British Airways wechselt Crew-Hotel in Hyerabad

British Airways verlegt seine Flugbesatzungen aus dem Hotel, in dem sie während ihres Aufenthalts in der indischen Stadt Hyderabad bisher untergebracht  waren. Grund dafür ist ein Vorfall, bei dem alle drei Piloten eines Rückflugs nach London Heathrow  an einer Lebensmittelvergiftung erkrankten. 

Der Vorfall ereignete sich auf dem British-Airways-Flug BA-276, der mit einer Boeing 777 – einem der bewährten Flugzeugtypen der Airline – durchgeführt wurde. Der Flug dauert normalerweise zehn Stunden und erfordert drei Piloten, damit diese sich abwechselnd in speziellen Ruheräumen für die Besatzung ausruhen können.

Während Fluges zeigten jedoch alle drei Piloten klassische Symptome einer Lebensmittelvergiftung. Einem der drei Flugzeugführer wurde in 10.700 m Reiseflughöhe (35.000 Fuß) so schlecht, dass er fluguntauglich wurde und mit Sauerstoff versorgt werden musste (wir haben darüber berichtet). Glücklicherweise konnten die beiden anderen Piloten das Flugzeug sicher nach London steuern, wo sich schon bei der Landung ihr gesundheitlicher  Zustand ebenfalls verschlechterte.

Der Verdacht hinsichtlich der Ursache der Lebensmittelvergiftung fiel nicht auf eine an Bord verzehrte Mahlzeit, sondern auf das Buffet in der Executive Lounge des Hotels in Hyderabad, in dem British Airways seine Besatzungen während der Aufenthalte in der Stadt unterbringt.

Laut BA war es nicht nicht das erste Mal, dass Piloten und Kabinenpersonal von British Airways nach einem Aufenthalt in diesem speziellen Hotel Symptome einer Lebensmittelvergiftung meldeten. Trotzdem hatten die Verantworlticchen bei BA bisher nichts unternommen. Nach der Geschichte über die drei Piloten, die weltweit für viel Aufsehen gesorgt hat, kam die britische Fluggesellschaft nicht umhin, jetzt endlich einzuschreiten. Piloten sowie Kabinenpersonal werden jetzt in einem anderen Crew-Hotel, einem luxuriösen Fünf-Sterne-Hotel im Herzen des Geschäftsviertels von Hyderabad. Quelle: BA / CM

US-Unfallermittlerin rügt Michael O’Leary

Die Leiterin der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board), Jennifer Homendy, hat Ryanair-Chef Michael O’Leary vorgeworfen, gegen internationales Recht verstoßen zu haben. Grund hierfür sind seine Äußerungen zu einem Vorfall an Bord einer Boeing 737 der Fluggesellschaft über Griechenland Anfang Juli 2026, bei dem ein 61-jähriger Passagier teilweise aus dem Flugzeug gesogen wurde, nachdem ein Fenster herausgebrochen war.

Während einer regulären Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen Anfang dieser Woche erklärte der für seine direkten Worte bekannte Michael O’Leary, er könne zwar nicht „abschließend“ sagen, was die Unfallursache gewesen sei, doch „erste Anzeichen deuten auf einen Schaden am Triebwerk durch einen Fremdkörper hin“.

O’Leary fügte hinzu, der Unfall sei nicht auf das Alter des Flugzeugs oder dessen Wartung zurückzuführen.

Das NTSB hat auf Ersuchen der griechischen Behörden die Untersuchung des Unfalls vom 10. Juli 2026 übernommen. Bei dem Vorfall handelte es sich um eine 18 Jahre alte Boeing 737-800, die den Ryanair-Flug FR-1879 durchführte – eine reguläre Verbindung von Thessaloniki (SKG) nach Memmingen (FMM) in Bayern.

Kurz nach dem Start, noch im anfänglichen Steigflug auf Reiseflughöhe, gab es beim rechten Triebwerk einen unkontrollierten Ausfall, wodurch Trümmerteile in Richtung des Flugzeugrumpfs geschleudert wurden. Einige dieser Trümmer trafen ein Kabinenfenster, durchschlugen die verschiedenen Schichten und verursachten einen explosionsartigen Druckabfall. Der 61-jährige serbische Passagier, der neben diesem Fenster saß, wurde teilweise aus der Kabine gesogen, von seiner Ehefrau und anderen Mitreisenden festgehalten, damit er nicht hinasusdgezogen wird und zu Tode stürzt,  erlitt aber glücklicherweise keine schweren Verletzungen. Nach der Meldung eines Notfalls kehrten die Piloten nach Thessaloniki zurück, wo das Flugzeug ohne weitere Zwischenfälle landete.

In einem neuen Schreiben an Michael O’Leary erinnerte ihn die Vorsitzende des NTSB, Jennifer Homendy, an Ryanairs Verantwortung gemäß Anhang 13 der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), der sich speziell mit der Untersuchung von Flugunfällen befasst. Gemäß Anhang 13 wurde Ryanair als akkreditierter Vertreter und technischer Berater in die vom NTSB geleitete Untersuchung einbezogen. Eine der Voraussetzungen für die Rolle als akkreditierter Vertreter oder technischer Berater bei der Untersuchung eines offiziellen Luftfahrtunfalls ist, dass Informationen nicht ohne die ausdrückliche Genehmigung der Untersuchungsbehörde – in diesem Fall des NTSB – veröffentlicht werden dürfen.

„Das NTSB untersucht den Unfall derzeit; daher ist es akkreditierten Vertretern und ihren technischen Beratern untersagt, sich zur möglichen Ursache des Vorfalls zu äußern oder anderweitig Informationen aus der laufenden Untersuchung weiterzugeben“, erklärte Homendy in ihrem Schreiben vom 22. Juli. Dieses war an das maltesische Verkehrsministerium (MoL) sowie an Capt. Frank Zammit, den Leiter der maltesischen Untersuchungsbehörde für Flugunfälle (Bureau of Air Accident Investigation), gerichtet (das Flugzeug war auf Malta Air registriert, eine 100 %ige Tochtergesellschaft von Ryanair). „Das NTSB hat eine solche Feststellung nicht getroffen, und unsere Ermittler haben noch nicht ausgeschlossen, dass das Alter des Flugzeugs oder Wartungsprobleme zu dem Vorfall beigetragen haben könnten“, hieß es in dem Schreiben weiter.

„Die öffentlichen Äußerungen von Herrn O’Leary verstoßen gegen Anhang 13, da sie eine Meinung und Analyse des Unfalls enthalten und auf potenzielle Schwerpunkte der laufenden Untersuchung hinweisen. Da die Nichteinhaltung der Bestimmungen von Anhang 13, abhängig von der Relevanz und Genauigkeit der Informationen für die Ermittlungen, die Integrität der Untersuchung beeinträchtigen kann, fordere ich Herrn O’Leary dringend auf, während der laufenden Untersuchung keine weiteren öffentlichen Äußerungen dazu abzugeben“, ließ die NTSB-Chefin den Ryanair-CEO wissen.

Das am Unfall vom 10. Juli beteiligte Flugzeug bleibt weiterhin am Boden. Die Ermittler wollen nicht nur feststellen, ob ein Fremdkörper für den Triebwerksausfall verantwortlich war, sondern auch, welche Trümmerteile in Richtung des Rumpfes geschleudert wurden und so das Bersten der Fensterscheibe verursachten. Ein vorläufiger Bericht, der die Ereignisse vom 10. Juli beschreibt, wird voraussichtlich in den nächsten Wochen veröffentlicht, die Erstellung des vollständigen Unfallberichts kann jedoch mehrere Monate dauern. Quelle: NTSB / CM

Piloten auf Langstreckenflug wurde übel

Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Lounge eines Hotels im indischen Hyderabad ging es mehreren Piloten eines British-Airways-Fluges während ihres Nachhauseflugs mit ihrer Tripleseven nach London Heathrwow nicht gut. Nun laufen Untersuchungen zur Ursache.

Die drei Piloten der British Airways steuerten die B 777 (Flug BA 276) schon erst ein paar Minuten, als ihnen nach und nach übel wurde und alle drei mit gesundheitlichen Problemen kampften. Einen wurde während des gut zehneinhalbstündigen Fluges so schlecht, dass er vorübergehend außer Gefecht gesetzt war und mit Sauerstoff versorgt werden musste. Die anderen beiden Piloten konnten den Flug zum Glück weiterführen, litten nach der Landung in Großbritannien aber ebenfalls unter starken Beschwerden

Laut ersten Erkenntnissen hatten die drei Piloten zuvor gemeinsam in der Lounge ihres Hotels in Hyderabad gefrühstückt. Zudem tranken sie Wasser aus Flaschen, die von einem externen Anbieter geliefert worden waren.

Wie „Daily Mail“ schreibt, hätten die betroffenen Piloten den Vorfall über offizielle Flugsicherheitsberichte gemeldet und wurden gebeten, Proben abzugeben. Damit sollen die Ärzte die möglichen Ursachen der Erkrankung identifizieren können.

Die Fluggesellschaft betont, dass die Sicherheit der Passagiere zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war. der Großraumjet setzte seinen Weg gemäß den üblichen Verfahren sicher fort und landete normal, so British Airways. Trotzdem zieht die Fluggesellschaft Konsequenzen: British Airways überprüft derzeit die Unterbringung der Crews in Hyderabad. „Das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden hat oberste Priorität. Wir prüfen unsere Unterkunftsmöglichkeiten an diesem Standort nach Krankheitsfällen“, erklärte die Airline. Quele: Daily Mail / CM

Emirates lässt „U-Dream“-Kopfstützen in ihre Langstrckenjets einbauen

Im Economy-Bereich auf Langstreckenflügen entspannt einzuschlafen, ist für viele Reisende eine echte Herausforderung. Nicht ohne Grund investieren Passagiere regelmäßig in Nackenkissen, Schlafmasken und weitere Hilfsmittel, um sich den Flug etwas angenehmer zu gestalten. Für Fluggäste von Emirates gehört diese Sorge jedoch bald der Vergangenheit an: Als weltweit erste Fluggesellschaft führt die nationale Airline der Vereinigten Arabischen Emirate eine neuartige „U-Dream“-Kopfstütze ein, die das Schlafen an Bord grundlegend erleichtern soll.

Emirates hat sich das mit dem Träumen wohl vom chinesischen Autokonzern BYD „Build Your Dream“ abgeschaut. BYD ist mittlerweile weltweit ungemein erfolgreich, u.a. auch in Europa. Wenn eine Idee der Automobilindustrie gut ist, warum soll das nicht auch für die Luftfahrt gelten, dachten sich die Emirates-Strategen und ließen eine innovative Kopfstütze entwickeln. Die ist Bestandteil des Z400-Sitzes von Safran Seats und überzeugt durch verstellbare Seitenflügel sowie eine höhen- und neigungsverstellbare Konstruktion. Dadurch lässt sie sich individuell an unterschiedliche Körpergrößen anpassen und stützt Kopf sowie Nacken so effektiv, dass ein ungewolltes Abkippen nach vorn oder zur Seite verhindert wird. 

Sir Tim Clark, Präsident von Emirates Airline, bezeichnet die Neuheit als echten Gamechanger für das Kundenerlebnis und betont, dass zusätzliche Nackenkissen durch die vollständige Stützung schlichtweg überflüssig werden – eine Ansage, die u.a. Geschäftsreisende (und natürlich auch alle Privatreisenden) freuen dürfte, auch wenn Geschäfte an Flughäfen künftig vielleicht etwas weniger an spontan gekauften Reisekissen verdienen.

Das System erfüllt sämtliche Sicherheitsanforderungen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und ist aktuell bereits in den ersten Airbus A350 des Golfcarriers im Einsatz. Bis zum Jahresende soll die gesamte A350-Flotte damit ausgestattet sein. Auch die bestellten Boeing 777X erhalten die Kopfstütze künftig direkt ab Werk. Darüber hinaus plant Emirates, die „U-Dream“-Kopfstütze ab 2027 im Rahmen des laufenden Retrofit-Programms schrittweise in den umgerüsteten A380 und Boeing 777 zu installieren, um den Schlafkomfort in weiten Teilen der Langstreckenflotte nachhaltig zu verbessern. Quelle: Emirates / CM

Deutsche Bank investiert in Sustainable Aviation Fuel bei der Lufthansa Group

Im Rahmen ihrer Strategie, die Klimawirkung von Geschäftsreisen zu reduzieren, investiert die Deutsche Bank bei der Lufthansa Group in den Einsatz von Sustainable Aviation Fuel (SAF) im Luftverkehr. 

Das gemeinsam vereinbarte Volumen von rund 1.600 Tonnen SAF ermöglicht eine geschätzte Emissionseinsparung von rund 5.500 Tonnen CO₂. Das entspricht etwa den CO₂-Emissionen von 520 Flügen zwischen Frankfurt und London mit einem Airbus A320neo. 

Die Vereinbarung baut auf der wachsenden Partnerschaft beider Unternehmen auf: Seit Oktober 2025 gibt die Deutsche Bank die Lufthansa Miles & More Credit Card heraus. Im Bereich Nachhaltigkeit wollen beide Partner ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen – mit dem Ziel, die nachhaltige Transformation voranzutreiben und die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz von Klimaschutzlösungen zu steigern.

Die Entscheidung der Deutschen Bank, bei der Lufthansa Group den Einsatz von SAF in diesem Umfang zu unterstützen, ist nach Darstellung der Lufthansa ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass nachhaltigeres Fliegen im Geschäftsreisebereich immer bedeutsamer wird. 

Jörg Eigendorf, Chief Sustainability Officer der Deutschen Bank, sagt: „Sustainable Aviation Fuel ist für die Deutsche Bank ein wichtiges Instrument, um die CO2-Emissionen entlang unserer Lieferkette bis 2030 gegenüber 2019 nahezu zu halbieren. Für uns ist es außerdem wichtig, ein Signal zu setzen: Nur wenn es eine verlässliche Nachfrage gibt, werden SAF-Produzenten in die Produktion investieren und alternative Kraftstoffe konkurrenzfähiger werden. Das ist ein wichtiger Teil unseres Gesamtkonzepts: Wir wollen bei unseren Geschäftsreisen CO2-Emissionen verringern und die verbleibenden Emissionen soweit möglich kompensieren.“

Breite Angebots-Palette für Firmenkunden. Die Lufthansa Group arbeitet seit Jahren an einer nachhaltigen Transformation der Luftfahrt und bietet Unternehmen eine breite Palette maßgeschneiderter Lösungen für nachhaltigeres Fliegen: Über sogenannte SAF-Bulk-Deals können Unternehmen größere Mengen SAF bei der Lufthansa Group erwerben. Ab einer Investition von 2.000 Euro oder mehr erhalten die Unternehmen ein Scope-3-Zertifikat zur CO₂-Einsparung nach dem Greenhouse Gas Protocol Standard. Damit stärken sie nicht nur das Umweltengagement ihres Unternehmens, sondern fördern auch die Weiterentwicklung und den Einsatz von SAF in der Luftfahrtindustrie.

Logistikunternehmen schließen darüber hinaus auch vermehrt SAF-Bulk-Deals ab, die Lufthansa Cargo ab einer Abnahmemenge von 100 Tonnen SAF anbietet. Mit dem „Sustainable Corporate Value Fare“ können Geschäftskunden durch den Einsatz von SAF einen Beitrag zur Einsparung von bis zu 30 % zukünftiger CO₂-Emissionen leisten. Über alle Firmenkundenprodukte hinweg haben 2025 weltweit rund 1.700 Firmen bei der Lufthansa Group in SAF investiert.

Wachsende Nachfrage nach nachhaltigeren Reiseoptionen. Die Lufthansa Group verzeichnet insgesamt eine wachsende Nachfrage nach nachhaltigeren Reiseoptionen und ermöglicht ihren Kunden mit verschiedenen Angeboten für private und geschäftliche Flugreisen, einen Beitrag zur Reduzierung der Klimawirkung künftiger Flüge zu leisten. Mit Erfolg: Mehr als 5 % der Fluggäste der Lufthansa Group haben 2025 eine Möglichkeit zum nachhaltigeren Reisen gewählt – beispielsweise den Green Fares Flugtarif. Die verkaufte Menge an Sustainable Aviation Fuel (SAF) konnte 2025 in verschiedenen Angebotsformaten mehr als verdoppelt werden. 

Fünf Hebel der Lufthansa Group für nachhaltigeres Fliegen. Die vielfältigen Angebote für Privatreisende und Firmenkunden sind gemeinsam mit der Flottenmodernisierung, der kontinuierlichen Steigerung der Treibstoffeffizienz im Flugbetrieb, dem Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) und dem Ausbau der Intermodalität einer von fünf Hebeln, mit denen die Lufthansa Group nachhaltigeres Fliegen vorantreibt. Darüber hinaus unterstützt die Lufthansa Group seit mehr als 30 Jahren aktiv die weltweite Klima- und Wetterforschung.

Über die angebotenen Optionen der Lufthansa Group für nachhaltigeres Fliegen unterstützen Kunden den Einsatz von SAF imFlugbetrieb. Die Lufthansa Group stellt sicher, dass die jeweils erforderliche Menge an SAF binnen sechs Monaten nach Kauf in der Flughafeninfrastruktur eingespeist wird. Bei SAF handelt es sich um einen sogenannten „Drop-in“-Kraftstoff: Das SAF ist kompatibel mit fossilem Kerosin und kann diesem problemlos beigemischt werden. Die Buchung einer Option für nachhaltigeres Fliegen führt nicht zu einer individuellen SAF-Betankung des gebuchten Flugs, sondern unterstützt den übergreifenden Einsatz von SAF im Streckennetz der Lufthansa Group. Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet hat das von der Lufthansa Group eingesetzte SAF aus biogenen Reststoffen im Vergleich zu herkömmlichem Kerosin aus fossilem Rohöl einen um mindestens 80 Prozent reduzierten CO2-Fußabdruck im Jahresmittel. SAF, das Teil der Lufthansa Group Angebote für Kunden zum nachhaltigeren Fliegen ist, wird von der Lufthansa Group zusätzlich zu verpflichtenden SAF-Quoten erworben. Teile des eingesetzten förderfähigen SAF wurden durch das EU-Emissionshandelssystem kofinanziert. Quelle: Lufthansa / CM

Lufthansas zwei neue Sitzplatzkategorien

Die Airlines der Lufthansa Group führen ab sofort (Mittwoch, 22. Juli 2026) auf kontinentalen Kurz- und Mittelstrecken zwei neue Sitzplatzkategorien ein. Neu z u buchen sind den ‘First Row Seat’ in der Business Class oder den ‘Back Seat’ in der Economy Class. 

Mit der Einführung will die Lufthansa Group ihr Sitzplatzangebot auf Europaflügen harmonisieren. Die beiden Kategorien waren bereits bei ITA Airways verfügbar und werden nun auch bei Austrian Airlines, Brussels Airlines, Lufthansa, Swiss, Air Dolomiti und Lufthansa City Airlines eingeführt.

Der ‘First Row Seat’ befindet sich in der ersten Reihe der Business Class. Neben der bevorzugten Lage sollen Passagiere von einem schnelleren Ein- und Aussteigen profitieren, was allerdings vermutlich nur ein Wunschgedanken bleiben wird. Für HON Circle Member und Senatoren bleibt die Reservierung dieses Sitzplatzes kostenlos.

Mit dem ‘Back Seat’ schafft die Lufthansa Group zudem eine günstigere Sitzplatzoption in der Economy Class. Die Kategorie umfasst – je nach Flugzeugtyp – die letzten vier oder mehr Sitzreihen und wird zu einem tieferen Preis als der bisherige ‘Classic Seat’ angeboten.Reisende mit einem Economy-Flex-Tarif sowie HON Circle Member und Senatoren können den ‘Back Seat’ weiterhin kostenlos reservieren. Ausgenommen sind Fluggäste mit Economy Basic- und Economy Light-Tarifen. Quelle: Lufthansa / CM

Erster A350-1000 von Lufthansa kommt in Sonderlackierung

In wenigen Wochen bekommt die besondere Jubiläumsflotte der Lufthansa erneut Zuwachs: Die allererste A350-1000, die Lufthansa Airlines von Airbus übernehmen wird, wurde im Werk in Toulouse mit blauer Farbe, weißem XXL-Kranich und den Schriftzügen „1926 | 2026“ und „100“ lackiert: mit insgesamt 432 Litern blauer und 246 Litern weißer Farbe.

Der Airbus A350-1000 soll im Herbst von Toulouse nach München überführt werden. Bis dahin stehen noch einige Testflüge, weitere Arbeiten im Inneren des Flugzeugs und die finale Abnahme an. Die A350-1000 wird die Kennung D-AIFA und den Taufnamen „Deutschland“ tragen. Eine offizielle Taufzeremonie soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Das Besondere am ersten A350-1000: Es wird das 700. Flugzeug sein, das Airbus an die Lufthansa Group ausliefert.

Der A350-1000 ist mit einer Länge von 73,80 m exakt sieben Meter länger als der kleine Bruder, der A350-900. Insgesamt haben 300 Passagiere in den vier Reiseklassen First Class, Business Class, Premium Economy und Economy Class im Langstreckenflugzeug Platz. 15 Widebodies  dieses Typs sind bestellt und werden bis 2030 ausgeliefert.

Die neue A350-1000 ist das siebte Flugzeug der Lufthansa-Flotte in Sonderlackierung zum 100-jährigen Gründungsjubiläum. Bereits im Flugdienst auf der Langstrecke sind ein A350-900, ein A380, eine Boeing 787-9 und eine B 747-8 sowie zwei Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge vom Typ A320neo in diesem besonderen Design. Quelle: Lufthansa / CM 

Miles & More wird zu „Lufthansa Group Miles & More“

Das Vielfliegerprogramm Miles & More erhält einen neuen Namen. Künftig tritt das Loyalitätsprogramm unter der Bezeichnung ‘Lufthansa Group Miles & More’ auf. Die Umbenennung sei Teil der konzernweiten Dachmarkenstrategie der Lufthansa Group und soll gegen Ende des Jahres eingeführt werden, wie der Konzern informiert.

Die Lufthansa Group nutzt ihre neu eingeführte Dachmarke immer stärker in der Kommunikation in Richtung Privatkunden. Mit der Weiterentwicklung der Marke „Miles & More“ zu „Lufthansa Group Miles & More“  wird die Loyalty Brand der Gruppe zu Ende 2026 unter die Dachmarke gestellt.

Unter dem  künftigen Namen wird das Programm zu einem verbindenden Loyalty-System der gesamten Gruppe mit Fokus auf noch mehr Relevanz und persönliche Erlebnisse für die Teilnehmenden auch inhaltlich weiterentwickelt. Die Neuausrichtung wird durch den neuen Markenleitsatz – die so genannte Brand Essence – „Moments that move you“ auf den Punkt gebracht und stellt den Teilnehmenden und seine Erlebnisse in den Mittelpunkt. So jedenfalls stellt es die Lufthansa dar.

„Die Neupositionierung von Lufthansa Group Miles & More ist ein starkes Signal für den Zusammenhalt unserer Gruppe – und zeigt zugleich, dass wir die individuellen Stärken und Identitäten unserer einzelnen Marken bewahren. Auf diese Weise schaffen wir ein konsistentes und überzeugendes Markenerlebnis für unsere Kunden, Partner und Mitarbeiter über alle Kontaktpunkte hinweg“, sagt Dieter Vranckx, Mitglied des Vorstands und Chief Commercial Officer der Lufthansa Group.

Als künftig integrierte Marke bündelt Lufthansa Group Miles & More das Loyalitätsangebot noch stärker über alle Airlines der Gruppe und die verschiedenen Kundenschnittstellen hinweg. Damit sollen Kunden von nützlichen Synergien und einem kohärenten Auftreten und Erscheinungsbild profitieren. Ob auf Reisen oder im Alltag beim Einkaufen, in Genussmomenten oder was immer auch – das Loyalitätsprogramm soll Mehrwerte und Vorteile bieten, die bei den Teilnehmenden ankommen.

Auch visuell wird Lufthansa Group Miles & More zu Ende 2026 ein ganz neues Gesicht zeigen. Das künftige Corporate Design übersetzt die strategische Ausrichtung in ein modernes, eigenständiges Erscheinungsbild mit starkem Wiedererkennungswert. Von der Neupositionierung betroffen sind sämtliche Airlines der Gruppe. Quelle: Lufthansa / CM 

Emirates will keine der ersten gebauten B 777X

Das seit Langem verzögerte 777X-Programm von Boeing erleidet einen weiteren Rückschlag, nachdem einer der größten Kunden der Golf-Carrier Emirates, Bedenken hinsichtlich der zuerst gefertigten Maschinen geäußert hat.

Sir Tim Clark, Chef der Golf-Airline Emirates, erklärte am Dienstag, die Fluggesellschaft werde die ersten zehn für die Auslieferung vorgesehenen 777X-Maschinen nicht abnehmen. Grund dafür sei der enorme Reparaturaufwand, der erforderlich ist, um Konstruktionsänderungen umzusetzen, die sich im Laufe des langwierigen Zertifizierungsverfahrens ergeben haben.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat die in Everett gefertigte 777X noch nicht für die Passagierbeförderung zugelassen, doch laut Boeing macht das Unternehmen Fortschritte. Boeing rechnet weiterhin mit der ersten Auslieferung im Jahr 2027 – sieben Jahre später als ursprünglich geplant.

Emirates hat mehr als 270 Flugzeuge aus der 777X-Familie bestellt, die zwei Passagierversionen sowie eine Frachtvariante umfasst. Emirates gehörte zu den ersten Fluggesellschaften, die diese neuen Großraumflugzeuge bestellten.

Zunächst teilte Clark der britischen Zeitung „The Telegraph“ mit, dass die Fluggesellschaft die frühen 777X-Maschinen nicht abnehmen werde; dabei scherzte er – wenn auch nicht ganz ohne Ernst –, man solle diese Jets stattdessen zu Konservendosen für gebackene Bohnen verarbeiten. Diese Haltung bekräftigte er am Dienstag bei einem Pressegespräch auf der Farnborough Airshow, der weltweit wichtigsten Fachmesse der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Während des Gesprächs äußerte Clark die Vermutung, dass Boeing diese frühen Maschinen womöglich abschreiben müsse, da sie sich möglicherweise nicht für die Auslieferung an eine Fluggesellschaft eigneten – was einen weiteren finanziellen Verlust für das Programm bedeuten würde. Schätzungen des Analysehauses Agency Partners zufolge sind für das Flugzeugprogramm bereits zusätzliche Kosten in Höhe von fast 15 Mrd. US-Dollar angefallen.

Dennoch zeigte sich Clark zuversichtlich hinsichtlich der 777X-Maschinen, die Boeing zu einem späteren Zeitpunkt bauen wird. Diese werden Korrekturen für fertigungsbedingte Probleme enthalten, die während des Zertifizierungsprozesses aufgetreten sind – darunter Risse an der Schubstrebe des Triebwerks sowie ein Problem mit der Haltbarkeit des Triebwerks, das Boeing im Januar eingeräumt hatte. Wäre der Riesenvogel früher zertifiziert worden, wären diese Probleme erst im laufenden Betrieb aufgetreten, so Clark, „und wir hätten dann ein entsprechendes Gespräch mit ihnen führen müssen.“

Er erklärte, der neue Boeing-CEO Kelly Ortberg und die neue Leiterin der Sparte Verkehrsflugzeuge, Stephanie Pope – beide im Januar 2024 ernannt – hätten das Unternehmen wieder auf Kurs gebracht. Als Beleg hierfür verwies er auf die Entscheidung der US-Luftfahrtbehörde FAA, Boeing wieder die volle Befugnis zur Eigenzertifizierung der Flugsicherheit seiner Maschinen zu erteilen; diese Befugnis hatte die Behörde nach zwei tödlichen Abstürzen der 737 MAX sowie Fertigungsproblemen beim 787 Dreamliner entzogen.

Boeing wollte sich zu Clarks Äußerungen nicht äußern. Seine Bemerkungen erfolgten kurz nachdem der Luft- und Raumfahrtkonzern bestätigt hatte, im vergangenen Jahr eines seiner frühen 777X-Flugzeuge verschrottet zu haben. Im Gespräch mit Medienvertrern erklärte Pope, Boeing prüfe derzeit den Arbeitsaufwand, der erforderlich sei, um alle bereits gefertigten 777X-Maschinen an die neuesten Konstruktionsänderungen anzupassen. Bei diesem Prozess – der sogenannten „Change Incorporation“ (Umsetzung von Änderungen) – handele es sich um ein bei neuen Flugzeugprogrammen übliches Verfahren, so Pope.

In diesem Zusammenhang prüfe Boeing „stets, welche Kosten die jeweilige Änderung verursacht und welche Leistungsfähigkeit das Flugzeug dadurch erhält“, sagte Pope. Man wolle sicherstellen, „dass wir die richtige Lösung finden – nicht nur für Boeing, sondern auch für unsere Kunden.“

Boeing hat bereits rund 30 777X-Flugzeuge fertiggestellt und rechnet damit, dass die Arbeiten zur Umsetzung der Änderungen mehrere Jahre in Anspruch nehmen werden. Emirates erwartet für September die Ankunft eines 777-9-Testflugzeugs in Dubai, wo weitere Tests zur Haltbarkeit der Triebwerke durchgeführt werden sollen; der Schwerpunkt liegt dabei speziell auf dem heißen, trockenen Klima, in dem das Flugzeug später zum Einsatz kommen wird, so Clark.

Diese zusätzlichen Tests seien von Anfang an Teil des Plans gewesen – bereits seit der ursprünglichen Bestellung der 777X durch die Fluggesellschaft, fügte Clark hinzu. Nun handele es sich um eine „abschließende Überprüfung“, um sicherzustellen, dass das Flugzeug „tatsächlich all das leistet, was versprochen wurde“. Quelle: CM

MUC: 6 Mio. Fluggäste über den Sommer erwartet

Mit Beginn der Sommerferien in Bayern startet am Flughafen München die größte Reisezeit des Jahres. Vom 31. Juli bis zum 14. September 2026 haben die Airlines mehr als 43.000 Flüge zu 212 Destinationen angemeldet. Allein am ersten Ferienwochenende von Freitag bis Sonntag werden annähernd 2.800 Starts und Landungen mit bis zu 390.000 Passagieren erwartet. Insgesamt rechnet der Münchner Flughafen in dieser Zeit mit voraussichtlich mehr als 6 Mio. Reisenden.

Vom Münchner Flughafen aus werden zahlreiche attraktive Ziele in aller Welt erreicht. Gefragt sind in den Sommerferien die klassischen „Warmwasserziele“ rund ums Mittelmeer: Sie werden mit rund 15.700 Flügen bedient. Mehr als 2.500 Verbindungen sind von München zu Zielen im hohen Norden geplant – nach Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island.

Auch Langstreckendestinationen sind bei den Reisenden beliebt: Mit mehr als 2.300 Flügen verbinden Airlines während der Sommerferien 19 Ziele in Kanada und den USA mit dem Münchner Airport. Auch Fernost liegt bei den Fluggästen trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost weiterhin hoch im Kurs: Insgesamt über 1.500 Starts und Landungen sind im Nonstop-Verkehr mit dieser Region während der Sommerferien angemeldet. Beliebte Destinationen sind etwa Japan, Hongkong, Singapur, Thailand, Taiwan und Vietnam.

Für einen reibungslosen Reisebeginn empfiehlt der Flughafen, sich vorab auf der Website des Auswärtigen Amtes über die aktuellen Einreise- und Sicherheitsbestimmungen des Ziellandes zu informieren. Zudem empfiehlt es sich, bereits vorab online einzuchecken und, wenn möglich, den Vorabend-Check-in für das Gepäck zu nutzen. Um die Sicherheitskontrollen schnell zu passieren, wird empfohlen, im Handgepäck nur die wichtigsten Gegenstände mitzunehmen, darunter beispielsweise Wertgegenstände und Medikamente sowie Dokumente und Unterlagen. Passagiere, die planen, Powerbanks mit auf die Reise zu nehmen, sollten sich zuvor bei ihrer Fluggesellschaft über die geltenden Regelungen informieren. Generell verboten ist der Transport von Powerbanks im aufgegebenen Reisegepäck. 

Tipps unter Reisetipps – Flughafen München.

Reisende, die mit dem Auto zum Flughafen reisen, haben über die Online-Plattform parken.munich-airport.de die Möglichkeit, sich vorab bequem einen Parkplatz zu sichern, da in den Ferien oft eine sehr hohe Nachfrage besteht. Quelle: MUC / CM