Italien und Österreich vereint unter den Alpen im Brenner-Basistunnel 

In rund 1.400 Metern Tiefe unter dem Brennerpass in den Alpen wurden die letzten Felsbarrieren zwischen Österreich und Italien durchbrochen, wodurch zwei grenzüberschreitende Verbindungen innerhalb des östlichen und westlichen Hauptbahntunnels entstanden sind. Durch die Durchbrüche wurde ein durchgehender unterirdischer Korridor zwischen den beiden Ländern geschaffen.

Mit einer Gesamtlänge von 64 km einschließlich der Innsbrucker Umgehung ist der Brenner-Basistunnel die längste unterirdische Eisenbahnstrecke der Welt. Der italienische Abschnitt des Projekts wird von einem Konsortium unter der Leitung von Webuild im Auftrag der BBT SE realisiert. Das Projekt bildet den Kern des skandinavisch-mediterranen Korridors des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T), der Helsinki mit Valletta verbindet und die Achse München–Verona einbezieht.

Durchschlag beim Brenner-Basistunnel: Österreichund Italien sind unter den Alpen verbunden. Foto: Patrick Guyton

Der Meilenstein vom Dienstag, 28. Juli 2026,  markiert den Zusammenschluss der Aushubarbeiten am österreichischen Bauabschnitt H53 Pfons-Brenner mit den bereits fertiggestellten Haupttunneln des italienischen Bauabschnitts H61 Mules 2-3, die vom Webuild-geführten Konsortium gebaut wurden. Nach dem Durchbruch im Erkundungstunnel im September 2025 wurde nun auch in den Haupttunneln die Grenze zwischen den beiden Ländern durchbrochen.

Dabei kamen zwei Vortriebsverfahren zum Einsatz: Auf italienischer Seite wurden die Haupttunnel mit den Tunnelbohrmaschinen (TBMs) „Virginia“ und „Flavia“ ausgehoben, während auf österreichischer Seite das konventionelle Sprengvortriebsverfahren zum Einsatz kam.

Nach seiner Fertigstellung wird der Brenner-Basistunnel Personenzügen Fahrten mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ermöglichen und die Fahrzeit zwischen Fortezza und Innsbruck von 80 auf nur 25 Minuten verkürzen. Die Infrastruktur, die darauf ausgelegt ist, sowohl den Güter- als auch den Personenverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, soll zur Dekarbonisierung des Verkehrs im gesamten Alpenraum beitragen – wogegen aber Deutschland ist –  und die Luftverschmutzung sowie die Lärmbelastung verringern.  

Was dummerweise fehlet und die wichtige europäische Hochleistungsachse zwischen München und Verona erheblich verzögern wird ist die Tatsache, dass Deutschland Planung und Bau des Bordzulaufs mit Rücksicht auf den irren Straßengüterverkehr absichtlich verzögert. Quelle Webuild / CM

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