Skoda-Chef Wechsel als CEO zu Volvo Cars

Während die meisten Marken des Volkswagen-Konzerns unter Druck stehen, schreibt die tschechische Tochter Škoda Auto weiter Erfolgsgeschichten. Trotzdem verlässt CEO Klaus Zellmer (59) die Marke und wird neuer Vorstandschef von Volvo Cars.

Der frühere Porsche- und VW-Manager übernimmt den schwedischen Premiumhersteller wegen seiner langen Kündigungsfrist wahrscheinlich erst um 01. Oktober 2027. Bei Volvo dürfte Zellmer deutlich mehr strategischen Gestaltungsspielraum als im eng geführten Volkswagen-Konzern erhalten. Der gebürtige Bayer Zellmer arbeitete mehr als 20 Jahre für Porsche. 2020 wechselte er in den Vorstand der Konzernmutter Volkswagen, wo er die Bereiche Vertrieb, Marketing und After Sales verantwortete. Seit Juli 2022 führte er Skoda als Vorstandsvorsitzender.

Zellmer folgt bei Volvo Cars auf Hakan Samuelsson. Samuelsson war erst 2025 für eine zweite Amtszeit als Vorstandschef zurückgekehrt, um den schwedischen Autobauer wieder auf Kurs zu bringen. Vorige Woche erst hatte er auf einem Strategietag einen ehrgeizigen Plan vorgestellt. Demnach sollen bis 2030 insgesamt 13 neue Modelle auf den Markt kommen, um den Marktanteil des Unternehmens zu verdoppeln. Samuelsson hatte Volvo Cars bereits von 2012 bis 2022 geführt.

Klaus Zellmer trifft beim deutscher Importeur Volvo Cars in Köln auf ein schwieriges Aufgabengebiet. Denn der schwedische Autobauer, der mehrheitlich dem chinesischen Konzern Geely gehört, hatte zuletzt wegen US-Zöllen, einer schwächeren Nachfrage nach Elektroautos und hohen Entwicklungskosten seine Profitabilitätsziele verfehlt. Zudem brachen n China ähnlich den deutschen Herstellern die Verkäufe in China ein.  Die Aktie des Konzerns notiert in der Nähe von Rekordtiefs und hat in 2026 mehr als 45% an Wert verloren. Zudem steht Volvo Cars vor dem Spagat, seine westlichen und chinesischen Technologien zu trennen, um weiter in den USA verkaufen zu können. Dort droht der Schwestermarke Polestar ein Verkaufsverbot. Quelle: Volvo / VW / CM

Für Wolfsburg beginnt damit die Suche nach einem Nachfolger für einen der erfolgreichsten Markenchefs.

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