Chinesische Automarken wachsen europaweit ganz stark

Der europäische Pkw-Markt ist im Juli um 4,1 % gewachsen. Für den Zeitraum von Januar bis Juli 2026 ergibt sich ein Plus von 5,7 % betreffend die Neuzulassungen in der EU sowie in UK, in Island, Norwegen und der Schweiz  Dass die chinesischen Marken im Juli einen Rekordmarktanteil von 11,2 % erreichten, wundert kaum noch jemand.  Ihr Absatz stieg um 107 %. Stärkste chinesische Marke war BYD vor Chery und SAIC, dem Mutterkonzern von MG.

Die mit Stellantis kooperierende Marke Leapmotor steigerte ihr Volumen um 294 % auf 9,306 Fahrzeuge. Xpeng setzte seinen Wachstumskurs mit einem Plus von 270 % auf 5.244 Einheiten fort. Chery, zu dem die Marke Chery sowie die Doppelmarke Omoda und Jaecoo gehören, legte um 202 % zu. BYD einschließlich der Premiummarke Denza steigerte den Absatz um 150 %.  Der MG-Mutterkonzern SAIC erhöhte seine Verkäufe um 22 % und gehörte damit zu den am schnellsten wachsenden Herstellern Europas. Die Geely-Gruppe (u.a. Polestar, Smart und Zeekr) kam auf ein Plus von 21 %.

Unter den etablierten Herstellern übertraf nur Mercedes-Benz mit einem Zuwachs von 4,7 % den Marktschnitt. Toyota (+ 2,3 %), Stellantis (+ 2,0 %) und die BMW Group (+ 1,7 %) steigerten zwar ihre Verkäufe, verloren jedoch Marktanteile. Tesla setzte dagegen seinen schwankenden Absatzverlauf fort. Die Verkäufe des Elektroauto-Herstellers brachen um 36 % ein. 

Bei den traditionellen Volumenmarken gehörten Fiat (+ 25 %), Citroën/DS (+ 16 %) und Renault (+ 11 %) zu den Gewinnern. 

Zu den Verlierern des Monats gehörten u.a. Ford (minus 16 %), Hyundai-Kia (minus 8,5 %), Nissan (minus 5,8 %) und der Volkswagen-Konzern (minus 3 %).

Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge legte um 51 % zu. Damit erreichten Elektroautos einen Marktanteil von 25 %. Nach Expertenmeinung trugen u.a. die gestiegenen Kraftstoffpreise dazu bei, dass die BEV-Verkäufe seit Jahresbeginn um 37 % gewachsen sind. Das starke Wachstum bei BEV ging auch zulasten anderer alternativer Antriebsarten. Plug-in-Hybride und Vollhybride verlieren gegenüber den BEV, reine Benziner und Diesel sind kaum noch gefragt.  

Das meistverkaufte Modell Europas war im Juli der Dacia Sandero vor VW Golf und VW T-Roc. Überraschend schaffte es auch der Mercedes-Benz GLC in die Top Ten: Mit einem Absatzplus von 45 % belegte das SUV Rang sieben. Stark zugelegt hat auch der BMW iX3, der im Juli auf 6.806 Zulassungen kam. Quelle: Dataforce / CM

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert