Juniper Group übernimmt Deem von Travelport

Drei Jahre nach der Übernahme von Deem hat das Reisetechnologie-Unternehmen Travelport die Plattform für das Geschäftsreisemanagement an die Software-Unternehmensgruppe Juniper Group verkauft. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. 

Travelport hatte Deem im Jahr 2023 – ebenfalls zu einem nicht genannten Preis – von Enterprise Holdings erworben, mit dem Ziel, das Tool vollständig in die Travelport-Plattform zu integrieren. Nach eigenen Angaben ist es Travelport während der Zeit der Zugehörigkeit gelungen, diese „tiefe Integration in Travelport Plus“ zu realisieren und gleichzeitig die Kompatibilität mit mehreren globalen Vertriebssystemen (GDS) zu wahren. Dies habe „Möglichkeiten für eine bessere Zusammenarbeit mit Unternehmen und Travel-Management-Gesellschaften geschaffen, die Deem in Verbindung mit der Travelport-Plus-Plattform nutzen“, erklärte Kyle Moore, Präsident von Deem. 

Zum Zeitpunkt der Übernahme war Travelport das einzige der drei großen GDS-Unternehmen, das über kein eigenes Buchungstool verfügte, während Sabre Eigentümer von GetThere und Amadeus Eigentümer der Cytric-Plattform war. Inzwischen hat Sabre GetThere jedoch an Serko verkauft. „Der Zeitpunkt ist ideal für Deem, Teil einer Organisation zu werden, für die das Unternehmen einen strategischen Schwerpunkt darstellt – und genau das ist bei der Juniper Group der Fall“, so Travelport-CEO John Mangelaars. „Wir freuen uns darauf, auch künftig als bevorzugter Partner eng mit dem Deem-Team zusammenzuarbeiten, und sind überzeugt, dass die Kunden von Deem in guten Händen sind.“

Als Teil der Juniper Group – einer operativen Gruppe von Constellation Software – wird Deem als eigenständiges Unternehmen unter Beibehaltung des aktuellen Führungsteams fortgeführt. Die Übernahme wurde von Juniper Travel Technology initiiert, einer auf Reisebuchungs- und Konnektivitätstechnologie spezialisierten Einheit innerhalb der Gruppe.

Constellation hat sich einen Anteil von 12,7 % an Sabre gesichert. Die Juniper Group gab zudem die Übernahme von DerbySoft bekannt, einem Anbieter von Technologien für den Reisevertrieb, der Direktverbindungen zwischen Hotels und Travel Management Companies (TMCs) bereitstellt. Quelle: Travelport / CM

Engine startet API für integrierte Hotelbuchungen

Engine, die Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement, hat eine neue API (Application Programming Interface, eine Programmierschnittstelle, die es verschiedenen Softwareanwendungen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und Daten auszutauschen) eingeführt, die es Unternehmen ermöglicht, die Hotelbuchungsfunktion des Anbieters in ihre Websites oder Apps zu integrieren.  

Bei der API namens „Omni Powered by Engine“ handele es sich um „eine entwicklerfreundliche Infrastruktur, die es unseren Partnern ermöglicht, nahtlose Hotelbuchungen direkt in ihre bestehenden Plattformen zu integrieren“, erklärte Engine-CEO Elia Wallen. Laut Engine erspart dies den Unternehmen die aufwendige Entwicklung eigener Schnittstellen zu Anbietern, Zahlungssystemen, Suchfunktionen, Compliance-Systemen und der TMC.

Das globale Technologieunternehmen Trimble hat Omni bereits in Nordamerika mit seiner Datenbank für gewerbliche Standorte, „Trimble Places“, verknüpft. „Dank der Integration stehen nun „Echtzeit-Hotelbuchungsfunktionen direkt in unserem Ökosystem zur Verfügung; dies verbessert das Nutzererlebnis für die Fahrer, ohne dass sie die Plattformen verlassen müssen, denen sie bereits vertrauen“, so Seth Handler, Director of Partnerships and Channel Sales bei Trimble. 

Trimble plant, Omni in weitere Plattformen zu integrieren, darunter Trimble Road Call – das Modul für Fahrzeugpannen – sowie die GPS-Navigationslösung Trimble CoPilot. Engine hat Omni unterdessen auch anderen Entwicklern und Organisationen zur Integration zur Verfügung gestellt. Quelle: Engine – Trimble - CM

Ausgaben für Geschäftsreisen in den USA gestiegen

Laut einer neuen Studie der Global Business Travel Association (GBTA) stiegen die Gesamtausgaben für Geschäftsreisen innerhalb der USA im Jahr 2024 im Jahresvergleich um rund 7,5 % auf den Rekordwert von 538,5 Mrd. US-Dollar und übertrafen damit das Niveau von vor der Pandemie. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Aktivitäten auf das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahmen laut GBTA in ähnlichem Maße zu.

Die Zahl der Geschäftsreisen in den USA stieg 2024 – dem Jahr, für das laut GBTA die aktuellsten Daten vorliegen – im Jahresvergleich um 4,6 % auf fast 488 Millionen. Geschäftsreiseaktivitäten trugen im Jahr 2024 laut der Studie 623,8 Mrd. US-Dollar zum US-BIP bei; dies entspricht einem Anstieg von mehr als 9 % gegenüber dem Vorjahr und einem Anteil von 2,1 % am gesamten US-BIP.

Die GBTA definiert die wirtschaftlichen Auswirkungen auf drei Arten: direkt (Ausgaben von Reisenden für Fluggesellschaften, Hotels und andere damit verbundene Anbieter), indirekt (lokale Zulieferer für Unternehmen, die Reisende bedienen, etwa Lebensmittel für Restaurants) und induziert (dies umfasst laut Studie „die Wirkung der durch Reisen generierten Löhne, sobald diese innerhalb der US-Wirtschaft ausgegeben werden“). Allen Ausgabenkategorien gemein war laut GBTA ein vergleichbarer Anstieg im Jahresvergleich.

„Von der Sicherung von Millionen Arbeitsplätzen bis hin zur Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen – die Daten belegen, wie eng Geschäftsreisen mit der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit, dem Wachstum und der Wettbewerbsfähigkeit der USA verknüpft sind“, erklärte GBTA-CEO Suzanne Neufang.

Die Gesamtauswirkung von Geschäftsreisen in den USA im Jahr 2024 auf Löhne und Gehälter stieg im Jahresvergleich um 10 %, während die Beschäftigung selbst lediglich um 3,9 % zunahm. „Geschäftsreisen sicherten im Jahr 2024 insgesamt 6,7 Mio. Arbeitsplätze – gegenüber 6,4 Mio. im Jahr 2023 –, was die angespannte Arbeitsmarktlage, Produktivitätssteigerungen sowie sich wandelnde Modelle der Leistungserbringung widerspiegelt“, so die GBTA.

Die Berechnung der GBTA zum Geschäftsreiseaufkommen in den USA für 2024 umfasst 270 Mrd. US-Dollar für Inlandsreisen, 50,7 Mrd. US-Dollar für internationale Reisen in die USA (Inbound) sowie 217,8 Mrd. US-Dollar – mehr als 40 % der Gesamtsumme – für Ausgaben im Zusammenhang mit Tagungen und Veranstaltungen (darunter u.a. Kosten für Veranstaltungsorte, audiovisuelle Dienstleistungen sowie Verpflegung).

Nicht berücksichtigt sind Geschäftsreisen mit einer einfachen Strecke von weniger als 80 km oder Reisen ohne Übernachtung. Quelle: GBTA / CM

Die Ausgaben für Geschäftsreisen haben in den USA 2024 stark zugenommen. Foto; Mundi

Navan integriert SAS NDC-Inhalte

Navan erweitert sein Content-Angebot auf dem schwedischen Markt durch neue Integrationen mit Scandinavian Airlines und mehreren schwedischen Bahnbetreibern, wie das Reisemanagementunternehmen bekannt gab. 

Das Unternehmen hat die SAS New Distribution Capability (NDC)-Inhalte über eine direkte Verbindung mit der nordischen Fluggesellschaft in seine Plattform integriert. Die Integration bietet laut Navan „ein erweitertes Portfolio an SAS-Tarifen und -Services“ und umgeht gleichzeitig den EDIFACT-Zuschlag der Fluggesellschaft. Die NDC-Inhalte von SAS stehen Navan-Kunden in den nordischen Ländern, in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Irland und im asiatisch-pazifischen Raum zur Verfügung. Die Einführung in den USA ist geplant. 

In einer weiteren Ankündigung gab Navan außerdem bekannt, dass über 20 schwedische Bahnbetreiber – darunter SJ und VR Sverige – durch eine API-Integration mit SilverRail in seine Plattform integriert wurden. Dadurch erhalten Navan-Nutzer Zugriff auf Inhalte des schwedischen Inlandsbahnnetzes, auf grenzüberschreitende Verbindungen in der gesamten nordischen Region sowie auf Tools zur Verwaltung von Sitzplatzpräferenzen und zur Änderung von Buchungen im Self-Service.

„Wir beobachten in Schweden eine starke Dynamik“, sagte Michael Riegel, Chief Customer Officer von Navan. „Die schwedische Wirtschaft ist einzigartig: Hier treffen Industrieunternehmen aus den Bereichen Fertigung, Schifffahrt und Automobil auf eine erstklassige Technologie- und KI-Szene.“ Navan verzeichnete im Zeitraum vom 1. April 2019 bis zum 1. Mai 2019 einen Anstieg der internationalen Geschäftsreisebuchungen von und nach Schweden um 26 % im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: Navan / CM

Blended Travel Summit in Frankfurt

Der Blended Travel Summit 2026 bringt am 14. und 15. Juli in Frankfurt/Main all diejenigen zusammen, die in der Verbindung von privaten und beruflichen Reisen ein Zukunftsthema sehen.  Unter der Moderation von Transformationsexperte Dr. Arndt Pechstein verbindet die zweitägige Veranstaltung wissenschaftliche Erkenntnisse, Praxisperspektiven und interdisziplinären Austausch. Zentrales Anliegen des vom VDR – Verband Deutsches Reisemanagement und dem GCB German Convention Bureau veranstalteten Summits ist es, den Dialog zwischen unterschiedlichen Stakeholdern zu fördern und so Lösungen im Blended-Travel-Kontext voranzutreiben.Zum Auftakt der Konferenz in einem Frankfurter Hotel steht die wissenschaftliche Perspektive auf Blended Travel im Mittelpunkt: Prof. Dr. Peter Neumann (IU Internationale Hochschule) und Kristina Kastelan (Bayerisches Zentrum für Tourismus) präsentieren neue Studienergebnisse, die die Nachfrage- und Angebotsseite beleuchten. Wie relevant das Thema für den Markt ist, unterstreicht bereits eine erste Zahl aus der Studie „Bleisure-Reisen – Reiseverhalten deutscher Geschäftsreisender“ : 67 % der Geschäftsreisenden sind angeblich schon heute Bleisure-Reisende – mit steigender Tendenz. Durchgeführt wurde die Untersuchung  von NielsenIQ im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus und der „blend_it!“-Initiative von GCB und VDR.Unterschiedliche Blickwinkel auf das gemeinsame Thema. Am zweiten Veranstaltungstag richtet sich der Fokus auf konkrete Umsetzungsansätze. Die Session „Vier Blickwinkel – wie Blended Travel konkret gelingt“ bündelt unterschiedliche Perspektiven aus zentralen Bereichen des Ökosystems. Vertreter aus HR, Travel Management, Destinationen und Hotellerie zeigen, wie Blended Travel aus ihrer jeweiligen Rolle heraus gestaltet werden kann. Das Format macht unterschiedliche Logiken, Herausforderungen und Handlungsspielräume sichtbar und zeichnet ein differenziertes Bild von Umsetzungsmöglichkeiten.Die anschließende Session „Stakeholder Spotlight“ greift diese Perspektiven auf und führt sie in einem interaktiven Fishbowl-Format zusammen. Dabei diskutieren Experten aus verschiedenen Bereichen, wie sich Anforderungen, Angebote und Interessen aufeinander abstimmen lassen: Wie finden Angebot und Nachfrage besser zusammen? Welche Rolle spielen Unternehmen bei der Ermöglichung von Blended Travel? Und welchen Beitrag leisten Mobilitätsanbieter – von nahtlosen Reiseketten über flexible Buchungsmodelle bis hin zu nachhaltigen und integrierten Lösungen entlang der gesamten Customer Journey?Neben der fachlichen Diskussion schaffen die Initiatoren VDR und GCB mit der Veranstaltung Raum für den persönlichen Austausch, um neue Netzwerke rund um Blended Travel zu etablieren. Gelegenheiten dazu bietet nicht zuletzt das Get Together am Abend des ersten Veranstaltungstages.Alle Informationen zum Programm des Summits, zum Hotelkontingent und zur Initiative blend_it! sind unter „blended-travel-hub.de“ zu finden. In der 2025 gegründeten Initiative blend_it! bündeln GCB und VDR ihre Stärken: Das GCB repräsentiert Deutschland als eine der weltweit führenden Kongress- und Tagungsdestinationen, der VDR vertritt Geschäftsreisende und unternehmerische Mobilitätsinteressen. Quelle: GCB German Convention Bureau

AirPlus International und SEB Kort werden eines

Nach der Übernahme von AirPlus International GmbH durch die schwedische SEB Kort Bank AB im Jahr 2024 bereiten sich die Schween auf die bevorstehende grenzüberschreitende Verschmelzung der beiden Unternehmen vor.  Für die SEB Kort Bank AB ist dies ein wichtiger Schritt, um Trvel- und Mobilitätsmanagern sowie allen Geschäftsreiseverantwortlichen eine einheitliche Zahlungslösung für ganz Europa mit bestmöglichem Service bieten zu können.

Die Verschmelzung soll bis zum 03. August 2026 abgeschlossen sein. Sie wird zur Übernahme von AirPlus International durch die SEB Kort Bank AB sowie zur vollständigen Übertragung ihrer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten führen.

Was bedeutet das für die bisherigen AirPlus-Kunden? Im Zuge der Verschmelzung werden sich einige wichtige Änderungen ergeben. Dazu gehören:Bestehende Verträge werden automatisch auf die SEB Kort Bank AB übertragenDer Firmenname ändert sich von AirPlus International GmbH in SEB Kort Bank ABDie bestehenden Niederlassungen der AirPlus International GmbH werden zu Niederlassungen der SEB Kort Bank ABZukünftige Abrechnungen werden von der deutschen Niederlassung der SEB Kort Bank AB ausgestelltDie Tochtergesellschaften von AirPlus International bleiben bestehen und sind dann Tochtergesellschaften der SEB Kort Bank ABAlle relevanten und aktuellen Informationen zur Verschmelzung sind auf https://comms.airplus.com/en/seb-kort-merger zu finden. Derzeit müssen AirPlus-Kunden nichts unternehmen. Sie werden weitere Informationen erhalten, sobald der Termin der Verschmelzung näher rückt. Quelle: SEB Kort Bank AB