AvD fordert Technologieoffenheit

Der in Sachen Klimawandel nicht gerade zukunftsgewandte Automobilclub von Deutschland (AvD)  erwartet vom künftigen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) einen klaren Kurs hin zu mehr Technologieoffenheit und weniger ideologischen Vorgaben. Klimaschutz und Innovation sind unverzichtbar, dürfen jedoch nicht gegen Bezahlbarkeit und individuelle Mobilität ausgespielt werden, macht sich der Autoclub für den massiv umweltschädlichen Verbrenner stark.

Eine funktionierende Infrastruktur trägt maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines ganzen Landes bei, wie man unlängst bei einigen aufstrebenden Ländern (Ganz Skandinavien, die Niederlande, Belgien, Großbritannien, China usw. setzen auf reine E-Mobilität und sind damit überaus erfolgreich), erkennen kann Nur in Deutschland gibt es das unsägliche Gezetere um die so genannte Technologieoffenheit. Der AvD:  Wer den Wandel im Verkehrssektor erfolgreich gestalten will, muss die Menschen mitnehmen und praktikable Lösungen schaffen.


Kurzfristig sieht der AvD vor allem Handlungsbedarf bei den Mobilitätskosten. Hohe Kraftstoffpreise, hohe Stromladekosten und zusätzliche finanzielle Belastungen treffen insbesondere Berufspendler sowie Menschen im ländlichen Raum. Bezahlbare Mobilität ist keine Komfortfrage, sondern für Millionen Menschen Voraussetzung für Arbeit, Familie und gesellschaftliche Teilhabe.

Gleichzeitig darf die Transformation des Verkehrs nicht auf eine einzige Antriebstechnologie reduziert werden. Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein, wird den Wandel aber allein nicht bewältigen, behauptet der Club wider besseren Wissens. Der AvD fordert deshalb ein klares Bekenntnis zur Technologieoffenheit. Batterieelektrische Fahrzeuge, Hybridantriebe und klimaneutral erzeugte Kraftstoffe müssen gleichermaßen ihren Beitrag leisten können. 

Auch die Digitalisierung des Verkehrs muss deutlich an Tempo gewinnen. Intelligente Verkehrssteuerung, vernetzte Infrastruktur und digitale Services können den Verkehr effizienter, sicherer und komfortabler machen. Entscheidend ist jedoch, dass Digitalisierung konkrete Verbesserungen im Alltag schafft. Quelle: AvD / CM

Candrian übernimmt Restaurant Süd im Züricher Hauptbahnhof

Das Restaurant Süd  im Zürcher Hauptbahnhof, das auch Geschäftsreisende kennen, wird verkauft. Valentin Diem und Nenad Mlinarevic geben den Betrieb wegen Unrentabilität auf und übergeben das Restaurant ab September 2026 an das Gastronomieunternehmen Candrian. Darüber berichten u.a. die Aargauer Zeitung, und der Schweizer Tagesanzeiger.

Im Juli kündigte das Restaurant Süd per Newsletter sein eigenes Ende an. Noch einen Monat lang lasse sich das Süd in heutiger Form erleben, heißt es. Ab September werde das Restaurant an einen neuen Gastgeber übergeben. Dieser werde das Lokal in der Eingangshalle des Zürcher Hauptbahnhofs nahtlos weiterführen. 

Das „Süd“ befindet sich in einem hohen, denkmalgeschützten Raum im Südtrakt des Züricher Hauptbahnhofs. Foto: Boris Müller

Das Restaurant war Ende 2023 als Brasserie Süd im neu gestalteten Südtrakt des Zürcher Hauptbahnhofs eröffnet worden. Der Tagesanzeiger zitiert Mitbetreiber Valentin Diem: „Trotz zweieinhalb Jahren harter Arbeit und einem enormen Teamengagement haben wir es nicht geschafft, rentabel an diesem Standort unsere Art von Gastronomie zu betreiben.“ Valentin Diem eröffnete das denkmalgeschützte Lokal Ende 2023 zusammen mit dem Sternekoch Nenad Mlinarevic. Beide verfolgten ein höherpreisiges Konzept, das sich freilich nicht durchhalten ließ.

Trotz Jugendstil-Architektur und zentraler Lage lief die Brasserie Süd nicht wie vorgesehen. Im Herbst 2025 richteten Diem und Mlinarevic das Lokal neu aus. Sie strichen das „Brasserie“ aus dem Namen, verzichteten auf die französische Küche und setzten stattdessen auf Italianità. „Wir konzentrieren uns auf das Lebensgefühl des Südens“, sagte Diem damals. Doch auch diese Umstellung brachte keine Wende zum Besseren.

Ab September wird die Gastrogruppe Candrian, Platzhirch im Züricher Hauptbahnhof, das Süd mit seinen 140 Plätzen übernehmen. Alle Mitarbeitenden behalten ihre Jobs. 

Laut GaultMillau  sei aber offen,  ob Küchenchef Andrea Vailati seine bisherige Funktion weiter ausüben werde. Quelle: Tagesanzeiger / CM

Audi präsentierte Riesen-SUV Q9

In New York präsentierte Audi sein größtes SUV, den Q9. Das Riesenauto zielt vor allem auf Kunden in den USA ab, wo Platz auf den Straßen, in den Parkhäuser und auf Parkplätzen in Hülle und Fülle vorhanden ist. Für Europa und vor allem Deutschland ist der Wagen einfach zu groß,

Zu den Highlights des Q9 zählen gebogene, digitale OLED-Heckleuchten der dritten Generation, elektrische Einzelsitze in der zweiten Sitzreihe, elektrisch angetriebene Türen, der adaptive Fahrassistent plus mit freihändigem Fahren sowie das größte je in einem Audi verbaute Panorama-Schiebedach. 

Hochentwickelte Fahrwerkskomponenten und der  Allradantrieb quattro garantieren in Verbindung mit hocheffizienten Antrieben sollen beeindruckende Fahrleistungen auf nahezu jedem Untergrund. Es braucht allerdings eine dicke Brieftasche. 

Das Interieur des neuen Q9 mit edlen Materialien und Ausstattungshighlights unterstreicht den Premiumanspruch von Audi. Zwei Innenraumvarianten bieten den Kunden mit verschiedenen Ausstattungspaketen zahlreiche Möglichkeiten der Individualisierung. Serienmäßig finden sieben Passagiere Platz. Alle sechs Sitze sind elektrisch in Teilen verstellbar und je nach gewählter Ausstattungsoption mit Heizfunktion versehen. Ein Highlight sind die zwei elektrisch verstellbaren Einzelsitze in der zweiten Sitzreihe. In der dritten Reihe lassen sich die Lehnen einzeln elektrisch umklappen.In der ersten Sitzreihe kommt beim Sportsitz plus auch noch eine Lüftungs- und Massagefunktion hinzu. Zum hohen Komfort beim Ein- und Ausstieg tragen erstmals automatische Türen bei. Eine umfangreiche Umfeldsensorik schützt vor Kollision: Die Hinderniserkennung stoppt die Tür, wenn eine vollständige Öffnung nicht möglich ist. Eine elektrische Zuziehhilfe ermöglicht ein sanftes Schließen der Tür. Die elektrisch angetriebenen Türen lassen sich über mehrere Bedienstellen komfortabel öffnen und schließen, mit der myAudi App auch aus der Ferne.

Viel zu groß für europäische Verhältniusse. Mit 5,31 Meter Länge, 2,21 Meter Breite, 1,81 Meter Höhe und einem Radstand von 3,14 Metern ist er der größte Audi aller Zeiten. Die zwei Ausstattungslinien, advanced als Serie und S line als Option, unterscheiden sich deutlich. Erstere besticht durch ein Exterieur mit vertikalen Lamellen im Singleframe, während das S line Exterieur die Sportlichkeit in den Fokus rückt. 

Die digitalen OLED-Heckleuchten der dritten Generation setzen neue Standards bei Form, Funktion und Sicherheit. Eine Weltneuheit sind die äußeren digitalen OLED-Panels, die dank der Ultra-Dünnglas-Technologie erstmals dreidimensional gebogen sind. Eine zweite Innovation bei der Lichttechnologie dient ebenso der Sicherheit im Straßenverkehr: das erweiterte Blinklicht, das beim Abbiegevorgang für andere Verkehrsteilnehmende gut sichtbar synchron zum dynamischen Blinker an der Front und am Heck bei Nacht stilisiert auf den Boden abgebildet wird. Für optimale Fernsicht, präzise Ausleuchtung und hohen Kontrast sorgen die digitalen Matrix LED-Scheinwerfer mit Mikro LED-Modul.

Zum Marktstart steht das Modell mit Dreiliter-V6-Dieselmotor (der allenfalls in wenigen Ländern Europas eine Chance haben dürfte; denn Dieselantriebe will kein Mensch mehr) mit 220 kW (299 PS) und 630 Nm Drehmoment beim Audi Partner. In ausgewählten europäischen Märkten bietet Audi zusätzlich eine Variante mit 180 kW (245 PS) und 500 Nm an. Die MHEV plus-Technologie unterstützt den Antrieb mit bis zu 18 kW (24 PS) zusätzlicher Leistung. Quelle: Audi / CM

Falkenstein: Neuer Members Club

Mit dem neuen Falkensteiner Members Club ersetzt die Wiener Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG ihren  bisherigen Spirit Club sowie den Direct Booking Club. 

Der neue Members Club versteht sich nicht mehr als klassisches Bonusprogramm. Statt dauerhafter Rabattlogik rücken persönliche Vorteile, kuratierte Erlebnisse und individuelle Aufenthalte in den Mittelpunkt. Gäste sammeln künftig Punkte, die sie direkt vor Ort für besondere Angebote einlösen können. Vom privaten Dinner am See über Early Check-in und Spa Behandlungen bis hin zu regionalen Erlebnissen, die exklusiv für Mitglieder konzipiert wurden.

„Wir beobachten seit Jahren, dass sich die Erwartungen unserer Gäste verändern“, so Otmar Michaeler, CEO der Falkensteiner Michaeler Tourism Group. „Viele Menschen reisen heute bewusster. Sie suchen keine standardisierten Vorteile, sondern Aufenthalte mit persönlichem Charakter. Genau darauf antwortet der neue Members Club.“

Der bisherige Spirit Club mit seinen Levels Blue, Gold und Crystal wird schrittweise abgelöst. Bestehende Mitglieder verlieren ihre bisherige Wertigkeit jedoch nicht. Frühere Statuslevel werden automatisch in Form eines individuellen Punktepakets übertragen. Die Höhe richtet sich nach dem bisherigen Status und wird transparent im neuen Member Portal dargestellt.

„Gastfreundschaft war bei Falkensteiner immer mehr als eine Dienstleistung“, sagt Erich Falkensteiner, Aufsichtsratsvorsitzender der FMTG. „Es geht um Beziehungen, die über Jahre wachsen. Der neue Members Club ist deshalb kein technisches Upgrade, sondern Ausdruck unserer Haltung. Persönlicher, relevanter und näher am Gast.“

Mit dem neuen Konzept reagiert Falkensteiner auch auf veränderte Marktbedingungen im internationalen Tourismus. Klassische Rabattmodelle verlieren zunehmend an Bedeutung, während individualisierte Angebote und flexible Reiseerlebnisse wichtiger werden. Der Members Club soll diese Entwicklung langfristig abbilden und zugleich die Direktbuchung stärken.

Nach jedem Aufenthalt erhalten Mitglieder künftig einen sogenannten Welcome Back Bonus von bis zu 20 % auf eine Folgebuchung. Ergänzt wird das Modell durch saisonale Angebote, exklusive Eventeinladungen und ein neues digitales Dashboard, über das Benefits, Punkte und Erlebnisse verwaltet werden können.

Operativ federführend verantwortlich für die Entwicklung des neuen Members Club ist Sabrina Regner, Director of Guest Engagement & Reservation Management bei Falkensteiner. Für sie lag der Fokus von Beginn an auf einem System, das nicht nur technisch funktioniert, sondern sich für den Gast spürbar anfühlt: „Wir haben den neuen Members Club gemeinsam mit unseren Hotels entwickelt und jedes einzelne Benefit sehr bewusst definiert. Uns war wichtig, dass die Vorteile nicht austauschbar wirken, sondern tatsächlich zum jeweiligen Haus, zur Region und zum Reiseanlass passen. Der Anspruch war nie, einfach ein neues Loyalty Programm zu schaffen, sondern eine Clubwelt, die persönlicher, relevanter und erlebnisorientierter ist als alles, was wir bisher hatten.“

Die neue Plattform wurde technisch vollständig neu aufgebaut. Deshalb ist für bestehende Mitglieder eine einmalige Neuregistrierung notwendig. Der Wechsel in den neuen Members Club erfolgt freiwillig und kostenlos. Gäste, die sich gegen eine Registrierung entscheiden, müssen nichts weiter tun. Ihre bisherige Mitgliedschaft läuft automatisch aus.

Punkte bleiben im neuen System grundsätzlich unbegrenzt gültig und verfallen erst nach fünf Jahren Inaktivität. Die verfügbaren Benefits variieren je nach Hotel, Saison und Verfügbarkeit. Gleichzeitig soll der Club laufend weiterentwickelt werden. Geplant sind unter anderem immer wieder neue Erlebnisse, exklusive Inhalte, Umfragen sowie Veranstaltungen speziell für Mitglieder. Quelle: Falkensteiner / CM

Brenner-Nordzulauf: DB InfraGO hat alle Voraussetzungen für Parlamentarische Befassung geschaffen

Eine leistungsfähige Zulaufstrecke für den Brennerbasistunnel ist ein bedeutender Bestandteil der Brennerachse München – Verona. Freilich haben Österreich und Italien ihre Hausaufgaben für die künftige Hochleistungsstrecke gemacht und liegen mit den Bauarbeiten voll im Zeitplan. In Deutschland siweht es diesbezüglich zappenduster aus. Nach Jahren eines ewigen Hin und Her hat die DB InfraGO die Vorplanung abgeschlossen und eine Vorzugstrasse ermittelt. 

Damit ist die Voraussetzung für die Parlamentarische Befassung des Bahnprojekts Brenner-Nordzulauf im Deutschen Bundestag geschaffen. Nunmehr entscheidet der Deutsche Bundestag über den weiteren Fortgang des für Europa ungemein wichtigen Bahnprojekts. 

Während Österreich und Italien mit Ihren zulasufstrecken zum neuen Brenner-Basistunnel schon weit vorangekommen sind, ist der Nordzulauf in Bayern eine mehr als zähe Angelegenheit. Rendering: DB

Das Projektteam der DB InfraGO hat in enger Zusammenarbeit mit der Region und auf Grundlage zahlreicher technischer Untersuchungen eine leistungsfähige Strecke entsprechend den Vorgaben des Bundesverkehrswegeplans geplant, die den Mehrverkehr zum Brennerbasistunnel abwickeln und mehr Nahverkehr auf der weiterhin bestehenden Bestandsstrecke ermöglichen wird. 

Die geplante zweigleisige Neubaustrecke berücksichtigt die besonderen Verhältnisse im bayerischen Inntal. Über die Hälfte der Strecke soll in Tunneln verlaufen. Der Verlauf der Neubaustrecke wurde im Dialog entwickelt. Dafür gab es über 270 Sitzungen in Dialogforen sowie Infoveranstaltungen und hunderte Einzelgespräche. Zahlreiche Hinweise sind in den Trassenverlauf aufgenommen worden. Darüber hinaus konnte die Region weiterführende Kernforderungen einreichen, die bewertet wurden und in den parlamentarischen Prozess eingebracht werden. Die Parlamentarische Befassung ist die Voraussetzung für die kommenden Planungsschritte.

Matthias Neumaier, DB InfraGO-Gesamtprojektleiter für das Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf: „Wir haben unseren Planungsauftrag erfüllt und die verkehrliche Zielsetzung aus dem Bundesverkehrswegeplan erreicht. Die neu geplante Strecke kann die zusätzlichen Güterverkehre aufnehmen, die der Brennerbasistunnel ermöglichen wird. Der Fernverkehr zwischen Deutschland, Österreich und Italien profitiert von kürzeren Reisezeiten. Mit der neuen Brennerachse zwischen München und Verona können wir mehr Verkehr von der hochbelasteten Straße (Autobahnen A8 und A93) auf die umweltfreundliche Schiene verlagern.“ 

Die Unterlagen der Vorplanung gingen gemeinsam mit der Bewertung der zusätzlichen Kernforderungen 2025 an das Eisenbahn-Bundesamt und das Bundesverkehrsministerium. Sie werden Teil der Parlamentarischen Befassung im Deutschen Bundestag.

Kernforderungen aus der Region bewertet . Aus der Region – von Kommunen bis Einzelpersonen – wurden insgesamt 119 Kernforderungen eingereicht. Die DB InfraGO bewertete, inwieweit die Forderungen die verkehrliche Zielsetzung des Bundes erfüllen, ob sie technisch machbar sind und welche Kosten damit verbunden wären. 

Die Kernforderungen beziehen sich auf viele verschiedene Aspekte: Überwiegend wurden zusätzlicher Lärm- und Erschütterungsschutz und Anpassungen im Trassenverlauf gefordert, wie etwa weitere Tunnelanteile. Darüber hinaus gab es konkrete regionale Wünsche, wie eine Rad- und Fußgängerbrücke parallel zur geplanten Innüberquerung. 

Einige Kernforderungen entsprechen nach Prüfung der DB InfraGO nicht der verkehrlichen Zielsetzung aus dem Bundesverkehrswegeplan oder sind technisch nach aktuellen Standards nicht genehmigungsfähig. Das von Bürgerinitiativen eingereichte „Alternativkonzept“ würde nach erster Analyse durch die DB InfraGO vor allem auf der Verbindung Rosenheim – Mühldorf – Landshut massive Betroffenheiten mit sich bringen. Die verkehrliche Zielsetzung wäre trotzdem nicht erfüllbar. Eine gewünschte unterirdische Verknüpfungsstelle im Wildbarren kann die sicherheitstechnischen Vorgaben nicht erfüllen. 

Alle Kernforderungen werden dem Deutschen Bundestag vorgelegt. Das Parlament, so hoffentlichnicht so lange schläft wie bei anderen Projekten,  wird dann über die Trasse und die regionalen Forderungen entscheiden. Matthias Neumaier dazu: „Wir haben die Bedürfnisse und Gegebenheiten der Region bestmöglich berücksichtigt. Allerdings muss die Wirtschaftlichkeit bei der Planung immer gegeben sein. Über Forderungen, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus gehen, muss die Politik entscheiden.“  Der Beschluss im Deutschen Bundestag wird Voraussetzung für die kommenden Planungsschritte sein. Quelle: Deutsche Bahn / CM

Deutsche Bahn besetzt regionale Führungspositionen neu

Die DB meldet neue Konzernbevollmächtigte für die Regionen Nord, Südost und Südwest.

Die Konzernbevollmächtigten repräsentieren die Deutsche Bahn in den Bundesländern. Sie sind die zentralen Ansprechpartner für Kommunal- und Landespolitik, Ministerien, Wirtschaft und Verbände in allen Belangen der DB.  

Martin Walden wird zum 01. September 2026 Konzernbevollmächtigter für den Norden (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein). Er ist seit 1999 für die DB tätig, derzeit als Konzernbevollmächtigter in der Region Südost. Martin Walden folgt auf Ute Plambeck, die in den Ruhestand geht. 

Nachfolgerin Waldens als Konzernbevollmächtigte für die Region Südost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) wird ebenfalls zum 1. September 2026 Cornelia Kadatz. Derzeit verantwortet sie den Bereich Reisendeninformation bei der DB InfraGO, zuvor hatte sie die Funktion der Regionalbereichsleiterin für die Bahnhöfe in Südost inne. Sie arbeitet seit 28 Jahren für die Deutsche Bahn.  

Ebenfalls zum 01. September 2026 übergibt Dr. Clarissa Freundorfer das Amt der Konzernbevollmächtigten für Baden-Württemberg an Dr. Dirk Rothenstein und verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Dirk Rothenstein arbeitet seit 2003 für die Deutsche Bahn, derzeit als Geschäftsführer der Mobimeo GmbH, und leitete bis Ende Juni zusätzlich den Bereich Markt- und Produktmanagement bei DB Regio. Zuvor war er acht Jahre lang Chef der Stuttgarter S-Bahn. Quelle: DB / CM

Elektrifizierung der Oberen Neckarbahn 

Zwischen Tübingen und Horb am Neckar wird die „Obere Neckarbahn“§ ausgebaut und elektrifiziert. Im Zuge einer Planungs- und Finanzierungsvereinbarung über Ausbau und Elektrifizierung der rund 32 km langen Strecke können die notwendigen Maßnahmen jetzt durch die DB InfraGO bis zur Genehmigungsreife geplant werden. 

Im ersten Schritt soll bis Ende 2028 die sogenannte Vorplanung erfolgen, verantwortet durch ein eigenes Projekt-Team bei der DB InfraGO. Zuvor haben DB und Zweckverband bereits umfassende Vorarbeiten durchgeführt. U.a. wurde die gesamte Strecke bereits vermessen und in ein digitales Planungsmodell nach der BIM-Methode überführt.

Auf der Oberen Neckarbahn sollen später eine direkte Regionalexpress-Linie des Landes von Horb über Rottenburg und Tübingen bis Stuttgart sowie zwei Linien der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb verkehren. Zwischen Tübingen und Rottenburg ist mindestens ein Halbstundentakt, bis Horb dann ein Stundentakt vorgesehen. Damit verbessern Elektrifizierung und Ausbau das Verkehrsangebot auf der Schiene gegenüber heute deutlich.

Die Obere Neckarbahn hat für den Verdichtungsraum Tübingen – Reutlingen eine sehr hohe Bedeutung und großes Potenzial. Ein Ausbau der Oberen Neckarbahn kann das Fahrplanangebot dort deutlich ausweiten und stabilisieren und zu einem echten Standortfaktor werden. Durch die Mittel des Sondervermögens gibt es nicht nur für die Obere Neckarbahn grünes Licht, sondern auch für zahlreiche weitere Infrastrukturvorhaben, die Baden-Württemberg. 

Eugen Höschele, Vorsitzender des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb: „Der Ausbau und die Elektrifizierung der von Tübingen ausgehenden DB-Strecken ist ein elementarer Bestandteil der Regional-Stadtbahn. Insofern ist uns mit der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung für die Obere Neckarbahn ein weiterer Durchbruch gelungen. Nun gilt es, auch unverzüglich in die Umsetzung zu kommen, damit möglichst rasch der erste Zug ‚unter Fahrdraht‘ den Tübinger Hauptbahnhof in Richtung Rottenburg und Horb verlässt.“

Die Gesamtkosten für Ausbau und Elektrifizierung der Oberen Neckarbahn von Tübingen bis Horb werden durch den Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb derzeit mit 302,4 Mio. Euro geschätzt. Mit Abschluss der Vorplanung sind die Kosten fortzuschreiben. Für die Strecke ist mit Zuschüssen aus dem GVFG-Bundesprogramm in Höhe von 75 %, bei der Elektrifizierung sogar 90 % der Baukosten durch den Bund zu rechnen. Hinzu kommen ergänzende Landeszuschüsse. Dabei plant das Land, 50 % der Ausbaukosten bzw. 100 % der Elektrifizierungskosten, die nicht durch den Bund finanziert werden, zu übernehmen. Die Kosten für die jetzt vereinbarte Vorfinanzierung der Planung bis zur Leistungsphase 4 teilen sich Land und Zweckverband zu gleichen Teilen. Quelle: Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, Deutsche Bahn AG, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Landratsamt Tübingen / CM

JetBlue strukturiert Tarifoptionen neu

Die S-Airline JetBlue plant eine Neugestaltung ihrer Tarifstruktur im Vorfeld der Einführung eines First-Class-Angebots auf Inlandsflügen, wie die Fluggesellschaft bekannt gab.

Die neuen Tarifoptionen, die „in den kommenden Tagen“ eingeführt werden, ermöglichen es Kunden, zunächst zwischen vier verschiedenen Reiseerlebnissen an Bord zu wählen: Main (bisher Core), EvenMore, BlueFirst oder Mint. Innerhalb dieser Kategorie können sie dann eine von drei Tarifoptionen wählen: Base, Standard oder Flex.

Diese Optionen ähneln den Tarifabstufungen, die United Airlines und Delta Air Lines in den letzten Monaten eingeführt haben. •  Base ist die einfachste Option. Sie bietet den niedrigsten verfügbaren Preis, beinhaltet jedoch keine Sitzplatzwahl; bei Stornierungen wird – abzüglich etwaiger Gebühren – ein Reiseguthaben ausgestellt. •  Standard umfasst die Sitzplatzwahl, den Verzicht auf Umbuchungsgebühren sowie ein Reiseguthaben bei berechtigten Stornierungen. •   Flex ist die flexibelste Option; sie beinhaltet die Sitzplatzwahl, keine Umbuchungsgebühren sowie eine Rückerstattung auf das ursprüngliche Zahlungsmittel bei berechtigten Stornierungen.

JetBlue betonte, dass TrueBlue-Mosaic-Mitglieder und Inhaber einer JetBlue-Kreditkarte ihre bisherigen Vorteile behalten. Kunden, die bereits Flüge zu den aktuellen Tarifen gebucht haben, erhalten weiterhin die Vorteile gemäß den Bedingungen des ursprünglich gewählten Tarifs. Quelle: JetBlue / CM

Satte Treibstoffzuschläge bei Cathay Pacific

Cathay Pacific meldet, dass der Netzcarrier zum 01. August 2026 ihre Treibstoffzuschläge für Passagiere um bis zu 41 % anheben wird. Als Grund wurden gestiegene Preise für Flugkraftstoff genannt, die auf die „Eskalation der Spannungen im Nahen Osten“ zurückzuführen seien.

Der Zuschlag für Flüge von Cathay Pacific zwischen Hongkong und Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie dem Südwestpazifik steigt von 123,70 US-Dollar auf 174,60 US-Dollar. Bei Flügen von Hongkong auf das chinesische Festland erhöht sich der Zuschlag von 165 US-Dollar auf 198 US-Dollar, bei Flügen vom chinesischen Festland nach Hongkong von 135 US-Dollar auf 162 US-Dollar. Für Flüge zwischen Hongkong und dem südasiatischen Subkontinent steigt der Zuschlag von 57,43 US-Dollar auf 81,20 US-Dollar. Bei allen übrigen Flügen erhöht sich die Gebühr von 30,90 US-Dollar auf 43,50 US-Dollar.

Cathay Pacific wies darauf hin, dass dies die erste Erhöhung der Treibstoffzuschläge seit April sei und die Gebühren „weiterhin unter dem Höchststand jenes Monats“ lägen. Die bevorstehenden Erhöhungen folgen zudem auf mehrere Senkungen der Treibstoffzuschläge seit Mai, die aufgrund sinkender Kerosinpreise vorgenommen worden waren; die Fluggesellschaft kündigte an, die Zuschläge weiterhin alle zwei Wochen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Quelle: CP / CM

Amex GBT verbindet Egencia mit dem KI-Assistenten Claude

American Express Global Business Travel (Amex GBT) ist das jüngste Geschäftsreise-Management-Unternehmen (TMC), das seine Plattformen über eine „Model Context Protocol“-Verbindung mit einem führenden KI-Assistenten verknüpft hat.

Das US-Unternehmen gab bekannt, einen Egencia-KI-Connector für Claude – den KI-Assistenten von Anthropic – eingeführt zu haben. Dieser ermöglicht es Geschäftsreisenden, Flug- und Hotelbuchungen direkt über Claude vorzunehmen und zu verwalten, während sie gleichzeitig im verwalteten Reise-Ökosystem ihres Unternehmens bleiben.

Laut Amex GBT können Business Traveller Claude künftig bitten, ihren Kalender zu prüfen, Reisepläne für anstehende Termine zu erstellen und Buchungen vorzunehmen, die den Reiserichtlinien ihres Unternehmens entsprechen.

Zudem markiert der Egencia-Connector den ersten Einsatz der intern entwickelten „Agent-to-Agent“-KI-Architektur des Unternehmens, die die Integration des vollen TMC-Leistungsspektrums in KI-Plattformen ermöglicht.

Evan Konwiser, Chief Product and Strategy Officer bei Amex GBT: „Mit unserem Egencia-KI-Connector in Claude können Mitarbeiter oder KI-Agenten des Unternehmens Flüge und Hotels für Reisende suchen, buchen und verwalten – unter Einhaltung der Reiserichtlinien, personalisiert und gestützt durch unseren Marktplatz. Dabei profitieren sie davon, dass sie sich vollständig innerhalb ihrer bestehenden Claude-Unternehmensumgebung bewegen. Das ist echte ‚Agent-to-Agent‘-Integration für das Geschäftsreisemanagement. Es handelt sich um eine grundlegende Fähigkeit, und wir stehen erst am Anfang.“

Amex GBT kündigte zudem die Ausweitung der dialogorientierten KI von Egencia auf Google Chat an; dies ermöglicht es Business Travellern  Reisen in „natürlicher Sprache“ zu buchen und zu verwalten. Kunden, die als Vorreiter (Early Adopter) fungieren, können diese Funktion ab August 2026 nutzen, bevor sie bis Ende 2026 allgemein verfügbar gemacht wird.

Darüber hinaus startet Amex GBT einen KI-Pilotversuch in Microsoft Teams für Kunden, die die Reise- und Spesenmanagement-Plattform „Neo“ nutzen.

Auch verschiedene TMCs (Travel Management Companies) und andere Unternehmen – darunter Perk, BCD Travel, Navan, Vibe und der auf Spesenmanagement spezialisierte Anbieter Expensify – haben damit begonnen, ihre Systeme mithilfe von MCP-Frameworks mit führenden KI-Assistenten zu verknüpfen.

In einer separaten Mitteilung gab das britische Unternehmen Identity Travel bekannt, dass es seinen Kunden nun die Buchung und Verwaltung von Geschäftsreisen über verschiedene KI-Assistenten – darunter Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot – unter Nutzung des neuen MCP-Servers von Vibe ermöglicht.

„Jedes Buchungstool hat vom Reisenden bisher verlangt, dessen Sprache zu sprechen – nun funktioniert es erstmals genau umgekehrt“, erklärte Steve Banks, CEO von Identity Travel. Und weiter: „Das ist von Bedeutung, denn genau dafür sollte KI im Reisebereich eingesetzt werden: um den Zugang zu einem verwalteten Reiseprogramm zu erleichtern, anstatt es zu ersetzen. Das Erlebnis verändert alles; erstmals kann eine Online-Buchung so einfach sein, wie auszusprechen, was man benötigt.“ Quelle: AMEX GBT / Identity Travel / CM