassischen Hotel- und Konferenzgedanken: Zusammenarbeit findet nicht nur im Tagungsraum statt, sondern in unterschiedlichen Bereichen des Hauses.
Die Verbindung zur Welt der Aviation prägt Seeheim seit seiner Entstehung und inspiriert bis heute das Verständnis von Gastfreundschaft. „Der neue Name steht auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Hauses. Unser Anspruch ist es, Angebot, Qualität und Leistungsfähigkeit an den Anforderungen unserer Gäste und Kunden auszurichten und Seeheim als modernen Hotel-, Tagungs- und Veranstaltungsort weiterzuentwickeln“, sagt Patrick Jonas, Geschäftsführer des Lufthansa Group Hotel & Campus Seeheim. Quelle: LH Group Hotel & Campus Seeheim / CM
Das Berlin Event Board täte gut daran, sich von der linksradikalen Partei Die Linke zu distanzieren. Denn nach einem Regierungswechsel in der Hauptstadt mit einer Linken-Bürgermeisterin steht für die Veranstaltungsmetropole Berlin viel auf dem Spiel. Die Berliner Veranstaltungs-, Tourismus- und Kongresswirtschaft könnte Schaden nehmen, indem viele der avisierten Veranstaltungsgäste ausbleiben.
Berlin dürfte es als Veranstaltungsmetropole in Zukunft nicht einfach haben. Denn die Stadt soll künftig von einer mehr als fragwürdigen Partei regiert werden. Denn die Linke hat radikale Ideen, Drähte zu Kriminellen und ein Antisemitismus-Problem. Zudem hat die Jugendorganisation der Berliner Partei Die Linke die Polizei im Zusammenhang mit einer Demonstration online verbal angegriffen und als „kriminellen Clan“ bezeichnet.
Wer kann da noch Lust haben, Kongresse, Messen, Festivals und Sportevents in der Hauptstadt zu besuchen? Im Mittelpunkt einer Senatsberatung standen eine behördenübergreifende Servicestelle, ein berlinweiter Veranstaltungskalender und digitalere Verwaltungsprozesse. Mitgewirkt bei der Beratung hat das „Berlin Event Board“. Dem Gremium gehören das BEN Berlin Event Network, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, die Clubcommission, der DEHOGA Berlin, INTOURA Berlin, die Messe Berlin sowie visitBerlin und die visitBerlin Partnerhotels an. Um glaubwürdig zu bleiben ist das Berlin Event Board gut beraten, sich von der radikalen Linken umgehend und scharf zu distanzieren.
Die Servicestelle soll Veranstaltenden zukünftig als Anlaufstelle dienen, Zuständigkeiten erklären und über erforderliche Unterlagen sowie zeitliche Abläufe informieren. Leitfäden, Checklisten und ein Informationsportal sollen zudem helfen, Fehlanträge, Nachforderungen und Verzögerungen zu vermeiden.
Darüber hinaus soll ein Veranstaltungskalender Events im öffentlichen Raum der Stadt frühzeitig sichtbar machen. So lassen sich Terminüberschneidungen erkennen und städtische Ressourcen besser planen. Für kleinere Eventformate liegt der Fokus auf Beratung und einheitlichen Informationen. Für internationale Großveranstaltungen sollen Host-City-Pakete mit koordinierter Unterstützung, Ausrichterverträgen und Willkommensleistungen entstehen.
Im vergangenen Jahr nahmen 13,7 Mio. Menschen an 87.000 Veranstaltungen in der Stadt teil. Der Veranstaltungs- und Kongressmarkt erzielte rund 1,46 Mrd. Euro Umsatz, sichert zudem Arbeitsplätze, stärkt Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel und trägt zur internationalen Sichtbarkeit Berlins bei. Ob das mit der Regierung durch radikale Linke so bleiben wird, daran darf man zu Recht zweifeln. Die Partei Die Linke steht wie die AfD dem bestehenden politischen und wirtschaftlichen System der Bundesrepublik Deutschland kritisch gegenüber und fordert grundlegende Veränderungen. Die Linke vertritt wie die AfD populistische oder radikale Ansätze, die den gesellschaftlichen Konsens der parlamentarischen Demokratie herausfordern. Quelle: CM
Laut „Hotel Monitor“ von American Express Global Business Travel (Amex GBT) werden die Hotelpreise in den meisten globalen Märkten im Jahr 2027 moderat steigen. Die stärksten Anstiege werden für Lateinamerika und Teile Europas erwartet, während das Wachstum in weiten Teilen Nordamerikas nahezu stagnieren dürfte.
Für das Jahr 2027 gibt Amex GBT die Prognosen für die einzelnen Städte als Spanne und nicht als Einzelwert an; als Gründe hierfür werden der Konflikt im Nahen Osten sowie die Volatilität der Rohstoffpreise genannt. Der Bericht basiert auf Daten aus dem Data Lake von Amex GBT sowie auf Inflations- und BIP-Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF), die mithilfe der Open-Source-Software „Prophet“ modelliert wurden. Alle Preisangaben erfolgen in der jeweiligen Landeswährung.
„Sollte der Konflikt im Nahen Osten nicht rasch beigelegt werden oder die weltweite Inflation auf dem Niveau bleiben, das der IWF in seinem ‚World Economic Outlook‘ vom Juli für 2026 prognostiziert hat (4,7 %), empfehlen wir, den unteren Prognosewert heranzuziehen“, schrieb Sara Andell, Director of Consulting Strategy bei Amex GBT Consulting, in dem Bericht. „Steigt die weltweite Inflation über 4,7 %, sollte der obere Wert der Spanne zugrunde gelegt werden.“
Nordamerika. Amex GBT geht davon aus, dass die Preissteigerungen im Jahresvergleich für 2027 in den meisten nordamerikanischen Städten bei maximal 3 % liegen werden. Die beiden Ausnahmen bilden die „Hotspots“ Mexiko-Stadt – mit der höchsten prognostizierten Spanne der Region (4,7 bis 7,1 %) – sowie San Francisco (3,6 bis 5,4 %). Dem Bericht zufolge hält sich in den meisten US-Märkten das Angebot an neuen Hotelkapazitäten (Hotel Construction Pipeline) im Gleichgewicht mit der Nachfrage. Seattle weist mit einer Spanne von 0 bis 0,8 % die niedrigste Prognose der Region auf; für Toronto wird ein Anstieg von 0,5 bis 1,9 % erwartet.
In Europa sind „solide“ Preisanstiege zu erwarten, da sich die Nachfrage aus dem Geschäfts- und Freizeitbereich trotz verhaltener Wachstumsprognosen für die Eurozone und das Vereinigte Königreich behauptet. Madrid weist für 2027 den höchsten prognostizierten Anstieg am oberen Ende der Spanne auf (6,1 bis 9,2 % im Jahresvergleich), gefolgt von Edinburgh (6,2 bis 7,1 %). Edinburgh führte im Juli als erste Stadt im Vereinigten Königreich eine stadtweite Touristenabgabe in Höhe von 5 % der Buchungskosten ein; Amex GBT geht davon aus, dass weitere britische Städte diesem Beispiel folgen werden. Der Monitor prognostiziert für London einen Anstieg von 3,6 bis 5,4 %, für Paris von 3,1 bis 4,8 % und für Frankfurt von 3,1 bis 4,7 %. Dublin verzeichnet mit 2,7 bis 4 % die niedrigste Spanne in der Region.
Im asiatisch-pazifischen Raum haben die Konflikte im Nahen Osten zu höheren Flugpreisen geführt, wobei Unternehmen laut Amex GBT nicht mit der Buchung günstigerer Hotels darauf reagiert haben. Seoul führt die Region mit einer Prognose für 2027 von 4,3 bis 6,4 % Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr an. Das Preiswachstum in Indien dürfte sich zwar etwas abschwächen, aber stark bleiben: 5 bis 5,5 % in Bengaluru und 4,5 bis 5 % in Delhi. Für wichtige chinesische Wirtschaftsmetropolen wird ein stagnierendes bis moderates Preiswachstum erwartet, da das Angebot weiterhin die Nachfrage übersteigt. Für Singapur wird ein Anstieg von 0,8 bis 1,6 % prognostiziert.
Lateinamerika weist laut Monitor die höchsten prognostizierten Preisanstiege für 2027 auf. São Paulo liegt mit 10,9 bis 12,2 % an der Spitze, angetrieben durch die Nachfrage von Unternehmen, u.a. aus dem expandierenden brasilianischen Öl- und Gassektor. Zwar befinden sich in Brasilien mehr als 20.000 Hotelzimmer in der Pipeline, doch laut Amex GBT werden diese Kapazitäten nicht rechtzeitig verfügbar sein, um die Preise für 2027 zu dämpfen; zudem kann der hohe Anteil unabhängiger Hotels die Verhandlungen erschweren. Für Buenos Aires wird ein Preisanstieg von 8,1 bis 8,7 % und für Santiago von 2,8 bis 4,2 % prognostiziert.
Im Nahen Osten und in Afrika belastet der Konflikt weiterhin die Nachfrage in der Golfregion. Amex GBT prognostiziert für Dubai einen Preisanstieg von 1 bis 2 %, weist jedoch darauf hin, dass Einkäufer noch günstigere Raten aushandeln könnten, da die Hoteliers darum bemüht sind, Besucher zurückzugewinnen. Für Riad wird ein Anstieg von 1,5 bis 3,2 % erwartet, für Abu Dhabi von 1,7 bis 4,1 %. Johannesburg verzeichnet mit einer Spanne von 4,6 bis 7,3 % den stärksten Anstieg in der Region. Quelle: Amex GBT / CM
Am Morgen des Montag, 21. September 2026, sollen die Mitarbeitenden des Crowne Plaza in Frankfurt mündlich erfahren haben, dass ihr Hotel schließen wird. Betreiber ist die NOVUM Hospitality, Franchisegeber die britische InterContinental Hotels Group) (IHG), zu der die Marke Crowne Plaza gehört.
In die Renovierung und Revitalisierung des Businesshotels, das sich im Frankfurter Stadtteil Niederrad befindet, investierte das familiengeführte deutsche Hotrlunternehmen Novum Hosoitality bis 2029 rund 4 Mio. 2029 war die Generalsanierung des 4-Sterne-Hauses abgeschlossen worden. Das Crown Plaza by IHG (InterContinental Hotels Group PLC) ist befindet sich zwischen dem Flughafen Frankfurt, dem Deutsche Bank Park und der Frankfurter Messe an der Lyoner Str. 44-48 und gilt als idealer Ausgangspunkt für Geschäftsreisende. Die 395 modernen Zimmer bieten je nach Kategorie Balkon und Blick auf die Frankfurter Skyline. Das große repräsentative Congress Zentrum inklusive zweier Kreativräume und großer Terrasse wie auch das Frühstücksrestaurant, die traditionelle Frankfurter Stube speziell für Gruppen von bis zu 30 Gästen sowie die lebhafte Lobby-Bar stellten nach eigenen Angaben sicher, dass es Ihnen an nichts mangelt. Das Fitnesscenter bietet die notwendige Erholung während Ihrer Geschäftsreise.
Das Crown Plaza Kongresshotel schließt Sollkommen überraschend. Foto: IHG
Durch den nur 700 m entfernten Bahnhof Niederrad ist beste Erreichbarkeit genauso garantiert wie dank dem guten Autobahnanschluss (1 km). Die Innenstadt ist mit der S-Bahn bequem innerhalb von 10 Minuten / zwei Haltestellen zu erreichen.
Nun soll auf einmal Schluss sein. Novum Hospitality begründet die Entscheidung mit erheblichen Mängeln am Gebäude. Ein sicherer und verantwortbarer Weiterbetrieb sei deshalb nicht mehr gewährleistet gewesen. Novum Hospitality führt in seiner Mitteilung Mängel beim Brandschutz, bei der Befestigung von Fassadenelementen und bei der Betriebssicherheit der Aufzüge an. Zudem gehe es um den sicheren Umgang mit vorhandenen asbesthaltigen Baustoffen und auch um den Versicherungsschutz. Dieser habe aufgrund der Gebäudemängel ab dem Tag der Mitteilung nicht mehr ausgereicht. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz lasse sich der Hotelbetrieb aus Sicht von Novum nicht verlässlich fortsetzen.
Das Unternehmen erklärt, es sei mit dem verantwortlichen Eigentümer keine Einigung über notwendige Sanierungsmaßnahmen erzielt worden.. Nach Unternehmensangaben habe auch der Versicherungsschutz eine Rolle bei der Entscheidung gespielt. Dieser habe aufgrund der Gebäudemängel ab dem Tag der Mitteilung nicht mehr ausgereicht. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz lasse sich der Hotelbetrieb aus Sicht von Novum nicht verlässlich fortsetzen.
Diverse Medien berichteten, Teile des Hotels seien wegen Brandschutz- und Wasserschäden nicht nutzbar. Der Hessische Rundfunk nannte mögliche bauliche Schäden als Grund für die Betriebseinstellung.
U.a. sollen Hotelgäste mit Bussen in andere Hotels gebracht worden sein. 50 Beschäftigte sollen widerruflich freigestellt worden sein. Dazu erklärte Novum Hospitality, das Unternehmen befinde sich mit der zuständigen Beschäftigtenvertretung im Austausch über die Zukunft der tarifbeschäftigten Mitarbeitenden.