Aus dem Elektro-Boom muss für deutsche Autobauer Wachstum entstehen

Der europäische Automarkt wächst 2026 wieder, doch hinter den steigenden Zulassungszahlen verschieben sich die Kräfteverhältnisse. Elektroautos gewinnen deutlich an Bedeutung, vor allem in West und Nordeuropa, und chinesische Hersteller erobern Marktanteile. 

Eine seltene gute Nachricht, aber nicht für jeden: Im Juni wuchs der deutsche Automarkt so stark wie kein anderer in Europa. Während im europäischen Durchschnitt 12,9 % mehr Fahrzeuge abgesetzt wurden, waren es hierzulande über 15 %. Und das Wachstum hat zwei Namen: Elektromobilität und China. Tatsächlich haben sich 12 % mehr Bundesbürger für den Wechsel zu Elektromobilität entschieden. Als Ursache nennen die Statistiker vor allem die gestiegen Benzinpreise durch den Irankrieg. 

Deutsche Automobilhersteller profitieren allerdings nur bedingt von diesem Trend. Während beispielsweise Volkswagen nur ein kleines Wachstum von 1,5 % aufweisen kann, haben chinesische Autobauer wie BYD oder Geely ihre Verkäufe in Europa mehr als verdoppelt und erreichen durchschnittlich einen Marktanteil von mehr als 10 %. Ein typisches Beispiel für die aktuelle Erfolgsstrategie aus Fernost ist der Dolphin Surf von BYD. Mit etwas über 20.000 Euro ist der Keinwagen einigermaßen erschwinglich und wird von der europäischen Autopresse wohlwollend bewertet. 

Insgesamt zeigt der europäische Automarkt 2026 ein widersprüchliches Bild. Im ersten Halbjahr stiegen die Neuzulassungen in der EU um 5,7 %, so der Herstellerverband ACEA. Gleichzeitig beschleunigt sich der Wechsel bei den Antrieben: Batterieelektrische Fahrzeuge erreichten europaweit einen Marktanteil von 20,7 P%, Hybride kamen auf 37,3 %. Auf der Verliererseite: Benziner und Diesel. Sie fielen zusammengenommen auf 29,7 %. Besonders dynamisch entwickelt sich Deutschland: Hier legten die Elektro-Neuzulassungen im ersten Halbjahr um 48 % zu. 

Der Juni markierte dabei einen Wendepunkt. Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden in Deutschland 84.057 reine Elektroautos neu zugelassen – 78,2 % mehr als im Vorjahresmonat. Mit einem Marktanteil von 28,4 % lagen sie erstmals knapp vor klassischen Hybriden.

Auch eine von HUK Coburg erhobene Statistik erklärt die Dynamik: Im zweiten Quartal ersetzten 12 %  der Autofahrer, die ihr Fahrzeug wechselten, einen Verbrenner durch ein Elektroauto. Zu Jahresbeginn hatte dieser Anteil noch bei lediglich 5 % gelegen. Steigende Kraftstoffpreise infolge des Iran-Konflikts dürften dabei eine Rolle gespielt haben.

Für die europäischen Hersteller bedeutet der Elektroboom allerdings nicht nur eine gute Nachricht. Denn ein wachsender Teil der Nachfrage landet bei chinesischen Marken. Im Juni verkauften BYD, SAIC, Chery, Geely, Leapmotor und andere chinesische Hersteller in Europa rund 141.500 Fahrzeuge. Das entsprach nach Dataforce-Auswertungen etwa 10 % des europäischen Neuwagenmarktes – mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. 

Reuters sieht den chinesischen Vorsprung vor allem bei Elektroantrieben, Batterien, Software und der Geschwindigkeit, mit der neue Modelle auf den Markt kommen. Im ersten Quartal lag der Anteil chinesischer Marken am europäischen Pkw-Markt demnach bereits bei 16 % gegenüber 3 % vier Jahre zuvor.

Die etablierten Hersteller reagieren unterschiedlich. Renault etwa setzt bewusst nicht auf einen Preiswettbewerb mit chinesischen Anbietern. Das Unternehmen argumentiert, aggressive Rabatte könnten die Restwerte und damit die langfristige Profitabilität beschädigen. Der Erfolg des Renault 5 zeigt zugleich, dass europäische Hersteller mit attraktiven Elektroautos durchaus Marktchancen haben.

Werbebudgets bleiben unter Druck. Die Entwicklung des Automarkts spiegelt sich auch in den Werbebudgets wider. Nach der WARC-Prognose ist die Automobilwerbung in Westeuropa 2026 weitgehend stabil, weltweit soll sie dagegen um 6,7 % wachsen. Für Deutschland fällt der Ausblick deutlich zurückhaltender aus: WARC erwartet für die Automobilwerbung ein Wachstum von lediglich 1,9 %. Sollte sich die Golfkrise verschärfen, könnte daraus sogar ein Rückgang um minus 4,2 % werden – ein Unterschied von 6,0 Prozentpunkten gegenüber dem Basisszenario. Als Gründe nennt WARC den Druck durch steigende Produktionskosten und eine zurückhaltendere Nachfrage der Verbraucher.

Damit steht die Automobil-Branche vor einem Balanceakt: Einerseits müssen Hersteller angesichts neuer Wettbewerber und neuer Antriebstechnologien stärker um Aufmerksamkeit und Marktanteile kämpfen. Andererseits drücken hohe Produktionskosten, Rabatte und unsichere Konsumaussichten auf die Margen. Werbung wird damit nicht überflüssig – sie muss im Gegenteil genauer zeigen, wofür eine Marke steht und welchen konkreten Mehrwert ihr Produkt bietet.

Für Europas Hersteller wird entscheidend sein, ob sie aus dem Elektroboom eigenes Wachstum machen können – oder ob chinesische Anbieter einen immer größeren Teil dieses Wachstums abschöpfen. Quelle: Dataforce / HUK / Reuters / WARC / MEEDIA / CM

AvD: Auch an die umweltschädlichen Verbrenner denken

Seit Mitte Mai 2026 wird der Kauf als auch das Leasing von batterieelektrischen Neuwagen durch Zuschüsse gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist vom Bundesumweltministerium (BMKU) beauftragt, die Auszahlungen vorzunehmen. Das BAFA hat jetzt aktuelle Zahlen der bewilligten Förderungen mit Stand 01. August vorgelegt. 

Laut der Aufstellung sind bisher insgesamt fast 25.000 E-Autos und über 2.000 Hybrid-Fahrzeuge gefördert worden. Die Zuschüsse flossen dabei jeweils zur Hälfte in neu gekaufte oder geleaste Wagen. Die Förderung ist nach zu versteuerndem Einkommen gestaffelt und soll niedrige und mittlere Haushaltseinkommen unterstützen. Laut BAFA sind bis jetzt fast die Hälfte der Förderzusagen an die niedrigste Einkommensstufe bis 45.000 Euro gegangen. In den beiden darüberliegenden Stufen gab es jeweils über 6.000 Bewilligungen. In den zwei höchsten förderfähigen Stufen lag die Zahl der Auszahlungen bei über 700 in der vorletzten und bei mehr als 200 in der letzten. 

In der Auswertung nach Konzernen liegen Modelle der Volkswagen Group vor denen von Tesla und Stellantis. Danach folgt die Hyundai Motor Group und die Renault Group. Mit Leapmotor (Joint Venture mit Stellantis) und mit der BYD Company finden sich die ersten chinesischen Hersteller auf der Liste. Nimmt man die Hersteller und Herstellergruppen, die in Europa ihren Standort haben oder dort produzieren, vereinen diese über 60 % der geförderten Fahrzeuge. In der Zählung der Einzelmarken liegen Teslamodelle vor solchen von Skoda, Cupra und Hyundai. Mit vierstelligen Bewilligungszahlen sind auch die Volkswagen AG, Leapmotor, Kia, BYD, Renault, BMW und Citroen vertreten. 

Bei den Einzelmodellen steht das im brandenburgischen Grünheide gefertigte Tesla Model Y mit gut 3.000 Exemplaren ganz oben. Danach folgen das Tesla Model 3 mit 1.517 und der Hyundai Inster mit fast 1.100. Zählt man die verschiedenen Skoda-Elroq-Varianten zusammen, kommt man auf annähernd 2.100 ausgezahlte Einzel-Förderungen. Auch die verschiedenen ID3-Modelle von VW gehen mit insgesamt über 1.000 Bewilligungen in die Statistik ein. 

Der AvD stellt fest, dass das Förderprogramm die adressierten mittleren Einkommen erreichen. Eines der vom BMU angegebenen Ziele, die E-Mobilität in der Bevölkerung zu verbreiten und eine Marktdurchdringung voranzubringen, wird damit umgesetzt. Die hohen Kraftstoffpreise machen die Förderung zusätzlich attraktiv. So gesehen ist das Programm ein Baustein für eine bezahlbare Alltagsmobilität.

Der AvD nimmt auch die Preisgestaltung an öffentlichen Ladesäulen ins Visier. Deren unverhältnismäßig hohe kW-Preise konterkarieren das Förderprogramm. Eine Senkung der Ladekosten ist dringend notwendig. Daneben muss weiter das Ladenetz, vor allem an den Fernrouten, ausgebaut werden.

Der AvD glaubt, dass nach 2035 immer noch Millionen Fahrzeuge mit Verbrenner-Motoren unterwegs sein werden. Deshalb ist nach Auffassung des Clubs die vom Bund angestrebte Klimaneutralität, die u.a. mit dem E-Auto-Programm gestützt werden soll, nur unter Einbeziehung des Bestandes zu erreichen. Dazu müssen diese konventionellen Fahrzeuge mit aus erneuerbaren Energien hergestellten synthetischen Kraftstoffen betrieben werden, um ein zentraler Baustein für die politischen Ziele zu sein. Die Förderung der Entwicklung und Produktion solcher klimafreundlichen Technologien ist zwingende Aufgabe einer verantwortungsvollen Klimapolitik. Quelle: AvD / CM

Passagiere von VN-34 in München hatten viel Glück

Luftfahrtexperten meinen, die Passagiere und Besatzung des Dreamliners B787-9 der Vietnam Airlines (Kennung VN-A867), der am Samstag, 15. August 2926 mit Riesenglück gerade noch am Münchner Airport von Piste 26R abhob, hätten viele Schutzengel auf ihrer Seite gehabt.  

Wie CM berichtete, wirbelte der Jet b beim sehr späten Abheben (Rotation) große Staub- und Schmutzwolken auf; dabei berührte das Heck den Boden, wurde ebenso massiv beschädigt wie das linke Hauptfahrwerk, das noch die Befeuerungsanlagen streifte. Die Maschine stieg auf Flugfläche 100 (FL100); die Besatzung meldete eine Warnung bezüglich des Reifendrucks und kündigte an, Treibstoff ablassen zu müssen. Etwa 90 Minuten nach dem Start führte das Flugzeug einen Tiefflug über die Bahn 26R durch, gefolgt von einem weiteren Tiefflug über dieselbe Bahn. Anschließend landete die Maschine auf der Bahn 26R, wobei aus dem linken Hauptfahrwerk Rauch drang; das Flugzeug blieb schließlich manövrierunfähig auf der Bahn liegen. 

Laut vorliegendem Fotomaterial, das AVH vorliegt), hob das Flugzeug erst etwa 120 Meter (400 Fuß) hinter dem Bahnende ab – bereits über der Grasfläche und auf Höhe der ersten Reihe der Anflugbefeuerung. Alles deutet darauf hin, dass die Bremsen des rechten Hauptfahrwerks etwa 210 Meter vor dem Bahnende aktiviert wurden und die Räder beim sowie nach dem Überrollen des Bahnendes blockierten; die Bremsspur endete, als das Flugzeug abhob. Das Video zeigt nicht genügend Details der linken Bahnseite, um beurteilen zu können, ob auch die Bremsen auf der linken Seite aktiviert wurden oder blockierten.

Ein am 17. August 2026 erhaltenes Luftbild (siehe unten) zeigt, dass sowohl die linken als auch die rechten Bremsen bereits vor Erreichen des Bahnendes aktiv waren; die linke Bremsspur verlor sich nach dem Überrollen des Bahnendes. Zugehöriges NOTAM: A4185/26 NOTAMN. Ob ein Pilotenfehler vorliegt, indem möglicherweise falsche Gewichtseingaben in den Bordcomputer eingetippt worden waren oder ein technischer Fehler, muss noch geklärt werden. Quelle. The Aviation Herald / CM

2025 fast so viele Geschäftsreisen wie vor Corona

2025 haben Bundesbürger insgesamt 274 Mio. Privat- und Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung im In- oder Ausland unternommen, so die Statistik über die touristische Nachfrage. 

Damit sank die Zahl mehrtägiger Reisen insgesamt um 1,1 % gegenüber dem Jahr 2024. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg jedoch die Zahl der Inlandsreisen 2025 um 3,9 % gegenüber 2024 auf 169 Mio. und war damit 5,0 % höher als im Vor-Corona-Jahr 2019. 

Zum Anstieg der Zahl der Inlandsreisen gegenüber dem Vorjahr haben vor allem geschäftliche Reisen beigetragen. Die Zahl der Geschäftsreisen stieg 2025 gegenüber 2024 um 10,5 % auf 41 Millionen. Damit erreichte die Zahl dienstlicher Reisen fast das Vor-Corona-Niveau mit 0,2 % weniger Reisen als im Jahr 2019. Bei den privaten Reisen gab es im Jahr 2025 mit etwa 233 Mio. einen Rückgang von 2,9 % gegenüber dem Jahr 2024, aber einen Anstieg um 6,2 % gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019.

Die Zahl der Auslandsreisen nahm hingegen ab: 105 Mio. Reisen im Jahr 2025 bedeuteten hier ein Minus von 8,3 % im Vergleich zu 2024 und einen Zuwachs um 5,4 % gegenüber 2019.

Die beliebtesten Ziele für Reisen ins Ausland im Jahr 2025 waren Italien (12,4 % aller Auslandsreisen), Österreich (11,1 %), Spanien (10,9 %), Frankreich (8,3 %) und die Niederlande (7,7 %). Diese fünf Länder behaupten sich – in gelegentlich wechselnder Reihenfolge – seit zehn Jahren als die Top-Auslandsziele der Reisenden aus Deutschland.

Beim Blick auf die Verkehrsmittel zeigt sich, dass das Auto auch im Jahr 2025 das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für mehrtägige Reisen war. So wurde für 60,2 % der Reisen mit mindestens einer Übernachtung im In- oder Ausland auf das Auto zurückgegriffen. 19,2 % der Reisen wurden mit der Bahn unternommen, 15,2 % mit dem Flugzeug. Reisebusse machten 2025 einen Anteil von 2,7 % der genutzten Reiseverkehrsmittel aus. Quelle: Destatis / CM

Beinahe Luftfhrtkatastrophe in München

Ein Boeing 787-9 Dreamliner von Vietnam Airlines schoss am Samstag, 15. August beim Start am Flughafen München 120 Meter über das Pistenende hinaus. Die Piloten verhinderten in letzter Sekunde eine Luftfahrtkatastrophe

Der zehn Jahre alte Dreamliner von Vietnam Airlines (Registrierung VN-A867) mit bis zu 274 Passagieren an Bord sollte als Flug VN34 zu seinem zehnstündigen Routineflug von München (MUC) nach Hanoi (HAN) fliegen. Aus noch ungeklärter Ursache schoss der Widebody beim Startversuch gegen 13:57 Uhr mit Tempo 300 km/h 120 Meter über das Ende der Nordbahn 26L hinaus; dabei prallte der Langstreckenjet mit dem Hauptfahrwerk  gegen die Befeuerungsanlagen der Piste, wobei die Reifen des linken Hauptfahrwerks zerfetzt wurden. Die Piloten konnten den schweren Vogel gerade noch in die Luft bringen. Offensichtlich hatte es im Cockpit Probleme bei Rotate-Prozedere gegeben. 

Flug VN-34 hätte am Samstag um 13.57 Uhr in München beinahe iner Katastrophe geendet. Foto: X

Video: https://www.youtube.com/shorts/ZdrBiuwrmTo

Die beiden Start- und Landepisten des MUC sind mit 4.000 Meter Länge nach weltweiten Maßstäben lang genug für Großraumflugzeuge. Dies ist von Bedeutung, da die Piloten offenbar große Schwierigkeiten hatten, die Maschine in die Luft zu bringen. Von Planespottern am Flughafen aufgenommene Videos zeigten, wie der voll betankte Jet über die Startbahn raste. An dem Punkt, an dem man das Abheben erwartet hätte, beschleunigte die Maschine stattdessen weiter auf der Bahn. Die B 787-9 setzte diesen Vorgang über die gesamte Länge der Startbahn fort und schoss den Beobachtern zufolge noch 120 Meter über das Bahnende hinaus – wobei Erde und Staub aufgewirbelt wurden –, bevor es schließlich abhob; dabei flog die Maschine so tief, dass die Reifen die Anflugbefeuerung streiften, welche die Landeschwelle markiert.

Die Piloten hatten bereits bemerkt, dass ein ernstes Problem vorlag, und teilten der Flugsicherung mit, dass sie zum Flughafen zurückkehren müssten. Aufgrund der für den Langstreckenflug nach Vietnam betankten Treibstoffmenge musste der Passagierjet jedoch zunächst 90 Minuten lang in einer Warteschleife kreisen, um einen Teil des überschüssigen Treibstoffs abzulassen und das Gewicht für eine sicherere Landung zu reduzieren.

Die Piloten landeten das Flugzeug jedoch nicht unmittelbar nach dem Ablassen des überschüssigen Treibstoffs. Zunächst führten sie zwei Tiefflüge über die Start- und Landebahn 26R durch – vermutlich, damit der Kontrollturm begutachten konnte, welche Schäden an der Unterseite des Flugzeugs entstanden waren.

Beim dritten Anflug setzte die Maschine auf, wobei Rauch und Trümmerteile am linken Hauptfahrwerk zu sehen waren, da die Reifen völlig zerfetzt worden waren. Das Flugzeug kam auf der Bahn zum Stillstand und blieb dort manövrierunfähig liegen. Zwischenzeitlich war die Flughafen-Feuerwehr für den Fall der Fälle ausgerückt.

Die Fluglotsen sperrten die Nordbahn nach dem brenzligen Vorfall. Und auch die Südbahn wurde nach dem beinahe missglückten ungewöhnlichen Start vorübergehend geschlossen, so die Flughafenverwaltung FMG.  Die Bundesstelle für Flugungalluntersuchung (BFU) in Branschweig aber auch der Hersteller Boeing sind in die Ermittlungen der Ursache eingeschaltet. Quelle: FMG / BFU / CM

Zwei Passagierjets mit derselben Flugnummer entgingen knapp einer Katastrophe

Am Freitag, 14. August 2026, g konnte eine potenzielle Katastrophe gerade noch abgewendet werden, als ein Fluglotse in Phoenix zwei American-Airlines-Jets mit derselben Flugnummer erkannte und umgehend reagierte, um Verwechslungen zu vermeiden und einen sicheren Abstand zu gewährleisten. 

Audioaufnahmen des Vorfalls kurz nach Mitternacht am Freitag zeigen, wie er der Lotse eine Lösung fand, um sicherzustellen, dass die beiden Passagierjets mit der Flugnummer American 2482 den erforderlichen Abstand einhielten, nachdem ein Flugzeug kurz nach dem Start des anderen in Phoenix aus Chicago eingetroffen war.

„Ich bin seit 25 Jahren Fluglotse. Ich habe noch nie erlebt, dass zwei Flugzeuge mit demselben Rufzeichen so nah beieinander fliegen. Das ist wirklich bemerkenswert“, sagte der Lotse, nachdem das startende Flugzeug den Bereich sicher verlassen hatte. 

Zwei AA-Jets mit ein und derselben Flugnummer entgingen knapp einem Crash Foto American Airlines

Hätten beide Piloten angenommen, der Lotse würde ihnen die Anweisung geben, auf derselben Höhe zu fliegen, während sie aufeinander zusteuerten, wären sie möglicherweise kollidiert. Daher war es entscheidend, dass sie wussten, welches Flugzeug er dirigierte. Dank seines schnellen Handelns waren die Anweisungen des umsichtigen Fluglotsen klar.

Die von ATC.com veröffentlichte Audioaufnahme zeigt, wie der Fluglotse schnell von „American 2482 im Anflug“ und „American 2482 im Abflug“ sprach, um die beiden Jets auf Kurs zu halten. Der Fluglotse sorgte dafür, dass die ankommende Maschine sicher über der abfliegenden flog, selbst als sich ihre Flugbahnen kreuzten, und stellte sicher, dass die Piloten der AA-Jets sich noch in großer Entfernung sehen konnten. Er wies die abfliegende Maschine außerdem an, nicht zu hoch zu steigen, damit ein Abstand zwischen den Flugzeugen bestehen blieb. Nachdem die beiden Passagierjets sicher aneinander vorbeigeflogen waren, lobte der ankommende Pilot den Fluglotsen für seine „hervorragende Arbeit“. „Es hätte katastrophal mit hunderten Opfern enden können, aber ich bin froh, dass alles gut gegangen ist“, antwortete der Lotse.

Der Flugsicherheitsexperte Steve Arroyo erklärte, es sei wahrscheinlich, dass jemand in der Flugleitzentrale übersehen habe, dass sich beide Flugzeuge mit identischen Flugnummern gleichzeitig in der Luft befinden würden, als sowohl der Flugdienstleiter als auch die Piloten den Flugplan abzeichneten.

„So etwas kann passieren, und das sollte eigentlich nicht vorkommen. Es ist aber gut zu sehen, dass das System robust ist und wir alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben“, sagte Arroyo, der in seinen vier Jahrzehnten bei United Airlines nur wenige Male mit einem solchen Problem konfrontiert worden war. Arroyo begann seine Karriere als Flugdienstleiter, bevor er Pilot wurde.

Flug 2482 ist ein Hin- und Rückflug zwischen Chicago und Phoenix. Normalerweise wird für beide Flüge dasselbe Flugzeug eingesetzt. Da sich der Abflug aus Chicago jedoch wetterbedingt verzögerte, organisierte American Airlines in Phoenix einen zweiten Jet, der pünktlich startete. Dadurch befanden sich beide Flugzeuge kurzzeitig im selben Luftraum, bevor der ankommende Flug landete.

Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA und American Airlines werden den Hergang untersuchen. Beide betonten, wie erleichtert sie seien, dass es keinen Crash gegeben hat. „Dank der Sorgfalt und Professionalität der Fluglotsen und unserer Piloten wurde der erforderliche Sicherheitsabstand jederzeit eingehalten. Das Problem wurde durch den Lotsen gottseidank rasch erkannt und behoben. Beide Flüge konnten sicher und ohne Zwischenfälle fortgesetzt werden“, erklärte American Airlines in einer Stellungnahme. Quelle: American Airlines / CM

Der Cupra Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition im CM-Test

Allein schon durch seine exklusive Außenfarbe Manganese Grün Matt“ macht der Cupra Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition unglaublich viel her. den wir (CM) als Testfahrzeug hatten. Auch mit seinem Komfort und den Fahrleistungen hat uns das Update des Spaniers gut gefallen. Das SUV, das viel schneller lädt und auch viel weiter elektrisch kommt, ist auf jeden Fall ein Tipp für Freiberufler/Selbstständige. 

Der Cupra Formentor PHEV ist nach der Überarbeitung stärker. Verbaut ist der optimierte VW-PHEV-Antriebsstrang. Zwei Energielieferanten aus der Verbrenner- und der Stromwelt machen den Crossover mit einer Systemleistung von 200 kW bzw. 272 PS zu einem attraktiven Geschäftswagen. Unter der Fronthaube arbeiten ein 1.5 TSI mit 177 PS und ein Elektromotor mit 85 kW, die mit 400 Nm Drehmoment über das Doppelkupplungsgetriebe die Kraft an die Vorderräder leiten.

Der Akku bringt netto 19,7 kWh. Was uns besonders imponiert: Diesen Plug-in-Hybrid kann man auch an einer Schnellladesäule mit 50 kW (DC) anschließen. Zuhause und/oder in der Firma tun es 11 kW (AC) an der Wallbox. Wir haben in unserem Firmenwagenpool auch den Vorgänger des Formentor PHEV. Und beim Vergleich fällt uns angenehm auf, dass der Neuling sehr viel schneller lädt. Besonders beeindruckt aber hat uns die rein elektrische Reichweite. Während es der Vorgänger auf eine rein elektrische Reichweite von ca. 45 km bringt, schafften wir es mit dem Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition auf mehr als 100 km. Chapeau. Offiziell gibt der Hersteller sogar 119 km an. 120 „elektrische“ km zeigte der Wagen sogar an, als wir ihn an unserer Firmenladesäule auf 100 % geladen hatten. Damit und mit einer vollen Tankfüllung (in den Tank passen 40 Liter)  mit inzwischen happig teurem Super E10  kommt man bei moderater Fahrweise auf weit über 800 km, das ist doch was.  Dass der Wagen auch anders kann , nämlich in 7,2 Sekunden von Null auf 100 km/h und dann weiter bis Vmax 220 km/h sei nur am Rande erwähnt.  

An Bord sind nahezu alle bekannten Assistenzsysteme und wass man sonst noch unterwegs benötigt, Serie. Eine Aufpreisliste gibt’s zwar auch, aber die Tribe-Edition ist so etwas wie ein Komplettmodell.  

Die neue CUPRA Tribe Edition 2026 hatte die spanische VW-Tochter auf der IAA Mobility in München präsentiert. Gedacht sind diese Editionsmodelle für Menschen, die besonderen Wert auf Individualität legen. U.a. ist die neue exklusive Außenfarbe Manganese Grün Matt, mit der unser Testmodell versehen war, ein Hingucker. Das Exterieur wird zusätzlich durch das durchgehende LED-Leuchtenband und ein beleuchtetes rotes CUPRA-Logo und Heckschriftzüge in Dunkelchrom veredelt, wodurch Tiefe und ein Premium-Gefühl vermittelt werden. Die neuen Leichtmetallfelgen bestehen aus recyceltem Material, um einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Die sportlichen Felgen sind in ungewöhnlichen Designs verfügbar und mit einer neuen Akzentfarbe „ Sulphur Green“ versehen.

Interieur. Auch im Innenraum findet sich die Idee hochwertigen und gleichzeitig nachhaltigen Designs wieder. Zum Beispiel durch die Nutzung von 3D-Strick für die Sitze. Die Stoffe in den zentralen Bereichen der Vorder- und Rücksitze bestehen zu 100 % aus recyceltem Material. Die Verarbeitung der ausgesuchten Materialien lässt kaum Wünsche offen. Das e, stark digitalisierte Cockpit besticht durch seine hervorragende Ablesbarkeit und die weitgehend logische Menüführung. 

Das Nachhaltigkeitsengagement der Marke erstreckt sich auch auf weitere Interieur-Details. Eine neue Sulphur Green-Lackierungvon Manckiewicz, die zu 15 % aus biobasierten Materialien besteht, wird auf die Konsolenblenden und die inneren Lüftungsrahmen aufgetragen. Außerdem enthalten die Kunststoffteile des Innenraums recycelte Materialien und die Frontspoiler-Stoßfänger recycelten Kunststoff.

Nicht traurig sein muss man über den ewas kleineren Kofferraum. Durch die große Batterie schrumpft das Volumen auf 345 bis maximal 1.385 Liter (bei umgeklappten Rücksitzen). 

Unser Fahreindruck: Das SUV ist trotz aller Sportlichkeit recht komfortabel, der adaptiven Dämfung sei Dank. Die Lenkung ist präzise und direkt. Was wir vermisst haben, war die automatisch schwenkbare Hängerkupplung (P.S. Haben wir nachträglich entdeckt, sorry.). So etwas braucht man ja z.B. zur Mitnahme von Fahrrädern. Unserer Meinung nach sollte derlei Serie sein. Der Preis ist halbwegs in Ordnung  mit etwas über 58.000 Euro nach Liste. Natürlich gilt auch für Cupra, dass dieser Preis nur auf dem Papier besteht. 

Kurz noch zur Versicherung: KH/TK/VK: 12/22/18.  Auf das Modell bietet Cupra 5 Jahen Garantie (bzw. 150.000 Km).  Wir geben diesem Cupra die Schulnote 1-. Quelle: CM

Streit um Bewertung eines Restaurants

Ein Restaurantbesuch des Gastro-Influencers Kemal Üres bei Timberjacks in Bannewitz bei Dresden hat sich zu einem öffentlichen Schlagabtausch entwickelt. Üres kritisierte das Essen der Restaurantkette in einem Instagram-Video massiv.

 Timberjacks widerspricht seiner Darstellung und verweist auf frühere Kontakte mit dem selbsternannten „Gastroflüsterer“. Üres weist einen Zusammenhang zwischen seiner Kritik und kostenpflichtigen Beratungsleistungen zurück. Inzwischen hat die Auseinandersetzung auch eine rechtliche Ebene erreicht.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Gastronomie-Coach und Content Creator Kemal Üres ein Video über das Timberjacks Bannewitz. Ausgangspunkt des Streits ist ein Besuch von Kemal Üres im Timberjacks in Bannewitz. In einem anschließend veröffentlichten Instagram-Video fällt sein Urteil über Teile des Essens vernichtend aus. Ein Porterhouse-Steak bezeichnet Üres als „Beleidigung“. „Geschmacklos, keine Liebe“, lautet sein Urteil. Zudem sagt er: „Das ist echt das Schlechteste, was ich je gegessen habe.“

Beim Steak äußert Üres den Verdacht, es könnte sich um Tiefkühlware handeln. Auch die große Auswahl auf der Speisekarte sieht er kritisch. Wenn sich Gäste beschwerten, könne dies nach seiner Einschätzung damit zusammenhängen, dass es für das Team angesichts der Vielzahl an Produkten schwierig sei, die Qualität auf den Punkt zu bringen. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich daraus eine intensive Diskussion in den sozialen Medien. 

Zwischen dem Restaurant Timberjacks nahe Dresden und einem Restaurantkritiker ist ein heftiger Streit entbrannt.

Das Timberjacks entwickelte sich laut der Redaktion von „Lust auf Dresden“ innerhalb kürzester Zeit zu einem Publikumsmagneten im Süden von Elbflorenz. Trotz einer zunächst noch nicht vollständig nutzbaren Außenterrasse verzeichnet das Restaurant eine außergewöhnlich hohe Auslastung.


Kemal Üres war viele Jahre selbst Gastronom und ist heute vor allem als Gastronomie-Coach, Unternehmer und reichweitenstarker Content Creator aktiv. Über soziale Medien erreicht er hunderttausende Menschen und betreibt u.a.  eine eigene Gastronomie-Akademie. Sin ehemaliges Restaurant ist inzwischen geschlossen. Seine Videos folgen häufig einem ähnlichen Prinzip: Restaurants werden besucht, Abläufe bewertet, Probleme aufgezeigt und anschließend Verbesserungsmöglichkeiten oder Beratungsangebote thematisiert. 

Marketingexperten bezeichnen dieses Vorgehen häufig als Problem-Solution-Marketing oder Problemselling – also eine Strategie, bei der zunächst ein Problem sichtbar gemacht und anschließend eine Lösung angeboten wird. Dieses Vorgehen ist im Beratungs- und Coachingmarkt grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.


Reaktion des Restaurants. Geschäftsführer Thomas Kemner schilderte den Vorfall aus Sicht des Unternehmens deutlich anders.  Nach seinen Angaben habe Kemal Üres Timberjacks bereits 2024 erstmals Beratungsleistungen angeboten. Damals habe das Unternehmen keinen Bedarf gesehen.  Auch ein weiterer Kontakt im Jahr 2025 sei freundlich, aber ablehnend verlaufen. Vor diesem Hintergrund habe man sich über die Aussage im veröffentlichten Video gewundert, das Unternehmen zunächst kennenlernen zu wollen.

Nach Veröffentlichung des Videos habe Timberjacks sämtliche Abläufe des betreffenden Abends intern überprüft. Das Ergebnis sei eindeutig ausgefallen: Nach Einschätzung des Unternehmens entsprachen sowohl die Qualität der Speisen als auch die Arbeitsabläufe dem üblichen Standard des Hauses. Besonders deutlich widerspricht Timberjacks der Behauptung, ein gezeigtes Steak sei Tiefkühlware gewesen. Nach zehn Jahren Timberjacks sei dem Restaurant noch niemand begegnet, der allein anhand eines servierten Steaks zuverlässig erkennen konnte, ob dieses irgendwann einmal tiefgefroren gewesen sein soll. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich um Fleisch der französischen Rinderrasse Blonde d’Aquitaine, das seit Jahren von einer italienischen Erzeugergenossenschaft bezogen und sichtbar in der eigenen Reifekammer mehrere Wochen gereift werde.

Auffallend in diesem Zusammenhang, laut Kemmer: „Uns wurden zunächst Beratungsleistungen angeboten,  später erschien das öffentliche Video und anschließend wurden wir dazu aufgerufen, unsere Restaurants gemeinsam zu optimieren und dies gleichzeitig medial zu begleiten. Vor diesem Hintergrund stellt sich für uns zwangsläufig die Frage, ob die öffentliche Darstellung unseres Unternehmens anders ausgefallen wäre, wenn wir Beratungsleistungen in Anspruch genommen hätten oder Kunde entsprechender Geschäftspartner gewesen wären. Eine Antwort darauf haben wir nicht. 

Unabhängig von dieser Diskussion entwickeln wir Timberjacks mit großer Leidenschaft weiter. Unser eigener Anspruch ist jeden Tag, auf der Evolutionsskala weiter nach oben zu klettern.“


Üres verwahert sich gegen Vorwurf. Kemal Üres widerspricht der Darstellung, seine aktuelle Kritik sei mit dem Verkauf einer kostenpflichtigen Beratungsleistung verbunden gewesen.

Gegenüber TAG24 erklärte er, im Zusammenhang mit seiner Kritik „zu keinem Zeitpunkt“ eine kostenpflichtige Beratungsleistung angeboten zu haben. Nach seiner Darstellung habe er Timberjacks nach Veröffentlichung des Videos vielmehr vorgeschlagen, noch einmal kostenlos vorbeizukommen, gemeinsam nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen und anschließend ein positives Video für das Restaurant zu produzieren.

Nach Darstellung von Üres war sein Restaurantbesuch auf Hinweise aus seiner Community zurückzuführen. Viele Gäste hätten ihm von negativen Erfahrungen berichtet. Vor Ort sei er von Mitarbeitern erkannt, freundlich begrüßt und durch den Betrieb geführt worden. An seiner negativen Bewertung des Essens hält Üres fest. Zudem erklärte er, innerhalb von 48 Stunden (nach Erscheinen seiner Restaurantkritik) hunderte Nachrichten von ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern, Küchenchefs sowie Gästen erhalten zu haben, die seine Erfahrungen bestätigt hätten.

Timberjacks hat inzwischen mit einer anwaltlichen Unterlassungsaufforderung und einer Anzeige reagiert. „Die Abmahnung wurde nicht ausgesprochen, weil Kemal Üres unser Essen, aus unserer Wahrnehmung, zweckorientiert kritisiert hat“, erklärt Timberjacks. Der wesentliche rechtliche Punkt sei nach Darstellung des Unternehmens vielmehr die Anfertigung und anschließende Veröffentlichung von Filmaufnahmen im Restaurant gewesen. Timberjacks erklärt, nach seiner rechtlichen Bewertung seien Aufnahmen ohne vorherige Genehmigung im Gastraum und in der Küche angefertigt worden. Zudem seien Mitarbeiter und Gäste erkennbar Bestandteil der Aufnahmen gewesen, ohne dass nach Darstellung des Unternehmens die erforderlichen Einwilligungen vorgelegen hätten. 

Einfluss sozialen Medien. Natürlich gehört die Bewertung eines Restaurantbesuchs zur Meinungsfreiheit. Ob jemand ein Steak hervorragend oder durchschnittlich findet, bleibt eine subjektive Einschätzung. Anders verhält es sich jedoch bei überprüfbaren Tatsachenbehauptungen. 

Genau hier setzt die Kritik des Unternehmens an.

Klar ist: Social-Media-Beiträge können die öffentliche Wahrnehmung eines Unternehmens schnell verändern. Denn ein einziges Video erreicht innerhalb weniger Stunden viele Nutzer. Die wirtschaftlichen Folgen können dann erheblich sein – unabhängig davon, ob sich geäußerte Vorwürfe später bestätigen oder nicht.  Der Fall Timberjacks dürfte die Diskussion über den Einfluss sozialer Medien auf Gastronomiebetriebe weiter befeuern.  Quelle: TAG24 / Lust auf Dresden / CM

M&M: Vorher Gehirn einschalten

Eines der Hauptprobleme von Miles & More ist das Statusprogramm. Auch wenn die gebotenen Vorteile sich im Branchenvergleich eher gut aushnehmen, sind die Qualifikationsregeln deutlich zu streng. 

Als Faustregel erhält man in anderen Star-Programmen bereits den Gold-Status, wenn man bei Miles & More nur den Frequent Traveller (Star Alliance Silver) Status erhält.

M&M mit teurer Offerte

Diese Überschätzung spiegelt sich auch in den Angeboten des Programms aus, sich den Status zu erkaufen. So können Inhaber einer co-branded Kreditkarte in Europa sich noch bis zum 30. September 2026 den Frequent Traveller-Status, gültig bis Februar 2027, erkaufen. Das für sagenhafte 650 Euro. Wenn man also per Definition nicht genug fliegt, um diesen Status über Flüge zu erreichen, dürfte es also kaum möglich sein, über einen solchen kurzen Zeitraum sich mit den Lounge-Zugängen und dem Extra-Gepäck als Hauptvorteile dieses Status eine solche Summe zurückzuholen.

Als Grundregel gilt hier also wie so oft: Gehirn einschalten und Statusgeilheit beiseitelegen. Quelle: M&M / CM

Nächste Einschränkung bei American Airlines

Historisch sind kostenlose Upgrades für Statuskunden einer der Hauptvorteile von nordamerikanischen Frequent Flyer-Programmen. Das ging zeitweise so weit, dass es schon fast eine Ausnahme war, wenn eine Fluggesellschaft tatsächlich ein First Class Ticket auf einem Inlandsflug verkaufen konnte.

Aber natürlich waren diese Upgrades immer kapazitätsabhängig und man hatte so keinen wirklichen Anspruch darauf.

Nächste Einschränkung bei American Airlines
Nächste Einschränkung bei American Airlines

Die Bericht mehren sich jetzt, dass US-amerikanische Netzwerkcarrier es bevorzugen, am Check-in für ein paar Dollar zusätzlich verbleibende First Class-Plätze an beliebige Kunden zu verkaufen, als sie ein paar Minuten später kostenlos an ihre besten Kunden zu vergeben.

Und American Airlines wird jetzt am 25. August 2026 die nächste Einschränkung einführen: Auf Transkontinental-Flügen und Flügen nach Hawaii, wo American Airlines Fluggerät mit einer Economy Class, einer Premium Economy und einer Business Class einsetzt, können AAdvantage-Statuskunden nur noch um eine Klasse upgraden. Wenn man also auf den Business Class-Sitz spekulieren will, muss man ein deutlich teureres Premium Economy-Ticket kaufen. Ohne sich sicher zu sein, dass nicht jemand bei American die Idee hat, einer eventuell freien Platz in der Business Class in letzter Minute zu verkaufen. Quelle: CM